CH199182A - Verfahren zur Herstellung von 3-Oxy-diphenylenoxyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Oxy-diphenylenoxyd.

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CH199182A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     3-Ozy-diphenylenogyd.       Es wurde gefunden, dass die Verbindun  gen von der allgemeinen     Formel     
EMI0001.0003     
    worin R einen     Phenylrest    darstellt, der in       o-Stellung    zur Verknüpfungsstelle ein Halo  genatom trägt und im übrigen beliebig sub  stituiert sein kann, beim Behandeln mit al  kalisch wirkenden Mitteln, vorzugsweise  Alkali- oder     Erdalkalihydroxyden,    bei er  höhter Temperatur in     3-Oxy-diphenylenoxyd          bezw.    dessen     Substitutionsprodukte    über  gehen.

   So erhält man beispielsweise durch  Kalischmelze von     2'-Chlor-2,5-dioxydiphenyl     das     3-Oxy-diphenylenoxyd     
EMI0001.0012     
    Der glatte Verlauf dieses     Ringschlusses    war  in keiner Weise vorauszusehen, denn nach  den Angaben der     Literatur    (Berichte 34  1901], 1662), war anzunehmen, dass das     3-          Oxy-diphenylenoxyd    bei der     Kalischmelze     zum 2,5,2' -     Trioxydiphenyl    aufgespalten  würde.  



  Die als     Ausgangsmaterialien    verwendeten  Produkte können     in,der    Weise erhalten wer  den, dass man die     @duroh    Kuppeln von     Diazo-          verbindungen    beliebiger in     o-Stellung    ein       Halogenatom    enthaltender Basen der Benzol  reihe mit     Benzochinon    nach dem Verfahren  der deutschen Patentschrift Nr. 508395 er  hältlichen     substituierten        Phenylchine@ne    zu  den entsprechenden     Hydrochinonen    reduziert.

        Der     Ringechluss        dieser        Verbindungen    zu  den     entsprechenden        Diphenylenoxydderivaten     mit Hilfe von alkalisch wirkenden Mitteln  kann in der     verschiedenartigsten    Weise  durchgeführt werden, beispielsweise durch  Schmelzen mit     Ätzalkali    oder durch Erhitzen  mit     Alkalilaugen    im geschlossenen Gefäss.  



  Das vorliegende Verfahren     gestattet        es,     nicht nur das     3-Oxy-diphenylenoxyd    selbst,  sondern auch eine Reihe von     Substitutions-          produkten        dieser        Verbindung        aus        technisch     leicht     zugän.glichenProdukten    aufzubauen und  stellt somit einen technischen     Fortschritt    dar.  



  Die     erhaltenen    Verbindungen     stellen    wert  volle     Zwischenprodukte    zur Herstellung von       Farbstof        fen    dar.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  ein Verfahren zur     Herstellung    von     3-Oxy-          diphenylenoxyd,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass man     2'-Halogen-2,5-dioxy-          diphenyl    mit einem alkalisch wirkenden Mit  tel bei höherer Temperatur behandelt.  



  <I>Beispiele:</I>  1. 1     Gewichtsteil    2' -Chlor - 2,5 -     dioxy-          diphenyl    (F. 99 bis 100   C,     kristallwasser-          haltige    Form; F. 116 bis 118   C,     kristall-          wasserfreie    Form) wird in eine     Schmelze    aus  10     Gewichtsteilen        Ätzka.li    und 1 Gewichts  teil Wasser eingetragen, wobei sich die       Kal.iumverbindung    des Ausgangsmaterials  bildet, die als gelbbraunes kristallines Pro  dukt in dem geschmolzenen     Ätzkali    verteilt  ist.

   Man erhitzt nun so     lange        weiter,        bis    die  ses Produkt     verschwunden    ist und auf der  Oberfläche der Schmelze die     Kaliumverbin-          dung    des     3-Oxy-diphenylenoxydes    als dunkle  Schmelze sich abgeschieden hat. Die Schmelze  wird dann in Wasser gelöst und angesäuert.  Dabei scheidet sich das     gebildete    Konden  sationsprodukt als feine Nadeln ab, die nach  dem     Umkristallieieren    aus     Toluol    bei 135   C  schmelzen.

   Der Mischschmelzpunkt mit dem  nach dem Verfahren der deutschen Patent  schrift Nr. 606350 hergestellten     3-Oxy-diphe-          ny        lenoxyd    zeigt keine     Schmelzpunktsernie-          drigung.     



  2. 500 Gewichtsteile     2'-Chlor-2,5-dioxy-          diphenyl        werden    mit 1400     Gewichtsteilen            Natronlauge    40'     B6    und 20     Gewichtsteilen          Natriumhydrosulfit    (zur Verhinderung der       Autoxydation    der alkalischen Lösung) in  einem eisernen     Autoklaven    1 Stunde auf 260  bis<B>270'</B> C erhitzt;

   der Druck steigt dabei  auf 30     Atm.    Nach dem Erkalten bildet der       Autoklaveninhalt    eine weisse halbfeste     blasse     der     Natriumverbindung    des     3-Oxy-dipheny-          lenoxydes.    Durch Lösen in Wasser und An  säuern erhält man ein rohes     3-Oxy-dipheny-          lenoxyd    vom F. 130 bis<B>131'</B> C.  



  3. 500     Gewichtsteile        2'-Chlor-2,5-dioxy-          diphenyl    werden mit 750 Gewichtsteilen  Kalilauge     (spez.        Gew.    1,5), 75 Gewichtsteilen  Wasser und 20 Gewichtsteilen     Natrium-          hydrosulfit    in einem eisernen     Autoklaven    2  Stunden auf 210  C oder 4 Stunden auf  <B>190 </B> C erhitzt. Nach dem     Erkalten    wird der       Autoklaveninhalt    mit Wasser verdünnt und  angesäuert. Man erhält in vorzüglicher Aus  beute ein praktisch reines     3-Oxydiphenylen-          oxyd.     



  4. In eine Schmelze aus 20 Gewichts  teilen     kristallisiertem        Natriumacetat    und 60       Gewichtsteilen        Atzkali    trägt man bei  <B>180'</B> C gleichzeitig 2 Gewichtsteile Natrium  hydrosulfit     und    20 Gewichtsteile     2'-Brom-          2,

  5-dioxydiphenyl    vom F.137 bis<B>138'</B> C  (erhältlich durch Reduktion des durch Um  setzung der     Diazoverhindung    des     o-Bromani-          lins    mit     Benzochinon        entstehenden        2'-Brom-          phenyl-benzochinons    vom F.<B>103'</B> C) ein. Die       Schmelze    wird langsam zur Beendigung der  Reaktion bis auf 240' C erhitzt und dann  zur Aufarbeitung in Wasser eingetragen.  Nach dem Ansäuern der alkalischen Lösung  erhält man das     3-Oxy-diphenylenoxyd,    das  mit dem nach Beispiel 1 bis 3 erhältlichen  Produkt identisch ist.  



  Zu dem gleichen Ergebnis gelangt man,  wenn man an     Stelle    des     2'-Brom-2,5-dioxy-          diphenyls    vom F. 137 bis<B>138'</B> C die kristall  wasserhaltige Form vom F. 89 bis<B>91'</B> C ver  wendet.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von 3-Oxy- diphenylenoxyd, dadurch gekennzeichnet, dass man 2'-Halogen-2,5-diogydiphenyl mit einem alkalisch wirkenden Mittel bei höherer Temperatur behandelt. Die so erhaltene Verbindung ist identisch mit dem nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift Nr. 606350 hergestellten 3- Ogy-diphenylenogyd.
CH199182D 1936-01-22 1937-01-14 Verfahren zur Herstellung von 3-Oxy-diphenylenoxyd. CH199182A (de)

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