CH212639A - Verfahren zur Herstellung einer 1-Oxy-4-acylaminonaphtalin-3-sulfonsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer 1-Oxy-4-acylaminonaphtalin-3-sulfonsäure.

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CH212639A
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ogy
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aminonaphthalene
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Sandoz A G
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Sandoz Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/51Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton at least one of the nitrogen atoms being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     1-Ogy-4-acylaminonaphtalin-3-sulfonsäure.       Es     wurde        gefunden,    dass man zu neuen  wertvollen     Naphtalinderivaten        dadurch    ge  langen kann, dass man     1-Ogy-4-aminonaph-          talin-3-sulfonsäuren,    deren     2-Stellung    un  besetzt     ist    und die beliebige weitere     Substi-          tuenten,

      mit     Ausnahme    einer     unsubstituier-          ten    oder     monosubstituierten        Aminogruppe    in       5-Stellung,    enthalten können, mit     acylieren-          den    Mitteln und hierauf gegebenenfalls mit  verseifenden Mitteln in der Weise behandelt,  dass die     4-Acylaminogruppe    nicht     angegriffen     wird.  



  Geeignete Ausgangsstoffe für das Ver  fahren sind beispielsweise     1-O$y-4-amino-          naphtalin-3-sulfonsäure    oder deren Derivate,  welche noch weitere     Sulfonsäurereste    enthal  ten, wie     1-Ogy-4-aminonaphtalin-3,8-disul-          fonsäure,        1-Ogy-4-aminonaphtalin-3,7-disul-          fonsäure,        1-Ogy-4-aminonaphtalin-3,6-disul-          fonsäure;

      ferner Derivate der     1-Ogy-4-amino-          naphtalin-3-sulfonsäure,    welche in 6-, 7- oder       8-Stellung    eine freie oder substituierte       Aminogruppe    und gegebenenfalls eine wei  tere     Sulfonsäuregruppe    tragen. Solche Deri-         vate        sind.    z.

   B. die     1-Ogy-4,6-diaminonaph-          talin-3-sulfonsäure,    die     1-0%y-4,        7-diamino-          naphtalin-3-sulfonsäure,        1-Ogy-4,8-diamino-          naphtalin-3-sulfonsäure,        1-Oxy-4,7-diamino-          naphtalin-    3,6 -     disulf        onsäure.    1-     Ogy-4,8    -     di-          aminonaphtalin-3,6-disulfonsäure    oder deren       Derivate,

      welche     in.    der 6-     bezw.    7-     bezw.        8-          ständigen        Aminogruppe    durch     Alkyl,        Aral-          kyl,        Aryl    oder     Acyl        substituiert        sind.    Auch       halogenierte        1-Ogy-4-aminönaphtalin-3-sul-          fonsäuren,    wie z.

   B.     1-Ogy-4-amino-6-chlor-          naphtalin-3-sulfonsäure,        1-Ogy-4-amino-7-          chlornaphtalin-3-sulfonsäure,        1-0$y-4        amino-          8-chlornaphtalin-3-sulfonsäure,    sowie die ent  sprechenden     Disulfonsäuren    können verwen  det werden.  



  Die als Ausgangsstoffe angeführten Ver  bindungen sind zum Teil bekannt oder kön  nen durch Kuppeln negativ substituierter     Di-          azoverbindungen    auf die     entsprechenden    1  Ogynaphtalin-3-sulfonsäuren und     nachfol.     gende Reduktion der     Azofarbstoffe    gewon  nen werden     (vergl.        Gattermann    und Lieber  mann, A. 393. 198;     Wanner,    Zeitschrift für      angewandte Chemie 1925, S. 517;     Battegay     und Wolff,     Chimie    et Industrie 10, 1013).

    Eine andere Darstellung besteht in der Ein  führung der     Nitrosogruppe    in die     4-Stellung     der     1-Oxynaphtalin-3-sulfonsäuren    und nach  folgende Reduktion der     Nitrosogruppe        ivergl.          Reverdin     &  de la     Harpe,    B.<B>26,</B> 1281).  



  Sämtlichen auf die eine oder     andereArt    oder       sonstwie    bereiteten     1-Oxy-4-aminonaphtalin-          3-sulfonsäuren    ist eine typische Reaktion ge  meinsam. Wird ihre alkalische wässerige     Li5-          sung    mit     Resorcin    versetzt und auf Filtrier  papier gegossen, so tritt nach einiger Zeit  eine charakteristische, meist lebhafte rote  Färbung auf. Diese     Resorcinreaktion    gestat  tet das Fortschreiten der     Acylierung    zu ver  folgen, da die     Acylierungsprodukte    die Re  aktion nicht mehr zeigen.  



  Als     Acylierungsmittel    eignen sich     ali-          phatische,        araliphatische,        eycloaliphatische,     aromatische, sowie     heterocyclische        Carbon-          säuren        bezw.    deren     Halogenide    und An  hydride, z. B.

   Ameisensäure, Essigsäure  anhydrid,     Chloracetylchlorid,        Buty        rylchlorid,          Stearylehlorid,        Zimtsäurechlorid,        Benzoyl          chlorid,    p-     resp.        m-Nitrobenzoylchlorid,        Naph-          toylchlorid    usw.

   Ferner können     Halogenide     organischer     Sulfonsäuren,        Phosgen.        Thio-          phosgen    oder     Cyanurchlorid    zum     Acylieren          verwendet    werden.  



  Die     Acylierung    kann in wässerigem oder  wasserfreiem Milieu, gegebenenfalls in Ge  genwart von organischen Basen, wie     Pyridin     durchgeführt werden.  



  Falls bei der     Acylierung    der     4-ständigen          Aminogmuppe    auch die     1-ständige        Hydroxyl-          gruppe    und oder andere     acylierbare    Gruppen  ebenfalls     acyliert    werden, hat zur Freilegung  der     Hydroxylgruppe    in der     1-Stellung    an  schliessend eine Behandlung mit verseifenden  Mitteln stattzufinden.

   Bei der     Verseifung     müssen die Bedingungen so gewählt werden,  dass der     Acylrest    in der     1-ständigen        Hydro-          xylgruppe    völlig abgespalten wird, ohne     da.ss     die     4-ständige        Acylaminogruppe    angegriffen  wird. Vorzugsweise gelangen zu diesem  Zwecke Alkalien, wie Soda, Ammoniak, Na  tronlauge in     mässigen    Konzentrationen bei    gewöhnlicher oder bei erhöhter Temperatur  zur Anwendung.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren er  hältlichen neuen     Naphtalinderivate    sollen als       Zwischenprodukte    für die Herstellung von  Farbstoffen, besonders von     Azofarbstoffen,     Anwendung finden. Während nämlich die  nicht     acylierten        1-Oxy-4-aminonaphtalin-3-          sulfonsäuren    als Kupplungskomponenten für       Azofarbstoffe    nicht geeignet sind, stellen die  neuen in der     4-ständigen        Aminogruppe        acy-          lierten    Verbindungen wertvolle Kupplungs  komponenten dar.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     1-Oxy-4-          #   <B>-</B>     te        et        y        laminoiiaphtalin-3-sulfonsäure.        DasVer-          fahren    ist dadurch gekennzeichnet, dass man  auf     1-Oxy-4-aminonaphtalin-3-sulfonsäure    ein       acetylierendes    Mittel und auf das     erhaltene     Reaktionsprodukt ein verseifendes Mittel der  art einwirken lässt, dass die     4-Acetylamino-          gruppe    nicht angegriffen wird.  



  Die neue     1-Oxy-4-acetylaminonaphtalin-          3-sulfonsäure    ist in Form ihres Ammonium  salzes ein helles, wasserlösliches Pulver,  kuppelt leicht mit     Diazoverbindungen    und  soll zur Herstellung von     Farbstoffen    verwen  det werden.  



       Beispiel:     23,9     Teile        1-Oxy-4-aminonaphtalin-3-sul-          fonsäure    werden mit 70 Teilen     Essigsäure-          a.nhydrid    so lange bei 120 bis<B>130'</B> gerührt,  bis das Ausbleiben der     Resorcinreaktion    das  Verschwinden des Ausgangsstoffes anzeigt.  Hierauf wird das     Acetylierungsmittel    im  Vakuum abgedampft.

   Das     zurückbleibende     helle Pulver wird in Wasser gelöst, mit Am  moniak neutralisiert und mit 10 Teilen  <B><U>",3</U></B> %     igem    Ammoniak zwecks Abspaltung des  in die     Hydroxylgruppe    eingetretenen     Acety        1-          restes    1 Stunde bei Raumtemperatur ver  rührt. Die Lösung enthält das     Ammonium-          sa.lz    der     1-Oxy-4-acetylaminonaphtalin-3-sul-          fonsäure    in verwendungsbereiter Form. Wenn  nötig kann dasselbe durch Eindampfen zur  Trockne als helles Pulver erhalten werden.

    Die 1-Oxy-4-acetylaminonaphtalin-3-sulfon-      säure kuppelt glatt mit     Diazoverbindungen     zu     Azofarbstoffen.     



  Die     Darstellung    der     1-Ogy-4-aminonaph-          talin-3-sulfonsäure    ist A. 393, Seite 213 bis  214     beschrieben.    Aus Wasser kristallisiert sie  leicht in farblosen Nadeln. In _0,1     %iger    Lö  sung gibt sie eine kräftige     gelbstichigrote        Re-          soreinreaktion.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 1-Ogy-4- acetylaminonaphtalin-3-sulfonsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1-Ogy-4-amino- riaphtalin-3-sulfonsäure ein acetylierendes Mittel und auf das erhaltene Reaktionspro dukt ein verseifendes Mittel derart einwir ken lässt,
    dass die 4-Acetylaminogruppe nicht angegriffen wird. Die neue 1-Ogy-4-acetylaminonaphtalin- 3-sulfonsäure ist in Form ihres Ammonium- salzes ein. helles, wasserlösliches Pulver, kuppelt leicht mit Diazoverbindungen und soll zur Herstellung von Farbstoffen verwen det werden.
CH212639D 1939-04-05 1939-04-05 Verfahren zur Herstellung einer 1-Oxy-4-acylaminonaphtalin-3-sulfonsäure. CH212639A (de)

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