CH253714A - Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes.

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CH253714A
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/12Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups
    • C09B43/136Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents
    • C09B43/14Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents with phosgene or thiophosgene

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Azofarbstoffes.       Es wurde gefunden,     da.ss    man wertvolle  neue.     Azofarbstoffe    darstellen kann, wenn  man 2     Mol    eines     Aminoazofarbstoffes    der all  gemeinen Formel       R,-N    =     N-R-.-NH2,       worin     Ri    den Rest einer     0-Acyl-l-amino-8-          exy-naphthalin-3,6-    bzw.     -4,6-disulfonsäure     und     R..    den Rest     eines:

      in     p-Stellung    zur       Aminogruppe    kuppelnden primären     aromati-          sehen    Amins bedeuten, mit 1     Mol    einer     mono-          oder        pol:

  ynuelearen    aromatischen Verbindung,  die zwei nicht     o-ständige    primäre     Amino-          gruppen    und gegebenenfalls weitere, insbe  sondere. auch wasserlöslich machende Grup  pen enthalten kann, mit     Phosgen,        Thiophos-          gen    oder Schwefelkohlenstoff bis zur völli  gen Umsetzung der     Aminogruppen    behan  delt und den     Acylrest    der     0-Acylgruppe    ab  spaltet.  



  Als     D:iazokomponenten    aus der Gruppe der  0-     Acylderivaten    der     1-Amino-8-oxy-naph-          thalin-3,6-    bzw.     -4,6-disulfonsäure    werden  die     0-Acetyl-    und besonders, die     0-p-Toluol-          sulf    o -1-     amino    -     8-oxy-naphthalin-3,6-    bzw.       -1,6-disulfonsäuren    verwendet.

   Als Kupp  lungskomponenten geben die besten Resul  tate     1-Amino-3-methoxybenzol,        1-Amino-3-          niethyl    - 6 -     methoxy-    bzw.     -6-phenoxy-    und  -6 - ä     tlioxy        -benzol,    2     -Amino-4-methyl-phen-          oxye.ssigsäure.    Aus der grossen Zahl der mono  oller     polynuclearen    Diamine werden vor allem       verwendet:

          p-Phenylendiamin,        m-Phenylen-          diamin,        p-Phenylendiaminsul.fonsäure,    p-Phe-         nylendiaminearbonsäure,        m-Phenylendiamin-          sulfonsäure,        Benzidin,        o-Tolidin,        o-Dianisi-          din,        Benzidin-2,2'-disulfonsäure,        Benzidin-          3,3'-disulfonsäure,        Benzidin-3-sulfonsäure,          4,

  4'-        Diaminodiphenylharnstoff-3,        3'-disulf        on-          säure,        4,4'-Diaminodiphenylharnstoff-2,2'-di-          sulfonsäure,        1-Methyl-2,6-diaminobenzol-4-          sulfonsäure,        4'-Aminobenzoyl-p-phenylendi-          aminsulfonsäure,        3'-Aminocinnamoyl-p-phe-          nylendiaminsulfonsäure,        4,4'-Diaminostilben,     4,4' -     Diaminos@tilben    - 2,2' -     disulfonsäure,

      4       Amino-4'-(p-aminobenzoyl)-aminostilben-2,2'-          dis@ulfonsäure,        4-Amino-4'-(m-aminobenzoyl)-          aminostilben-2,2'-disulfonsäure,        4,4'-Di-(p-          aminobenzoyl)    -     diaminostilben    -     2,2'-        disulf        on-          sä.ure,        4,4'-Diaminodiphenylmethan,        1,5-Di-          aminonaphthalin-3,7-disulfonsäure.     



  Die neuen     Farbstoffe    stellen dunkle Pul  ver dar; sie lösen     sie'.    in Wasser mit roter  Farbe und färben     Zellulosefasern    in wertvol  len klaren Rottönen von sehr guter Licht  echtheit und     guten        Nassechtheiten.     



  Es sind schon Farbstoffe     besehrieben,    die  durch     stufenweise    Kondensation von 2     Mol     eines durch Kupplung von     diazotiertem    0-p  Toluolsulfoester der     1-Amino-8-oxy-naphtha-          lin-3,6-disulfonsäure    mit     1-Amino-3-methyl-          6-methoxy-benzol    hergestellten     Aminoazo-          farbstoffes    mit 2     Mol        Cyanurchlorid    und  1     Mol        4,4'-Diaminostilben-2,2'-d@isulfonsäure     bzw.

       4,4'-Diaminost ilben        dargestellt    werden.  Dabei kann das     dritte    Halogenatom auch  noch gegen den Rest eines Amins ausge-      tauscht sein. Während die zur Darstellung  der oben     erwähnten    Farbstoffe führende Re  aktion, also die stufenweise     Umsetzung    der  drei Halogenatome des     Cyanurhalogenids    mit       Aminen    durch     geeignete    Wahl der     Reak-          tionstemperatur    schon lange bekannt ist, ist  es neu und sehr überraschend, dass es gelingt,

      2     1M1    eines der erfindungsgemäss     beanspruch-          ten        Azofarbatoffe    mit     Phosgen    und 1     Mol     eines primären     Diamins,    dessen     Aminogrup-          pen    nicht in     o-Stellung    zueinander stehen, zu  symmetrischen     Diharnstoffen    umzusetzen.  



  Diesen neuen Farbstoffen kommt offen  bar die folgende Konstitution         E,-N    = N     R2-NH    . CO .     NF%X-NH    . CO .     NH        R2-N    =     N-Rl       zu, wobei X den Rest eines anspruchsgemäss       definierten        Diamins    bedeutet.  



  Gegenüber den oben erwähnten Farbstof  fen färben die neuen     Farbstoffe    weniger       gelbstichige    Rottöne. Sie zeichnen sich ausser  dem durch besseres Ziehvermögen und im all  gemeinen durch     bessere.    Wasch- und Wasser  echtheit ,sowie zum Teil auch durch bessere  Säure- und     Alkaliechtheit    aus. Die neuen  Farbstoffe besitzen überdies die wertvolle  Eigenschaft, dass ihre     Färbungen    auf     Zellu-          losefasern    die Nuance kaum oder nur sehr  wenig verändern, wenn sie mit Verbindun  gen, die zur Verbesserung der Wasserecht  heit verwendet werden, nachbehandelt wer  den.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur     Herstellung    eines     Azofarb-          stoffes.    Das Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man 2     Mol    eines     Monoazofarb-          Stoffes,    erhalten durch     Diazotieren    eines     0-          Acylderivates,    der     1-Amino-8-oxy-naphtha-          lin-3,6-disulfosäure    und Kuppeln der     Diazo-          verbindung    mit     1-Amino-3-methyl-6-meth-          oxy-benzol,

      und 1     Mol        4,4'-Diaminostilben-          2,2'-disulfonsäure    mit     Phosgen    bis zur völli  gen Umsetzung der     Aminogruppen    behan  delt und den     Acylrest    abspaltet. Der neue  Farbstoff stellt ein dunkles Pulver dar. Er       löst    sich in Wasser mit roter Farbe und  färbt     Zellulosefasern    in wertvollen klaren  Rottönen von sehr guter     Lichtechtheit    und       guten        Nassechtheiten.     



       Beispiel:     62,1 Teile des     Monoazofarbstoffes,    der in  bekannter     Weise    durch     Diazotieren    des, p-To-         iuolsulfonsäureesters    der     1-Amino-8-oxy-          naphthalin-3,6-disulfonsäure    und Kuppeln  der     Diazoverbindung    mit     1-Amino-3-methyl-          6-methoxy-benzol        hergestellt    wird, bzw.

   60,7       Teile    des entsprechenden, aus, dem     Benzol-          sulfonsäureester    der     1-Amino-8-oxy-naphtha-          lin-3,6-disulfonsäure    werden zusammen mit  18,5 Teilen     4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfon-          säure    in etwa 800 Teilen Wasser durch Zu  gabe von Soda gelöst.  



  Bei neutraler bis     bicarbonatalkalischer     oder auch bei schwach     lackmussaurer    Reak  tion - in diesem Falle     vorteilhaft    in Gegen  wart von     Natriumacetat    - wird hierauf so  lange     phosgeniert,    bis in     einer    Probe kein pri  märes     Armin,    mehr nachgewiesen     werden    kann.  Das Kondensationsprodukt wird mit Koch  salz ausgefällt und filtriert.  



  Zur Abspaltung der     Arylsulfogruppe     wird der Farbstoff in verdünnter     ätzalkali-          seher    Lösung bis zur völligen     Verseifung     des     Arylsulfoesters    auf 80 bis 90  erhitzt.  Der verseifte Farbstoff, der beim Abkühlen  zum Teil auskristallisiert, wird durch Verset  zen mit Kochsalz vollends ausgefällt,     abfil-          triert    und     getrocknet.     



  Er färbt     Zellulosefasern    in klaren Rot  tönen, die sich durch sehr gute Lichtechtheit  sowie gute Wasch- und Wasserechtheit aus  zeichnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Azofarb- stoffes; dadurch gekennzeichnet, dass man Mol eines Monoazofarbstoffes, erhalten durch Diazotieren eines 0-Acylderivates der 1-Amino - 8 - oxy-naphthalin-3,6-disulfosäure und Kuppeln der Diazoverbindung mit 1- @lmino-3-methyl-6-methoxy-benzol, und 11Vlol 4,4' - Dia.minostilben - 2,
    2' - disulfonsäure mit Phosgen bis zur völligen Umsetzung der Aminogruppen behandelt und den Acylrest abspaltet. Der neue Farbstoff stellt ein dunk- les Pulver dar. Er löst sich in Wasser mit roter Farbe und färbt Zellulosefasern in wertvollen klaren Rottönen von ,sehr guter Lichtechtheit und guten Nassechtheiten.
CH253714D 1946-10-31 1946-10-31 Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes. CH253714A (de)

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