CH255306A - Verfahren zur Herstellung eines Laktons der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Laktons der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.

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CH255306A
CH255306A CH255306DA CH255306A CH 255306 A CH255306 A CH 255306A CH 255306D A CH255306D A CH 255306DA CH 255306 A CH255306 A CH 255306A
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lactonizing
lactone
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cholenic acid
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J19/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Laktons    der     Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.       Es wurde gefunden, dass man zu einem       Lakton    der     Cyclopentanopolyhydrophenan-          thren-Reihe    gelangen kann, wenn man auf  ein Derivat der     A20,22_g_Oxy-nor-cholensäure     von der Formel  
EMI0001.0007     
    worin X einen durch     laktonisierende    Mittel  Sich abspaltenden Rest und R einen Rest,  welcher durch     hydrolysierende        Mittel'    durch  die     IIydroxylgTuppe    ersetzt wird, bedeuten,  mit Oxydationsmitteln behandelt,

   welche an  einem in     a-Stellung    zu einer Kohlenstoff  Kohlenstoff-Doppelbindung stehendem     Koh=          lenstoffatom    eine sauerstoffhaltige Gruppe  einzuführen vermögen, welche mit einer       Carboxylgruppe    zu     Iaktonisieren        vermag    und  auf das so erhaltene Reaktionsprodukt ein       laktonisierendes    und schliesslich ein     hydro-          1'isierendes    Mittel     einwirken    lässt.    Die Ausgangsstoffe können z.

   B. durch  Kondensation geeigneter     Ketone    der     Pregnan-          reihe    mit     halogenierten        Essigsäurederivaten,     wie Chlor-, Brom- oder     Jod-essigsäureester     und Wasserabspaltung leicht hergestellt wer  den. Sie sind ferner z. B. auch durch     Bromie-          rung    von entsprechenden gesättigten Säuren  und     Bromwasserstoffabspaltung    zugänglich.    Geeignete Ausgangsstoffe sind z.

   B.     Ao,22-d-          Acyloxy-nor-cholensäureester.    Es lassen sich  aber auch die entsprechenden freien Säuren  oder     Amide        verwenden.       Oxydationsmittel, die     geeignet    sind, an  einem in     a-Stellung    zu einer Kohlenstoff  Kohlenstoff-Doppelbindung stehendem     Koh-          lenstoffatom    eine sauerstoffhaltige Gruppe,  welche mit einer     Carboxylgruppe    zu     laktoni-          sieren    vermag, z. B. eine freie oder veresterte       Oxy-Gruppe,    einzuführen, sind z. B.

   Selen  dioxyd oder     Bleitetraacylate.    Die Behand  lung mit diesen Mitteln wird zweckmässig  unter Benützung geeigneter     Lösungs-    bzw.  Verdünnungsmittel     ausgeführt,    gegebenen  falls bei erhöhter     Temperatur.     



  Zur     Laktonisierung    wird das Reaktions  produkt z. B. mit Säuren behandelt, oder  einer     Vakuum-Destillation    unterworfen. Die       Laktonisierung    kann unter Umständen bereits  vorher in einem     gewissen    Umfang     eintreten.     Sind die     Hydroxylgruppen    und     Carboxyl-          gruppen    nicht frei, so erfolgt die     La.ktonisie-          rung    z. B. durch eine     intermolekulare    Ester  abspaltung.  



  Das nach dem neuen Verfahren erhält  liche Produkt, das     Ao,22-3,21-Dioxy-nor-          cholensäure-lakton    vom F. 225-227      (14-          Desoxy-digitoxigenin),    ist identisch mit der  gemäss Patent Nr. 240100     herstellbaren    Ver  bindung. Es soll therapeutische Verwendung  finden oder als Zwischenprodukt zur Her-      Stellung therapeutisch     verwendbarer    Ver  bindungen dienen.  



       Beispiel:     4 g     A0,22_3-Acetc>xy-nor-chol'ensäure-me-          thylester    (der z. B. aus     3-Oxy-pregnan-20-on     durch Umsetzung     mitBromessigsäuremethyl-          ester    nach     Reformatzky    und anschliessende       Wasserabspaltung    leicht zugänglich ist)  werden in 300 cm'     Essigsäureanhydrid    ge  löst und bei Siedehitze     tropfenweise    mit einer  Lösung von 4 g     .Selendioxyd    in 20     em      Wasser versetzt. Die Ausscheidung von Selen       beginnt    augenblicklich.

   Nach mehrstündigem  Kochen am     Rückfluss        wird    die Lösung im  Vakuum auf 50 cm' eingedampft. Man fil  triert vom ausgeschiedenen Selen ab, giesst  das     Filtrat        in    Wasser und kocht kurz auf.  Nach dem Erkalten werden die ausgeschie  denen     Reaktionsprodukte    in Äther auf  genommen. Der     Äther    wird verdampft und  der Rückstand     einer        Destillation    im Hoch  vakuum unterworfen.

   Das     Destillat    wird in  Benzol' gelöst, mit Tierkohle behandelt und  zur     Entfernung    der letzten Spuren von Selen  respektive     selenhaltigen    Anteilen an Alumi  niumoxyd     ehromatographiert.    Die Haupt  fraktion des     Chromatogrammes    kristallisiert  nach Zusatz von Methanol. Nach Um  kristallisieren aus Alkohol . schmilzt dieses  Produkt bei 1ö6-167 . Es liegt das     d20,22_3-          Acetoxy-21-oxy-nor-cholensäure-lakton    vor.  



  Durch saure     Verseifuug    erhält man  daraus in     praktisch    quantitativer Ausbeute  das     420,22-3,21-Dioxy-nor-cholensäure-lakton     <B>vom</B> F. 225-227      (14-Desoxy-digitoxigenin)     und der Formel  
EMI0002.0034     
    Das Verfahrensprodukt sowie     sein        3-Acetat     geben einen     positiven        Legaltest.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Lak- tons der Cyclopentanopolyhydrophenanthren- Reihe, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein Derivat der d20,22-3-Oxy-nor-cholensäure von der Formel EMI0002.0045 worin X einen durch laktonisierende Mittel sich abspaltenden Rest und R einen Rest, welcher durch hydrolysierende Mittel' durch die Hydroxylgruppe ersetzt wird, bedeuten, mit Oxydationsmitteln behandelt,
    welche an einem in a-Stellung zu einer Kohlenstoff- Kohlenstoff-Doppelbindung stehendem Koh- lenstoffatom eine sauerstoffhaltige Gruppe einzuführen vermögen, welche mit einer Carboxylgruppe zu laktonisieren vermag und auf das so erhaltene Reaktionsprodukt ein laktonisierendes und schliesslich -ein hydro- lisierendes Mittel einwirken lässt.
    Das Verfahrensprodukt ist identisch mit der gemäss Patent Nr. 240100 herstellbaren Verbindung. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Aus gangsstoff einen 420,22_3_Acyloxy-nor-cholen- säureester verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Aus gangsstoff 420,22-3_Acetoxy-n(>r-cholensäure- methylester verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Oxydationsmittel Selendioxyd verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass man Essigsäureanhydrid als Lösungsmittel verwendet.
CH255306D 1941-06-12 1941-06-12 Verfahren zur Herstellung eines Laktons der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. CH255306A (de)

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