CH261364A - Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes.

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CH261364A
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/01Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     ehromhaltigen    Farbstoffes.    Es wurde gefunden, dass man durch Ein  wirkung von metallabgebenden Mitteln auf  komplexbildende Gruppen enthaltende,     sul-          fonsäuregruppenfreie    Farbstoffe zu wertvol  len metallhaltigen Farbstoffen gelangt, wenn  man die Einwirkung der metallabgebenden  Mittel in neutralem bis alkalischem Medium  in Gegenwart von aromatischen     o-Oxycarbon-          säuren    bzw. deren Salzen vornimmt und da  bei auf eine komplexbildende Gruppe des  Farbstoffes weniger als ein Atom des die  Komplexbildung bewirkenden     Metalles    an  wendet.  



  Unter den als Ausgangsstoffe für dieses  Verfahren geeigneten Farbstoffen können vor  allem     Azofarbstoffe    in Betracht kommen und  von den letzteren insbesondere     Monoazofarb-          stoffe.    Bei     Azofarbstoffen    ist in diesem Zu  sammenhang vor allem als komplexbildende  Gruppe die Gruppierung  
EMI0001.0011     
    von Bedeutung, worin X und Y je eine sich  an der Komplexbildung beteiligende Gruppe,  wie z. B. eine substituierte oder     unsubstituierte          Hydroxylgruppe,    eine     Carboxylgruppe    oder  eine     Aminogruppe,    darstellen.

   Als Beispiele  solcher Gruppierungen können die nachfol  genden erwähnt werden:  
EMI0001.0016     
  
EMI0001.0017     
    Wie allgemein bekannt ist, sollen als kom  plexbildende Gruppen, die gemäss dem ein  gangs erwähnten Verfahren für die Bemes  sung der Menge des die Komplexbildung be  wirkenden     Metalles    massgebend sind, hier  nicht die einzelnen, in     ortho-Stellung    zur     Azo-          gruppe    befindlichen     Substituenten    gelten; für  die Bestimmung der Metallmenge kommt nur  die aus     Azogruppe    und zwei     orthoständigen          Substituenten    der genannten Art bestehende  Gruppierung als Ganzes in Betracht.  



  Unter den für das eingangs erwähnte Ver  fahren geeigneten metallabgebenden Mitteln  sind z. B. Kobalt, Eisen, Mangan, Aluminium,  Kupfer oder Nickel, vor allem aber Chrom  abgebende Mittel zu nennen.  



       Gewünschtenfalls    kann das Verfahren  auch zur Herstellung gemischter Metallver  bindungen verwendet werden, die mehr als  eines der genannten Metalle enthalten, indem  man auf die Farbstoffe gleichzeitig oder auf  einanderfolgend metallabgebende Mittel ein  wirken lässt, die insgesamt mindestens zwei  komplexbildende Metalle enthalten.

   Erfolgt  die Behandlung mit den verschiedene Me  talle abgebenden Mitteln aufeinanderfolgend,  so kann man die     Metallisierung    mit dem einen  komplexbildenden Metall zuerst nach einem  an sich beliebigen Verfahren und darauffol  gend mit einem andern Metall nach dem vor-           liegenden        Verfahren        durchfuhren.    Man     kann     aber auch in umgekehrter Reihenfolge verfah  ren.

   Im allgemeinen ist es jedoch zweckmässig,  die     Behandlung        mit    den verschiedene Metalle  abgebenden     Mitteln    gleichzeitig     durchzufüh-          ren.    In allen     diesen    Fällen sind erfindungs  gemäss die Mengen der Ausgangsstoffe so zu  bemessen, dass die auf eine     komplexbildende     Gruppe des Farbstoffes angewendete Menge  der metallabgebenden Mittel insgesamt weni  ger Metall enthält, als einem Atom eines ein  zigen     Metalles    entsprechen     würde.     



  Die aromatischen     o-Oxycarbonsäuren,    in  deren Gegenwart die Umwandlung der Farb  stoffe in Metallverbindungen     erfolgt,    können       beispielsweise    der     Naphthalinreihe,    vor allem  jedoch der     Benzolreihe,    angehören; so sind  u. ä. für diesen Zweck geeignet:     1-Oxybenzol-          2-carbonsäure,        1-Oxybenzol-2-carbonsäure-4-          sidfonsäure,    6- bzw. 5-     bzw.        4-Methyl-l-oxy-          benzol-2-carbonsäure.     



  Bis     zu    welchem Grade die im Reaktions  medium vorhandenen aromatischen     Oxycar-          bonsäuren    im ionisierten, nichtionisierten  oder komplex gebundenen Zustande     vorliegen,     kann von den besonderen Bedingungen ab  hängen und ist im einzelnen Falle wohl kaum  genau bestimmbar.  



  In der Regel ist es zweckmässig, als metall  abgebende Mittel für die Umwandlung der  Farbstoffe in die Metallverbindung komplexe       Verbindungen    der     betreffenden    Metalle mit       o-Oxy        carbonsäuren    zu     verwenden.    Solche  komplexe     Verbindungen        können    z.

   B. durch  Erwärmen von     Salzen    oder     Hydroxyden    kom  plexbildender Metalle mit aromatischen     o-Oxy-          carbonsäuren    und     Zufügen    von einem ein  zigen oder mehr als einem     Alkalihydroxyd     und/oder     Ammoniumhydroxyd    hergestellt  werden.  



  Die Umwandlung der     Farbstoffe    in die  Metallverbindungen geschieht mit Vorteil in  der Wärme, offen oder unter Druck z. B. bei  Siedetemperatur des     Reaktionsgemisches,    ge  gebenenfalls     in    Anwesenheit geeigneter Zu  sätze, wie     Neutralsalzen    oder Basen, organi  scher     Lösungsmittel    oder weiterer die Kom-         plexbildung        fördernder    Mittel. Als solche  sind in erster Linie Netz- und     Dispergiermit-          tel    zu erwähnen.

   Günstige Ergebnisse können  beispielsweise erzielt werden, wenn man in  Gegenwart von aus     Kaliumoleat    und     Pine-Öl     hergestellten     Fettlöserseifen    oder in Gegen  wart von     sulfonierten        Rizinusölen,    wie sie  z. B. unter dem Namen     Türkischrotöl    im Han  del sind, arbeitet. Durch Arbeiten in Gegen  wart eines solchen     Dispergiermittels    kann  beim vorliegenden Verfahren in vielen Fällen  die Reaktionszeit wesentlich verkürzt werden.  Ausserdem können sich die auf diese Weise  erhaltenen Produkte durch eine verbesserte  Löslichkeit in organischen     Lösungsmitteln,     wie z. B. Alkohol, auszeichnen.  



  Die beim vorliegenden Verfahren zur An  wendung     kommenden    aromatischen     o-Oxycar-          bonsäuren    können in den meisten Fällen aus  dem Reaktionsgemisch nach Abtrennung der       Farbstoff-Metallverbindung    grösstenteils wie  der zurückgewonnen werden, beispielsweise  durch Ausfällen mit     Mineralsäure    und Ab  filtrieren.    Auf eine komplexbildende Gruppe des  Farbstoffes wird gemäss vorliegendem Ver  fahren weniger als ein Atom komplexbilden  des Metall angewendet.

   Insbesondere bei der  Wahl von Chrom als komplexbildendes Metall  ist es zweckmässig, mehr als 0,3 und weniger  als 0,9 Atome Chrom auf eine komplexbil  dende Gruppe zur Anwendung     zu        bringen.          Vorteilhafte    Resultate werden meistens mit  Verhältniszahlen von etwa 0,5 bis 0,7 erhal  ten, wobei in der Regel die sogenannten 1 :     2-          Komplexe    entstehen, das heisst diejenigen  Komplexe, welche ein Atom Chrom an zwei  Moleküle Farbstoff komplex gebunden ent  halten.  



  Die erhaltenen Metall-, insbesondere Chrom  verbindungen dieser Farbstoffe sind     in.    Wasser  und in verdünnten     Alkalien    in der Regel nur  wenig     löslich,    zeigen aber eine gute Löslich  keit in verschiedenen organischen Lösungs  mitteln, wie sie insbesondere     für    Lacke oder  Spinnmassen     üblich    sind.

   Die Farbstoffe eig  nen sich ausserdem als Transparentfarbstoffe      für Lacke, z.     ss.        Nitrozelluloseesterlacke,    so  wie insbesondere zum Färben von Massen, die  aus natürlichen oder künstlichen Harzen,       Zellulosederivaten    (Zelluloid) oder auch aus  tierischen Stoffen, wie Kasein oder Gelatine,  bestehen. Man erhält sehr lichtechte Töne.  Ferner können sie sieh auch eignen zum Fär  ben künstlicher Fasern aus Superpolyamiden  bzw.     Superpolyuretbanen.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes bil  det ein Verfahren zur Herstellung einer an  sich bekannten Chromverbindung des Farb  stoffes aus     diazotiertem        4-Nitro-2-amino-l-          oxybenzol    und     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon,     wobei man die Einwirkung der chromabgeben  den Mittel in neutralem bis alkalischem Me  dium in Gegenwart eines Salzes einer aroma  tischen     o-Oxycarbonsäure    vornimmt und da  bei auf ein Molekül des Farbstoffes weniger  als ein Atom Chrom anwendet.

      <I>Beispiel:</I>  36,2 Teile     Natriumsalz    des Farbstoffes aus       diazotiertem        4-Nitro-2-amino-l-oxybenzol    und       1-Phenyl-3-metbyl-5-pyrazolon    werden in 200  Teilen Wasser aufgeschlämmt und mit<B>150</B>  Teilen einer Lösung von     chromsalizylsaurem          Natrium-Ammonium,    mit einem Chromgehalt  von     2,08J,    versetzt. Nach sechsstündigem Ko  chen ist die     Chromierung    beendet. Man gibt  nach dem Erkalten Essigsäure bis zur lack  mussauren Reaktion zu, filtriert ab, wäscht  und trocknet. Der Farbstoff stellt ein rot  braunes Pulver dar, welches in kochendem  Wasser schwer löslich ist.

   In Alkohol und  Aceton löst es sich leicht mit     gelbstichig    roter  Farbe. Mit einer Lösung des Farbstoffes in       Nitrolack    erhält man auf geeigneten Unter  lagen orangegelbe Anstriche.    Die blaugrüne Lösung von     ehromsalizyl-          saurem        Natrium-Ammonium    erhält man durch  Aufkochen von 362 Teilen einer     wässrigen          Chromsulfatlösung,    enthaltend 7,2 ,wo Chrom  mit 138 Teilen     Salizylsäure,

      Lösen der ent  standenen     Chromsalizylsäure    durch Zusatz  von 166 Teilen 30      o        iger        Natriumhydroxy        d-          lösung    und so viel Ammoniak, dass deutlich       phenolphthaleinalkalische    Reaktion besteht  und Einstellen mit Wasser auf 1250 Teile.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Chrom verbindung des Farbstoffes aus diazotiertem 4-Nitro-2-amino-l-oxybenzol und 1-Phenyl-3- methyl-5-pyrazolon, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einwirkung der chromabgeben den Mittel in neutralem bis alkalischem Me dium in Gegenwart eines Salzes einer aroma tischen o-Oxy carbonsäure vornimmt und da bei auf ein Molekül des Farbstoffes weniger als ein Atom Chrom anwendet. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als aroma tische o-Oxycarbonsäure 1-Oxybenzol-2-car- bonsäure wählt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als chromabgebende Mittel Chromverbin dungen verwendet werden, welche eine aroma tische o-Oxycarbonsäure in komplexer Bin dung enthalten. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die verwendeten o-Oxycarbon- säuren nach der Herstellung der Chromver bindung des Farbstoffes zurückgewonnen werden.
CH261364D 1946-09-30 1946-09-30 Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes. CH261364A (de)

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