CH267263A - Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes.Info
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- C09B45/01—Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation
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Description
<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 261361. Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes. Gegenstand des vorliegenden Patentes bil det ein Verfahren zur Herstellung einer an sieh bekannten Chromverbindung des Farb stoffes aus diazotiertem 5-Nitro-2-amino-l- oxybenzol und 5,8 - Diehlor-l-oxynaphthalin, wobei man die Einwirkung der chromabgeben den Mittel in neutralem bis alkalischem Me dium in C;egenwart eines Salzes einer aro matischen o-Oxycarbonsäure vornimmt und dabei auf ein Molekül des Farbstoffes weniger als ein Atom Chrom anwendet.
Die Salze der aromatischen o-Oxycarbon- säuren, in deren Gegenwart die Umwandlung des Farbstoffes in die Chromverbindung er folgt, sind beispielsweise Salze aromatischer o-Oxycarbonsäuren der Naphthalinreihe, vor allem jedoch Salze aromatischer o-Oxycarbon- säuren der Benzolreihe; so sind u. a. für die sen Zweck geeignet:
die Salze der 1-Oxyben- zol-2-earbonsäure, der 6- bzw. 5- bzw. 1-Me- tliyl - 1- oxybenzob- 2 - carbonsäure, vor allem aber der 1-Oxybenzol-2-carbonsäure.
In der Regel ist es zweckmässig, als chrom abgebende Mittel. für die Umwandlung des Farbstoffes in die Chromverbindung kom plexe Verbindungen des Chroms mit o-Oxy- carbonsäuren zu verwenden. Solche komplexe Verbindungen können z. B. durch Erwärmen von Salzen oder Hydroxy den des Chroms mit aromatischen, o-Oxycarbonsäuren und Zufügen von einem einzigen oder mehr als einem Al kalihydroxyd und/oder A.mmoniumhydroxyd hergestellt werden. Die Umwandlung des Farbstoffes in die Chromverbindung geschieht mit Vorteil in der Wärme, offen oder unter Druck, z.
B. bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, ge gebenenfalls in Anwesenheit geeigneter Zu sätze wie Neutralsalzen oder Basen, organi scher Lösungsmittel oder weiterer, die Kom-, plexbildung fördernder Mittel. Als solche sind in erster Linie Netz- und Dispergiermittel zu ei-wähnen. Günstige Ergebnisse können bei spielsweise erzielt werden, wenn man in Ge genwart von aus Kaliumoleat und Pine-Öl, hergestellten Fettlöserseifen oder in Gegen wart von sulfonierten R.liizinusölen, wie sie z. B. unter dem Namen Türkischrotöl im Handel sind, arbeitet.
Durch Arbeiten in Cle- genwart eines solchen Dispergiermittels kann beim vorliegenden Verfahren in der Regel die Reaktionszeit wesentlich verkürzt werden. Ausserdem kann sieh das auf diese Weise er haltene Produkt durch eine verbesserte Lös lichkeit in organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, auszeichnen.
Die beim vorliegenden Verfahren zur An wendung kommenden aromatischen o-Oxy- carbonsäuren können in den meisten Fällen aus dem Reaktionsgemisch nach Abtrennung der Farbstoff-1/Tetallverbindung grösstenteils wieder zurückgewonnen. werden, beispielsweise durch Ausfällen mit Mineralsäure und Ab- filtrieren, Auf die komplexbildende Gruppe des Farbstoffes wird gemäss vorliegendem Ver fahren weniger als ein Atom Chrom ange- wendet. Es ist zweckmässig, mehr als 0,3 und weniger als 0,9 Atome Chrom auf ein Molekül Farbstoff zur Anwendung zu bringen.
Vor teilhafte Resultate werden meistens mit Ver hältniszahlen von etwa 0,5 bis 0;7 erhalten, wobei der sogenannte 1:2-Komplex entsteht, das heisst derjenige Komplex, welcher ein Atom Chrom an zwei Moleküle Farbstoff komplex gebunden enthält.
Die erhaltene Chromverbindung ist in Wasser und in verdünnten Alkalien mir we nig löslich, zeigt aber eine gute Löslichkeit in verschiedenen organischen Lösungsmitteln, wie sie insbesondere für Lacke oder Spinn massen üblich sind. Der Farbstoff eignet sich ausserdem als Transparentfarbstoff für Lacke, z. B. Nitrozelluloseesterlacke, sowie insbeson dere zum Färben von Massen, die aus natür lichen oder künstlichen Harzen, Zellulose- derivaten (Zelluloid) oder auch aus tieri schen Stoffen, wie Kasein oder Gelatine, be stehen. Man erhält sehr lichtechte Töne.
<I>Beispiel:</I> 40,0 Teile Natriilusalz des Farbstoffes aus diazotiertem 5-Nitro-2-amino-l-oxybenzol und 5,8-Dichlor-l-oxynaphthalin werden in 200 Teilen Wasser aufgeschlämmt, mit 120 Teilen einer Lösung von ehromsalizylsaurem Na- trium-Kalium von 2,
6 % Chromgehalt ver- setzt und 12 Teile sulfoniertes Rhizinusöl zu gegeben. Nach vierstündigem Kochen am Rückfluss ist die Chromierung beendet. Man Iässt erkalten, gibt Essigsäure bis zur lakm-Lis- sauren Reaktion zu, filtriert den Farbstoff ab, wäscht ihn mit Wasser gut aus und trocknet ihn.
Der aufgearbeitete Farbstoff stellt ein blauschwarzes Pulver dar, das in Wasser schwer; in Alkohol mit blauer Farbe leicht löslich ist. Mit einer Lösung des Farbstoffes in Nitrolack erhält man auf geeigneten Unter lagen reine blaue Anstriche. Die dunkelgrüne Lösung von chromsalizyl- saurem Natrium-Kalium erhält man durch Aufkochen von 362 Teilen einer wässerigen Chromisulfatlösung mit einem Chromgehalt von 7,
2 % mit 138 Teilen Salizylsäure, Lösen der entstandenen Chromsalizylsäure durch Zusatz von 166 Teilen 30prozentiger Natrium hydroxydlösung und so viel 37prozentiger Ka- liamhydroxydlösung, dass deutlich Phenol phthalein-alkalisehe Reaktion besteht und Einstellen mit Wasser auf 1000 Teile.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Chrom verbindung des Farbstoffes aus diazotiertem ; 5-Nitro-2-amino-l-oxybenzol und 5,8-Dichlor- 1- oxynaphthalin, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einwirkung der chromabge benden Mittel in neutralem bis alkalischem Medium in Gegenwart eines Salzes einer aro- , matischen o-Oxycarbonsäiire vornimmt und dabei auf ein l,lolekül des Farbstoffes weniger als ein Atom Chrom anwendet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als aroma tische o - Oxycarbonsäure 1-Oxyl)enzol-2-cai-- bonsäure wählt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als chromabgebende Mittel Chrom verbindungen verwendet, welche eine aroma tische o-Oxycarbonsäure in komplexer Bin dung enthalten. 3.Verfahren gemäss Patentanspruch -und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die verwendeten o-Oxyca.rbon- säuren nach der Herstellung der Chromver bindung des Farbstoffes zurückgewonnen werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH267263T | 1946-09-30 | ||
| CH261364T | 1946-09-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH267263A true CH267263A (de) | 1950-03-15 |
Family
ID=25730441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH267263D CH267263A (de) | 1946-09-30 | 1946-09-30 | Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Farbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH267263A (de) |
-
1946
- 1946-09-30 CH CH267263D patent/CH267263A/de unknown
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