CH263974A - Verfahren zur Trennung von Octahydrophenanthrencarbonsäureestern. - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Octahydrophenanthrencarbonsäureestern.

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CH263974A
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  Verfahren zur Trennung von     Oetahydrophenanthrenearbonsäureestern.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur     Trennung    von     Diastereo-          isomerengemischen    von     1-Keto-2-alkyl-1,2,3,          a9,10,11,12    -     octahydro-        phenanthren-2-carbon-          säureestern,    die in     7-Stellung    einen durch<B>Hy-</B>  drolyse in die     Hydroxylgruppe        überführbaren          Substituenten    enthalten.  



  Solche Verbindungen können z. B. als Aus  gangsstoffe für die Synthese von     Oestron    und  seinen Homologen dienen. Bei ihrer Herstel  lung entstehen jedoch     Diastereoisomeren-          gemische.    So haben Bachmann und Mit  arbeiter [Journal of     the        American        Chemieal          Society,    Band 64, Seiten 974 bis 981     (19.12)]     den     1-Keto-2-methyl-1,2,3,4,9,10,11,12-octa-          hydro    -     phenanthren    - 2-c     arbonsäuremethylester     als Öl erhalten.

       Robinson    und     Walker    (Journal  of     the        Chemieal        Society    of London,<B>1936,</B> Seiten  747 bis 752, und 1938, Seiten 183 bis 188) be  schreiben den     entsprechenden        Äthylester,    eben  falls als ein Öl. Für die weitere Verwendung sol  cher Verbindungen zur     Oestronsynthese    ist es  offensichtlich ein grosser Vorteil, wenn die       Diastereoisomerengemische    getrennt werden  können. Es war aber nicht     vorauszusehen,    dass  dies verhältnismässig leicht gelingt.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich Diastereo  isomerengemische von     1-Keto-2-alky        1-1,2,3,4,9,     10,11,12 -     octahydro    -     phenanthren    -2 -     carbon-          säureestern,    die     in        7-Stellung    einen durch<B>Hy-</B>  drolyse in die     Hydroxylgruppe    überführ  baren     Substituenten    enthalten,     überraschen-          derweise    trennen lassen, wenn man sie einer       fraktionierenden    Kristallisation unterwirft.

      Die     Ausgangsstoffe    können in     7-Stellung     z. B. eine     verätherte    oder veresterte     Hydroxyl-          giuppe,    wie eine     Alkoxy-,    beispielsweise     Me-          tlioxy-    oder     Äthoxygruppe,    eine     Aralkoxy-,     wie eine     Benzy        loxygruppe,    oder eine     Acyloxy-,     wie eine     Acetoxy        gruppe,    enthalten.

   Die     Alkyl-          gruppe    in     2-Stellung    kann z. B. die Äthyl-,       Propyl-,        besonders    aber die     Methylgruppe    sein.  



  Es hat sieh gezeigt, dass die einzelnen     Di-          astereoisomeren    in     unerwarteter    Weise zum  Teil sehr grosse     Lösliehkeitsunterschiede    auf  weisen und sieh in kristallisierter Form     ge-          @vinnen    lassen. Nach dem vorliegenden Ver  fahren können die theoretisch möglichen vier       Racemate    getrennt erhalten werden. Sie die  nen z. B.     als    Ausgangsstoffe     zur        Herstellung     einheitlicher     Doisynolsäuren    oder     Oestrone.     



  Es empfiehlt sieh, die fraktionierende Kri  stallisation mit. einem organischen Lösungs  mittel, wie z. B. Aceton, Methanol, Äthanol  und dergleichen vorzunehmen. Es kann, zu  der fraktionierenden Kristallisation hinzu, für  die Trennung auch die     Chromatographie    mit.  Hilfe eines geeigneten     Adsorbens,    wie     Ahi-          miniumoxyd,        Calciumoxy    d und dergleichen,  und     Eluieren    mit verschiedenen Lösungsmit  teln Anwendung finden. Man kann z.

   B. die       Diastereoisomerengemisehe    in einem Lösungs  mittel, wie Aceton, auflösen und dann bei     ver-          sehiedenen    Temperaturen     auskristallisieren     lassen. Es kann     -unter    Umständen vorteilhaft  sein, für die fraktionierende Kristallisation  oder eine weitere fraktionierende Kristallisa  tion statt Aceton Methanol oder Äthanol zu           verwenden.    Die bei diesen     Kristallisationen     erhaltenen Fraktionen     können    eventuell     dann     durch     Chromatographie,    z. B. an Aluminium  oxyd, und/oder durch Sublimation weiter ge  reinigt werden.  



  Die     zu    trennenden     Diastereoisomeren-          gemische    werden nach     verschiedenen    bekann  ten Verfahren erhalten. Man verwendet zu  ihrer     Herstellung    zweckmässig     y-Tetralyl-(1)-          buttersäureester,

      die in     2-Stellung    eine     ver-          esterte        Carboxylgruppe    und in     7-Stellung          einen    durch Hydrolyse in die     Hydroxyl-          gruppe        überführbaren        Substituenten    auf  weisen.

   Durch     Dieckmann-Kondensation    wer  den     daraus    die entsprechenden     ss-Keto-säure-          ester    erhalten, die anschliessend zu dem     ge-          wünschten        1-Keto-2-alkyl-1,2,3,4,9,10,11,12-          octahydro-phenanthren-2-carbonsäureester        al-          kyliert    werden können.

   Zu den gleichen Ver  bindungen gelangt man auch,     wenn        1-Keto-          1,2,3,4,9,10,11,12-oetahydro-phenanthrene,    die  in     7-Stellung    einen     durch    Hydrolyse in die       Hydroxylgruppe        überführbaren        Substituen-          ten    aufweisen, in die     2-Oxalate    überführt und  diese nach Abspaltung von     Kohlenmonooxyd          zu-.    den gewünschten     fl-Keto-säuireestern        alky-          liert    werden.  



  Die     Verfahrensprodukte    sollen     als    Aus  gangsstoffe zur Herstellung von     Heilmitteln          Verwendung    finden.  



  Bei dem folgenden Beispiel besteht zwi  schen Gewichtsteil     und        Volumteil    die gleiche       Beziehung    wie zwischen Gramm und Kubik  zentimeter. Die Temperaturen werden in Cel  siusgraden angegeben.         Beispiel:     Ausgangsmaterial ist das z.

   B. wie folgt       erhältliche        Produkt:     Zu einer     Aufschlämmung    von 40 Gewichts  teilen y- (6 -     Methoxy    - 2 -     carboxy    -     tetralyl    -1)     -          buttersäure    vom F. 151 bis 156  und der  Formel  
EMI0002.0064     
    in 300     @Volumteilen    Aceton lässt man bei etwa  -5      unter        Rühren        ätherische        Diazomethan-          lösuing    fliessen, bis die Säure vollständig ge  löst ist.

   Der durch Verdampfen der Lösungs  mittel erhaltene rohe     Dimethylester    stellt ein  hellgelb gefärbtes Öl dar     und    wird ohne wei  tere Reinigung in 400     Volumteilen        Benzol    ge  löst. In die     Benzollösung    gibt man     Natrium-          methylat,    erhalten durch Lösen von 5,86 Ge  wichtsteilen Natrium in Methanol und Ver  dampfen der     Lösung    mir Trockne, und kocht  die Mischung     während    8 Stunden     unter    Rüh  ren in Stickstoffatmosphäre.

   Das     Natriumsalz     des     1-Keto-7-methoxy-1,2,3,4,9,10,11,12-octa-          hydro-        phenanthren-2-carbonsäuremethylesters     fällt dabei     als    leicht gefärbte Kristallmasse  aus. Zum abgekühlten Reaktionsgemisch wer  den hierauf 130     Volumteile    Methanol und 130       Volumteile        Methyljodid    gegeben. Nach Stehen  bei Raumtemperatur über Nacht wird noch  1     Stunde    am     Rückfluss    gekocht.

   Das mit Eis       abgekühlte        Reaktionsgemisch    macht man mit       verdünnter        Essigsäure    schwach sauer     und     schüttelt nach Zugabe von Äther mit verdünn  ter     Sodalösung    und Wasser aus.

   Durch Ver  dampfen der getrockneten     Benzol-Ätherlöstmg     erhält man das     erfindungsgemäss    zu trennende       Diastereoisomerengemisch    des 1-Keto-2-methyl       7-methoxy-1,2,3,4,9,10,11,12-oetahydro-phenan-          thren-2-carbonsäiiremethylesters    der Formel  
EMI0002.0102     
    welches ein     hellbraun    gefärbtes öl darstellt.  Zwecks     Trennung    in die     einzelnen        Diastereo-          isomeren    löst man das rohe     Reaktionsprodukt     in etwa 200     Volumteilen    heissem Aceton.  



       Fraktion   <I>A:</I> Beim Erkalten auf Raum  temperatur kristallisieren 14,3 Gewichtsteile  eines     Produktes,    das nach     Sublimation    im       Hochvakuum    bei 129 bis 131  schmilzt     und     nach     Umlösen    aus Aceton     wasserklare    Pris  men vom F. 132 bis 134  darstellt     (diastereo-          isomerer        Ketoester    A).

        <I>Fraktion B:</I> Die Mutterlauge der Fraktion  A wird in die Kälte gestellt, wobei eine weitere  Kristallfraktion     ausfällt.    Sie bildet ein unein  heitlich aussehendes, 5 Gewichtsteile     betragen-          des        Kristallisat    vom F. 93 bis 103 . Man löst es  in Aceton und lässt langsam bei Raumtempe  ratur auskristallisieren. Das zuerst ausfallende  Produkt. schmilzt bei 120 bis 125 . Durch  wiederholtes Lösen in Aceton und langsames  Auskristallisieren erhält man daraus wasser  klare, rhombische Tafeln vom F.<B>127</B> bis l28        (diastereoisomerer        Ketoester    B).  



  Die Mutterlauge des obigen Produktes vom  F. 120 bis 125  wird mit Methanol versetzt,       eingeengt,    kristallisieren gelassen und das so  erhaltene Produkt sublimiert und wiederholt  aus Aceton umgelöst. Auf diese Weise wird  ein weiterer Anteil an Prismen vom F. 132  bis 134      (diastereoisomerer        Ketoester    A) iso  liert. Die beiden     diastereoisomeren        Ketoester     A und B geben, miteinander gemischt., eine  starke     Sehmelzpunkterniedrigung.     



  Die     Auftrennung    der Fraktion B in die  beiden     Ketoester    A (F. 132 bis 134 ) und B  (F. 127 bis 128 ) lässt sich auch so durchfüh  ren, dass man in einer     Mischung    von     Benzol-          Petroläther    löst, an Aluminiumoxyd     adsor-          biert    und mit.     Petroläther        eluiert.     



  <I>Fraktion C:</I> Die nach Abtrennung der  Fraktion B erhaltene Mutterlauge wird auf  die Hälfte     eingeengt    und im Kühlschrank kri  stallisieren gelassen. Beim     Abnut.schen    ge  winnt man 7 Gewichtsteile     eines    klebrigen Pro  duktes, das unscharf bei 50 bis 60  schmilzt.  Es wird darauf nochmals     aus    Methanol um  gelöst, wobei der Schmelzpunkt. auf 87 bis 89   steigt. Die so gereinigte Fraktion bildet dicke  Rhomben     (diastereoisomerer        Ketoester    C).    <I>Fraktion D:</I> Das nach dem Eindampfen  der Mutterlauge der Fraktion C erhaltene  braun gefärbte     (>l    kristallisiert auch nach län  gerem Stehen in der Kälte nicht.

   Es wird       zweeks    weiterer Reinigung im     Iloehvakuum     destilliert., wobei unter einem Druck von  0,05 mm und bei 170 bis 180  6,5 Gewichts-    teile eines farblosen Öles gewonnen werden.  Dieses wird mit dem gleichen Volumen     lIe-          thanol    angerührt und     längere    Zeit im     Kühl.-          sehrank    stehen gelassen.     nachdem    ungefähr  die Hälfte kristallisiert ist wird     abgenutscht     und das klebrige Produkt mit wenig Methanol  ausgewaschen.

   Nach viermaligem     L"mlösen    aus  einem     Aceton-lIetlianol-Gemiseh    erhält man  daraus den     diast.ereoisomeren        Ketoester    D in  Form glänzender Plättchen vom F. 101  bis 102".

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Trennung von Octahydro- phenanthrencarbonsäureestern, dadurch ge kennzeichnet., dass man Diastereoisomeren- gemisehe von 1-Keto-2-alkyl-1,2,3,4,9,10,11,12- octahydro - phenanthren - 2 - carbonsäureestern, die in 7-Stellung einen durch Hydrolyse in die Hydroxylgruppe überführbaren Substitu- enten enthalten,
    einer fraktionierenden Kri- staIlisation unterwirft. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Diastereo- isomerengemische einer fraktionierenden Kri stallisation und hierauf die einzelnen Frak tionen einer Chromatographie unterwirft. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man diastereoiso- mere 1-Keto-2-alkyl -1, 2, 3, 4, 9,10,11,12-oeta- hydro-phenanthren-2-carbonsäureester, die in 7-Stellung eine verätlierte Hydroxylgruppe enthalten, einer fraktionierenden Kristallisa tion unterwirft. 3.
    Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man diastereoiso- mere 1-Keto-2-alkyl -1, 2, 3, 4, 9,10,11,12-oeta- hydro-phenanthren-2-carbonsänreester, die in 7-Stellung eine veresterte tIydroxylcruppe enthalten, einer fraktionierenden Kristallisa tion unterwirft. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man diastereoiso- mere 1-K.eto-2-meth5-1-7-alkoxy-1,2,3,4,9,10,11, 12-oetahydro = phenanthren -2- carbonsäureester einer fraktionierenden Kristallisation unter- wirft. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man dia.stereoiso- mere 1-Keto-2-methyl-7-methoxy-1, 2, 3, 4, 9,10, 11,12-octahydro - phenanthren - 2 a carbonsäure- inethylester einer fraktionierenden Kristalli sation unterwirft.
CH263974D 1947-04-11 1947-04-11 Verfahren zur Trennung von Octahydrophenanthrencarbonsäureestern. CH263974A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958839C (de) * 1952-08-26 1957-02-28 Merck & Co Inc Verfahren zur Herstellung von 2, 4b-Dimethyldodecahydrophenanthrenverbindungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE958839C (de) * 1952-08-26 1957-02-28 Merck & Co Inc Verfahren zur Herstellung von 2, 4b-Dimethyldodecahydrophenanthrenverbindungen

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