CH265101A - Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Disazofarbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Disazofarbstoffes.Info
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<B>Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen</B> Disazofarbatoffes. Es wurde gefunden, dass man zu einem wertvollen kupferhaltigen Disazofarbstoff ge langt, wenn man den eine N-Acylgruppe ent haltenden Farbstoff, der durch Vereinigen von einem Mol eines tetrazotierten 3,3'-Di- alkoxy-4,4'-diaminodiphenyls mit einem Mol 1- Acylamino - 8 - oxynaphthalin -<B>3,
6</B> - disulfon- säure und einem Mol 1-Amino-8-oxynaphtha- lin-2,4-disulfonsäure und nachfolgende Be handlung mit einem kupferabgebenden Mit tel bis zur Aufspaltung der Alkoxygruppen erhältlich ist, mit verseifend wirkenden Mit teln bis zur Abspaltung der N-Aeylgruppe be handelt.
Der neue Farbstoff ist in Wasser mit grünlichblauer Farbe leicht löslich und färbt Baumwolle in grünstiehig blauen Tönen von sehr guter Lichtechtheit.
Die beim vorliegenden Verfahren als Aus gangsstoffe in Betracht kommenden N-Acyl- gruppen enthaltenden und gekupferten Dis- azofarbstoffe können zum Beispiel aus einem tetrazotiert.en 3,3'-Dialkoxy-4,4'-diaminodiphe- nyl hergestellt werden, dessen Alkoxygruppen nur wenige Kohlenstoffatome enthalten, wie z.
B. 3,3'-Diäthoxy- und vor allem 3,3'-Di- methoxy-4,4'-diaminodiphenyl. Die Kupplung des tetrazotierten 3,3'-Dialkoxy-4,4'-diamino- diphenyls mit den beiden Kupplungskompo nenten kann in beliebiger Reihenfolge vorge nommen werden; vorzugsweise führt man zu erst die Kupplung mit der 1-Acylamino-8-oxy - tiaphthalin-3,6-disulfonsäure durch.
Der Acy 1- rest der 1-Aeylamino-8-oxynaphthalin-3,6-di- sulfonsäure kann zum Beispiel ein Benzoyl-, Maleyl-, Succinyl-, 3-Pyridinearboyl-, _ Pr opio- nyl-, Formyl-, vorzugsweise aber der Acetylrest sein.
Die Umwandlung der so erhältlichen Dis- azofarbstoffe in die komplexe Kupferverbin dung unter Aufspaltung der Methoxygruppen kann nach üblichen, an sich bekannten Me thoden erfolgen, z. B. durch Erwärmen mit. wässerigen Lösungen von Cupritetramminsal- zen. Solche Lösungen werden bekanntlich zum Beispiel erhalten beim Versetzen von Lösun gen, die das Ion Cu "' enthalten (beispiels weise Lösungen von Cuprichlorid, -nitrat, -acetat und insbesondere -sulfat) mit über schüssigem Ammoniak.
Statt von Cuprisalz- lösungen auszugehen, kann man auch Cupri- hydroxyd oder frisch hergestelltes Cuprioxyd in Ammoniak lösen.
Anstatt mit anorganischen kann man auch mit. organischen Cupritetram- ininverbindungen arbeiten; solche Verbindun gen entstehen bekanntlich, wenn auf Cupri- salze oder Cuprihydroxyd organische Basen, wie Methylamin, Äthy lamin, Pyridin, Piperi- din oder Morpholin, zur Einwirkung ge bracht werden.
Als verseifend wirkende Mittel kommen beim vorliegenden Verfahren zum Beispiel verdünnte Mineralsäuren oder vorzugsweise verdünnte Alkalihydroxydlösungen in Be tracht. Die Verseifung wird zweckmässig bei höherer Temperatur, z. B. bei 90 bis 950, durchgeführt.
Beispiel: 24,4 Teile 3,3'-Dimethoxy-4,4'-diaminodiphe- nyl werden tetrazotiert, hierauf versetzt man so lange mit einer kalten konz. Natriumcar- bonatlösung, bis das Reaktionsgemisch auf Brillantgelbpapier schwach alkalisch reagiert.
Dann versetzt man mit einer Lösung des Na triumsalzes aus 37 Teilen 1-Acetylamino-8-oxy- naphthalin - 3,6 - disulfonsäure. Sobald man keine Tetrazoverbindung mehr nachweisen kann, was gewöhnlich nach 5 bis 10 Minuten der Fall ist, fügt man eine Lösung des Na triumsalzes aus 33,6 Teilen 1-Amino-8-oxy- naphthalin-2,4-disulfonsäl,ire hinzu. Der iso lierte Farbstoff wird in 2300 Teilen heissen Wassers suspendiert und mit.
88 Teilen einer Ammoniaklösung (spez. Gew. 0,88) und hier auf mit einer Lösung von 60 Teilen krist. Kup fersulfat; gelöst in 200 Teilen Wasser, ver setzt. Das Ganze wird unter Rückfluss wäh rend 20 bis 22 Stunden bei einer Temperatur von<B>800</B> C gerührt, wobei das Reaktions gemisch ständig durch Zugabe von Ammoniak alkalisch gehalten wird.
Die Kupferkomplex- verbindimg wird durch Ansäuern mit Salz- säiue oder Schwefelsäure isoliert, mit 600 Tei len Natriumchlorid ausgesalzen und durch Filtrieren abgetrennt.
Die N-Acetylgruppe des Farbstoffes wird durch Erhitzen mit 1100 Teilen einer 3- bis<I>4</I> Jo igen Natr iiunhydroxyd- lösung auf 90 bis 950 C während 1 bis 11/ Stunden hydrolysiert. Das Gemisch wird mit tels Salzsäure oder Schwefelsäure schwach kongosauer gestellt und der Farbstoff hierauf abfiltriert und getrocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kupfer haltigen Disazofarbstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man den eine N-Acylgruppe ent haltenden Farbstoff, der durch Vereinigen von einem Mol eines tetrazotierten 3,3'-Di- alkoxy-4,4'-diaminodiphenyls mit einem Mol 1- Acylamino - 8 - oxynaphthalin -<B>3,6</B> - disulf on- säure und einem Mol 1-Amino-8-oxynaphtha- lin-2,4-disulfonsäure und nachfolgende Be handlung mit einem kupferabgebenden Mittel bis zur Aufspaltung der Alkoxygruppen er hältlich ist, mit verseifend wirkenden Mitteln. bis zur Abspaltung der N-Acylgruppe behan delt.Der neue Farbstoff ist in Wasser mit grün lichblauer Farbe leicht löslich und färbt Baiunwolle in grünstichig blauen Tönen von sehr guter Lichtechtheit. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als verseifende Mit tel verdünnte Alkalihydroxydlösungen ver wendet.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB265101X | 1945-07-17 | ||
| CH260857T | 1946-07-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH265101A true CH265101A (de) | 1949-11-15 |
Family
ID=25730345
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH265101D CH265101A (de) | 1945-07-17 | 1946-07-16 | Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Disazofarbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH265101A (de) |
-
1946
- 1946-07-16 CH CH265101D patent/CH265101A/de unknown
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