CH306045A - Verfahren zur Herstellung von 11,23-Dibrom-22-isoallospirostan-3B-ol-12-on-3-acetat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 11,23-Dibrom-22-isoallospirostan-3B-ol-12-on-3-acetat.

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CH306045A
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    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     11,23-Dibrom-22-isoallospirostan-3ss-ol-12-on-3-acetat.       Das natürlich vorkommende     Hecogenin     wurde schon verschiedentlich als     Ausgangs-          material    für die Synthese von therapeutisch  wertvollen Steroidverbindungen verwendet,  doch ergaben sieh dabei erhebliche Schwierig  keiten, da zur Gewinnung der gewünschten  Zwischen- und     Endprodukte    zahlreiche, zum  Teil komplizierte und schlechte Ausbeuten er  gebende Reaktionen nötig waren.  



  Es wurde nun gefunden, dass man durch       Bromierung    von     Spirostan-li2-on-verbindun-          getl,    (las heisst     12-Keto-sapogeninen,    die in     22-          Stellung    eine normale oder     iso=.Seitenkette     aufweisen, zu denen auch das     Hecogenin    ge  hört, die entsprechenden     11,23-Dibromderi-          vate    erhalten kann, aus denen sieh leicht viele  wertvolle Zwischenprodukte für die     Synthese     von     Cortiealhormonen    gewinnen lassen.  



  So erhält. man beispielsweise durch     Bro-          mierung    von     Isospirostan-l2-onen    die ent  sprechenden     :2.2-Iso-11;2'3-dibromspirostan-12-          one,    aus denen durch Behandeln mit einem.  stark     wirkenden    Alkali     11-Keto-12-oxy-23-          brom-verbindungen    entstehen, die dann durch  direkten Bromentzug mit Hilfe eines     Debro-          mierungsmittels    in die entsprechende     22-Iso-          spirostan-11-on-12-ol-v        erbinditngen    verwandelt  werden können.

      Durch     Bromwasserstoffabspaltung    mit     Col-          li(lin    und anschliessende Abspaltung des  Bromatoms in der Seitenkette erhält man aus  den     dibromierten    Spirostan-12-on-verbindun-    gen die entsprechenden     a,ss-ungesättigtel     betone, das heisst     da(11)-Spirostane.     



  Diese     Spirostane    können durch     Erwärmen     mit     Essigsäureanhydrid    auf etwa     200     zu den  entsprechenden     d2022)-Furostenverbindungen     abgebaut werden.  



  Schliesslich können diese     Furostene        ohne     Störung der     Ketolgruppierung    zu den ent  sprechenden     z116-Pregnenen    abgebaut und  diese selektiv unter Bildung der entsprechen  den, in     16,17-Stellung    gesättigten Verbindun  gen hydriert werden.  



       Amts    dem Gesagten ist ersichtlich, dass die       angegebene        Dibromierung    eine ganze Reihe  von neuen Möglichkeiten zur Herstellung       wertvollerrSteroidzwischenprodukte    erschliesst.  



  Besonders wichtig ist die     Dibromierung     des natürlich vorkommenden     22-Isoallospiro-          stan-3ss-ol-12-ons    oder     Hecogenins    und seines       3-Acetates,    weil dadurch ein     -W?eg    zur Her  stellung zahlreicher Zwischenprodukte aus  einem relativ leicht erhältlichen Ausgangs  stoff geöffnet wird.  



  Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren  zur Herstellung von     111,2ss,-Dibrom-22-isoallo-          spirostan-3ss-ol-12-on-3-acetat    aus     2'2#-Isoallo-          spirostan-3ss-ol=12-on-3-acetat        (Hecogenin-          acetat).    Das erfindungsgemässe Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass das     Hecogenin-          acetat    in Essigsäure gelöst und der     Lösung     bei einer über Zimmertemperatur liegenden  Temperatur langsam mindestens die sröchio-      metrisch berechnete Brommenge zugesetzt.  wird.  



  Das Einsetzen der Reaktion wird     erleieli-          tert,    wenn man dem Reaktionsgemisch vor  der Bromzugabe eine     geringe    Menge Brom  wasserstoff zusetzt. Es ist vorteilhaft, das  Brom nicht in     unverdünnter    Form, sondern  in     Mischung    mit etwas Essigsäure zuzugeben  und einen gewissen     Bromübersehuss    zu ver  wenden. Mit Vorteil werden auf ein     lIol          Heeogeninaeetat        2,.5    bis 3     Mol    Brom zugesetzt.  



  Nach beendetem Bromzusatz wird das       Reaktionsgemiseh    gewöhnlich bis zur Beendi  gung der     Bromierimg    bei     gewöhnlicher    Tem  peratur stehengelassen und dann mit viel  Wasser verdünnt, wodurch sieh das Reak  tionsprodukt,     vermutlich    ein     Isomerengemisch     des     11,23-Dibrom-22-isoallospirostan-3,ss-ol-12-          on-3-acetates,        abseheidet    und durch Filtration  gewonnen werden kann.  



  Das erhaltene,     ausgewasehene        und    im  Vakuum getrocknete, feste, weisse Produkt  schmilzt bei     1-10-150     C unter Zersetzung.  Aus verschiedenen     Ansätzen    stammende Pro  dukte unterscheiden sieh auffällig stark im  optischen Drehvermögen (a D zwischen etwa  --15 und     -2011!),    was darauf hinweist, dass  das Produkt die verschiedenen     Isomere    offen  bar nicht. immer im gleichen Verhältnis  enthält.  



  Das Produkt eignet sich zur     Gewinnung     vieler wertvoller     Zwischenprodukte,    die zur       Herstellung    von     Corticalhormonen    verwendet.  werden können. .Seiner geringen Beständig  keit und schlechten     Kristallisierbarkeit    wegen       wird    es meist so weiterverarbeitet, wie es bei  der     Bromierung    anfällt, und auf eine weit  gehende Reinigung oder     Zerlegung    in die  einzelnen     Isomere    verzichtet.

      <I>Beispiel.:</I>  Eine Lösung von 20     g        22-Isoallospirostan-          3ss-ol-12-on-3-acetat        (Hecogeninacetat;        Smp.          244-246     C;

       aD        =-? )    in 600     cms    Essig  säure,     enhaltend    zwei Tropfen einer Brom  wasserstofflösung in Essigsäure, wurde     auf     35  C erwärmt und ihr allmählich eine  Lösung von     \?,5    bis 3     lloläquiv        alenten    Brom    in 200     cm3    Essigsäure     zugetropft.    Die     lIi-          schung    wurde bei Zimmertemperatur andert  halb Stunden bis zur Beendigung der     Bromie-          rung    stehengelassen.

   Die Bromfarbe war  nach. dieser Zeit infolge des angewendeten  Bromüberschusses nicht vollständig     ver-          schwunden.    \Tun wurde die     -Mischung    mit.  einer grossen Menge Wasser verdünnt, der  ausfallende Niederschlag     abfiltriert    und der       Filterrüekstand    sorgfältig ausgewaschen und  im Vakuum bei 90  C getrocknet. Es     wurden     25,1 g festes Material mit dem     Smp.        1-10    bis       1'50     C (Zersetzung) erhalten.  



  Bei den Produkten mehrerer Ansätze  schwankte die Drehung zwischen     aD    =     -1-1     und - 21 , der Bromgehalt zwischen 2'.3  und     271/o    (theoretischer Bromgehalt für       C.oH4205Br.:        25,3150/0).    Es ist offensichtlich,  dass das Produkt ein bei verschiedenen An  sätzen in seiner     Zusammensetzung    etwas  sehwankendes Gemisch darstellt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von 11,23- Dibrom-22-isoallospirostan-3/3-ol-12 - an - 3 acet.at aus 22-Isoallospirostan-3ss-ol-12-on-3- acetat. (Hecogeninacetat), dadurch gekenn zeichnet, dass das Ausgangsmaterial in Essig säure gelöst und der Lösung bei einer über Zimmertemperatur liegenden Temperatur langsam mindestens die stöehiometriscli erfor derliche Men---e Brom zugesetzt wird. Das erhaltene feste, weisse Produkt schmilzt unter Zersetzung bei 140-1500 C.
    Es soll zur Herstellung wertvoller Zwischen produkte für die Synthese von Corticalhormo- nen dienen. UNTERAN.SPR.LCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Lösung vor dem Bromzusatz eine geringe -Menge Brom wasserstoff zugegeben wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da (Inreh gekennzeichnet,, dass ein Bromüber- schuss verwendet. wird. 3.
    Verfahren nach -Unteransprueh 2, da durch gekennzeichnet, dass auf ein Mol Heeo- tninaeetat <B>2,5</B> bis 3 yVIol Brom verwendet werden. Verfahren nach Patentanspruch, da- < liil-eh gekennzeichnet, dass das Brom in llisehung mit Essigsäure zugesetzt wird. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung vor clem Bromzusatz auf eine zwischen 30 und 45 C liegende Temperatur erwärmt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Reaktions gemisch nach erfolgtem Bromzusatz bis zur Beendigung der Bromierung bei Zimmer temperatur stehengelassen, dann mit einer grossen Menge Wasser verdünnt und das aus gefallene Reaktionsprodukt durch Filtration abgetrennt wird.
CH306045D 1950-12-27 1951-12-22 Verfahren zur Herstellung von 11,23-Dibrom-22-isoallospirostan-3B-ol-12-on-3-acetat. CH306045A (de)

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