CH308138A - Verfahren zur Herstellung einer Steroidverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Steroidverbindung.

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CH308138A
CH308138A CH308138DA CH308138A CH 308138 A CH308138 A CH 308138A CH 308138D A CH308138D A CH 308138DA CH 308138 A CH308138 A CH 308138A
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    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    einer Steroidverbindung.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren     zur    Herstellung von     8-Oxy-44-andro-          sten-3,17-dion,        welche    neue     Verbindung    so  wohl in     chemischer    als auch in pharmakolo  gischer     Hinsicht    von Bedeutung ist.  



  Diese Verbindung wird erfindungsgemäss  hergestellt, indem man auf     8,17a,21-Trioxy-          44-pregnen-3,20-dion    ein Oxydationsmittel,  z. B.     Kaliumpermanganat,        N-Bromacetamid     in tertiärem     Butanol    oder Chromsäure, ein  wirken lässt. Das     8,17a,21-Trioxy-44-pregnen-          3,20-dion    kann durch einen im     folgenden    be  schriebenen     Fermentationsprozess    erhalten  werden. Üblicherweise wird ein     Überschuss    an  Oxydationsmittel angewendet.  



  Zur     Gewinnung    des     8,17a,21-Trioxy-d4-          pregnen-3,20-dions    wurde wie folgt verfahren  Es wurde eine Nährlösung hergestellt, die  pro Liter 20 g     enzymatischen        Lactalbumine-          extrakt        (Edamin        enzymatic        lactalbumin        di-          gest),    3 g     Cornsteepliquor    und 50 g     technische     Dextrose enthielt und deren     pH-Wert    auf 4,3  bis 4,5 eingestellt wurde.

   12 Liter .dieses ste  rilisierten Mediums wurden mit Sporen von       Helicostylum        piriforme        (American    Type     Cul-          ture        Collection        1\TUmber    8992) geimpft und  24 Stunden bei 28  C     intubiert    und dabei die       Rührgeschwindigkeit    und     Belüftung    so einge  stellt, dass die Sauerstoffaufnahme, gemessen  nach der Methode von Cooper, Fernkorn und       Miller,        Ind.    Eng.

       Chem.    36, 504 (1944, 6,3-7       Millimolen        Na2S03    pro Liter und Stunde ent-    sprach. Zu .dieser     24-Stmidenkultur    von     Heli-          costylum        piriforme        wurden    2 g     17a,21-Dioxy=          44-pregnen-3,20-dion    gegeben,     das    zum       Zwecke    der     Bildiuw.g    einer     Steroidsuspension     in der Pilzkultur in möglichst wenig Äthanol  gelöst worden war.

   Nach weiterer     24stündiger          Incubation    unter     denselben    Temperatur- und       Belüftungsverhältnissen        wurden    Würze und       1VIycel    extrahiert.

       Das        yIycel    wurde filtriert,  zweimal mit einem,     ungefähr    dem     iVytelvolü          men    gleichen     Volumteil    Aceton     gewaschen     und zweimal mit einem, ungefähr dem     Mycel-          volumen    gleichen     Volumteil        Äthylenchlorid     extrahiert. Die Aceton und     Methylenchlorid-          auszüge    wurden einschliesslich     Lösungsmittel     der     abfiltrierten.Würze    zugegeben.

   Das Ex  trakt-Würze-Gemisch wurde nacheinander  zweimal mit 0,5     Volumteilen        Methylenchlorid     und dann zweimal mit 0,25     Volumteilen          Methylenchlorid    extrahiert. Die vereinigten       Methylenehloridauszüge        wurden    zweimal mit  0,1     Volumteilen    2     o/oiger        Natriumbicarbonat-          lösung    und     dann    zweimal mit 0,1     Volumteilen     Wasser gewaschen.

   Nach dem Trocknen des       Methylenchlorides    mit     3-5gwasserfreiem        Na..          triiunsiilfat    pro Liter Lösung und Filtrieren  wurde das     Lösungsmittel    durch Destillation  entfernt. Der     Rückstand    wurde     in    möglichst  wenig     Methylenchlorid        aufgenommen,        filtriert     und das Lösungsmittel an der Luft oder am  Wasserbad verdampft.

   Die erhaltenen rohen  Kristalle wurden getrocknet und     fünfmal    mit      je 5     cm3    Äther pro     g    Kristalle gewaschen; es  ergaben sich so 5,354 g Rückstand. Dieser  wurde in 10     cm3        Äthylendichlorid    gelöst     und     über 350     b         Florisil         (synthetisches    Magne-         siumsilikat)        chromatographiert,

      wobei     zum          Entwickeln    gemäss der folgenden Tabelle  Mengen je 550     cm3        Entwicklungsflüssigkeit     verwendet wurden.  
EMI0002.0015     
  
    <U>Fraktion <SEP> Lösungsmittel</U> <SEP> Eluatfeststoffe <SEP> mg
<tb>  1 <SEP> Äthylendichlorid <SEP> 479,5
<tb>  2 <SEP> Äthylendichlorid <SEP> 403,0
<tb>  3 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 15:1 <SEP> 815,5
<tb>  4 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 15:1 <SEP> 36,5
<tb>  5 <SEP> Äthylendichloi7id-Aeeton <SEP> 12:1 <SEP> 3,6,0
<tb>  6 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 12:1 <SEP> 50,0
<tb>  7 <SEP> Äthylen:dichloTid-Aceton <SEP> 12:1 <SEP> 109,5
<tb>  8 <SEP> äthylendichlomid-Aeeton <SEP> 10:1 <SEP> 159,0
<tb>  9 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 10:

  1 <SEP> 148,0
<tb>  10 <SEP> ÄthylendichloridAceton <SEP> <B>8:1</B> <SEP> 145,0
<tb>  11 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> <B>8:</B> <SEP> 1 <SEP> 104,5
<tb>  12 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 8:1 <SEP> 98,0
<tb>  13 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 5:1 <SEP> 170,0
<tb>  14 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 5:1 <SEP> 123,0
<tb>  15 <SEP> Äthylendichlomid-Aceton <SEP> 5:1 <SEP> 123,5
<tb>  16 <SEP> ÄthylendiehloridAceton <SEP> 3:1 <SEP> 127,5
<tb>  17 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 3:1 <SEP> 200,0
<tb>  18 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 1:1 <SEP> 456,0
<tb>  19 <SEP> Äthylendichlorid-Aceton <SEP> 1:

  1 <SEP> 356.,0
<tb>  20 <SEP> Aceton <SEP> 226,5       Die vom Lösungsmittel befreiten     Eluat-          Fraktionen    18 und 19 wurden     zweimal    mit je  5     cm3    eines Gemisches gleicher Teile Methanol  und Aceton gewaschen; es verblieb ein Rück  stand von 63 mg.

   Zweimaliges     Umkristallisie-          ren    dieses Rückstandes aus 3     6m3    Methanol  lieferte     Kristalle    von     8,1.7a,21-TrioXy-d4-pre-          gnen-3,20-d.ion,    mit einem Schmelzpunkt von  248-2520 C, [a] =     -107     (0,946 in     Di-          D          oxan).    Die Mutterlaugen der Fraktionen 18  und 19 wurden mit den Fraktionen 17 und  20 vereinigt und diese Flüssigkeit ebenfalls  über      Florisil         (synthetisches    Magnesium  silikat)     chromatographiert.    Es wurden so  114,

  3 mg der     8-Oxydverbindung    erhalten.  



       Analyse:           /o    berechnet für       C21113005    : C = 69,58;H = 8,34       1/o    gefunden : C = 69,46;H = 8,46         Beispiel:     Zu 60 mg in 5     ems        Eisessig    gelösten     44-          Pregnen-8,17a,21-triol-3,20-dion    wurde trop  fenweise eine Lösung von 50,7 mg     Chromtri-          oxyd    in 3     cm3    95     o/oiger    Essigsäure gegeben.

    Nach 20stündigem Stehen bei Raumtempera  tur wurde die     Lösung    mit 20     cm3    Methanol  verdünnt und das Methanol bei 50  C im  Vakuum verdampft. Der Rückstand     wurde    in  30     cms    Wasser aufgenommen und dreimal mit  je 30     cm3    einer Mischung von 10 Teilen  Äther und 1 Teil Chloroform     extrahiert.    Der  Extrakt     wurde    mit     5-cm3-Mengen,        und        zwar     einmal     mit    Wasser, einmal mit 5     o/oiger    Ätz  natronlösung und viermal mit Wasser gewa  schen.

   Der gewaschene Auszug wurde über  wasserfreiem     Natriumsulfat    getrocknet, fil  triert     und    eingeengt. Es wurden so 38,7 mg  Kristalle erhalten, die sich nach     Umkristalli-          sieren        aus    2     cm3    Aceton als 8-Oxy-d4-andro-           sten-3,17-dion    vom     Schmelzpunkt    von 214 bis  217  C erwiesen.     Infrarot-,    Ultraviolett-     und          iVieroanalyse    bestätigen die Struktur.

    
EMI0003.0006     
  
    <I>Analyse:</I>
<tb>  % <SEP> berechnet <SEP> für
<tb>  C2iH2603 <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 75,46;H <SEP> = <SEP> 8,66
<tb>   /o <SEP> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 74,49;H <SEP> = <SEP> 9,21       Das     8-Oxy-d4-androsten-3,17-dion    wird  für Synthesen physiologisch aktiver Steroide  verwendet. Zum Beispiel liefert Entwässe  rung mit nachfolgender Hydrierung     Andro-          standion.        8-Oxy        d4-androsten-3,17-1ion    besitzt  selbst ebenfalls physiologische     Wirksamkeit.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 8-Oxy d4- androsten-dion (3,17), dadurch gekennzeich- net, dass man auf 8,17a,21-TrioXy-d4-pregnen- 3.,20-dion ein Oxydationsmittel einwirken lässt. Das neue 8-Oxy-d4-androsten 3,17-dion ist physiologisch wirksam. Es zeigt einen Schmelz punkt von 214-217 C und ist in Methanol löslich.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmit tel Chromsäure oder Chromtrioxyd verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass pro Mol Steroid mehr als ein Mol Oxydationsmittel zugefügt wird.
CH308138D 1952-02-23 1952-07-08 Verfahren zur Herstellung einer Steroidverbindung. CH308138A (de)

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