CH335489A - Verfahren zur Herstellung eines Progesteronderivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Progesteronderivates

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CH335489A
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CH
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sep
progesterone
fungus
ether
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Charles Murray Herbert
Harold Peterson Durey
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Upjohn Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids
    • C12P33/06Hydroxylating
    • C12P33/08Hydroxylating at 11 position
    • C12P33/10Hydroxylating at 11 position at 11 alpha-position

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Description


  <B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 329194         Verfahren        zur        Herstellung    eines     Progesteronderivates       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     11a-Oxy-6-dehy-          dro-progesteron.    Diese Verbindung besitzt  pharmakologische Wirksamkeit und dient auch  für die Synthese von     Cortison    und andern  Steroiden mit einem Sauerstoffatom in der       71-Stellung.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man     6-Dehy        dro-          progesteron    einer biochemischen Oxydation  mittels Enzymen unterwirft, die von einem  Pilz der Gattung     Rhizopus    erzeugt werden.  Zweckmässig wird das     Steroid    mit einem  lebensfähigen     Fungus    unter     Fermentations-          bedingungen    in Gegenwart eines Nährmediums  für den Pilz zusammengebracht.  



  Das als Ausgangsstoff dienende     6-Dehy-          dro-progesteron    oder     4,6-pregnadien-3,20-dion     kann nach Wettstein     [Helv.        Chim.    Acta, 23,  <B>388</B> (1940) ] hergestellt werden.  



  <I>Beispiel</I>       \?0    g      Edamin ,    ein     enzymatischer        Lactal-          bumina,uszug,    3 g Maisquellwasser und 50<B>--</B>  technische Dextrose werden mit Leitungswas  ser auf 1 Liter verdünnt. und auf einen     prr-          Wert,    von 4,3 bis 4,5 eingestellt. 4 Liter dieses  sterilisierten Mediums werden mit dein Pilz       Rhizopus        nigricans    minus     (ATCC    Nr.

   6227b)  geimpft und 24 Stunden bei 28  C     inkubiert,     wobei Belüftung und Rührung so eingestellt  werden,     class    die Sauerstoffaufnahme, entspre-         chend    der Methode von Cooper, Fernstrom  und     Miller        [Ind.    Eng.     Chem.,    36, 504 (1944) ]  stündlich 6,3 bis 7     llillimole    pro Liter     Na2S03     beträgt.

   Zu diesem eine 24     Stunden    alte Kul  tur des Pilzes enthaltenden Medium werden  2 g     6-Deliydro-progesteron    (Schmelzpunkt 143  bis 146,5  C) in 50     em3    Aceton gegeben und  so eine Suspension des     Steroids    in der Kultur  hergestellt. Nach einer weiteren, unter den  gleichen Temperatur- und Belüftungsbedin  gungen verlaufenden     Inkubationsperiode    von  24 Stunden werden     -\Vürze    und     Mycel    extra  hiert.

   Das     Mycel    wird     abfiltriert,        zweimal    mit  je einer ungefähr seinem Volumen entspre  chenden Menge Aceton gewaschen     und    zwei  mal mit einer ebenfalls ungefähr dem     Mycel-          volumen    entsprechenden Menge     Methylenchlo-          rid    extrahiert. Die Aceton- und     Methylenchlo-          ridextrakte    werden dem     Würzefiltrat    zugesetzt.

    Dieses Gemisch     wird    aufeinanderfolgend mit  zwei seinem halben Volumen entsprechenden       Volumteilen        Methylenchlorid    und sodann mit  zwei einem Viertel seines Volumens entspre  chenden     Volumteilen        Methylenchlorid    extra  hiert.

   Die vereinigten     Methylenchloridextrakte     werden mit zwei, einem Zehntel ihres Volu  mens entsprechenden     Volumteilen    einer     2pro-          zentigen        Sodalösung    und dann mit zwei einem  Zehntel ihres Volumens entsprechenden     Vo-          lumteilen    Wasser gewaschen.

   Nach Trocknung  des     Methylenchlorids    mit etwa 3 bis 5 g was  serfreiem     Na2SO3    je Liter Lösungsmittel und           Filtrieren    wird das Lösungsmittel     abdestil-.          liert.    Der Rückstand wird in möglichst wenig       Methylenchlorid    gelöst, filtriert und das Lö  sungsmittel dann verdampft. Die anfallenden  Kristalle werden getrocknet, dann viermal mit  je 10     cm3    Äther gewaschen.

   Die Substanz wird  dann in 200     cm3    Benzol gelöst und über 100     g;,     Tonerde (mit Salzsäure gewaschen und 4 Stun  den auf 120  C erhitzt)     ehromatographiert,     wobei 200     em3    Portionen der in der nachste  henden Tabelle angeführten Lösungsmittel  verwendet werden. Die Fraktionen 9 bis ein  schliesslich 22 geben 2,181g Kristalle.     Diese     werden in 10     em3    Aceton gelöst, filtriert und  auf einem     -W        asserbad    auf 6     em3    eingeengt.  Nach einstündigem Stehen bei Raumtempera  tur und Filtration werden 415 mg Kristalle  mit einem Schmelzpunkt von 143 bis 157  C  gewonnen.

   Die Mutterlaugen werden abge  kühlt und ergeben dabei zusätzlich 281 mg  Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 143 bis       155     C. Die Feststoffe dieser letzten     Mutter-          lauge,    welche durch Verdampfen des Lösungs  mittels am Wasserbad anfallen, werden in  2     em3    Aceton gelöst. Nach     Zusatz    von 2     em33           Skellysolve    B      Petroläther    mit einem Siede  bereich von 60-71  C kristallisieren 480 mg  Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 152  bis 157  C aus.

   Durch Abkühlen der Mutter  lauge ergeben sich     zusätzlich    noch 76 mg Kri  stalle mit einem Schmelzpunkt von 143 bis  1.58  C. Von den gewonnenen Kristallen. wer  den 1,252 g mit einem Schmelzpunkt. von 143    bis     155     C in 4     ein"        lletlivlenchlorid    gelöst.  Diese Lösung wird mit 0,1 g      hiagnesol     (ein       synthetisches        3Tagnesiumsilikat)    verrührt und  filtriert. Der     R.ücli:stand    wird dreimal mit je  1     cm-'        Methylenchlorid    gewaschen. Die Wasch  flüssigkeit wird dem Hauptfiltrat zugesetzt.

    Die gesamte     Methylenchloridlösung    wird am       -\@'asserbad    auf 2     eni3    eingeengt und dann mit  4     cin3    Äther versetzt. Nach einstündigem Ste  hen bei     Raumtemperatur    fallen 1,074 g Kri  stalle mit. einem     Schmelzpunkt    von 155 bis  158  C aus, die durch Filtrieren isoliert wer  den. Nach     Rekristallisieren    aus 5     cm3    ko  chendem Methanol und 2 Tage langer Küh  lung auf     4     C können     .156    mg Kristalle mit  einem Schmelzpunkt. von 160 bis 162  C durch  Filtration abgetrennt werden.

   Durch     LTmkri-          stallisieren    aus 3     cm3    heissem     3tethanol    werden  213 mg     Kristalle    des     11a-OYy-6-dehydro-pro-          gesterons    erhalten,     Schmelzpunkt    160-1.62  C.       1J    = 20,291, [a] D = + 111  (c = 1,063 in  Chloroform).  



       Infrarotuntersucliungen    zeigten, dass 11a  Oxp-6-dehydro-progesteron eine neue Verbin  dung ist     Lind        ergaben    die Anwesenheit einer       Oxygruppe,    was in     L?bereinstimmung    mit     deii     Ergebnissen der Mikroverbrennung steht.   Analyse  Berechnet für     C,1112803:    C 76,78: H 8,59  Gefunden:<B>C</B>     76,7K,        118,56     Die Verbindung wird auch mit     anderxi          Rhizopusarten    erhalten, z.

   B. mit     R.hizopus    ,       arrhizus    anstelle von     Rhizopus        nigricans.     
EMI0002.0067     
  
    <I>Tabelle</I> <SEP> <U>Fraktion <SEP> Lösungsmittel <SEP> Eluatfe</U>stst<U>o</U>ffe <SEP> mg
<tb>  1,2 <SEP> Benzol
<tb>  3,4 <SEP> Benzol <SEP> plus <SEP> 5 <SEP> 0/a <SEP> Äther
<tb>  5,6 <SEP> Benzol <SEP> plus <SEP> 10 <SEP> 0/a <SEP> Äther <SEP> 164
<tb>  7 <SEP> Benzol <SEP> plus <SEP> 50 <SEP>  /o <SEP> Äther <SEP> \
<tb>  8 <SEP> Benzol <SEP> plus <SEP> 50 <SEP> 0/a <SEP> Äther
<tb>  9,10 <SEP> Äther
<tb>  1.1.,12 <SEP> Äther <SEP> plus <SEP> 5 <SEP>  /a <SEP> Chloroform
<tb>  1.3,1-3- <SEP> Äther <SEP> plus <SEP> 10 <SEP> % <SEP> Chloroform
<tb>  1.5 <SEP> Äther <SEP> plus <SEP> 50 <SEP> d/o <SEP> Chloroform <SEP> 2,

  251.
<tb>  16-18 <SEP> Äther <SEP> plus <SEP> 50 <SEP> % <SEP> Chloroform
<tb>  19--22 <SEP> Chloroform
<tb>  21)
<tb>  Chloroform <SEP> plus <SEP> 5 <SEP> % <SEP> Aceton <SEP> 1.86              Das        11a-Ox.#--6-dehydro-progesteron    besitzt  eine wertvolle pharmakologische Wirkung und  ist überdies ein wichtiges chemisches Zwi  schenprodukt. Hydrierung der Doppelbin  dungen der thermisch beständigen Verbin  dung und darauffolgende Oxydation der       11-Oxygruppe    zu einer     11-Ketogruppe    führten  zum bekannten     Pregnan-3,11,20-trion.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 11a-Oxy-6- dehy dro-progesteron, dadurch gekennzeichnet, dass man 6-Dehydro-progesteron einer bioche mischen Oxydation mittels Enzymen unter wirft, die von einem Pilz der Gattung Rhizo- pus erzeugt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Pilz Rhizopus nigricans verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Pilz Rhizopus arrhizus verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass 6-Dehydroprogeste- ron mit einem lebensfähigen Pilz dieser Gat tung unter Fermentationsbedingungen in Ge genwart eines Nährmediums für den Pilz zu sammengebracht wird.
CH335489D 1952-02-23 1952-07-08 Verfahren zur Herstellung eines Progesteronderivates CH335489A (de)

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