CH322482A - Verfahren zur Herstellung von 16a-Oxy-20-oxo-pregnanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 16a-Oxy-20-oxo-pregnanen

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CH322482A
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oxy
oxo
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Albert Dr Wettstein
Charles Dr Meystre
Walter Dr Voser
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Ciba Geigy
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    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von 16     a-Oxy-20-oxo-pregnanen       Es ist an sich bekannt, Sauerstoff in die       7.6a-Stellung    von in     16,17-Stellung    ungesät  tigten, in     21-Stelluug        unsubstituierten        20-          Keto-pregnanen    durch     Anlagerung    eines  Alkohols an die     16,17-ständige    Doppelbin  dung einzuführen.

   Die Erfindung betrifft  nun ein     Verfahren    zur     Herstellung    von 16a  Oxy-20-oxo-pregnanen, welche in     3-Stellung     eine freie oder     geschützte        Oxy-    oder     Oxo-          gruppe    und in     21-Stellung    eine freie oder ge  schützte     Oxygruppe    aufweisen, das dadurch  gekennzeichnet ist,

       da.ss    man     Arylcarbinole     an in 3- und     21-Stellung    entsprechend substi  tuierte     -d16-20-Oxopregnene    anlagert und aus  den erhaltenen 16 -     Arylmethoxypregnanen     die     Arylmethylgruppe        hydrogenolytisch    ab  spaltet.  



  Ausser einer freien     Oxy-    oder     Oxogruppe     können die Verbindungen in     3-Stellung    z. B.  eine veresterte     Oxygruppe    oder eine     ketali-          sierte        Oxogruppe    enthalten. Ferner können  ausserdem noch weitere     Substituenten    vor  handen sein, z. B. eine     Oxy-    oder     Oxogruppe     in     11-Stellung,    und Doppelbindungen z. B.  ausgehend vom     Kohlenstoffatom    5.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Ver  bindungen sind besonders wertvoll, weil es  sich um eine neue Klasse von Stoffen mit  einer für gewisse amorphe Nebennieren  extrakt-Fraktionen typischen Wirkung bzw.  um Zwischenprodukte zur Herstellung solcher  Stoffe handelt.    Die     Anlagerung    der     Arylcarbinole    kann  in neutralem Medium oder     -unter    der Einwir  kung     alkalischer        bz-w.    saurer     Katalysatoren,     wie von     @Carbonaten,        Alkalihydroxyden,        Mine-          ralsäuren,        Sulfonsäuren,

          Bortrifluörid    usw.,  vorgenommen 'werden. Als     Arylcarbinole     fallen z. B.     Benzylalkohol,        p-1VIethoxy-benzyl-          alkoUol,        p-Tolyl-carbinol,        Diphenylcarbinol     oder     Triphenylcarbinol    in Betracht. Die     sol-          cheimassen    in     16a-Stellung    eingeführte     Aryl-          methoxygruppe,    z.

   B. eine     Benzyloxyb        uppe,     lässt sieh     durch    vorsichtige Hydrierung z. B.  mit Hilfe von     Palladium-Calciumcarbonat-          Katalysator    spalten, wobei Verbindungen mit  freier     16-Oxygruppe    erhalten werden.  



  Sofern die     Ausgangsstoffe    neu sind, lassen  sie sich nach bekannten Methoden     gewinnen.     Sofern die     Verfahrensprodukte    Zwischen  produkte sind, kann man sie nach an sich  bekannten Methoden in physiologisch wirk  same Verbindungen, 'vorzugsweise solche, die  die     44-3-KetogruppierLmg        aufweisen,        -um-          wandeln.    Insbesondere kann eine     Acyloxy-          gruppe    in     3-Stellung    durch     gelinde    Einwir  kung alkalischer oder saurer Mittel,

   beispiels  weise von     Hydrogencarbonatlösung    oder ver  dünnter Mineralsäure,     hydrolysiert    werden.  In erhaltenen Verbindungen mit freier     3-Hy-          droxylgruppe    lässt sich letztere in an sich be  kannter Weise durch dehydrierende Mittel  in eine     Oxogruppe        umwandeln.    Hierzu dienen  z. B.

   Chromsäure in Eisessig,     Chrom-(VI    )-      salze in saurem Medium,     Chromtrioxyd-          Pyridin-Komplex,        Permanganate,        Metall-          Alkoholate    oder     -Phenolate    in     Gegenwart    von       Ketonen,        N-Bromacetamid,    beispielsweise in       Dioxan-Wasser    oder     Pyridin-t-Butanol,        Hypo-          halogenite,    Erhitzen     mit    Metallen oder Metall  oxyden,

       wie        Kupferoxyd.    usw. Eine Doppel  bindung in     5,6-Stellung    lässt sich vorüber  gehend durch     Anlagerung    von Halogen oder  Halogenwasserstoff oder durch Überführung  in     i-Steroide    schützen.  



  Schliesslich lässt sich in im Ring A ge  sättigte Reaktionsprodukte mit freier     3-Oxo-          grappe    in     a-Stellung    zu .derselben in bekann  ter Weise eine Doppelbindung     einführen.     Vorteilhaft wird hierzu     bromiert,    mit einem       Hydrazyd,    wie     Semicarbazid,    umgesetzt und  das     Hydrazon    mittels einer     Carbonylverbin-          dung,    wie     Brenztratibensäure,    gespalten.  



  In den folgenden Beispielen besteht zwi  schen     Gewichtsteil    und     Volumteil    die gleiche       Beziehung    wie     zwischen    Gramm und Kubik  zentimeter. Die Temperaturen sind in Celsius  graden angegeben.

           Beispiel   <I>1</I>  Eine Lösung von 10 Gewichtsteilen     d5,ls-          21-Acetoxypregnadien-3ss-ol-20-on    in 50     Vo-          lumteilen    alkoholfreiem Chloroform     wird    mit  5     Gewichtsteilen        Diphenylcarbinol    und 3 Ge  wichtsteilen     entwässertem,    fein gemahlenem       Calciumsulfat    versetzt und in Gegenwart  einer katalytischen Menge     Chlorwasserstoff-          Gas    24 Stunden bei 20  gerührt.

   Dann putscht  man vom     Calciumsulfat    ab     und    wäscht die  Lösung mit Wasser, trocknet sie und dampft  sie im     Vakuum    ein. Der Rückstand wird an  300     Gewichtsteilen        Ahiminiiunoxyd        chromato-          grapbiert,    wobei man aus den     Benzol-Äther-          und        Äther-Eluaten        ,das        45-16-Diphenyl-          methoxy-21-acetoxy-pregnen-3ss-ol-20-on    er  hält.  



  1     Gewichtsteil    desselben wird in 20     Vo-          lumteilen    Essigester gelöst     und    in Gegenwart  von     Palladiltm-:Caleiumcarbonat-Katalysator     bis mir Aufnahme von 1     Mol    Wasserstoff hy  driert. Den Katalysator putscht man ab und  dampft die     Essigester-Lösung    im     VakunLm,       wobei das     d5-3ss,16-Dioxy-21-acetoxy-pregnen-          20-on    erhalten wird.  



  Statt das     45-16-Diphenylmethoxy-21-acet-          o-xy-pregnen-3f        ol-20-on    zuerst     hydrogenoly-          tisch    zu spalten, kann diese     Verbindung    auch  z.

   B. mittels     Metallalkoholat    oder     -phenolat     in einem     Keton    oder besonders     vorteilhaft     durch Oxydation mit Chromsäure     unter    vor  übergehendem Schutz der     5,6-Doppelbindlung     in     bekannter        Weise        zuerst        zum        d4-16-Di-          phenylmethoxy.:;21;    -     acetoxy-,pregg        en;

  -#3,20Fdion     dehydriert und dieses anschliessend     hydro-          genolytisch    zum     d4    -16 -     Oxy    - 21-     acetoxy        -          pregnen-3,20-dion    gespalten werden. Letzteres  lässt sich ,durch milde Hydrolyse in     d4-16,21-          Dioxy-pregnen-3,20-dion        überführen,    das  leicht in     16-Stellung    Wasser abspaltet.

      <I>Beispiel 2</I>  Eine Lösung von 10 Gewichtsteilen     d4.is-          21-Acetoxy-pregnadien-3,20-dion    in 50     Vo-          lumteilen        alkoholfreiem    Chloroform     wird    mit  4     Gewichtsteilen        p-iVIethoxy-benzylalkohol     und 4 Gewichtsteilen entwässertem und fein  zermahlenem     Caleiumstilfat    in     Gegenwart     katalytischer Mengen von     Chlorwasserstoff-          Gas    24 Stunden bei 20  gerührt.

   Das     Calcium-          sulfat    putscht man dann ab, wäscht das Fil  trat mit Wasser, trocknet es     und    dampft es  im Vakuum ein. Das erhaltene Öl wird an  300 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd     ehromato-          graphiert,    wobei man aus den     Pentan        Benzol-          und        Benzol-Eluaten    das     d4-16-(p-Methoxy-          benzyloxy)-,21-a,cetoxy-pr-egnen-3,20-dion    ge  winnt.  



  2     Gewichtsteile    dieser Verbindung werden  in 100     Volumteilen    absolutem Benzol gelöst,  mit 5     Volumteilen        Äthylenglykol    und 0,1 Ge  wichtsteil     p-Toluolsulfonsäure    versetzt. Dann  werden     innert    5 Stunden 50     Volumteile    Lö  sungsmittel     a,bdestilliert,    wobei das     Voliuuen          des    Reaktionsgemisches durch stetige Zugabe  von     absolutem    Benzol konstant gehalten wird.  Dann giesst man auf verdünnte Natrium  bikarbonat-Lösung, trennt ab und wäscht       nochmals    mit Wasser.

   Aus der     getrockneten          Benzollösung    gewinnt man durch Eindampfen      das rohe     d5-3-Äthylendioxy-16-(p-methoxy-          benzyloxy)-21-acetoxy-pregnen-20-on.       1 Gewichtsteil der genannten Verbindung  löst man in 20     Volumteilen    Essigester, ver  setzt die Lösung mit 0,2 Gewichtsteilen eines       Palladium-Calciumcarbonat-Katalysators    und  hydriert bis zur Aufnahme von 1     Mol    Wasser  stoff. Die     Suspension    wird dann     abgenutscht.     Das Filtrat dampft man im     Vakuum    ein.

    Durch Erhitzen von 0,2     Gewichtsteilen    die  ser Verbindung in 30     Vohunteilen        50proz.     wässriger Essigsäure auf 90-95  während 45  Minuten und anschliessendes Eindampfen im  Vakuum erhält man einen öligen Rückstand,  aus dem man das     d4-16-Oxy-21-a,cetoxy-          pregnen-3,20-dion    gewinnt.  



  Durch     Verseifung    mit     Natriumbikarbonat-          Lösung    in Methanol erhält man das d4-16,21  Dioxy-pregnen-3,20-dion, welches nach Um  lösen aus Aceton und Methanol bei 203 bis  205  schmilzt. [a] D =     -f-114     (in Äthanol) ;       11"1Y    241     my,    s = 16300 (in Äthanol).  



  Diese Verbindung bildet ein     Diacetat,    wel  ches zwar stabiler als die freie Verbindung  ist, aber ebenfalls eine gegen Säure und  Alkali empfindliche Verbindung darstellt und  nach     Umlösen    aus Aceton-Petroläther-Gemi-    sehen bei 150-153      schmilzt;        [a]D    =     -i-113      (in Äthanol).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 16a-Oxy- 20-oxo-pregnanen, welche in 3-Stellung eine freie oder geschützte Oxy- oder Oxogruppe und in 21-Stellung eine freie oder geschützte Oxygruppe aufweisen, dadurch gekennzeich net,
    dass man Arylcarbinole an in 3- und 21- Stellung entsprechend substituierte d16-20- Oxo-pregnene anlagert und aus den erhalte nen 16-Arylmethoxy-pregnanen die Arylme- thylgruppe hydrogenolytisch abspaltet. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass. man Ausgangs stoffe verwendet, welche ausserdem eine Doppelbindung ausgehend vom Kohlenstoff atom 5 aufweisen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man d5,16-21-Acet- oxy-pregnadien-3-ol-20-on als Ausgangsstoff verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man d4,16-21-Acet- oxy-pregnadien-3,20-dion als Ausgangsstoff verwendet.
CH322482D 1953-06-12 1953-06-12 Verfahren zur Herstellung von 16a-Oxy-20-oxo-pregnanen CH322482A (de)

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