CH329727A - Verfahren zur Herstellung neuer Säurefarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Säurefarbstoffe

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CH329727A
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Lodge Frank
Wardleworth James
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Ici Ltd
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/16Benz-diazabenzanthrones, e.g. anthrapyrimidones

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung neuer Säurefarbstoffe    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren. zur Herstellung neuer  Säurefarbstoffe der     Anthrapyrimidinreihe.     



  Die in dieser Beschreibung genannten       Anthrapyrimidine    sind     2-Aryl    -1',9' -     anthra-          pyrimidine,    das heisst Verbindungen, die die  mit den     Kohlenstoffatomen    1' und 9' des       Anthrachinonkernes    unter Bildung eines mit.       deni        ,#nthi-aeliinoiirest    kondensierten     Pyrimi-          dinriiiges        verknüpfte        (Truppe     -IN     =CAr-N=,     in welcher Ar einen     Arylkern    bezeichnet,  enthalten.  



  Das zur     Numerierung    der     Anthrapyrimi-          dinderivate    verwendete System ist dasjenige,  das im      Tlie    Ring Index , 1940, von     Patterson     und     Capell    (Verlag Rheinhold     Publishing    Cor  poration, Seite 362,     Nr.2676)    für die     Nume-          rierung    des Grundskelettes angegeben ist.  



  In der deutschen Patentschrift Nr.     633'599     ist ein Verfahren zur Herstellung von     Woll-          farbstoffen    durch     Sulfonierung        gewisser        An-          thrapyrimidine,    zum Beispiel der     6-p-Tolui-          dino-2-aryl-1',9'-anthrapyrimidine,    in welchen  der     Arylrest    ein     Phenyl-,        -a-Naphthyl-    oder       ss-Naplitliylrest    ist, beschrieben.  



  Die unter milden     Sulfonieriingsbedingun-          gen    erhaltenen Farbstoffe dieser Art sind in  Wasser schwer löslich, so     da.ss    sie das Bestre  ben zeigen, aus     clean    Färbebad auszukristalli-    Bieren. Überdies liefern sie auf Wolle Färbun  gen, die eine geringe     Abreibechtheit    besitzen.  Die unter kräftigeren     Sulfonierungsbedingun-          gen    erhaltenen löslicheren Farbstoffe sind von  diesen Nachteilen frei, liefern jedoch Färbun  gen mit geringer     Wasch-    und     Walkechtheit.     



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein  Verfahren zur Herstellung neuer .Säurefarb  stoffe, die in Form der freien .Säuren durch  die folgende Formel  
EMI0001.0049     
    dargestellt werden können, in welcher Ar  einen     bicyelischen        Arylrest,    R einen Anilin  rest, der in der     4-Stellung    einen     gesättigten     Kohlenwasserstoffrest. mit mindestens 4 und  höchstens 12     Kohlenstoffatomen    trägt, und     n     eine ganze Zahl, die grösser als 1 ist, bezeich  nen.

   Dieses Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass ein     6-Arylb-amino-'2Jary1-1',9'-          anthrapyrimiclin        der    Formel    
EMI0002.0001     
    in welcher Ar und R. die oben definierte Be  deutung besitzen, sulfoniert wird, so     da.ss    min  destens 2     Sulfonsäuregruppen    in das     Molekül     eingeführt werden.  



  Die     Sulfonierung    kann beispielsweise so  durchgeführt werden,     da.ss    das     6-Arylamino    2  aryl-1',9'-anthrapyrimidin in Schwefelsäure  oder     Oleum    bei geeigneter 'Temperatur ge  rührt wird, bis eine Probe des Reaktionsge  misches in warmem Wasser vollständig löslich  ist. Das Reaktionsprodukt lässt sich dadurch  isolieren, dass das Reaktionsgemisch auf etwa  3 Gewichtsteile Eis und Wasser gegossen,  das feste Produkt     abfiltriert,    dann mit Koch  salzlösung gerührt., mit     Natriumcarbonat    neu  tralisiert und das     Natriumsalz    des Farbstoffes       abfiltriert    wird.  



  Die als Ausgangsmaterialien für die Durch  führung des vorliegenden Verfahrens verwen  deten Verbindungen können durch Konden  sation der entsprechenden substituierten     Aryl-          amine    mit den entsprechenden     6-Chlor-    oder       6-Brom-2-aryl-1',9'-anthrapyrimidinen    herge  stellt werden.

   Die letzteren können ihrerseits  durch Kondensation des     N-Methylderivates     des entsprechenden     Arylcarbonsäi-treamides     mit.     1-Chlor-    oder     1-Brom-4-aminoanthraehi-          non    mittels     Thionylchlorid    in Gegenwart eines       inerten    Verdünnungsmittels hergestellt wer  den.  



  Als Beispiele geeigneter Ausgangsmateria  lien sind     6-p-Cyclohexylanilino    - 2 -     p-phenyl-          1',9'-anthrapyrimidin,        6-p-n-Octylanilino-2-p-          phenylphenyl    -1',9' -     anthrapyrimidin,        6-p-n-          Butylanilino-2,-p-phenylphenyl        -1';9'    -     anthra-          pyrimidin    und die entsprechenden 2-p  Phenoxyphenyl-, -2 - a -     Naphthy    l- und 2 -     ss-          Naphthylverbindungen        zu    nennen.

      Die nach dem Verfahren gemäss der vor  liegenden     Erfindung    hergestellten Farbstoffe  werden normalerweise in Form ihrer Salze,  insbesondere ihrer     Alkalimetallsalze,    isoliert..  Sie besitzen eine     geite    Löslichkeit im Färbebad  und färben Wolle in leuchtenden gelblich  roten bis roten Farbtönen von sehr guter  Wasch-, Walk-, Schweiss- und Lichtechtheit.  



  Die folgenden Beispiele, in welchen die  Mengenangaben in Teilen     gewichtsmässig    zu  verstellen sind, sollen zeigen, wie das Ver  fahren gemäss der vorliegenden Erfindung  in der Praxis     durchgeführt    werden kann.  



       Beispiel   <I>1</I>  20 Teile     6-p-n-Butylanilino-2-p-phenylpheni-l-          1',9'    -     anthrapyrimidin    (rote Kristalle,     Smp.          203-20e'     C, erhältlich durch Kondensation  von     p-n-Butylanilin    mit     @6.-Chlor-        oder:6-Broni-          -p-phenvlplienyl-l'9'-antlirapyrimidin)    wer  '<B>2</B>  den unter Rühren in     2g0    Teilen     100prozenti-          ger    Schwefelsäure bei     '20     C gelöst.

   Es werden  192 Teile     Oleum    mit einem Gehalt. von 20      /o     freiem     Schwefelfrioxy    d zugesetzt, worauf die  Lösung bei 20  C gerührt wird, bis eine der  Lösung     entnommene    Probe in Wasser bei  35  C vollständig löslich ist, was nach etwa  1 'Stunde der Fall ist. Die Lösung wird auf  1500 Teile Bis und Wasser gegossen, worauf  das feste Produkt     abfiltriert    und mit     10pro-          zentiger    Kochsalzlösung     gemiselit    wird.

   Dann  wird so viel     Natriumearbonat    zugesetzt, dass  die Suspension alkalisch reagiert, worauf der  Farbstoff aus der roten Suspension     abfiltriert,     auf dem Filter mit     10prozentiger    Kochsalz  lösung gewaschen und getrocknet wird.  



  Das im wesentlichen aus dem     Natriumsalz     einer     Disulfonsäure    bestehende     Produkt    löst  sich in kaltem Wasser unter Bildung einer       rötlicllorangen    Lösung und färbt. Wolle aus  neutralen oder schwach sauren     Färbebäd,erii     in leuchtenden     seharlaehroten    Farbtönen, die  eine ausgezeichnete     Nasseeht.heit    aufweisen.

      <I>Beispiel 2</I>  20, Teile     6-p-n-Butylanilino-2-ss-iiaphthyl-          1',9'-anthrapyrimidin    (orange     Kristalle,        Smp.     212-213  C, erhältlich     durch    Kondensation      von     p-n-Butylanilin    mit     6-Chlor-    oder     6-Brom-          2-ss-naplitliyl-1',9'-a.nthrapyrimidin)    werden in       2'76    Teilen     100prozentiger    Schwefelsäure bei  <B><I><U>'</U></I></B>0" C gelöst.

   Es werden dann 96 'Teile     Oleum     mit einem Gehalt an 20     1/a    freiem     Schwefel-          trioxy    d zugesetzt, worauf die Lösung bei 20  C  gerührt wird, bis eine: der Lösung entnommene  Probe in kaltem Wasser vollständig löslich ist.  Das Produkt wird in der im Beispiel 1 be  schriebenen Weise isoliert. Es löst sich in       kaltem    Wasser unter Bildung einer rötlich  orangen Lösung und färbt- Wolle aus einem  neutralen oder schwach sauren Färbebad in       seharlaehroten    Farbtönen von guter     Nalecht-          heit.     



  <I>Beispiel 3</I>  20 Teile     6-p-n-Butylanilino-2-p-phenoxy-          plienyl-1',9'-Antlira.pyrimidin    (rote Kristalle,       Smp.    1ö8--159<B>'</B> C, erhältlich durch     Kondensa-          nion    von     p-n-Butylanilin    mit     6-Chlor-    oder     6-          Brom-?-p-pheiioxy        phenyl-1',9'    -     anthrapyrimi-          din)    werden in 370 Teilen 100prozentiger  Schwefelsäure bei 10 C gelöst.

   Dann werden  <B>96</B> Teile     Oleum    mit einem Gehalt von     201/o     freiem     Scliwefeltrioxyd    zugesetzt, worauf die  Lösung bei 10" C     gerührt    wird, bis eine der  Lösung entnommene Probe in Wasser bei       37Y1    C vollständig löslich ist. Der Farbstoff  wird in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise  isoliert.

   Der auf diese Weise erhaltene rote  Farbstoff ist in kaltem Wasser unter Bildung  einer     rötliehorangen    Lösung löslich und färbt  Wolle aus neutralen oder schwach sauren       Fä.rbebä.dern    in leuchtenden     seharlaehroten       Farbtönen von sehr guter Echtheit gegenüber       Nassbehandlungen.     



       Beispiel   <I>4</I>       2!0    Teile     6-p-Cyclohexyl@anilino    - 2 -     phenyl-          phenyl-1',9'-anthrapyrimidin    (rote Kristalle,       Smp.        204-20,5     C, erhältlich durch Kondensa  tion von     p-Cyelohexylanilin    mit     6-Chlor-    oder  6 - Brom-     2-p-phenylphenyl-1',9'-anthrapyrimi-          din)    werden unter Rühren in 2180 Teilen 100  prozentiger     #.    Schwefelsäure bei 20" C gelöst.

    Dann werden 100 Teile     Oleum    mit einem Ge  halt von 20     1/o    freiem     .Schwefeltrioxyd        zuge-,     setzt, worauf das Gemisch während 116 Stun  den bei '20" C gerührt und dann in 1500 Teile  eines Gemisches von Eis und Wasser einge  tragen wird. Das feste Produkt wird     abfil-          triert    und der Farbstoff in der im Beispiel 1 ,  beschriebenen Weise isoliert.

   Das auf diese  Weise erhaltene leuchtend rote Pulver besteht  im wesentlichen aus dem     Natriumsalz    einer       Disulfonsäure.    Es liefert in Wasser eine klare  scharlachrote Lösung und färbt Wolle aus neu  tralen oder schwach sauren Färbebädern in  leuchtenden scharlachroten Farbtönen von  sehr guter Wasch- und Lichtechtheit.  



  Es können ähnliche scharlachrote     Woll-          farbstoffe        erhalten    werden, indem     16-p-n-Octyl-          anilino=?-p-phenylphenyl-1',        9'-anthrapyrimiclin          sulfoniert    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Säure farbstoffe, die in Form der freien Säure die folgende Formel besitzen: EMI0003.0063 in welcher Ar einen bieg elischen Aryl@rest, R einen Anilinrest, der in der 4-Stellung einen gesättigten Kohlenwasserstoffrest mit minde stens 4 und höchstens 12 Kohlenstoffatomen trägt, und n eine ganze Zahl, die grösser als 1 ist, bezeichnen, dadurch gekennzeichnet, dass ein 6 - Arylamino-2-aryl-1',
    9'-anthrapyr imidin der Formel EMI0004.0003 in welcher Ar und R die oben definierte Be deutung besitzen, sulfoniert wird, so dass min- destens 2 Sulfonsüuregrttppen in das :Molekül eingeführt, werden..
CH329727D 1953-10-21 1954-10-19 Verfahren zur Herstellung neuer Säurefarbstoffe CH329727A (de)

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