CH330311A - Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen

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CH330311A
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dibenz
dihydro
azepine
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halide
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Inventor
August Schmidt Robert
Wenner Wilhelm
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Hoffmann La Roche
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     tricyclischen        Aminen       Es ist bekannt, dass     trieyclisehe    Amine von  der Art. des     6,7-Dihydro-5H-dibenz        [e,    e]     aze-          pins    und dessen Abkömmlingen, welche     thera-          peut.iseh    zur Hemmung oder Umkehrung der  physiologischen Wirkung des     Ephedrins    ver  wendet werden können, durch Umsetzung von       o,o'-bis-(Brommethyl)-biphenyl    mit.

   Ammoniak  oder einem primären Amin gewonnen werden       können        (amerik.    Patentschrift Nr. 2619184).  



  Es wurde nun ein neues Verfahren zur  Herstellung dieser     tricyelischen    Amine gefun  den. Erfindungsgemäss besteht dieses neue  Verfahren darin, dass man     Diphenimid    zum       6,7-Dihydro    - 5     H-dibenz    [c, e]     azepin    reduziert.  Vorzugsweise führt man die Reduktion mit  Hilfe von     Lithiumaluminiumhydrid    durch. Er  wünschtenfalls kann das erhaltene     6,7-Di-          hydro-5H-dibenz[e,        e]azepin    mit einem     Alkyl-          oder        Alkenylhalogenid    behandelt werden.

   Be  vorzugt wird dabei die Umsetzung mit. einem       Allylhalogenid,    wodurch ein     Hydrohalogenid     des     6-Allyl-6,7-dihydro-5H-dibenz    [c, e]     azepins     gewonnen werden kann.  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete     Di-          phenimid    wird am besten durch     Dehydratisie-          rung    von     Diphensäure,        Aminierung    des gebil  deten     Anhydrids    zur     Diphenaminsäure    und       Abspalten    von Ammoniak erhalten.  



  <I>Beispiel</I>  29 g     Diphensäure    werden in 900     ems    Essig  säureanhydrid bei 120  C während 1 Stunde    gerührt. Die erkaltete Mischung wird dann  filtriert und mit Essigsäure gewaschen, wobei  man farblose Kristalle des     Diphenanhydrids     vom     Schmelzpunkt    222-226  C gewinnt.  



  21,11 g     Diphenanhydrid    werden mit 50     ems     konzentriertem Ammoniak vermischt, wobei  sieh die Mischung spontan erwärmt und ge  kühlt werden muss. Sie     wird    bis zur Bildung  einer klaren Lösung und dann noch während  weiteren 11/2 Stunden gerührt. Man säuert an       und    lässt über Nacht stehen. Um die     Abschei-          dung    einzuleiten, wird Wasser zugegeben. Die  Mischung wird gekühlt und filtriert, wobei  man     Diphenaminsäure    als farblosen festen  Körper vom Schmelzpunkt 191-193  C ge  winnt.  



  23,5 g     Diphenaminsäure    werden in einem  Ölbad auf 200  C erhitzt, zuerst während  20 Stunden bei Atmosphärendruck und dann  während 10 Stunden bei ungefähr 20 mm     Hg.     Der     Schmelzpunkt    wird von Zeit zu Zeit be  stimmt, um sich ein Bild vom Verlauf der  Reaktion zu machen. Dann wird die Masse  mit Alkohol erwärmt und filtriert. Der Rück  stand besteht aus gelbbraunen Kristallen vom  Schmelzpunkt 220-221  C. Durch Kühlen des  Filtrates gewinnt man eine weitere Ausbeute  von gelbbraunen Kristallen vom Schmelz  punkt 219-221  C. Die beiden Produkte be  stehen aus     Diphenimid.     



  5,58     g        Diphenimid    werden in einem     SoxhIet-          apparat    während 3 Tagen mit einer kochen-      den Mischung von 9,0 g     Lithiumaluminium-          hydrid    in 600     cms    über Natrium getrocknetem       3ther    extrahiert. Überschüssiges     Lithiumalu-          miniumhydrid    wird vorsichtig mit Wasser     zer-          setzt        und        die     durch ein Saugfilter  filtriert. Das Filtrat besteht aus zwei Schich  ten.

   Die ätherische Schicht wird abgetrennt,  mit wasserfreiem     Kaliumearbonat    getrocknet  und mit alkoholischer     Chlorwasserstoffsäure     behandelt, wodurch man     6,7-Dihydro-5H-di-          benz[c,        e]azepin-hydrochlorid    vom Schmelz  punkt 287-289  C gewinnt.  



  1 g     6,7-Dihydro-5H-dibenz[c,        e]azepin-          hydrochlorid    wird in Wasser gelöst, mit kon  zentriertem Ammoniak alkalisch gestellt, und  die erhaltene Base 2mal mit Benzol extrahiert.  Die     Benzolschichten    werden vereinigt, mit  wasserfreiem     Kaliumcarbonat    getrocknet und  mit 0,261 g     Allylbromid    bei 25-30  C ge  mischt. Die Reaktionsmischung wird     nach     einigen Minuten trübe und enthält     naeh          31/2tägigem    Stehen eine beträchtliche Menge  von Kristallen.

   Die Mischung wird während       13/,1    Stunden auf dem Dampfbad in einem  leicht verschlossenen Kolben erwärmt, dann  abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wird  2mal mit Wasser gewaschen und die Benzol  schicht unter vermindertem Druck verdampft.    Der flüssige     Uiickstand    wird in Alkohol gelöst,  mit Kohle geschüttelt und filtriert.

   Gibt man  dem Filtrat 0,3 g 85     o/oige    Phosphorsäure in  Alkohol zu, so erhält man eine klare Lösung,  aus der nach     Animpfen    und Reiben das       6-Allyl-6,7-dihydro-5H-dibenz        [e,        e]azepin-phos-          phat    vom Schmelzpunkt     211-2l.5     C (unter  Zersetzung) ausfällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines tri- ey elischen Amins, dadureh gekennzeichnet. dass man Diphenimid zum 6,7-Dihydro-5H- dibenz [ c, e] azepin reduziert. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reduktion mittels Lithiumaluminiumhydrid durchgeführt wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprueh 1, dadureh gekennzeiehnet, dass man das erhaltene 6;7-Dihydro-5H-dibenz- [c,e]azepin mit einem Alkyl- oder Alkenyl- halogenid behandelt. 3. Verfahren gemäss Unteransprueh 2, da durch gekennzeichnet, dass man als Alkeny 1- halogenid ein Allylhalogenid verwendet.
CH330311D 1953-04-20 1954-03-17 Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen CH330311A (de)

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