CH335684A - Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropan-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropan-Derivaten

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CH335684A
CH335684A CH335684DA CH335684A CH 335684 A CH335684 A CH 335684A CH 335684D A CH335684D A CH 335684DA CH 335684 A CH335684 A CH 335684A
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nortropane
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Karrer Paul Dr Prof
Jindrich Dr Kebrle
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur     Herstellung    von bisher unbekannten     Nortropan-Derivaten       Es wurde gefunden, dass man zu bisher unbe  kannten     Nortropan-Derivaten    der Formel 1,  
EMI0001.0004     
    worin     R1    eine veresterte oder     verätherte        Oxyalkyl-          gruppe,        R2    eine     Acylgruppe    und     R3    einen niederen       Alkylrest    bedeuten, gelangen kann, indem man     Nor-          tropinon-Derivate    der Formel 11,

    
EMI0001.0015     
    worin     R1    und     R,    obige Bedeutung besitzen, mit kata  lytisch erregtem oder     nascierendem    Wasserstoff zu  den entsprechenden     Nortropin-    bzw.     Pseudonortro-          pin-Derivaten    reduziert und diese mit Säuren der  Formel     HO-R.    verestert.  



  Das Verfahren wird beispielsweise so     ausgeführt,     dass man     ein        1-Alkoxyalkyl-tropinon,    z. B.     1-Meth-          oxymethyl-tropinon,    zum entsprechenden     Amino-          alkohol    reduziert, wobei Reduktion mit katalytisch  erregtem Wasserstoff, z.

   B. mit Wasserstoff in Ge  genwart eines Katalysators, wie     Raney-Nickel,    zum       Tropin-,    mit     nascierendem    Wasserstoff, vorzugsweise  mit einem     Alkalimetall    und einem niederen     Alkanol,       zum     Pseudotropin-Derivat    führt. Beide ergeben bei  der     Acylierung    die entsprechenden     Acylderivate.     



  Die     Acylierung    kann in allen Fällen nach be  kannten Methoden     ausgeführt    werden, z. B. durch  Behandlung mit einem     Säurehalogenid    in Gegenwart  oder bei Abwesenheit eines säurebindenden Mittels,  durch Behandlung mit einem     Säureanhydrid    oder  auch durch     Alkoholyse,    das heisst indem man auf  den durch die Reduktion erhaltenen     Aminoalkohol     einen Säureester unter dem katalytischen Einfluss  eines     Alkalimetalls    einwirken lässt.  



  Die so erhaltenen basischen Ester der Formel I  bilden mit Säuren Salze und können durch Behand  lung mit     Alkylhalogeniden    oder mit andern     Alkyl-          estern    anorganischer Säuren in die entsprechenden       quartären        Ammoniumverbindungen    übergeführt wer-,  den.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältli  chen Ester sowie ihre     Salze    und     quartären        Ammo-          niumverbindungen    sind bei Zimmertemperatur feste,  kristallisierte Verbindungen, die pharmakologisch  sehr aktiv sind. Sie zeichnen sich z. B. durch eine  ausgeprägte Wirkung auf den     Parasympathikus    aus  und können in der Therapie als     Spasmolytika    ver  wendet werden. Ausserdem eignen sie sich aber auch  als Zwischenprodukte zur Herstellung von andern  Therapeutika.

      <I>Beispiel 1</I>    Man stellt aus 7 g     1-Methoxymethyl-tropinon-          pikrat        (Smp.    171-172 ,     Zers.)    in üblicher Weise  die freie Base dar und reduziert sie mit 10g Na  trium in 150     cm3        n-Butanol.    Nach dem Ansäuern  des Reaktionsgemisches und Entfernen des     Butanols     wird die durch     Kaliumhydroxydlösung    freigesetzte  Base mit Chloroform erschöpfend extrahiert und im       Kugelrohr    destilliert.

        Das     1-Methoxymethyl-pseudotropin    der Formel  
EMI0002.0002     
    siedet unter 0,04 mm     Hg    Druck bei 110  (Luftbad  temperatur). 2 g     1-Methoxymethyl-pseudotropin     werden     mit    1,6g     Benzoylchlorid    versetzt und bis  zur klaren, dünnflüssigen     Schmelze    erwärmt. Beim  Abkühlen erstarrt das Produkt glasig. Es wird in  20     cm3    Wasser gelöst und die Lösung mit der be  rechneten Menge     Kaliumhydroxydlösung    alkalisch  gemacht. Die trübe Lösung extrahiert man dreimal  mit 30     cm3    Äther.

   Der trockene Ätherauszug wird  vom Lösungsmittel befreit und der Rückstand im  Hochvakuum     destilliert.    Das flüssige Destillat ver  setzt man mit der berechneten Menge     Pikrinsäure     (2,4 g gelöst in 20 cm?,     Alkohol),

      wobei das     Pikrat     des     Benzoesäureesters    des     1-Methoxymethyl-pseudo-          tropins    der Formel  
EMI0002.0018     
    sofort     auskristallisiert.    Aus     Aceton-Wasser        um-          kristallisiert        schmilzt        es        bei        183 .        Ausbeute        91%     der Theorie.

      <I>Beispiel 2</I>    7 g     1-Methoxymethyl-tropinon    werden in 50     cm3     Eisessig in     Gegenwart    von 700 mg Platinoxyd hy  driert. Innerhalb 4 Stunden wird genau die berech  nete Menge Wasserstoff aufgenommen, worauf die  Hydrierung zum Stillstand kommt. Der Eisessig wird  im Vakuum entfernt, der Rückstand in möglichst  wenig Wasser aufgenommen, mit     Kaliumhydroxyd     stark     alkalisch    gemacht und in 10 Portionen mit  Chloroform extrahiert.

   Die     Chloroformlösung    wird  über     Magnesiumsulfat    getrocknet, eingedampft und  der Rückstand im     Kugelrohr    im Hochvakuum       destilliert.     



  Das farblose, dickflüssige Öl (Kp. etwa 110 /  0,05 mm) erstarrt nach mehrtägigem Stehen in farb  losen Prismen. Das so erhaltene     1-Methoxymethyl-          tropin    der Formel  
EMI0002.0040     
         schmilzt    bei 70 . Sein     Pikrat    wird durch Umsetzung  mit der     äquimolekularen    Menge     Pikrinsäure    in  heissem     Alkohol    und Abkühlen kristallisiert erhalten.

    Nach     Umkristallisieren    aus Alkohol schmilzt es bei       143 .        Es        lässt        sich        in        50%iger        wässriger        Aceton-          lösung    an einem     mit    Chlorionen beladenen     Ionen-          austauscher,    z. B. an  IRA 400  (eingetragene  Marke), zerlegen. Beim Eindampfen der Lösung er  hält man das kristallisierte Hydrochlorid.  



  3 g     1-Methoxymethyl-tropin    werden mit 3,8 g       Diphenylessigsäurechlorid    bis zur     Schmelze    erhitzt,  wonach 15     em3        Pyridin    hinzugefügt werden. Die  Mischung wird so lange erhitzt, bis Lösung eintritt.  Nach 12stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird  das     Pyridin    im Vakuum möglichst vollständig abge  dampft und der Rückstand in Wasser aufgenommen.  Die Lösung wird kongosauer gestellt und nochmals  mit Äther extrahiert. Die     wässrige    Lösung wird mit       Kaliumhydroxyd    stark     alkalisch    gemacht und die  milchige Emulsion mit Chloroform extrahiert.

   Der       Chloroformextrakt    wird über     Magnesiumsulfat    ge  trocknet, das Chloroform abgedampft und der Rück  stand im Hochvakuum bei     130-140         destilliert.     Das so erhaltene farblose, dickflüssige Öl stellt den       Diphenylessigsäureester    des     1-Methoxymethyl-tro-          pins    der Formel  
EMI0002.0075     
    dar. Das mit der     äquimolekularen        :Menge        Pikrin-          säure    in heissem Alkohol bereitete, beim Abkühlen  kristallisierende     Pikrat    schmilzt bei 154'.

      <I>Beispiel 3</I>    Man reduziert     1-Acetoxymethyl-tropinon    kataly  tisch in Gegenwart von Platinoxyd in Eisessig zum       1-Acetoxymethyl-tropin    der Formel,  
EMI0002.0083     
    dessen     Pikrat    aus Äthanol umkristallisiert bei 160   schmilzt.  



  5,2 g     1-Acetoxymethyl-tropin    werden in 30     cm-          Pyridin    gelöst und mit 15 g     Phenyl-cyclohexyl-          essigsäurechlorid    versetzt. Nach 12 Stunden wird die  Reaktionsmischung für 1 Stunde am Wasserbad er  hitzt, dann möglichst weitgehend im Vakuum vom           Pyridin    befreit. Der zähe Lack wird mit 100     ein?-          In-Salzsäure    verrührt. Die ausgeschiedene über  schüssige     Phenylcyclohexylessigsäure    wird durch  mehrmaliges Ausschütteln mit Äther entfernt.

   Die  saure     wässrige    Lösung wird dann mit Kalilauge alka  lisch gemacht und die ausgeschiedene     Esterbase    in  Chloroform aufgenommen. Die rohe Base lässt sich  durch     Chromatographieren    an      Alox     (eingetragene  Marke) mit Benzol und Destillieren im Hochvakuum  reinigen und stellt eine farblose viskose Flüssigkeit  dar.  



  Das     Jodmethylat    wird wie üblich durch Behan  deln der Base mit     Methyljodid    erhalten.  



  Das     Chlormethylat    entsteht durch Umsetzung der       wässrigen    Lösung des     Jodmethylats    mit frischgefäll  tem     AgCl.     



  Das Hydrochlorid der reinen     Esterbase    lässt sich  nicht kristallisieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von bisher unbekann ten Nortropan-Derivaten der Formel I, EMI0003.0017 worin R1 eine veresterte oder verätherte Oxyalkyl- gruppe, R2 eine Acylgruppe und R3 einen niederen Alkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Nortropinon-Derivate der Formel II,
    EMI0003.0029 mit katalytisch erregtem oder nascierendem Wasser stoff zu den entsprechenden Nortropin- bzw. Pseudo- nortropin-Derivaten reduziert und diese mit Säuren der Formel HO-R2 verestert.
CH335684D 1954-03-03 1954-03-03 Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropan-Derivaten CH335684A (de)

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