CH335685A - Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropinon-Derivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropinon-DerivatenInfo
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Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropinon-Derivaten Es wurde gefunden, dass man zu bisher unbe kannten Nortropinon-Derivaten der Formel 1,
EMI0001.0003
worin R1 eine freie oder verätherte Oxyalkylgruppe und R2 einen niederen Alkylrest bedeuten, gelangen kann, indem man y-Keto-aldehyde der Formel OCH-(CH2)2-CO-Rl mit primären Aminen der Formel H2N-R2 und mit Acetondicarbonsäure kondensiert.
Das Verfahren wird beispielsweise so ausge führt, dass man 5-Methoxy-lävulinaldehyd - her gestellt durch Hydrolyse von 2,5-Dimethoxy-2- methoxymethyl-tetrahydrofuran mit 0,1n-Schwefel- säure - unter zeltmöglichen Bedingungen,
das heisst in gepufferter wässeriger Lösung bei Zimmertempe- ratur mit Methylamin und Acetondicarbonsäure kondensiert und durch Extraktion mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel das gebil- Bete 1-Methoxymethyl-tropinon isoliert.
Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestell ten, bisher unbekannten Nortropinon-Derivate sind basische Verbindungen, die mit anorganischen und organischen Säuren bei Zimmertemperatur kristalli sierte, beständige Salze bilden. Sie sind optisch aktiv und dienen zur Auftrennung racemischer Gemische optisch aktiver Säuren. Schliesslich sind sie wert volle Zwischenprodukte für die Herstellung von Me dikamenten.
<I>Beispiel 1</I> 40,5 g 2,5-Dimethoxy-2-oxymethyl-tetrahydro- furan werden in 390 cm3 0,1n-Schwefelsäure 1/2 Stunde bei 70 gehalten, darauf die Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt und während 1/2 Stunde in eine Mischung von 75g Acetondicarbon- säure (neutralisiert in 440 cm3 Wasser mit 52,2 g Kalk) und 240 cm?, 35 11/oiger Methylaminlösung unter Rühren eingetropft.
Die Reaktionsmischung wird 3 Stunden weitergerührt und dann 2 Tage stehengelassen, wonach sie bei etwa 40 im Vakuum bis zur Trockne eingedampft wird. Der Rückstand wird in so viel n-Schwefelsäure aufgenommen, dass die trübe Lösung kongosauer reagiert.
Die zunächst starke CO.-Entwicklung lässt sich durch Erwärmen auf dem Wasserbad zu Ende führen, worauf man die Flüssigkeit auf Zimmertemperatur abkühlt und vom ausgeschiedenen Caleiumsulfat abfiltriert. Das hellbraune Filtrat wird mit Kalilauge stark alkalisch gemacht, mit Natriumchlorid gesättigt, erneut fil triert und während 3 Tagen mit Äther extrahiert. Beim Abdampfen des Äthers bleiben 25 g rohe Base zurück, welche nach der Destillation im Hoch vakuum in 100 cm3 Alkohol aufgenommen und mit der berechneten Menge alkoholischer Pikrinsäure heiss versetzt wird.
Beim Abkühlen kristallisieren 46,5 g Pikrat. Nach mehrmaligem Umkristallisieren schmilzt das so erhaltene Pikrat des 1-Oxymethyl- tropinons bei 191 (Zers.).
<I>Beispiel 2</I> 14 g 2,5-Dimethoxy-2-methoxymethyl-tetra- hydrofuran werden in 140 cm3 0,1n-Schwefelsäure gelöst und 15 Minuten auf 75 erwärmt, wobei voll ständige Hydrolyse des Acetals stattfindet.
Das Hy- drolysat kühlt man ab und neutralisiert mit 1,5 g Calciumcarbonat. Die neutrale wässrige Aldehyd- Lösung wird zu einem Gemisch aus 24,4g Aceton- dicarbonsäure, 27 g Calciumcarbonat, 156 cm3 Wasser und 70 cm3 40 o/oigem Methylamin unter Rühren während i/2 Stunde hinzugetropft. Die Re aktionsmischung bleibt 2 Tage bei Zimmertempera tur stehen,
worauf man sie vorsichtig mit 3n-Salz- säure kongosauer stellt. Nachdem die kräftige C02 Entwicklung nachgelassen hat, wird die Reaktions mischung erwärmt, bis die Gasentwicklung praktisch aufgehört hat. Hierauf stellt man sie mit Kalium- carbonat stark alkalisch und extrahiert 3 Tage mit Äther. Aus dem Ätherextrakt wird die Base mit 3n- Salzsäure ausgeschüttelt, mit festem Kaliumcarbonat wieder freigesetzt und in Äther aufgenommen.
Nach dem Trocknen und Abdampfen des Äthers hinter bleibt ein schwach bräunlich gefärbtes Öl, das sich durch Destillation im Vakuum (Kp12 = 130 ) rei nigen lässt. Man erhält so das 1-Methoxymethyl- tropinon der Formel
EMI0002.0022
dessen in äthanolischer Lösung hergestelltes Pikrat bei 171-172 (Zers.) schmilzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropinon-Derivaten der Formel EMI0002.0028 worin R1 eine freie oder verätherte Oxyalkylgruppe und R2 einen niederen Alkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man y-Keto-aldehyde der For- mel OCH-(CH2)# CO-Rl mit primären Aminen der Formel H2N-R2 und mit Acetondicarbonsäure kondensiert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH335685T | 1958-03-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH335685A true CH335685A (de) | 1959-01-31 |
Family
ID=4503636
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH335685D CH335685A (de) | 1958-03-21 | 1954-03-03 | Verfahren zur Herstellung von bisher unbekannten Nortropinon-Derivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH335685A (de) |
-
1954
- 1954-03-03 CH CH335685D patent/CH335685A/de unknown
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