CH354447A - Verfahren zur Herstellung von Stilbyltriazolverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stilbyltriazolverbindungen

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CH354447A
CH354447A CH354447DA CH354447A CH 354447 A CH354447 A CH 354447A CH 354447D A CH354447D A CH 354447DA CH 354447 A CH354447 A CH 354447A
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CH
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stilbyl
sulfonic acid
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acenaphtheno
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Reinhard Dr Zweidler
Ernst Dr Keller
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung von     Stilbyltriazolverbindungen       In den schweizerischen Patentschriften     Nummern     323318, 328424 und 331512 sind von in Wasser  sauer dissoziierenden Gruppen freie       2-(Stilbyl-4")-(arylo-1',2'    :     4,5)-          1,2,3-triazolverbindungen     beschrieben, welche in 2"-, 2"- oder     41"-Stellung    des       Stilbylrestes    einen nicht sauer dissoziierenden     Sul-          fonylsubstituenten    enthalten. Diese Verbindungen  eignen sich dank ihrer blauen Fluoreszenz sehr gut  zum optisch Aufhellen von     hydrophoben    organischen  Materialien.

   Als in Wasser nicht sauer dissoziierende       Sulfonylsubstituenten    sind die gegebenenfalls substi  tuierten     Sulfonsäureamidgruppen,        Sulfonsäurearylester-          gruppen    und     Alkyl-,        Aralkyl-    und     Arylsulfonylgrup-          pen    genannt. Als     Aryloreste    enthalten die beschrie  benen     Stilbyltriazolverbindungen    höchstens zwei  wertige Reste, beispielsweise Reste der Benzol- und  insbesondere der     Naphthalinreihe.     



  Es wurde nun gefunden, dass solche analog ge  baute     Stilbyltriazolverbindungen,    welche den drei  kernigen     Acenaphthenylenrest    als     Arylenrest    enthal  ten, ebenfalls blau     fluoreszieren    und in organischen  Lösungsmitteln löslich sind und sich daher ebenfalls  sehr gut zum optischen Aufhellen von     hydrophobem     organischem Material eignen.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Arylestern    von     Sulfon-          säuregruppen    aufweisenden       2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    :     4,5)-          1,2,3-triazolen,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man       2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    :

       4,5)-          1,2,3-triazol-2"-,    2"'- oder     4"'-sulfonsäuren     oder deren     Alkalisalze    mittels     Phosphorhalogeniden     in die entsprechenden     Sulfonsäurehalogenide    über  führt und dieselben mit aromatischen     Hydroxylver-          bindungen    oder deren Salze in     Sulfonsäurearylester            überführt.    Die Komponenten sind dabei so zu wählen,  dass die Endprodukte weder farberzeugende noch  sauer reagierende salzbildende     Substituenten    aufwei  sen.

   Dagegen können sie noch in     Azofarbstoffen     übliche,     inerte        Substituenten    enthalten, beispielsweise  Halogene,     Alkyl-,        Alkoxy-,        Aryl-,        Aryloxy-,        Acyl-          amino-,

          Carbonsäure-    und     Sulfonsäureester    oder       -amidgruppen    und     Alkyl-    oder     Arylsulfongruppen.     Als sauer dissoziierende     Substituenten    sind beispiels  weise     Sulfonsäure-    und     Carbonsäuregruppen    ausge  schlossen, als     Chromophore    z. B. die     Nitro-,        Arylazo-          und        Arylazoxygruppen,    sowie aromatisch gebundene       Hydroxyl-    und     Aminogruppen.     



  Zur Herstellung der als Ausgangsprodukte die  nenden sulfonierten     2-Stilbyl-4,5-acenaphtheno-1,2,3-          triazole    geht man am besten wie folgt vor: Man kup  pelt     diazotierte,    gegebenenfalls weiter substituierte       4-Amino-stilbensulfonsäuren    mit in Nachbarstellung  zu einer     primären        Aminogruppe    kuppelnden     Amino-          acenaphtheneri,    welche noch übliche     nichtchromo-          phore        Substituenten    enthalten können.

   Die dabei  erhaltenen     o-Amino-azofarbstoffe    werden hierauf zu  den     1,2,3-Triazolverbindungen    oxydiert. Als     4-Amino-          stilbensulfonsäuren    können die in den erwähnten  Hauptpatenten genannten verwendet werden, z. B.  die nach den bekannten Methoden von Thiele,       Pschorr    und Meerwein erhältlichen Verbindungen.  Die Bedingungen, unter welchen die Kupplung der       Stilbendiazonium-    mit den     Aminoacenaphthen-Ver-          bindungen    und die Oxydation zu den     Triazolverbin-          dungen    vorgenommen werden, entsprechen den dort  beschriebenen.  



  Als in     o-Stellung    zu einer primären     Aminogruppe     kuppelnde     Acenaphthenverbindung    kommt vor allem  das     5-Amino-acenaphthen    in Frage. Weiter können  z. B. die     6-Chlor-    oder     6-Brom-,        6-Cyan-    und       6-Alkoxy-5-amino-acenaphthene    verwendet werden.           Als        Phosphorhalogenid    wird vorzugsweise     Phosphor-          pentachlorid    verwendet.

   Als aromatische     Hydroxyl-          verbindungen    können beispielsweise Phenol, kern  alkylierte     Phenole,        Alkoxyphenole,        Naphthole,        Hy-          droxydiphenyle,        Hydroxydiphenyläthan    oder     Hydroxy-          diphenylalkane    verwendet werden.  



  Die neuen     2-Stilbyl-4,5-acenaphtheno-1,2,3-tri-          azolsulfonsäureester    weisen in organischer Lösung  eine schöne blaue Fluoreszenz auf und eignen sich  sehr gut zum optischen Aufhellen von     hydrophoben     organischen     Materialien,    beispielsweise von polymeren       Kunststoffen,    wie     Polyvinyl-    oder     Polyvinyliden-          chlorid,        Polyacrylnitril,    Polystyrolen, Polyäthylen oder       Copolymeren    dieser und anderer     Olefine,    von Poly  kondensaten, wie Nylon, Perlon und     Terylen,

      sowie  von     Kohlenwasserstoffen,    Fetten, Ölen und Wachsen.  



  Im nachfolgenden Beispiel sind die Teile, sofern  nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, als Ge  wichtsteile zu verstehen; sie stehen zu     Volumteilen    im  gleichen Verhältnis wie g zu     cm3.    Die Temperaturen  sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  
EMI0002.0030     
    In ein Gemisch von 50 Teilen     Phosphoroxy-          chlorid    und 21 Teilen     Phosphorpentachlorid    in  100 Teilen trockenem Chlorbenzol werden 47,5 Teile       2-(stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    : 4,5)-1,2,3     -triazol-          2"-sulfonsaures    Natrium eingetragen. Man rührt  6 Stunden bei 125-130  und trägt dann das Reak  tionsgemisch in 1000 Teile Wasser und etwa 2000  Teile Eis derart aus, dass die Temperatur von + 5   nicht überschritten wird. Nach vollständiger Zer  setzung der     Phosphorhalogenide    filtriert man das gelb  liche Rohprodukt ab und wäscht es mit kaltem Was  ser gut aus.

   Das im Vakuum bei 30-40  getrock  nete Rohprodukt     gibt    bei der Umkristallisation aus  heissem Chlorbenzol das       2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    :     4,5)-          1,2,3-triazol-2"-sulfonsäurechlorid     als gelbliches Pulver vom F. 225-227      (unkorr.).     



  In einer     wässrige    Lösung von 12 Teilen     p-Kresol     und 5 Teilen     Natriumhydroxyd    werden innerhalb  30 Minuten bei 65-75  49,1 Teile dieses Sulfon-         säurechlorids    eingetragen und bis zur beendeten  Umsetzung bei schwach     phenolphthaleinalkalischer     Reaktion verrührt. Der dabei gebildete rohe     p-Kresyl-          ester    wird nach dem Erkalten     abfiltriert    und im  Vakuum bei einer Temperatur von 60-65  ge  trocknet.

   Der       2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    :     4,5)-          1,2,3-triazol-2"-sulfonsäure-p-kresylester     wird durch Umkristallisation aus heissem Chlorbenzol  gereinigt. Man erhält ein gelbliches Pulver vom F.

   210  bis 212      (unkorr.).    Das Produkt ist ein ausgezeich  netes     Aufhellungsmittel    für verschiedene polymere  Kunststoffe, wie die     Polymerisate    und     Copolymerisate     von     Vinylchlorid,    von     Vinylidenchlorid,    von     Styrolen     und von     Äthylenen.    Auch Fette, Wachse und Öle  können damit im Aussehen verbessert werden. Ein  ganz ähnlich wirksames Produkt wird erhalten, wenn  im obigen Beispiel das     p-Kresol    durch 10,5 Teile  Phenol ersetzt wird.

   Man erhält den       2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    :     4,5)-          1,2,3-triazol-2"-sulfonsäure-phenylester     vom F.205-207      (unkorr.)    als gelbliches Pulver.  



  Mit     p-tert.        Butyl-phenol    erhält man den       2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5'    :     4,5)-1,2,3-          triazol-2"-sulfonsäure-p-tert.-butylphenylester.     



  Das Produkt ist aus heissem Chlorbenzol umkristalli  siert ein gelbliches Pulver vom F. 225-227      (unkorr.)     und stellt ein wirksames     Aufhellungsmittel    für Fette,  Wachse, Öle sowie für verschiedenste organische       Polymerisationsprodukte    dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Arylestern von Sulfonsäuregruppen aufweisenden 2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5' : 4,5)- 1,2,3-triazolen, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-(Stilbyl-4")-(acenaphtheno-4',5' :
    4,5)-1,2,3- triazol-2"-, -2'- oder -4"'-sulfonsäuren oder deren Alkalisalze mittels Phosphorhalogeniden in die entsprechenden Sulfonsäurehalogenide über führt und dieselben mit aromatischen Hydroxylver- bindungen oder deren Salze in Sulfonsäurcarylester überführt, wobei man die Komponenten so wählt, dass die Endprodukte weder farberzeugende noch sauer dissoziierende, salzbildende Substituenten ent halten.
    UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, gekennzeich net durch die Verwendung solcher Stilbylverbindun- gen, welche die Sulfonsäuregruppe in 2"-Stellung enthalten.
CH354447D 1957-08-14 1957-08-14 Verfahren zur Herstellung von Stilbyltriazolverbindungen CH354447A (de)

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