CH447435A - Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe

Info

Publication number
CH447435A
CH447435A CH1776662A CH1776662A CH447435A CH 447435 A CH447435 A CH 447435A CH 1776662 A CH1776662 A CH 1776662A CH 1776662 A CH1776662 A CH 1776662A CH 447435 A CH447435 A CH 447435A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
radical
acid
dye
parts
Prior art date
Application number
CH1776662A
Other languages
English (en)
Inventor
Tobel Hans Dr Von
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH1776662A priority Critical patent/CH447435A/de
Priority claimed from CH288362A external-priority patent/CH421348A/de
Publication of CH447435A publication Critical patent/CH447435A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/0068Azodyes dyes containing in the molecule at least one azo group and at least one other chromophore group

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


      Zusatzpatent        zum        Hauptpatent    Nr. 421348    Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher     Reaktivfärbstoffe    der     Phthalocyaninreihe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist     ein.    Ver  fahren zur Herstellung wasserlöslicher     Reaktivfarb-          -stoffe    der     P'hthalocyaninreihe    der Formel  
EMI0001.0010     
    worin PC einen     Phthaloeyaninrest,

       Ar ein Wasserstoffatom     öder        einen    gegebenenfalls     sub-          stituienten        Kohlenwasserstoffrest,          A2    ein     Wasserstoffatom    oder     einen        gegebenenfalls    sub  stituierten     Kohlenwasserstoffrest,          A3        ein    Wasserstoffatom oder     .einen        gegebenenfalls    sub  stituierten     Kohlenwasserstoffrest,          R,

      den Rest     eines        Azofarbstoffs,.     



       R2    einen     gegebenenfalls        substituierten,    zweiwertigen       aliphatischen,        aromatischen,        cycloaliphatischen    oder         araliphatischen    Rest oder zusammen mit     Al,        A2     und     dien    beiden N einen zweiwertigen     heterocycli-          sehen    Rest,  w     eine    gegebenenfalls mono- oder     disubstituierte          Aminogruppe,

      und  Z     einen        Acyl-    oder     Azinylrest,    der zur chemischen Bin  dung mit dem Substrat befähigt ist, bedeuten, worin  m,     n,    p und q je     einen    Wert von     mindestens    1 und  höchstens 3 haben und die Summe m + n + p + q       mindestens        4:    und höchstens 6 beträgt und worin  der     Farbstoff    der Formel (1) die zur     Wasserlöslichkeit     notwendige Anzahl     wasserlöslichmachender    Gruppen  enthält.  



  Das     Verfahren    zur Herstellung dieser Farbstoffe  ist dadurch gekennzeichnet, dass man 1     Mol        eines          Phthalöcyaninpolysulfonsäurechlorids    der Formel       PC-(S02-Cl),;

      _ 2,     (1I)     worin s die Summe m + n + p + q bedeutet, oder  eines Gemisches derselben gleichzeitig oder in     beliebiger     Reihenfolge, mit q     Mol    eines     Aminoazofarbstoffs    der  Formel  
EMI0001.0065     
    mit p Mal eines     Diamins    den Formel  
EMI0001.0067     
    mit     (m-1),        Mol    Wasser und mit (n-1)     Mol    eines Amins       H-w    umsetzt, wobei die Ausgangsprodukte so aus  zuwählen sind,

       dass    der Endfarbstoff die zur Wasser  löslichkeit     notwendige    Anzahl     wasserlöslichmaahender     Gruppen     enthält.     



  Es wurde nun gefunden, dass man zu: den gleichen       Reaktivfarbstoffen    gelangt, wenn man das     Diamin    der  Formel     (III)    durch     ein        Diamin    der Formel    
EMI0002.0001     
    worin X Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substi  tuierten     Acylrest    bedeutet, ersetzt und im Reaktions  produkt den     Substituenten    X durch den reaktiven Rest  Z ersetzt.  



  Als     wasserlöslichmachende    Gruppen kommen z. B.  in Betracht: die     Sulfonsäuregruppe,    die     Carbonsäure-          gruppe,    die     Methylsulfonyl-    oder     Äthylsulfonylgruppe     und die gegebenenfalls, vorzugsweise durch niedrig  molekulare Kohlenwasserstoffreste,     monosubstituierte          Sulfonsäureamidgruppe.    Die Farbstoffe der Formel (I)  tragen vorteilhaft mindestens zwei     Sulfonsäuregruppen,     um die für die Praxis benötigte Wasserlöslichkeit zu  besitzen.

   Anderseits können mehr als acht     Sulfon-          säuregruppen    kaum in das     Farbstoffmolekül        eingeführt     werden. Vorzugsweise enthalten die Farbstoffe der  Formel (I) vier bis sechs     Sulfonsäuregruppen,    welche  teilweise durch     Carbonsäure-,        Alkylsulfonyl-    oder ge  gebenenfalls     monosubstituierte        Sulfonsäureamidgruppen     ersetzt werden können.

   Dabei .ist allerdings zu bemer  ken, dass die     wasserlöslichmachende    Wirkung der     Car-          bonsäuregruppe    und der gegebenenfalls monosubsti  tuierten     Sulfonsäureamidgruppe    stark     pH-abhängig    ist.  In der Kälte besitzen nur die     Alkalimetallsalze    dieser  Gruppen eine gute Wirksamkeit, während die Säure  formen deutlich weniger wirksam sind.  



  Andere schwach     bis    sehr schwache     wasserlöslich-          machende    Gruppen, wie     Hydroxylgruppen,        Acetyl-          amino-,        Carbomethoxyamino-    oder     Carbäthoxyamino-          gruppen,        disubstituierte        Sulfonsäureamidgruppen,    be  sitzen nur eine untergeordnete Bedeutung.

   Die als Aus  gangsprodukte verwendeten     Phthaloeyaninpolysulfonr          säurechloride    und deren Gemische leiten sich vom  metallfreien     Phthalocyanin    oder von den metallhaltigen       Phthalocyaninen,    z. B. vom     Kobaltphthalocyanin,    oder  vorzugsweise vom Nickel- oder     Kupferphthalocyanin    ab.  Sie tragen die     Sulfonsäurechloridgruppen    in den Stel  lungen 3 der     Benzolkerne,    wenn sie durch direkte       Sulfochlorierung    hergestellt werden bzw. in den Stel  lungen 4, wenn sie aus den entsprechenden     Sulfonsäuren     hergestellt werden.  



  Die dem Rest     R1        zugrundeliegenden        Aminoazofarb-          stoffe    sind vorzugsweise wasserlösliche Mono- und       Disazofarbstoffe,    wie z. B.  



       4-Amino-1,1'-azobenzol-2'-,    -3'- oder       -4'-monosulfonsäure    bzw. -2',4'- oder       -2',5'-disulfonsäure,          4-Amino-4'-methyl-,        -4'-methoxy-,        -4'-äthoxy-    oder       -4'-chlor-1,1'-azobenzol-2'-sulfonsäure,          2-(4'-Aminophenylazo)-naphthalin-3,6-,    -4,8-,  -5,7- oder     -6,8-disulfonsäure    bzw.

   -3,6,8- oder       -4,6,8-trisulfonsäure,          4-Amino-2,2'-dimethyl-1,1'-azobenzol-4'-sulfonsäure,          1-(4'-Amino-naphthyl-1'-azo)-benzol-2,4-    oder  -2,5- oder     -4,6'-    oder     -4,7'-disulfonsäure,          1-Phenyl-3-methyl-4-(3"-    oder     -4"-aminophenylazo)-          5-pyrazolon-2'-,    -3'- oder     -4'-sulfonsäure    bzw.

    -2',4'-     oder        -2',5'-disulfonsäure,          1-(2',5'-Dichlorphenyl)-    oder     1-(2'-Chlorphenyl)-          oder        1-(2'-Methylphenyl-    oder     1-(2'-Chlor-6'-          methylphenyl)-3-methyl-4-(3"-    oder       -4"-aminophenylazo)-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure,          1-(3'-Amino-    oder     1-(4'-Aminophenyl)-3-methyl-          4-phenylazo-5-pyrazolon-2"-,    -3"- oder         -4"-sulfonsäure    bzw.

   -2"-, -4"- oder       -2",5"-disulfonsäure,          3-Keto-2-(3'-    oder     -4'-amino-phenylazo)-buttersäure-          phenylamid-2"-,    -3"- oder     -4"-sulfonsäure,          1-Hydroxy-2-phenylazo-6-    oder     -7-amino-    bzw.  



  -6- oder     -7-methylamino-naphthalin-3,2'-,     -3,3'- oder     -3,4'-disulfonsäure,          2-[4'-(4"-Aminophenylazo)-phenylazo]-          naphthalin-3,6-,    -4,8-, -5,8- oder     -6,8-disulfon-          @säure    bzw. -3,6,8- oder     -4,6,8-trisulfonsäure,          4-(4:

  "-Aminophenylazo)-1,1'-azobenzol-3,4'-          disulfonsäure,          1-Hydroxy-2-(3'-    oder     -4'-amino-phenylazo)-          naphthalin-4,6-,    -4,7- oder     -4,6'-disulfonsäure     oder -4,6,6'- oder     -4,7,6'-trisulfonsäure,     1-(3'- oder     -4'-Amino-phenylazo)-2-hydroxy-          naphthalin-3,6-,    -4,6'- oder     -6,6'-disulfonsäure          oder    -3,6,6'-, -3,7,6'- oder     -3,8,6'-trisulfonsäure,          1-Hydroxy-2-(3'-    oder     -4'-aminophenylazo)

  -6-    oder       -7-acylaminonaphthalin-3,6-'disulfonsäure,          1-Hydroxy-2-(3'-    oder     -4.'-aminophenylazo)-          8-acylamino-naphthalin-3,5-    oder     -3,6-disulfon-          säure    oder -3,5,6'- oder     -3,6,6'-trisulfonsäure,     wobei die     Acylgruppe    z. B.     Acetyl,        Propionyl,        Benzoyl,          Methoxycarbonyl    oder     Äthoxycarbonyl    ist.  



  Man kann aber auch in Wasser unlösliche oder  mässig bis schwer lösliche     Aminoazoverbindungen    ver  wenden, z. B.  



       4-Amino-1,1'-azobenzol,          4-Amino-4'-methyl,        -4'-methoxy-"        -4'-äthoxy-          oder        -4-chlor-        1,1'-azobenzol,          4-Amino-1,1'-azobenzol-3'-    oder       -4'-sulfonsäureamid,          4-Amino-1,1'-azobenzol-2'-    oder     -4'-carbonsäure,     1-(3'- oder     -4'-Aminophenyl)-3-methyl-4-          phenylazo-5-pyrazolon,     1-(3'- oder     -4'-aminophenyl)-3-me:

  thyl-4-          phenylazo-5-pyrazolon-2"-    oder     -4"-carbonsäure     bzw. -3"- oder     -4"-sulfonsäureamid,     1-(3'- oder     -4'-Aminophenyl)-3-carboxy-4-          phenylazo-5-pyrazolon,          3-Keto-2-(3'-    oder     -4'-aminophenylazo)-          buttersäurephenylamid    2"- oder     -4"-carbon-          säure    bzw. -3"- oder     -4"-sulfonsäureamid.     



  Die     Sulfonsäureamidgruppe    kann selbstverständlich  durch ihre mono- oder     disubstituierten    Derivate ersetzt  werden. Wenn die verwendete     Aminoazoverbindung        in     Wasser unlöslich oder mässig bis schwer löslich ist, muss  dafür gesorgt werden, dass der Rest des     Farbstöff-          moleküls    die zur Wasserlöslichkeit notwendige     Anzahl          wasserlöslichmachender    Gruppen enthält.  



  Der Rest     R_,    ist     vorzuzsweise    ein     alinhatischer    Rest,  
EMI0002.0163     
         -CH--CH2CH.CHü-,    oder ein aromatischer Rest, wie  
EMI0002.0165     
      oder ein     cycloaliphatischer    Rest, wie  
EMI0003.0002     
    Die     Substituenten        Al,        A2    und A3 :

  stehen vorzugs  weise für Wasserstoffatome oder     niedrigmolekulare     (d. h. 1 bis     etwa    5     Kohlenstoffatome    enthaltende)     Alkyl-,          Hydroxyalkyl    ,     Alkoxyalkyl-    oder     Halogenalkylreste        oder     auch     Benzylreste.    Ist der Rest R     aromatisch    oder     cyclo-          aliphatisch,    so ist es ratsam, als     A1    und/oder     A2    Wasser  stoffatome oder     aliphatische    Reste zu wählen.

   Ist der  Rest R dagegen     aliphatisch,    so     können    A1 und     A2     sowohl Wasserstoffatome,     aliphatische    oder     araliphati-          :sche    Reste wie     aromatische    oder     cycloaliphatische    Reste  sein.  



  Der Rest w ist vorzugsweise die     Aminogruppe    oder  eine       Methylamino-,        Dimethylamino-,        Äthylamino-,          Diäthylamino-,        2-Hydroxyäthylamino-,          Di-(2-hydroxyäthyl)-amino-,     2- oder     3-Hydroxypropylamino-,          3-Hydroxybutylamino-,        2-Äthoxyäthylamino-,          3-Methoxypropylamino-,     3- oder.

       4-Methoxybwtylamino-,          Carboxymethylamino-,        2-Carboxyäthylamino-,          N-Methyl-N-carboxymethylamino-,          2-Sulfoäthylamino-,        N-Methyl-N-2-sulfoäthylamino-,     2- oder     4-Carboxyphenylamino-,     3- oder     4-Sulfophenylamino-,     2,4- oder     2,5-Disulfophenylamino-,     4,8-, 5,7-, oder     6,8-Disulfonaphthyl-2-amino-          oder        Phenylaminogruppe.     



  Der zur chemischen     Bindung    mit dem Substrat be  fähigte Rest Z enthält     mindestens    einen als Anion ab  spaltbaren     Substituenten    und/oder eine zur     Addition     befähigte     C-C-Mehrfachbindung.    Solche Reste leiten  sich z.

   B. von folgenden Säuren ab: Chloressigsäure,  Bromessigsäure,     ss-Chlor-    und     ss-Brompropionsäure,          a,ss    -     Dichlor-    .und     a,ss    -     Dibrompropionsäure,        Acrylsäure,          Methacrylsäure,        a-Chlor-        und        a-Bromacrylsäure,        ss-    oder  ;

  -Chlor- oder     -Bromcrotonsäure,        a,ss-    und     ss,ss-Dichlor-          oder        -Dibromacrylsäure;    ferner von den nachstehend  verzeichneten     heiterocyclischen        Verbindungen:

          tetrameres     Chlor- oder Bromcyan,     Cyanurchlorid,        Cyanurbromid,     primäre Kondensationsprodukte eines     Cyanurhalogenides     der Formel  
EMI0003.0080     
    worin     Hal    Chlor oder Brom und v den     gegebenenfalls          weitersubstituierten    Rest     eines    primären oder sekundären       aliphatischen,        alicyclischen,    aromatischen oder hetero-         cyclischen    Amins, einer     aliphatischen,        alicyclischen,

       aromatischen oder     heterocyclischen        Hydroxy-    oder       Thiolverbindung,        insbesondere    aber den Rest von     Anilin,     dessen     Alkyl-    und     Sulfonsäure-    oder     Carbonsäure-          derivaten,    von     niedrigen    Mono- und     Dialkylaminen     sowie den Rest von Ammoniak bedeutet;

       ferner        2,4,6-          Trichlorpyrimidin    und     2,4,6-Tribrompyrimidin    sowie  deren Derivate, welche in     5-Stellung    beispielsweise  folgende     Substituenten    tragen:       Methyl,        Äthyl,        Carboxy,          Carbonsäuremethyl-    oder     -äthylester,          Alkenyl,    z. B.     Allyl,        Chlorvinyl,          substituiertes        Alkyl,    z.

   B.     Carboxymethyl,     Chlor- oder     Brommethyl;          2,4,5,6-Tetrachlor-    oder     -Tetrabnompyrimiäin,          2,6-Dichlor-    oder     -Dibrompyrimidin        4-          carbonsäureäthyl-    oder     -methylester,          2,4,5-Trichlorpyrimidin,          2,4,5-Tribrompynmidin,          2,6-Dichlor-    oder     -Dibrompyrimidin,          2,4-Dichlor-5-chlormethyl-6-methylpyrimidin,          2,4-Dibrom-5-brommethyl-6-methylpyrimidin,

            2,4-Dichlor-5-chlormethylpyrimidin,          2,4-Dibrom-5-brommeithylpyrimidin,          2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin,          2,5,6-Tribrom-4-methylpyrimidin    sowie       2,6-Dichlor-4-trichlormethylpyrimidin.     Die     Reaktion    des     Phthalocyaninpolysulfonsäure-          chlorids    mit dem     Aminoazofarbstoff    und dem     Diamin     der Formel     (III)    kann in     organischer    Lösung oder  Suspension, z.

   B. in einem     inerten        organischen    Lö  sungsmittel, in     wässrigorganischer    oder vorzugsweise in       wäss        ,ger    Lösung oder Suspension ausgeführt werden.  Man arbeitet vorteilhaft bei niedriger Temperatur, z. B.  bei 0 bis 10  C, oder bei Raumtemperatur oder erhöhter  Temperatur, in schwach saurem, neutralem oder schwach  alkalischem Medium, z. B. im     pH-Bereich    6 bis 9, in  Gegenwart von :säurebindenden Mitteln.  



  Gegebenenfalls nach der     Kondensation    mit dem       Aminoazofarbstoff    und dem     Diamin    der Formel     (III)     noch vorhandene     Sulfonsäurechloridgruppen    werden     zu          Sulfonsäuregruppen    verseift oder mit Ammoniak oder  einem primären oder sekundären Amin     umgesetzt.     



  Der Ersatz des     Substituenten    X durch den reaktiven  Rest Z kann in einer Stufe erfolgen, wenn X für     ein     Wasserstoffatom steht; oder in zwei Stufen,     wenn    X für  einen     Acylrest    steht; im letzteren Fall wird die     Acyl-          gruppe    in einer ersten Stufe abgespalten, z. B. durch  Erhitzen mit einer verdünnten Mineralsäure,     vorzugs-          weise        mit    einer 4- bis 10 %     igen        Salz-    oder Schwefel  säure, bei 70 bis l00  C.  



  Die     Einführung    der Säurereste     erfolgt    in der Regel  am einfachsten durch Verwendung der     betreffenden          Säurehalogenide,    zum     Teil    auch der     Säureanhydride.     Man arbeitet vorzugsweise bei     niedrigen    Temperaturen,  z.

   B. bei 0 bis 20  C, und in Gegenwart     säurebindender     Mittel, wie     Natriumcarbonat,        Natriumhydroxyd,    Cal  ciumhydroxyd oder     Natriumacetat    bei .schwach saurer,       neutraler    oder schwach alkalischer Reaktion, beispiels  weise im     pH-Bereich    4 bis 9.

   Zur     Acylierung    können  die     Carbonsäurechloride    als solche oder in der doppelten  bis fünffachen Menge Benzol, Chlorbenzol,     Methyl-          benzol,        Dimethylbenzol    oder Aceton, gelöst in die     wäss-          rige,    gut     gepufferte    Lösung des die     Aminogruppe    tragen  den Körpers, eingetropft werden, z. B. bei einer Tem  peratur von 2-5  C. In gleicher Weise kann man auch  die     Acylierung    mit den     Anhydriden    durchführen.

        Die     Einführung    eines     Dihalogencyanurrestes    wird  am besten in     wässrigem    Medium bei etwa 0  C und bei  schwach saurer Reaktion, z. B. bei     pH-Werten    zwischen  3 und 5, vorgenommen. Man verwendet das     Cyanur-          halogenid    als solches in fester Form oder in einem  organischen Lösungsmittel gelöst, z. B. in Aceton.

   Für  die primären Kondensationsprodukte eines     Cyanu.r-          halogenides    wählt man am besten eine Temperatur von  30 bis<B>603</B> C und einen     pH-Wert    von 4 bis 6, während  für die     Di-,        Tri-    oder     Tetrahalogenpyrimidne    Tempe  raturen zwischen 40     und.    100  C am     geeignetsten        sind.     Müssen höhere Temperaturen als etwa 50  C ange  wendet werden, so ist es im Hinblick auf die Wasser  dampfflüchtigkeit einzelner     Halogenpyzimidine    angezeigt,

    in gegebenenfalls     mit    einem     Rückflusskühler    ausge  rüsteten Gefässen zu arbeiten. Die Reaktion kann in  schwach saurem, neutralem bis schwach alkalischem  Medium, vorzugsweise im     pH-Bereich    3     bis    9,     ausgeführt     werden.

   Zur     Konstanthaltung    des     pH-Wertes        wird    dem  Reaktionsgemisch entweder zu Beginn ein säurebinden  des Mittel, wie beispielsweise     Natriumacetat    oder ein       Phosphatpuffer,    zugesetzt oder man fügt während der  Umsetzung in kleinen Portionen Natrium- oder Kalium  carbonat bzw.     -bicarbonat    in fester,     pulverisierter    Form  oder als     wässrige    Lösung hinzu.

   Als     Neutralisationsmittel     eignen sich aber auch     wässrige    Lösungen von     Natrium-          oder        Kaliumhydroxyd.    Der Zusatz von geringen Mengen  eines Netz- oder     Emulgiermittels    zur Reaktionsmischung  kann die Umsetzungsreaktion     beschleunigen.     



  Die Reaktion mit den     halogenhaltigen        heterocycli-          schen    Verbindungen wird zweckmässig so geleitet, dass  nur     ein    Halogenatom mit einem austauschfähigen Was  serstoffatom der     Aminogruppe    reagiert.  



  Die gewonnenen, mindestens eine reaktive     Gruppe     enthaltenden     Phthalocyaninfarbstoffe    können aus ihren       wässrigen    Lösungen durch Zugabe von Salz abgeschie  den, hernach     abfiltriert,    gegebenenfalls gewaschen und  dann getrocknet werden.  



  Die neuen     Reaktivfarbstoffe    der     Phthalocyaninreihe,     welche 2 bis 3     wasserlöslichmachende        Gruppen,    vor  zugsweise     Sulfonsäuregruppen,    tragen, eignen sich gut  für das sogenannte     Ausziehverfahren    für     Cellulosefasern     und für das saure Färben von Wolle, Seide und syn  thetischen     Polyamidfasern.     



  Diejenigen     Reaktivfarbstoffe,    welche 4 oder mehr       wasserlöslichmachende        Gruppen,    vorzugsweise     Sulfon-          säuregruppen,    tragen, besitzen gute Löslichkeit in  Wasser, gute Stabilität in den Druckpasten und Klotz  lösungen, gute     Verträglichkeit    mit Salzen und Hart  wasser, gute     Reaktivität        mit    vegetabilischen Fasern,  animalischen und synthetischen     Polyamidfasern;

      sie  sind unempfindlich gegen     Schwermetallionen,    wie  Kupfer-, Eisen- und Chromionen, und reservieren  Acetat-,     Triacetat-,    Polyester-,     Polyaerylnitril-,        Poly-          vinylchlorid-,

          Polyvinylacetat-    und     Polyalkylenfasern.     Dank ihrer nur mässigen     Substantivität    ist der     unfixierte          Farbstoffanteil        aus    den     Drucken    oder Färbungen auf       Cellulosefasern    leicht     auswaschbar.    Die Farbstoffe  eignen sich dabei insbesondere zum     kontinuierlichen     Färben und     Bedrucken    von Fasern tierischer. Herkunft,  z. B. Wolle, Seide, von synthetischen     Polyamidfasern,     z. B.

   Nylon, von     Leder,    speziell aber von     Cellulose-          fasern,    z. B. Baumwolle, Leinen und von Fasern aus  regenerierter     Cellulose,    z. B.     Viskosereyon,    Zellwolle,  sowie von Gemischen und/oder Gebilden aus diesen  Fasern. Die optimalen     Applikationsbedingungen    sind je  nach der Art der Faser und der zur Anwendung ge-    langenden Farbstoffe verschieden. Tierische     Fasern    und  synthetische     Polyamidfasern    wird man vorzugsweise in  saurem, neutralem oder schwach alkalischem Medium  färben und     bedrucken    bzw. fixieren, z.

   B.     in    Gegen  wart von Essigsäure, Ameisensäure,     Schwefelsäure,          Ammoniumsulfat,        Natriummetaphosphat,    usw. Man  kann auch in Gegenwart von     Egalisiermitteln,    z. B.       polyoxäthylierten    Fettaminen oder von Gemischen der  selben mit     Alkylpolyglykoläthern,    essigsauer bis neutral  färben und am Schluss der Färbung das Bad durch  Zusatz von geringen Mengen eines     alkalisch    reagieren  den     Mittels,    z. B.

   Ammoniak,     Natrsumbicarbonat    oder       -carbonat,    oder Verbindungen, welche in der Hitze       alkalisch    reagieren, z. B.     Hexamethylentetramin,    Harn  stoff, bis zur neutralen oder schwach     alkalischen    Re  aktion abstumpfen. Hierauf     wird        gründlich    gespült und       gegebenenfalls    mit etwas Essigsäure     abgesäuert.     



  Die erhaltenen Färbungen besitzen gute Licht- und       Nassachtheiten;        (Wasch-,        Schweiss-,        Walk-,    Wasser-,  Meerwasser-,     Pottingechtheiten)    sowie gute     Reib-    und       Trockenreinigungsechtheiten    (organische Lösungsmittel).  



  Das Färben,     Klotzen    und     Bedrucken    bzw. Fixieren  der Farbstoffe auf     Cellulosefasern    erfolgt     vorteilhafter-          weise    in alkalischem Medium, z. B. in Gegenwart von       Natriumbicarbonat,        Natriumcarbonat,    Natronlauge, Kali  lauge,     Natriummetasilikat,        Natriumborat,        Trinatrium-          phosphat,    Ammoniak, usw.

   Zur     Vermeidung    von Re  duktionserscheinungen werden beim Färben,     Klotzen     oder     Bedrucken    der Fasern oft mit Vorteil milde     Oxy-          dationsmittel,    wie     1-nitrobenzol        3-sulfonsaures        Natrium-          zugesetzt.    Die     Fixierung    der Farbstoffe erfolgt auch bei  den     Cellulosefasern    in der Regel in der Wärme. Ein  Teil der Farbstoffe kann je nach der Reaktionsfähigkeit  der reaktiven     Gruppierungen    auch bei tiefen Tempe  raturen, z.

   B. 20 bis 40  C, gefärbt bzw.     fixiert    werden.  



  Der Zusatz gewisser     quaternierbarer    Amine, wie     Tri-          methylamin,        Triäthylendiamin,        oder    von     asymmetrischem          Dimethyl'hydrazin,    vorzugsweise in     stöchiometrischen     Mengen, beschleunigt die     Fixierung    des Farbstoffes auf  der Faser, so     d'ass    die Fixiertemperatur erniedrigt und/  oder die     Fixierdauer    verkürzt werden können.  



  Die Färbungen und     Drucke    auf     Cellulosefasern     zeichnen sich durch gute Lichtechtheit, hervorragende       Nassechtheiten        (Wasch-,    Schweiss-, Wasser-,     Meerwasser-          und        Alkaliechtheiten)    sowie Reib- und     Trockenreini-          gungsechtheiten    aus. Diese sind in der     Bildung    einer  stabilen chemischen Bindung     zwischen    dem Farbstoff  molekül und dem     Cellulosemolekül    begründet.

   Oft  nimmt nicht die gesamte     Farbstoffmenge    an der chemi  schen Umsetzung mit der Faser teil. Der Anteil des  nicht umgesetzten Farbstoffes wird in diesen Fällen  durch geeignete Operationen, wie Spülen und/oder  Seifen, gegebenenfalls unter Anwendung von höheren       Temperaturen,    von der Faser entfernt, wobei auch  synthetische Waschmittel, z.

   B.     Alkylarylsul'fonate,        Na-          triumlaurylsulfat,        Natriumlaurylpolyglykoläthersulfat,    ge  gebenenfalls     carboxymethylierte        Alkylpolyglykoläther          sowie    Mono- und     Dialkylphenylpolyglykoläther,    Ver  wendung finden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in     Celsiusgraden    angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  89,6 Teile     Kupferphthalocyanin-4,4',4",4"'-tetra-          sulforLsäure    werden in 270 Teile     Chlorsulfonsäure    ein  getragen und während 1 Stunde auf 120  erhitzt. Dann      lässt man die     Temperatur    auf 70-75  sinken und     gibt          langsam    90 Teile     Thionylchlorid    zu. Man rührt 3 Stun  den bei 70-75  und fällt dann die Masse auf Eis.

   Das       ausgefallene        Sulfonsäurechlorid    wird abgerutscht, mit       verdünnter    Salzsäure gewaschen und mit 300 Teilen Eis  und 700 Teilen Wasser wieder angerührt. Dann setzt  man 18,8 Teile     1,4-Dianllnobenzol-2-sulfonsäure    und  35,7 Teile     4-Amino-1,1'-azobenzol-2',5'-disulfonsäune    zu  und neutralisiert das Gemisch     mit        Natriumhydroxyd-          lösung.    Hierauf setzt man 80     Teile        Natriumbicarbonat     zu und rührt 48 Stunden bei einer von 0 auf 20   ansteigenden Temperatur.

   Der Farbstoff     wird    durch  Zusatz von     Salzsäure    abgeschieden, abgerutscht und mit  verdünnter     Salzsäure    gewaschen. Der Filterkuchen wird  mit 1000 Teilen Wasser     angerührt.    Durch Zusatz von       Natriumhydroxydlösung    stellt man den pH-Wert auf 7.  Dann     erhitzt    man die Lösung auf 70-$5  und fügt  21,2     Teile        2,4-Dichlor-5-chlormethyl-6-methylpyrimidin     zu und hält den     pH    Wert durch allmählichen Zusatz  von verdünnter     Natriumhydroxydlösung    auf 7 bis B.  Sobald kein Alkali mehr verbraucht wird, ist die Kon  densation beendet.

   Der Farbstoff wird durch Zusatz  von     Natriumchlorid    abgeschieden, abgerutscht und bei  80  im Vakuum getrocknet.  



  <I>Färbevorschrift</I>  Man löst 3     Teile    des nach der     oben@stehenden    Be  schreibung erhaltenen Farbstoffes in 100 Teilen warmem  Wasser, dem man 10 Teile Harnstoff     zusetzt.    Man  gibt noch 30 Teile einer 10%igen     Natriumcarbonat-          lösung    und 0,5 Teile     1-nitrobenzol-3-sulfonsaures    Na  trium zu. Mit     dieser    Lösung wird ein     Zellwollgewebe     so imprägniert, dass es<B>75%</B> seines Gewichtes an     Farb-          s.tofflösung    aufnimmt.

   Nach dem Trocknen wird das  Gewebe während 5 bis 10 Minuten bei 102      feucht     gedämpft, hierauf gespült und während 15 Minuten  kochend geseift. Nach dem Trocknen erhält man eine  grüne Färbung von sehr guter Wasch- und Lichtechtheit.    <I>Beispiel 2</I>  57,6 Teile     Kupferphthalocyanin        werden    in 270  Teile     Chlorsulfonsäure    eingetragen. Man     erhitzt    die  Lösung auf 140  und hält sie eine Stunde auf 140 .  Dann lässt man die Temperatur auf 70-75  sinken  und gibt langsam 75 Teile     Thionylchlorid    zu. Man  rührt 3 Std. bei 70-75  und fällt     dann    die Masse auf  Eis.

   Das ausgefallene     Sulfonsäurechlorid    wird     abge-          nutscht,        mit        verdünnter        Salzsäure    gewaschen und mit  300 Teilen Eis und 700 Teilen Wasser wieder     angerührt.     Man     versetzt    diese     Suspension    mit 15     Teilen        1-Amino-3-          acetylaminobenzol    und neutralisiert sie mit verdünnter       Natriumhydroxydlösung.    Während den nächsten 3 Stun  den hält man den     pH-Wert    auf 7,

   indem man allmählich  verdünnte     Natriumhydroxydlösung        zusetzt.    Dann fügt  man 35,7 Teile     4-Amino-1,1'-azobenzol-2',5'-disulfon-          säure    und 80 Teile     Natriumbicanbonat    zu und     rührt    48  Stunden bei     Zimmertemperatur.    Hierauf     erhitzt    man die  Lösung auf 80-85 , gibt 250 Teile 30%ige     Salzsäure     zu und rührt 3 Stunden bei dieser Temperatur. Der  ausgefallene     Aminofarbstoff    wird dann abgerutscht und  mit     verdünnter        Salzsäure    gut ausgewaschen.

   Der Filter  kuchen wird mit 600     Teilen    Wasser wieder     angerührt     und mit     Natriumhydroxydlösung    neutralisiert. Die Lö  sung wird auf<B>0-51</B> abgekühlt und mit 18,4 Teilen       Cyanurchlorid    versetzt. Durch     allmählichen    Zusatz einer  Lösung von     Natriumcarbonat        wird    der     pH-Wert    auf  4-5 gehalten. Sobald kein Alkali mehr verbraucht     wird,       ist die Kondensation beendet. Man scheidet den Farb  stoff durch Zusatz von     Natriumehlorid    ab, rutscht ihn  ab und trocknet     ihn    im Vakuum bei 40 .  



  Behandelt man den in diesem Beispiel     erhaltenen          Dichlortriazinylfarbstoff    mit     einer        verdünnten        wässrigen          Ammoniaklösung    einige Stunden     bei    40-50 , so ge  winnt man den entsprechenden     Monochlortriazinylfarb-          stoff.    Dieser stellt nach dem Ausfällen     mittels    Natrium  chlorid,     Abfiltrieren    und Trocknen ein grünes Pulver  dar, welches sich in     Wasser    mit     grüner    Farbe löst.  



  Man     .erhält    den gleichen     Monochlortriazinylfarbstoff,     wenn man die 18,4 Teile     Cyanurchlorid    durch 16,5  Teile     2,4-Dichlor-6-amino-1,3,5-triazin    ersetzt und die  Umsetzung bei 40-50  und einem     pH-Wert    von 5-6  ausführt.  



  <I>Druckvorschrift</I>       Mexcerisiertes    Baumwolltuch wird     mit    einer Druck  paste der folgenden Zusammensetzung     bedruckt:     
EMI0005.0101     
  
    30 <SEP> Teile <SEP> des <SEP> Monochlortriazinylfarbstoffs
<tb>  100 <SEP> Teile <SEP> Harnstoff
<tb>  395 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb>  450 <SEP> Teile <SEP> einer <SEP> 3 <SEP> % <SEP> igen <SEP> Natriumalginatverdickung
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> 1-nitrobenzol-3-sulfonsaures <SEP> Natrium
<tb>  15 <SEP> Teile <SEP> Natriumcarbonat
<tb>  1000 <SEP> Teile <SEP> total       Das getrocknete Textilgut wird während 10 Minu  ten bei 102-104  gedämpft und anschliessend kalt und  warm gespült.

   Nach dem kochenden Seifen mit an  schliessendem erneutem Spülen und Trocknen erhält  man einen grünen Druck von sehr guter Nass- und       Lichtechtheit.     



  <I>Beispiel 3</I>  Die aus 57,6 Teilen     Kupferphthalocyanin    nach den  Angaben des Beispiels 2 erhaltene feuchte Paste von       Kupferphthalocyanin    -     3,3',3",3"'-tetrasulfonsäurechlorid          wird    in     ein    Gemisch aus 300 Teilen Eis und 700 Teilen  Wasser eingerührt. Man versetzt das Gemisch mit 18,8  Teilen     1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure    und 35,7 Teilen       4-Amino-1,1'-azobenzol-2',5'-disulfonsäure    und neutrali  siert es mit 30 %     iger        Natriumhydroxydlösung.     



  Dann gibt man 7 Teile 25 %     ige        Ammoniaklösung     und 60 Teile     Natriumbicarbonat    zu und rührt 30 Stun  den bei Raumtemperatur. Nach dieser Zeit erwärmt man  die Lösung auf 60 , scheidet den Farbstoff durch  Zugabe von     Natriumchlorid    ab,     filtriert    diesen ab und  wäscht ihn mit     Natriumchloridlösung.    Man löst die       Farbstoffpaste    in 1200 Teilen Wasser von 50 , ver  setzt die Lösung mit 21,2 Teilen     2,4-Dichlor-5-chlor-          methyl-6-methylpyrimidin,

      erhitzt sie weiter auf 80   und     rührt        sie    so lange bei 80-90 , bis keine freie     Amino-          gruppe    mehr nachweisbar ist. Während dieser Zeit wird  der     pH-Wert    des Gemisches durch allmähliche Zugabe  einer 20 %     igen        Natriumcarbonatlösung    auf 6-7 ge  halten.

   Hierauf scheidet man den Farbstoff     durch     Zugabe von     Natriumchlorid    aus,     filtriert    ihn bei etwa  30  ab, wäscht ihn mit     Natriumchloridlösung    und  trocknet     ihn.    Nach dem Mahlen hat man ein grünes  Pulver, das sich in Wasser mit     grüner        Farbe    löst und       Cellulosefasem    nach dem     Färbeverfahren    des Beispiels 1  in grünen licht-, wasch-, schweiss-,     wasser-    und reib  echten Tönen färbt.  



  Ersetzt man in diesem Beispiel die 57,6 Teile     Kupfer-          phthalocyanin    durch 57,1 Teile     Nickelphthalocyanin,    so  erhält man einen     Farbstoff    mit sehr guten     Nasseehtheiten     und einer vorzüglichen Lichtechtheit.      <I>Beispiel 4</I>  Nach den Angaben des Beispiels 2 bereitet man eine       Farbstofflösung,    welche 65 Teile des     Farbstoffs.    der  Formel  
EMI0006.0003     
    in 700 Teilen Wasser gelöst enthält.

   In diese auf 0 bis       5'-    abgekühlte und gut     gerührte    Lösung tropft man bei  0-5'y 8 Teile     Chloracetylehlorid    ein und     hält    den     pH-          Wert    zwischen 4 und 6 durch Zugabe einer 10 %     igen          Natriumcarbonatlösung.    Wenn man keine     freie        Amino-          gruppe    mehr nachweisen kann, ist die Reaktion be  endet; man fällt den Farbstoff mit     Natriumchlorid    aus,  saugt ihn ab und .trocknet ihn bei 40  im Vakuum.  



  <I>Färbevorschrift</I>  In 4000 Teilen Wasser von 40  löst man 2 Teile  des obigen Farbstoffs. Nach Zugabe von 2 Teilen       100,"')iger    Essigsäure     bringt    man 100     Teile        Wolltuch     in das Bad, erhitzt es in 15-20 Minuten auf 100   und hält es während 45-60 Minuten auf 100 . Nach  Abkühlung auf 85-90  setzt man 3 Teile     25%iges     Ammoniak oder 3 Teile     Hexamethylentetramin        hinzu     und hält das Färbebad während 20 Minuten bei 90 .  Das gefärbte Wolltuch wird aus dem Bad heraus-    genommen, gründlich gespült, wobei man in einer  Passage etwas Essigsäure zusetzt, und getrocknet.

   Man  erhält eine<I>egale</I> grüne Färbung von guten Licht-,  Wasch-,     Schweiss-,    Reib- und     Trockenreinigungsecht-          heiten.     



  Die folgende Tabelle enthält weitere erfindungs  gemässe Farbstoffe der Formel (I), welche nach den  Angaben der Beschreibung und der Beispiele 1 bis 4  erhalten werden. In der Tabelle     sind    sie     durch    das       Phthalocyanin,    das dem Rest PC     zugrunde    liegt und  die Stellungen der     Substituenten    (Spalte I), den     Amino-          azofarbstoff   
EMI0006.0033  
   (Spalte     1I),    den Rest R2 (Spalte     III)     die dem     Rest    Z zugrunde liegende     Reaktivkomponente     (Spalte IV), die Symbole     Ai,

          A2,    w, m, n, p, q (Spalten  V bis XI) und den Farbton der Färbung auf Baumwolle  oder Wolle (Spalte     XII)    gekennzeichnet.    
EMI0007.0001     
    
EMI0008.0001     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Hegestellung wasserlöslicher Reaktiv farbstoffe der Phthalocyaninreihe der Formel EMI0009.0003 worin PC einen Phthalocyaninrest, A1 ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls sub stituierten Kohlenwasserstoffrest, A_, ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls sub stituierten Kohlenwasserstoffrest, A ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls sub stituierten Kohlenwasserstoffrest,
    R1 den Rest eines Azofarbstoffs, R2 einen gegebenenfalls substituierten, zweiwertigen aliphatischen, aromatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Rest oder zusammen mit Al, As und den beiden N einen zweiwertigen heterocycli- schen Rest, w eine gegebenenfalls mono- oder disubstituierte Aminogruppe, und Z einen Acyl oder Azinylrest,
    der zur chemischen Bin dung mit dem Substrat befähigt ist, bedeuten, worin m, n, p und q je einen Wert von: mindestens 1 und höchstens 3 haben und die Summe m + n + p + q mindestens 4 und höchstens 6 beträgt und worin der Farbstoff der Formel (1) die zur Wasserlöslichkeit notwendige Anzahl wasserlöslichmachender Gruppen enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines Phthalocyaninpolysulfonsäurechlorids der Formel PC-(SO2-C1),;
    -2 (11) worin s die Summe m + n + p + q bedeutet, oder eines Gemisches derselben gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit q Mol eines Aminoazofarbstoffs der Formel EMI0009.0039 mit p Mol eines Dmamins der Formel EMI0009.0042 worin X Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substi tuierten Acylrest bedeutet, mit (m-1) Mol Wasser und mit (n-1)
    Mol eines Amins H-w umsetzt und im Re aktionsprodukt den Substituenten X durch den reaktiven Rest Z ersetzt, wobei die Ausgangsprodukte so aus zuwählen sind, dass der Endfarbstoff die zur Wasser- löslichkeit notwendige Anzahl wasserlöslichmachender Gruppen enthält.
CH1776662A 1962-03-09 1962-03-09 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe CH447435A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1776662A CH447435A (de) 1962-03-09 1962-03-09 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH288362A CH421348A (de) 1962-03-09 1962-03-09 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe
CH1776662A CH447435A (de) 1962-03-09 1962-03-09 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH447435A true CH447435A (de) 1967-11-30

Family

ID=25691630

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1776662A CH447435A (de) 1962-03-09 1962-03-09 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH447435A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2840380C2 (de) Faserreaktive Azofarbstoffe
DE69810765T2 (de) Fasereaktive disazofarbstoffe
CH447435A (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe
EP0832940B1 (de) Farbstoffmischungen, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE1419876A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinfarbstoffen
DE2239919C3 (de) Kupferhaltige, faserreaktive Disazoverbindungen, ihre Herstellung und Verwendung zum Färben und Bedrucken von natürlicher und regenerierter Cellulose
DE1245515B (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher reaktiver Disazofarbstoffe
CH515315A (de) Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven, schwermetallhaltigen Formazanfarbstoffen
CH553843A (de) Verfahren zur herstellung metallhaltiger reaktivfarbstoffe.
CH421348A (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe
DE1112229B (de) Verfahren zur Herstellung von reaktiven Azofarbstoffen
CH463660A (de) Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Reaktivfarbstoffe
DE1569827A1 (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Reaktivfarbstoffe der Phthalocyaninreihe
CH358060A (de) Aus thermoplastischem Kunststoff gebildetes, insbesondere zum Aufhängen von Wäsche dienendes Seil
CH476816A (de) Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Phthalocyaninreihe
CH460209A (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferkomplexverbindungen von Reaktivfarbstoffen
CH485820A (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, kupferhaltiger Reaktivfarbstoffe
CH463668A (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe
CH452081A (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Reaktivfarbstoffe
CH468512A (de) Verfahren zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Textilmaterial mit reaktiven,metallisierten Monoazofarbstoffen
DE2842687A1 (de) Faserreaktive azofarbstoffe
CH364854A (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinfarbstoffen
CH477531A (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Reaktivfarbstoffe
DE1275709B (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher, metallhaltiger reaktiver Disazofarbstoffe
DE1644077A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer Kupferkomplexverbindungen