CH451960A - Verfahren zur selektiven Abspaltung von Sulfenyl-Schutzgruppen aus N-Sulfenyl-Aminosäurederivaten - Google Patents

Verfahren zur selektiven Abspaltung von Sulfenyl-Schutzgruppen aus N-Sulfenyl-Aminosäurederivaten

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CH451960A
CH451960A CH1180364A CH1180364A CH451960A CH 451960 A CH451960 A CH 451960A CH 1180364 A CH1180364 A CH 1180364A CH 1180364 A CH1180364 A CH 1180364A CH 451960 A CH451960 A CH 451960A
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sulfenyl
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Description


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    Verfahren      zur   selektiven Abspaltung von    Sulfenyl-Schutzgruppen   aus    N-Sulfenyl-Aminosäurederivaten   Bei der Synthese von    Peptiden   durch Kupplung von    Aminosäuren   oder    Peptiden   müssen im allgemeinen    die   an der Kupplungsreaktion nicht beteiligten funktionellen Gruppen geschützt werden.

   So können beispielsweise    Carboxyl@gruppen   durch    Veresterung,   die    Merkaptogruppe   durch    Benzylierung   oder    Tritylierung   blockiert werden.    Zum   Schutz der    Aminogruppen   stehen die    Carbobenzoxygruppe   und davon. abgeleitete farbige Schutzgruppen, die    Toluolsulfonylgruppie,   der    Phthalyl-   und    Formylrest,   die    tert.-Butyloxycarbonyl-      gruppe,   die    Tritylgruppe   u. a. zur Verfügung. Die zur Blockierung verwendeten Gruppen müssen am Ende der Synthese ohne Beeinträchtigung des Moleküls abspaltbar sein.

   Wird ein    Peptid   in mehreren Stufen aufgebaut, so muss nach jeder einzelnen Kondensationsreaktion eine geschützte    Amino-   oder    Carboxylgruppe   wieder in Freiheit gesetzt werden, damit an dieser Stelle ein weiteres    Aminosäurederivat   (wobei unter    Aminosäurederivaten   auch    Pepitide   zu verstehen sind)    ankondensiert   werden kann, während alle übrigen Schutzgruppen, vor allem auch diejenigen der Seitenketten, intakt bleiben sollen. Die erwähnte Gruppe muss also selektiv    abspaltbar   sein. 



  Eine Ausführungsform der    Peptidsynthese,   die. man insbesondere anwendet, um    Racemisierung   zu vermeiden, besteht darin, dass man das,    Peptid   vom    Carboxy-      lende   her aufbaut, indem man die einzelnen    Aminosäu-      ren,   deren    a-Aminogruppe   geschützt ist, der Reihe nach    ankondensiert   und nach jeder Kondensation die    a-Amino-Schutzgruppe   abspaltet.

   Ein neues Verfahren dieser Art ist die sogenannte    Feststoffträgersynthese,   bei der die    Endcarboxylgruppe   durch eine    Esterbin-      dung   mit einem    hydroxylgruppenhaltigen   Polymeren, beispielsweise einem    Copolymeren   von    Styrol   und    Divinylbenzol,   das durch    Hydroxymethylgruppen   teilweise substituiert ist, verknüpft ist    (vgl.      Merrifield,   J. Am.    Chem.      Soc.   85, 2149 [1963]). 



  Als Kupplungsmethoden haben sich bei der Synthese vom    Carboxylende   her die Methode der aktivierten Ester, die Methode der gemischten    Anhydride   und die    Carbodiimidmethode   bewährt. Die Wahl geeigneter Schutzgruppen bietet jedoch Schwierigkeiten, insbesondere, wenn das    Peptid   funktionelle Gruppen in den Seitenketten aufweist. Die    Carbobenzoxygruppe,   die sich durch    Hydrogenolyse   selektiv gegenüber verschiedenen anderen Schutzgruppen, z.

   B.    tert.-Butyloxycar-      bonyl,      Trifluoracetyl,   abspalten liesse, kommt nicht in Betracht, wenn das zu synthetisierende    Peptid   schwefelhaltige    Aminosäuren,   wie    Methionin   oder    Cystein,   enthält. Durch stark alkalische Mittel, wie Natrium in flüssigem Ammoniak    abspaltbare   Gruppen, z. B.    Toluolsulfonyl,   können meist bei    langkettigen,   empfindlichen    Peptiden   nicht verwendet werden. Auch stark saure Mittel, z. B. Salzsäure., wie sie zur Abspaltung der    Formylgruppe   erforderlich ist, greifen in den meisten Fällen das    Peptid   zu stark an.

   Die    Trityl-      gruppe,   die unter milden Bedingungen durch Säuren    abspaltbar   ist, kann wegen    sterischer   Hinderung bei der Kupplung nach der Methode der aktivierten. Ester und der gemischten:    Anhydride   nicht verwendbar werden (ausser beim    Glycin)   und führt auch bei der    Car-      bodiimidmethode   zu schlechten Ausbeuten. Weitere Nachteile der    Tritylgruppe   sind Schwierigkeiten bei ihrer Einführung und Instabilität    Trityl-geschützter      Verbindungen.   



  Von    Zervas   et    a1.   wurde nun vorgeschlagen, als    a-Amino-Schutzgruppe   bei    Peptidsynthesen   die    Sulfe-      nylgruppe,   z. B.    Triphenylmethylsulfenyl   oder    o-Nitro-      phenylsulfenyl,   zu verwenden (vgl. J. Am.    Chem.      Soc.   85, 3660 [1963]).

   Diese Gruppe ist, wie die    Trityl-      gruppe,   unter milden sauren    Bedingungen      abspaltbar,   ohne jedoch die ungünstigen Eigenschaften des    Trityl-      restes   hinsichtlich Einführung, Stabilität und Kupplung zu    besitzen.   Weitere Vorteile sind die sehr gute    Kristal-      lisationsfähigkeit   der    Sulfenylderivate   und die Farbigkeit der    Nitrophenylsulfenylderivate.   



  Zur Abspaltung der    Sulfenylgruppe   kann nach    Zer-      vas   Chlorwasserstoff in Alkohol oder nichtpolaren Lösungsmitteln, bei Raumtemperatur verwendet werden.. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei grösseren Pep- 

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    tiden,   die in der Seitenkette in saurem Medium abspaltbare    Schutzgruppen   enthalten, z. B. die    tert.-Buty-      loxycarbonylgruppe,   mit der Abspaltung der    Sulfenyl-      gruppe   teilweise auch die    Seitenketten-Schutzgruppe,      insbesondere   die    tert.-Butyloxycarbonylgruppe,   abgespalten wird.

   Von    Zervas   ist auch Essigsäure zur Abspaltung der    Sulfenylgruppe   vorgeschlagen worden; die Abspaltung verläuft jedoch sehr langsam und ergibt ein durch zahlreiche    Umwandlungsprodukte   des    Sulfenyl-      restes   verunreinigtes Gemisch, das schwer zu reinigen ist. 



  Es wurde nun gefunden, dass die    Sulfenylgruppe      wesentlich   rascher und besser selektiv abgespalten    wird,   wenn man die eine solche    Amino-Schutzgruppe   enthaltenden    Aminosäurederivate,   die mindestens eine andere    säurelabile      Schutzgruppe   aufweisen mit einer schwachen anorganischen Säure, die mit der entsprechenden    Sulfensäure   ein gemischtes    Anhydrid   zu bilden vermag, behandelt. 



  Die    Sulfenyl-Schutzgruppe   ist eine Verbindung der Formel    R-S-,   worin R für    Aralkyl   oder    Aryl,   das vorzugsweise durch negative    Substituenten   substituiert ist, steht. Die    Sulfenylgruppe   ist insbesondere eine    Trityl-,      o-Nitrophenyl-,      p-Nitrophenyl-   oder    o,p-Dinitrophenyl-      gruppe.   



  Schwache anorganische Säuren, die mit dem    Sulfe-      nylrest   ein gemischtes    Anhydrid   zu bilden vermögen, sind in erster Linie die    Cyanwasserstoffsäure   und die    Thioschwefelsäure,   ferner    schweflige   Säure und Schwefelwasserstoff. 



  Die    erfindungsgemässe   Reaktion wird vorzugsweise in Gegenwart einer schwachen    organischen   Säure, z. B. einer niederen    Alkansäure   wie Essigsäure, durchgeführt. Sie verläuft in schwach saurer Lösung schon bei Raumtemperatur sehr rasch und vollständig. Es werden, insbesondere bei Verwendung von Blausäure, keine schwer    abtrennbaren   Nebenprodukte gebildet. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ist, dass es gestattet, die    Sulfenylgruppe   in Gegenwart säurelabiler    Gruppen,   z. B. der    tert.-Butyloxycarbonylgruppe,   selektiv abzuspalten, ohne dass diese Gruppe auch nur im mindesten angegriffen werden.

   Man kann daher bei der Synthese von    Peptiden,   die basische    Aminosäuren,   wie    Lysin   oder    Ornithin   enthalten, die    Aminogruppen   der    Seitenkette   durch die    tert.-Butyloxycarbonylgruppe,   die    a-Aminogruppe   der    anzukondensierenden   Aminosäure oder des    anzukondensierenden      Peptids   durch die    Sulfenylgruppe   schützen. Nach der Kondensation lässt sich die    a-Aminogruppe   des gebildeten    Peptids   nach dem erfindungsgemässen Verfahren unter vollständiger    Erhaltung   der    tert.-Butyloxycarbonylgruppen   abspalten.

   Ebenso kann die    Sulfenylgruppe   in Gegenwart einer    Trityl-geschützten      Merkaptogruppe   selektiv abgespalten werden. Die genannte Verwendung der    N-SuI-      fenyl-Schutzgruppe   neben der    tert.-Butyloxycarbonyl-      gruppe   zum Schutze von    Aminogruppen   der Seitenkette eignet sich insbesondere auch für die    Feststoffträ-      gersynthese.   Hierbei verwendet man vorzugsweise    Thioschwefelsäure,   weil die Reaktion damit besonders schnell verläuft. 



  In den folgenden Beispielen wird die Abspaltung der    Sulfenylgruppe   aus verschiedenen    Aminosäuren      gezeigt.   In gleicher Weise wird die    Sulfenylgruppe   auch aus    Sulfenyl-geschützten      Peptiden   abgespalten.. Weitere Beispiele zeigen den Aufbau von    Peptiden   unter Verwendung der    Sulfenyl-Schutzgruppe,   vor allem auch in Gegenwart der    tert.-Butyloxycarbonylgruppe.   Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



  Beispiel 1    L-Valyl-L-phenylalaninmethylester-      hydrochlorid   aus    o-Nitrophenylsulfenyl-L-      valyl-L-phenylalanin-methylester.   0,4 g (0,93    mMol)      o-Nitrophenylsulfenyl-L-valyl-      L-phenylalanin-methylester   (vgl. J. Am.    Chem.      Soc.   85, 3660 et    seq.   [1963]) werden in 20 ml einer    5,6-proz.   2-n. Lösung von    Cyanwasserstoffsäure   in Methanol gelöst. Die klare, gelbe Lösung wird mit 5 ml Eisessig versetzt und in    verschlossenem   Kolben während 16 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen.

   Danach zeigt die    dünnsch.ichtchromatographische   Analyse einer Probe der nunmehr stark aufgehellten Lösung, dass vollständige Abspaltung der    o-V'itrophe-      nylschutzgruppe   eingetreten ist. Das Reaktionsgemisch wird am Vakuum bis fast zur Trockne eingeengt, der Rückstand mit 20 ml trockenem Äther aufgenommen und der hellgelben, fast klaren Lösung 2 ml einer 2-n. Lösung von Chlorwasserstoff in Essigester zugesetzt. Es bildet sich eine ölige Fällung, welche beim Anreiben zu einer kristallinen Masse erstarrt. Die festen Anteile werden    abfiltriert,   mit 10 ml trockenem Äther verrieben und erneut filtriert.

   Auf diese Weise werden 230 mg (78,8    0lo   d.    Th.)      chromatographisch   reines    L-Valyl-L-phenylalanin-methylester-hydrochlorid,   F. 197-199 , erhalten. 



  Aus den Filtraten können nach Eindampfen 163 mg (96,7 d.    Th.)   hellgelbes, fast reines    o-Nitro-      phenylrhodanid,   F. 130-132 , erhalten werden, welches nur noch eine Spur    L-Valyl-L-phenylalanin-me-      thylester-hydrochlorid   enthält. 



  Beispiel 2    N±-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-      methylester-acetat   aus Na-o-Nitrophenylsulfenyl-    NE-tert.-butyloxycarbonyl-L-      lysin-methylester.   1,24 g (3    mMol)      Na-o-Nitrophenylsulfenyl-      Ne-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   werden in 60 ml einer    5,6-proz.   2-n. Lösung von    Cyanwasser-      stoffsäure   in Methanol gelöst. Die klare, gelbe Lösung wird mit 15 ml Eisessig versetzt und in verschlossenem Kolben während 16 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen.

   Die    dünnschichtehromatographische   Analyse einer Probe der Lösung zeigt, dass die    o-Ni-      trophenylsulfenylschutzgruppe   vollständig abgespalten ist, während die    tert.-Butyloxycarbonylschutzgruppe   nicht angegriffen wird. Das    Reaktionsgemisch   wird sodann am Vakuum bis fast zur Trockne eingeengt und der Rückstand mit 50 ml Äther und 5 ml 2-n. Essigsäure aufgenommen. Die wässrige Schicht wird abgetrennt und die Ätherschicht (I) noch zweimal mit je 5 ml 2-n. Essigsäure extrahiert. Die vereinigten    wässrig-essigsauren   Extrakte werden am Vakuum zu einem öligen    Sirup   eingeengt, der zur Entfernung des restlichen Wassers und der Essigsäure zweimal mit je 5 ml Benzol verrieben und jeweils wieder zur Trockne verdampft wird.

   Nach Trocknen am Hochvakuum bei    30#7'   erstarrt der    ölige   Rückstand zu einer farblosen, kristallinen Masse, welche mit Äther verrieben und filtriert wird. So werden 0,54 g (56,4    0,'o   d.    Th.)      Ne-tert.-      Butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester-acetat      (II)   als weisses Kristallpulver, F.    79-81',   erhalten.

   Aus dem Ätherfiltrat kann durch Einengen,    Abfiltrieren   der--aus- 

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 geschiedenen Kristalle und Waschen mit Äther eine    zweite      Fraktion      von      11,      (245      mg      =      27,6      %      d.      Th.)      in   Form eines leicht bräunlichen Kristallpulvers vom F. 77-79  gewonnen werden.

   Beide Fraktionen sind    ge-      mäss      Dünnschichtchromatogramm   auf    Silicagel-Schich-      ten   im System I =    tert.-Amylalkohol-i-Propanol-Was-      ser   (100:40:10) einheitlich    (Rf   = 0,35). Insbesondere kann kein    L-Lysin-methyl-ester   oder    L-Lysin      (Rf   = 0,0 im angegebenen System für beide Substanzen) nachgewiesen werden. 



  Die Ätherphase I wird über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Dabei werden 0,56 g (100 0/0 d.    Th.)      o-Nitrophenylrhodanid,   F. 130-133 , erhalten. Es enthält noch Spuren von    Na-tert.-Butyloxycarbo-      nyl-L-lysin-methyl-ester.   



  Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: a) 4,08 g (7,4    mMol)   des    Kupfer-(II)-Komplex   von    Ne-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin   werden in 37,2 ml 2-n. Natronlauge suspendiert. Dazu werden unter Rühren und    allmählichem   Erwärmen auf    40-45    insgesamt 2,22 g (14,76    mMol)      D-Weinsäure   in mehreren Portionen zugesetzt. Nach etwa 30 Minuten ist eine klare, intensiv blaue Lösung entstanden, der man in mehreren Portionen insgesamt 0,55 g (7,38    mMol)      Thioace-      tamid   zufügt. Das ausgefallene, dunkelbraune Kupfersulfid wird über    Celite      abfiltriert   und die klare, leicht gelbe Lösung auf 30 ml eingeengt.

   Nach Zusatz von 75    ml      Dioxan   gibt    man,   3,2 g (17    mMol)      o-Nitrophe-      nylsulfenylchlorid   in mehreren Portionen zu. Die dunkelgrüne Suspension wird während 15 Minuten bei Raumtemperatur    gerührt,   sodann mit 150    ml   Wasser verdünnt, filtriert, mit 150 ml Äther    überschichtet   und extrahiert. Die Ätherschicht wird    verworfen,   die    wäss-      rige   Phase noch einmal mit 1.50 ml Äther extrahiert und sodann bei 0  mit 1-n. Schwefelsäure auf    pH   = 1-2 gestellt. Die Lösung wird sofort zweimal mit je ca. 150    m1   eiskaltem    Äther   extrahiert.

   Man wäscht die Ätherextrakte mit 100 ml gesättigter    Kochsalzlösung   neutral,    trocknet   sie über    Magnesiumsulfat      und   engt sie auf etwa 30 ml ein. Zu der klaren, intensiv gelben Lösung fügt man    sodann,   3,5 ml (19    mMol)      Dicyclohe-      xylamin,   wonach sofort    Kristallisation   eintritt.

   Die Kristalle werden nach kurzem Stehen    abfiltriert,      mit   reichlich trockenem Äther gewaschen und    getrocknet.   Auf    diese      Weise      werden      7,59      g      (88,5      %      d.      Th.)   Na-o-Ni-    trophenylsulfenyl-NE-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-di-      cyclol#.exylammoniumsalz   von F.    198-2011'   erhalten. Aus Methanol umkristallisiert schmilzt die Substanz dann bei 197,5-198,5 ; sie ist    chromatographisch   einheitlich. 



  b) Aus 3,98 g (6,87    mMol)   des obigen Salzes wird mittels wässriger    Zitronensäure   in Essigester die freie Säure    hergestellt.   Diese wird in 10 ml trockenem Äther gelöst und die Lösung mit 15,3 ml einer 0,46-m. Lösung von    Diazomethan   in Äther versetzt. Man lässt das Reaktionsgemisch 15 Minuten lang bei Raumtemperatur stehen, wäscht    dann,   mit Wasser, 1-n. Zitronensäure und 1-n.    Kaliumbicarbonat   und Wasser, trocknet die ätherische Lösung über Natriumsulfat und dampft sie zur Trockne ein. Auf diese Weise werden 2,82 g (99,3    o/a   d.    Th.)      Na-o-Nitrophenylsulfenyl-NE-tert.-bu-      tyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   erhalten.

   Nach    Umkristallisieren   aus    Äther/Petroläther   schmilzt die    Substanz      bei      71-72 .      [a]DZo      =      -32 0,4       (c      =   3    %,      DMF).   Die Verbindung ist    chromatographisch   einheitlich:

   Beispiel 3 NE-tert.-Butyloxycarbonyl-L-    lysyl-Nf-tert.-butyloxycarbonyl-L-      lygin-methylester-monochloracetat   aus Na-o-Nitrophenyl-sulfenyl-NE-    tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl-Nf-tert.-butyl-      oxycarbonyl-L-lysin-methylester.   0,32 g (0,5    mMol)   Na-o-Nitrophenylsulfenyl-NE-    tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl-Ns-tert.-butyloxycarbon-      yl-L-lysin-methylesterwerden   in 15    ml   einer    5,6-proz.   2-n. Lösung von    Cyanwasserstoffsäure   in Methanol gelöst. Nach Zugabe von 3,8 ml Eisessig wird das Gemisch während 20 Stunden in    verschlossenem   Kolben bei Raumtemperatur stehen gelassen.

   Die    dünnschichtchro-      matographische   Analyse einer Probe der Lösung zeigt, dass alles    Ausgangsmaterial   verschwunden    ist.   Die klare, hellgelbe Lösung wird mit 1,0 ml einer    4,73-proz.   Lösung (0,5    mMol)   von    Monochloressigsäure   in Methanol versetzt und im Vakuum bei 25  bis fast zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird mit 30m1 Äther und    30m1   2-n. Essigsäure aufgenommen, die wässrige Schicht abgetrennt und die Ätherphase (I) zweimal mit je 30 ml Essigsäure extrahiert. Die klaren, fast farblosen wässrigen Fraktionen werden vereinigt und bei 25  am Hochvakuum eingedampft.

   Nach ca. sechsstündigem Trocknen am Hochvakuum über    Phos-      phorpentoxyd   und    Kaliumhydroxyd   verbleiben 0,29 g    (100      %      d.      Th.)      eines      leicht      gelblichen      Öls,      welches      sich   in drei    Lösungsmittelsystemen   bei der Dünnschichtchromatographie als einheitlich    erweist.   Es handelt sich hierbei um    Ns-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysyl-NE-tert.-      butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester-monochloracetat.   



  Die Ätherfraktion I wird über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Dabei werden 0,12 g leicht gelblich gefärbtes    o-Nitrophenylrhodanid   vom F. 118 bis 126  erhalten. 



  Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 0,64 g (2,0    mMol)      NE-tert.-B.utyloxycarbonyl-L-ly-      sin-methylester-acetat   werden in 10 ml Essigester suspendiert und bei 0  einmal mit 5 ml und einmal mit 3 ml eiskalter 2-n.    Pottaschelösung   geschüttelt, die Essigesterlösung dann mit 3    ml   gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und bei 30  im Vakuum zur Trockne verdampft. Es bleiben 0,54 g N±tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-mehtylester (freie Base) als farbloses Öl zurück.

   Dieses wird in 15 ml reinem    Acetonitril   gelöst, 2,16    mMol      Na-o-Nitrophenyl-NE-tert.-      butyloxycarbonyl-L-lysin   zugegeben, die    klare,   gelbe Lösung    auf-15    gekühlt und mit einer    auf-15    abgekühlten Lösung von 0,62 g (3,0    mMol)      Dicyclohexylcarbomdi-      imid      in   4    ml      Acetonitril   versetzt. Die Mischung wird bei -15  während 30 Minuten gerührt und dann drei Tage bei 0  stehen gelassen.

   Der ausgeschiedene    Dicycioh@exylharnstoff   wird    abfiltriert,   das gelbe Filtrat bei 40  vollständig eingedampft und der Rückstand in 20 ml warmem Essigester aufgenommen. Nach    Abfil-      trieren   weiteren    Dicyclohexylharnstoffs   und Waschen mit 1-n. wässriger    Zitronensäurelösung,   1-n.    Kaliumbi-      carbonatlösung   und Wasser wird die klare, gelbe Essigesterschicht über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der schaumige Rückstand kristallisiert rasch beim Verreiben mit wenig Essigester.

   Die kristalline Masse wird aus    Essigester/Petroläther   umkristallisiert,    wobei      0,87      g      (68,2      %      d.      Th.)      reiner   Na-o-Nitrophenyl-    sulfenyl-Ne-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl-Ne-tert.-butyl-      oxycarbonyl-L-lysin-methylester   vom F. 144-146  er- 

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 halten werden. Aus der Mutterlauge können weitere 1,134 g (10,4     /o   d.    Th.)   etwas weniger reinen Substanz vom F.    141-143'   gewonnen werden. 



  Beispiel 4 Abspaltung der    o-Nitrophenylsulfenyl      (NPS)-Schutzgruppe   mit schwach essigsaurer    Natriumthiosulfatlösung.   



  Zu einer Lösung von 20 mg    o-Nitrophenylsulfenyl-      glycin   in 0,8 ml Methanol werden nacheinander 0,1 ml einer 1-m.    Natriumthiosulfatlösung   und 0,1 ml Eisessig gegeben. Die zuerst intensiv gelbe Lösung verfärbt sich nach Zugabe von Eisessig momentan und nimmt einen hellen, grüngelben Farbton an.

   Nachdem die Reaktionslösung 5 Minuten bei Raumtemperatur gestanden hat, wird eine Probe davon auf    Silicagel-      Dünnschichtplatten   aufgetragen und    sogleich      chromato-      graphiert.   Als einzige    Ninhydrin-positive   Substanz kann    Glycin   nachgewiesen werden;    Rf   = 0,05 im System I.    o-Nitrophenylsulfenylglycin      (Rf   = 0,30) ist nicht feststellbar. 



  Auf analoge Weise werden die    NPS-Gruppen   aus den in der Tabelle angegebenen    Aminosäuren   und    Peptiden   bzw. deren Estern abgespalten. Der    Rf-Wert   ist im System 1 bestimmt. 
 EMI4.24 
 
<tb> Tabelle
<tb> Ausgangsverbindung <SEP> Rf-Wert <SEP> Spaltprodukt <SEP> Rf-Wert
<tb> NPS-L-Prolin <SEP> 0,32 <SEP> L-Prolin <SEP> 0,05
<tb> NPS-L-Valin <SEP> 0,39 <SEP> L-Valin <SEP> 0,13
<tb> NPS-Glycinäthylester <SEP> 0,70 <SEP> Glycinäthylester <SEP> 0,16
<tb> Glycyl-L-phenylNPS-Glycyl-L-phenyl- <SEP> alanin-methylalanin-methylester <SEP> 0,69 <SEP> ester <SEP> 0,31
<tb> L-Valyl-L-pheNPS-L-ValyI-L-phe- <SEP> nylalanin-methylnylalanin-methylester <SEP> 0,73 <SEP> ester <SEP> 0,

  42 
 In allen Fällen ist die Abspaltung der    o-Nitro-phe-      nyisulfenylschutzgruppe   nach 5 Minuten vollständig. 



  Die    Ausgansstoffe   können wie folgt hergestellt werden: 0,45 g (2    mMol)      o-Nitrophenylsulfenyl-gl.ycin   und 0,43 g (2    mMol)      L-Phenylalanin-methylester-hydrochlo-      rid   werden in 15 ml trockenem    Acetonitril   suspendiert. Dazu werden 0,28 ml (0,20 g = 2    mMol)      Triäthylamin   gegeben. Der gelben Suspension werden 5 ml    amin-      freies      Dimethylformamid   zugesetzt und das Gemisch auf -5  gekühlt. Unter Rühren wird sodann eine kalte Lösung von 0,45 g (2,2    mMol)      Dicyclohexylcarbodi-      imid   in 4 ml    Acetonitril   zugegeben.

   Das Reaktionsgemisch wird während 30 Minuten bei -5     gerührt   und über Nacht (ca. 16 Stunden) bei 0     aufbewahrt.   Sodann gibt man unter Rühren bei 5  0,1 ml Eisessig zu, lässt eine Stunde stehen und filtriert dann den    Dicyclohexylharnstoff   ab. Das gelbe Filtrat wird am Vakuum eingedampft, der ölige, gelbe Rückstand mit ca. 10 ml Essigester aufgenommen und nach    Abfiltrie-      ren   des    Dicyclohexylharnstoffs   mit 1-n. wässriger    Zitroiiensäurelösung,   1-n.    Natriumbiearbonatlösung   und gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, über Natri-    umsulfat   getrocknet und eingedampft.

   Es bleiben 0,82 g eines gelben Öls zurück, das aus    Benzol/Petrol-      äther   kristallisiert. Man erhält 0,163 g einer gelben kristallinen Substanz vom F. 98-100 . Nach    Umkri-      stallisieren   aus    Aceton/Petroläther   ist der F. 101-102 ;    HD=0      =      -5      -!      0,5       (c      =   2    %,      DMF).   



  Beispiel 5 Abspaltung der    o-Nitrophenylsulfenylschutzgruppe   mit schwach essigsaurer    Natriumthiosulfatlösung   in Gegenwart der    tert.-Butyloxycarbonyl      (BOC)-Schutzgruppe.   



  Zu einer Lösung von 20 mg    N -o-Nitrophenylsul-      fenyl-Na-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin   in 0,8 ml Methanol werden nacheinander 0,1 ml einer 1-m. Lösung von    Natriumthiosulfat   in Wasser und 0,1    ml   Eisessig gegeben. Nachdem die Lösung 5 Minuten lang bei Raumtemperatur gestanden hat, wird eine Probe davon auf eine    Silicagel-Dünnschichtplatte   aufgetragen und sogleich    chromatographiert.   Ausser    NE-tert.-Butyl-      oxycarbonyl-L-lysin   kann keine    Ninhydrin-positive   Substanz nachgewiesen werden. 



  Auf analoge Weise werden die in der Tabelle aufgeführten Verbindungen gespalten. Der    Rf-Wert   ist im System I bestimmt. 
 EMI4.80 
 
<tb> Tabelle
<tb> Ausgangsverbindung <SEP> Rf-Wert <SEP> Spaltprodukt <SEP> Rf-Wert
<tb> Na-NPS-N±-BOC-L- <SEP> N±-BOC-L-LysinLysin-methylester <SEP> 0,70 <SEP> methylester <SEP> 0,35
<tb> Nn-NPS-N±-BOC-L- <SEP> N=-BOC-L-LysylLysyl-NF-BOC-L- <SEP> NF-BOC-L-lysinlysin-methylester <SEP> 0,73 <SEP> methylester <SEP> 0,45 
    Die      BOC-Gruppe   wird in keinem Fall angegriffen. Beispiel 6    NE-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester-acetat   aus    Na-o-Nitrophenylsulfenyl-N-      tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   mittels schwefliger Säure. 



  4,13 g (10    mMol)      Na-o-Nitrophenylsulfenyl-      NE-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   werden in 100 ml Methanol gelöst. Der klaren, orangegelben Lösung werden 50 ml Wasser zugesetzt, wodurch eine gelbe Emulsion entsteht, welche mit Schwefeldioxid gesättigt wird. Nach 25 Minuten ist eine klare, hellgelbe Lösung entstanden, die während 2 Stunden in verschlossenem Kolben bei Raumtemperatur aufbewahrt wird. Sodann wird das Reaktionsgemisch am Vakuum auf ein Volumen von etwa 5    ml   eingeengt, in 50 ml Methanol aufgenommen und mit 0,98 g (10    mMol)      Kaliumacetat   und 2 ml Eisessig versetzt. Es entsteht sogleich ein kristalliner Niederschlag von Kalium-S-o-nitrophenyl-thiosulfat.

   Zur Vervollständigung der Kristallisation wird die Kristallsuspension eine Stunde lang im Kühlschrank aufbewahrt, sodann filtriert und der Filter-Rückstand mit wenig kaltem    Methanol      ausgewaschen.      Man      erhält      2,2      g      (81      %   d.    Th.)      Kalium-S-o-nitrophenyl-thiosulfat.   Filtrat und Waschflüssigkeit werden gemeinsam am Vakuum eingedampft, mit 50 ml Essigester aufgenommen und zur Beseitigung letzter Spuren von Essigsäure erneut eingedampft. Diese Operation wird dreimal wiederholt.

   Der Rückstand wird in 30 ml Essigester gelöst, auf 0  abgekühlt und einige Zeit bei dieser Temperatur gehal- 

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    ten.   Inzwischen    auskristallisiertes      Kalium-S-o-nitrophe-      nyl-thiosulfat      (0,3      g      =      11      %      d.      Th.)      wird      abfiltriert      und   die klare, nahezu farblose Lösung erneut zur Trockne verdampft. Durch erneutes Lösen, in Essigester, Kühlen, Filtrieren und Eindampfen kann weiteres    Kalium-      S-o-nitrophenyl-thiosulfat   abgetrennt werden.

   Letzte Spuren    Kalium-S-o-nitrophenyl-thiosulfat   werden beseitigt, indem man aus    Essigester/Äther-Gemisch   umkristallisiert, wobei von den zuerst abgeschiedenen öligen Anteilen    abdekantiert   wird. Aus der so gereinigten Lösung kristallisiert    NE-tert.-Butyloxycarbonyl-L-ly-      sin-acetat   in nahezu farblosen Nadeln aus. Sie werden    abfiltriert   und mit    wenig   kaltem    Essigester/Äther-Ge-      misch   gewaschen. Es werden zunächst 1,9 g (60 0/0 d.    Th.)      N±-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester-      acetat,   F. 72-74 , erhalten.

   Aus der Mutterlauge können weitere 0,9 g (28 0/0 d.    Th.)   kristallisiertes    N±-tert.-      Butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester-acetat   vom F. 74-77  erhalten werden. 



  Beispiel 7 Abspaltung der    o-Nitrophenylsulfenyl-Schutzgruppe   mit verdünnter    schwefliger   Säure in Gegenwart der    tert.-Butyloxycarbonyl-Schutzgruppe   und gegebenenfalls der    tert.-Butylester-Schutzgruppe.   



  40 g    Na-o-Nitrophenylsulfenyl-Ns-tert.-butyloxy-      carbonyl-L-lysin-methylester   werden mit einer gesättigten Lösung von Schwefeldioxyd in    einem   Gemisch aus gleichen Volumenteilen Methanol und Wasser versetzt. Die    Substanz   geht zunächst nur zum Teil in Lösung, ist aber nach einer Stunde klar gelöst. In geeigneten zeitlichen Abständen werden. dem Reaktionsgemisch Proben    vorn   jeweils 0,1 ml    entnommen,   welche eingedampft, kurz am Vakuum getrocknet und in 0,1 ml Methanol gelöst werden. Diese Proben werden    dünnschicht-chromatographisch   analysiert. 



  Es zeigt sich, dass die    NPS-Schutzgruppe   bereits nach 30 Minuten    vollständig   abgespalten ist. 



  Auf analoge Weise werden die    NPS-Gruppen   aus den in der Tabelle angegebenen    NPS-Peptidderivaten   abgespalten. Die    Rf-Werte   sind im System I    bestimmt,   die Abspaltung der    NPS-Gruppe   ist in allen Fällen nach 30 Minuten beendet.

   Bei Verwendung von 2 Äquivalenten Chlorwasserstoff statt Schwefeldioxyd wird gleichzeitig die    tert.-Butyloxycarbonylgruppe   teilweise abgespalten. 
 EMI5.51 
 
<tb> Tabelle
<tb> Ausgangsverbindung <SEP> Rf-Wert <SEP> Spaltprodukt <SEP> Rf-Wert
<tb> Na-o-Nitrophenylsul- <SEP> N±-tert.-Butylfenyl-N-tert.-butyl- <SEP> oxycarbonyl-Loxycarbonyl-L-lysyl <SEP> lysyl-L-prolylL-prolyl-L-valyl-gly- <SEP> Lrvalyl-glycincin-äthylester <SEP> (I) <SEP> 0,82 <SEP> äthylester <SEP> 0,36
<tb> Na-o-Nitrophenylsulfenyl-N-tert.-butyl- <SEP> N±-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysyl- <SEP> oxycarbonyl-LLrvalyl-L-tyrosyl-L- <SEP> lysyl-L-valyl-Lprolin-tert.-butyl- <SEP> tyrosyl-L-prolinester <SEP> (1I) <SEP> 0,87 <SEP> tert.-butylester <SEP> 0,62 
 Die Ausgangsstoffe können wie folgt hergestellt werden:

   a) Herstellung von    Na-o-Nitrophenylsulfenyl-N$-      tert.      -butyloxycarbonyl-L-lysyl-L-prolyl-L-valyl-glycin-      äthylester:   Aus 6,5 g (11    mMol)      Na-o-Nitrophenylsulfenyl-      Na-tert.      -butyloxycarbonyl-L-lysin-dicyclohexylammo-      niumsalz   wird mittels verdünnter wässriger Zitronensäure die freie Säure    in   Essigester hergestellt. Diese wird in 70 ml    Acetonitril   gelöst. Zu der klaren, gelben Lösung werden 3 g (10    mMol)      L-Prolyl-L-valyl-gly-      cin-äthylester   gegeben. Das Gemisch wird sodann auf -15  abgekühlt, wobei sich eine kristalline Substanz abscheidet.

   Durch Zugabe von 20 ml    Dimethylform-      amid   wird diese zum grössten Teil wieder in Lösung gebracht. Bei einer Innentemperatur von -14  bis -16  werden    sodann   2,5 g (12    mMol)      Dicyclohexylcarbodi-      imid   in mehreren Portionen während 45 Minuten zugegeben, wobei sich kristalliner    Dicyclohexylharnstoff   abscheidet. Nach beendeter Zugabe wird noch weitere 30 Minuten bei -14  bis -16  und 18 Stunden bei +2  gehalten. Sodann lässt man das Reaktionsgemisch 48 Stunden lang bei Raumtemperatur stehen, gibt dann 0,2 ml Eisessig zu und lässt 2 Stunden lang reagieren.

   Der ausgeschiedene    Dicyclohexylharnstoff   wird sodann    abfiltriert   und mit wenig kaltem    Acetonitril   und Äther gewaschen und getrocknet. Man erhält 2,0 g (74 0/0 d.    Th.)   dieses Nebenproduktes, F. 228-230 . 



  Das Filtrat und die Waschlösungen werden gemeinsam am Vakuum eingedampft, wobei 12 g eines gelben Öls erhalten werden. Dieses Rohprodukt wird in 150 ml Essigester gelöst. Die klare, gelbe Lösung wird mit 2-n.    Zitronensäurelösung,   Wasser, 2-n.    Natriumbi-      carbon.atlösung      und   5    %iger      wässriger      Natriumsulfatlö-      sung   gewaschen, wie üblich getrocknet und eingedampft. Es bleiben 8,1 g eines gelben Öls zurück, das aus Äther kristallisiert werden kann.

   Auf diese Weise    werden      4,1      g      (61      %      d.      Th.)      Na-o-Nitrophenyl-sulfenyl-      Ne-   -    tert.   -    butyloxycarbonyl-L-lysyl-L-prolyl-L-valyl-gly-      cin-äthylester,   F. 78-80 ,    [a]D211   = -109  0,5 , erhalten. Die Verbindung ist in 3 Systemen    chromatogra-      phisch   einheitlich. 



  b) Herstellung von    Na-o-Nitrophenylsulfenyl-N±-      tert.   -    butyloxycarbonyl-L-lysyl-L-valyl-L-tyrosyl-L-prol-      yl-tert.-butylester:   Aus 6,5 g (11    mMol)      Na-o-Nitrophenylsulfenyl-      NE-tert.      -butyloxycarbonyl-L-lysin.-dicyclohexylammo-      niumsalz   wird mittels wässriger    Zitronensäurelösung   in Essigester die freie Säure hergestellt. Sie wird in 50 ml    Acetonitril   gelöst. Zu der klaren, gelben Lösung werden 4,4 g (10    mMol)      L-Valyl-L-tyrosyl-L-prolin-tert.-      butylester   gegeben, der sich gleichfalls klar auflöst.

   Unter leichter Kühlung werden sodann 2,3 g (11    niMol)      Dicyclohexylcarbodiimid   in fester Form in mehreren Portionen während 30 Minuten nach und nach eingetragen. Während dieser Zeit beginnt    Dicyc-      lohexylharnstoff   in Form von farblosen Kristallnadeln auszukristallisieren. Man    rührt   bei Raumtemperatur noch weitere 10 Stunden, gibt sodann 0,2 ml Eisessig zu, lässt 45 Minuten reagieren und kühlt das    Gemisch   auf +3 . Sodann wird filtriert, mit    Acetonitril      und   Äther nachgewaschen und das Filtrat    zusammen   mit den Waschflüssigkeiten am Vakuum zur Trockne verdampft. Der    schaumig-amorphe   Rückstand wird noch während 2 Stunden bei 60  im Vakuum getrocknet.

   Auf    diese      Weise      werden      9,2      g      (100      %      d.      Th.)      roher      Na-o-      Nitrophenylsulfenyl   -    NE   -    tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl-      L-valyl-L-tyrosyl-L-prolin7tert.-butylester      (1I)   erhalten. 



  4,0 g dieses Produktes werden in 50 ml Essigester gelöst und bei 0     mit   2-n.    Zitronensäurelösung   und 2-n.    Pottaschelösung   gewaschen, die    Essigesterlösung   wie üblich getrocknet und eingedampft. Es werden 4,0 g ge- 

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    reinigtes      1I   in Form eines gelben,    schaumig-amorphen   Feststoffes, welcher zwischen 95' und 115  erweicht, erhalten. Im    Chromatogramm   (2 Systeme) lassen sich nur Spuren von Verunreinigungen nachweisen, die Mikroanalyse gibt die    erwarteten      Werte.      [a]D2    = -56   0,5' (c = 2 in Methanol). 



  Beispiel 8    NE-tert.-Butyloxycarbonyl-L-      lysin-methylester-acetat   aus    Na-Pentachlorphenylsulfenyl-NE-      tert:      butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   mittels    Cyanwasserstoffsäure.   



  1,04 g (1,9    mMol)      Na-Pentachlorphenylsulfenyl-      Nt-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   werden in 33 ml einer 2-n. Lösung von    Cyanwasserstoffsäure   in Methanol    suspendiert,   10 ml Eisessig zugegeben. und in verschlossenem Gefäss während 18 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen. Sodann wird die farblose Suspension am Vakuum zur Trockne verdampft, der Rückstand mit 50 ml Äther aufgenommen und von unlöslichem, kristallinem    Pentachlorphenyl-      rhodanid   (0,28 g, F. 175-180 )    abfiltriert.   Die klare, farblose Lösung wird dreimal mit je 50 ml 2-n. Essigsäure extrahiert, mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und am Vakuum zur Trockne verdampft.

   Hierbei werden weitere 0,36 g    Pentachlorphenylrhoda-      nid   erhalten. Die    Essigsäureextrakte   werden gemein    sam   am Vakuum zur Trockne eingedampft, der Rückstand zur Entfernung von restlicher Essigsäure und Wasser mehrmals mit wenig trockenem Benzol verrieben und jeweils wieder zur Trockne verdampft. Auf diese Weise erhält man 0,55 g (90 % d.    Th.)      NE-tert.-      Butyloxycarbonyl-L-lysinmethylester-acetat   vom F. 70-75'. Im    Dünnschicht-Chromatogramm   lassen sich nur Spuren von Verunreinigungen nachweisen.    Lysin-      methylester   oder    Lysin   ist nicht nachweisbar. 



  Das als Nebenprodukt erhaltene    Pentachlorphe-      nylrhodanid   wird durch    Hochvakuum-Sublimation   gereinigt. Das schwach gelbliche    Sublimat   ist analysenrein und schmilzt bei l78-180 . 



  Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden:    3,1-   g (10    mMol)      Ne-tert.-Butyloxycarbonyl-L-ly-      sin-methylester-acetat   werden in 25 ml    Chloroform   gelöst. Zur klaren Lösung werden 2,8 ml (2,0 g, 20    mMol)      Triäthylamin   gegeben. Unter kräftigem Rühren werden sodann 3,2 g (10    mMol)      Pentachlorphenyl-      sulfenylchlorid   in mehreren    Portionen   eingetragen. Es entsteht eine Suspension, die während 19 Stunden bei Raumtemperatur    gerührt   wird. Danach ist der grösste Teil des Ungelösten in Lösung gegangen.

   Geringe Reste (0,2 g) von festen Anteilen werden durch Filtration    entfernt,   das farblose Filtrat mit Wasser, 2-n.    Zitronensäurelösung,   2-n.    Natriumbicarbonatlösung   und Wasser gewaschen, mit    Magnesiumsulfat   getrocknet und zur Trockne verdampft. Es bleiben 5,8 g    eines   öligen Rückstandes, welcher aus    Äther/Petroläther-Ge-      misch   kristallisiert werden kann. Es werden 3,2 g    (59,4      %      d.      Th.)      N -Pentachlorphenyl-sulfenyl-NE-tert-      .-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester,   F. 80-81 , erhalten.

   Eine Probe der Substanz wird zur Analyse zweimal aus    Äther/Petroläther-Gemisch   umkristallisiert und    schmilzt   dann bei    81-81,5',      [a]D20   = +26 0,5  (c = 2 in Methanol). Beispiel 9 Abspaltung verschiedener    Aryl.sulfenyl-Schutzgruppen   mittels schwefliger Säure. 



  40 mg (ca. 0,1    mMol)      N -Pentachlorphenylsulfe-      nyl-NE-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   werden in 2 ml einer gesättigten Lösung von Schwefeldioxyd in einem Gemisch von gleichen Teilen Methanol und Wasser    suspendiert.   Die Substanz geht nur zum Teil in Lösung. In zeitlichen Abständen werden dem Reaktionsgemisch Proben von jeweils 0,1 ml entnommen, welche eingedampft, kurz am Vakuum getrocknet und in 0,1 ml Methanol gelöst werden. Diese Proben werden    dünnschicht-chromatographisch   untersucht. Es zeigt sich, dass die    Pentachlorphenvlsulfenylgruppe   bereits nach 30 Minuten vollständig abgespalten ist.

   Der    Rf-Wert   des Ausgangsmaterials im System I ist 0,85, derjenige des erhaltenen    NE-tert.-Butyloxycarbo-      nyl-L-lysin-methylesters   0,35. 



  Auf analoge Weise wird die    2,4-Dinitrophenylsulfe-      nyl-Schutzgruppe   aus    Na-2,4-Dinitrophenylsulfenyl-      NE-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   abgespalten. Hier ist die Spaltung erst nach etwa 24 Stunden vollständig. Der    Rf-Wert   des Ausgangsmaterials im System I ist 0,92, derjenige des Spaltproduktes wie oben 0,35. 



  Das Ausgangsprodukt    Na-2,4-Dinitrophenylsulfe-      nyl-Nt--tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   kann wie folgt hergestellt werden: 3,2 g (10    mMol)      NE-tert:      Butyloxycarbonyl-L-ly-      sin-methylester-acetat   werden in 25 ml Chloroform gelöst. Zu der klaren Lösung werden 2,8 ml (2,0 g, 20    mMol)      Triäthylamin   gegeben. Unter kräftigem Rühren werden sodann 2,4 g (10    mMol)      2,4-Dinitrophenyl-      sulfenyl-chlorid   in mehreren Portionen während 20 Minuten eingetragen. Die gelbe Suspension wird während 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt.

   Nach dieser Zeit ist nur noch wenig ungelöstes Material vorhanden, welches    abfiltriert   wird (0,05 g). Das klare, gelbe Filtrat wird mit Wasser, 2-n.    Zitronensäurelö-      sung,   2-n.    Natriumbicarbonatlösung   und Wasser gewaschen, mit festem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Es werden 5,1 g eines gelben Öls erhalten, welches in Äther gelöst, von wenig ungelöstem Nebenprodukt    abfiltriert   und bis zur beginnenden Kristallisation mit    Petroläther   versetzt wird. Die Lösung wird während ca. 4 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt, wobei sich nach und nach reichliche Mengen gelber Kristalle abscheiden.

   Zur Vervollständigung der Kristallisation hält man während 20 Stunden bei 0', filtriert die Kristalle ab    und   wäscht mit    Petroläther.      Man      gewinnt      so      3,2      g      (62      %      d.      Th.)      Na-2,4-Dinitro-      phenyl-sulfenyl-Na-tert.      -butyloxycarbonyl-L-lysin-me-      thylester   (I), F. 77-82'. Durch nochmaliges    Umkristal-      lisieren   erhält man ein analysenreines Präparat, F.    84-8:1,5 .   



  Beispiel 10    N±-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-      methylester-formiat   bzw.    -propionat   aus    Na-o-Nitrophenylsulfenyl-Na-tert.-butyloxy-      carbonyl-L-lysin-methylester   mittels    Cyanwasserstoffsäure.   



  1,24 g (3    mMol)      Na-o-Nitrophenylsulfenyl-      NE-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   (I) werden in 60 ml einer 2-n. Lösung von    Cyanwasserstoff   in Methanol gelöst. Man setzt der klaren, gelben Lösung 1.5 ml 85    O/oige   wässrige Ameisensäure zu und bewahrt 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 das Gemisch während 20 Stunden bei Raumtemperatur in verschlossenem Gefäss auf. Sodann wird am Vakuum zur Trockne verdampft, der    Rückstand   zur Entfernung von noch vorhandener Ameisensäure mit 40 ml Benzol    aufgenommen,   und erneut zur Trockne verdampft. Diese Operation wird zweimal wiederholt.

   Der gelbliche    Rückstand   wird in 50 ml Äther gelöst und die Lösung dreimal mit je 25 ml 2-n. wässriger Ameisensäure und    dreimal   mit je 25    ml   Wasser    extra-      hiert.   Aus der Ätherschicht können 0,56 g (100 % d.    Th.)      o-Nitrophenyl-rhodanid,   F. 121-123 , gewonnen werden. Die    wässrigen   Extrakte werden    vereinigt,   am Vakuum eingedampft, mit Benzol wie    üblich   von restlichem Wasser und Essigsäure befreit und während einer Stunde bei 40  am Hochvakuum getrocknet. Es bleiben 1,25 g eines leicht bräunlichen Öls zurück:    NE-tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester-formiat.   



  Auf analoge Weise werden aus 1,24 g 1, 60 ml 2-n.    Cyanwasserstoff   in Methanol und 15    ml      Propionsäure   1,08 g    NE-tert.-Butyloxycarbonyl-L      lysin      methylester-      propionat   in Form einer teilweise kristallinen, hellbraunen Substanz erhalten. 



  Beide Präparate sind    chromatographisch   einheitlich. 



  Beispiel 11    N±-tert.-Butyloxycarbonyl-L-      lysin-methylester-acetat   aus N -PentacWorphenylsulfenyl-NE-    tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-      methylester   mittels schwefliger Säure. 



  a) 5,40 g (10    mMol)      N -Pentachlorphenylsulfenyl-      Ne--tert.-butyloxycarbonyl-L-lysin-methylester   werden in    200m1   Methanol gelöst. Der klaren, farblosen Lösung werden 100 ml Wasser zugesetzt, wodurch eine farblose Emulsion entsteht, welche mit Schwefeldioxyd gesättigt wird. Nach 50    Minuten   ist die Lösung nur noch schwach    trüb.   Sie wird während 11/2    Stunden;   in verschlossenem Kolben bei Raumtemperatur aufbewahrt, Sodann wird das    Reaktionsgemisch      am   Vakuum zur Trockne verdampft. Man erhält 7,8 g eines kristallinen Rückstandes, welcher aus einem Gemisch von    400m1   Essigester und    50m1   Methanol umkristallisiert wird.

   Es werden 4,5 g (72 % d.    Th.)   farbloses, kristallines    5-Pentachlorphenylthioschwefelsäuresalz   des    NE-      tert.-Butyloxycarbonyl-L-lysin-methylesters,   F. 142 bis 144  (Zersetzung) erhalten. Eine Probe dieser Substanz wird aus Essigester umkristallisiert und    schmilzt   dann bei 145-146  C. 



  b) 2,50 g (4    mMol)   des unter a) erhaltenen    Salzes   werden in 30 ml Methanol gelöst. Dazu wird eine Lösung von 0,416 g (4,3    mMol)   wasserfreiem    Kali-      umacetat   in 10 ml Methanol gegeben. Dabei entsteht ein    kristalliner,   farbloser Niederschlag von    Kalium-      S-pentachlorphenylthiosulfat.   Das Reaktionsgemisch wird während einer    Stunde   im    Kühlschrank   bei +3  aufbewahrt, sodann filtriert und der Filterrückstand mit kaltem    Methanol   gewaschen. Man erhält 1,38 g (84    (l/a   d.    Th.)      Kalium-S-pentachlorphenylthiosulfat,   F. 230  (Zersetzung).

   Das Filtrat wird gemeinsam mit der Waschflüssigkeit am Vakuum eingedampft, in 30 ml Essigester unter Erwärmen gelöst und auf 0  abgekühlt. Hierbei scheidet sich weiteres    Kalium-S-penta-      chlorphenylthiosulfat   (50 mg, 3 % d.    Th.)   aus, das durch Filtration    entfernt   wird. Das Filtrat wird eingeengt und mit    Petroläther   versetzt. Nach    Animpfen   kristallisieren 1,08 g (84 % d.    Th.)      NE-tert.-Butyloxycar-      bonyl-L-lysin-methylester-acetat   aus, welches nach nochmaligem    Umkristallisieren   bei 73-75  schmilzt. 



  Beispiel 12    S-Trityl-L-cystein   aus    N-o-Nitrophenylsulfenyl-S-      trityl-L-cystein   mittels    Cyanwasserstoffsäure.   



  a) 40 mg (= ca. 0,08    mMol)      N-o-Nitrophenylsulfe-      nyl-S-trityl-L-cystein   werden in 2 ml einer 2-n. Lösung von    Cyanwasserstoffsäure   in Methanol gelöst. Nach Zugabe von 0,5 ml Eisessig wird das Gemisch in. verschlossenem Gefäss bei Raumtemperatur aufbewahrt. In zeitlichen Abständen werden Proben entnommen, welche am Vakuum eingedampft und    dünnschicht-      chromatographisch   analysiert werden. Es zeigt sich, dass die Abspaltung der    NPS-Schutzgruppe   nach etwa 24 Stunden vollständig ist.    Cystein   oder    Cystin   ist nicht    vorhanden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur selektiven Abspaltung der Sulfenyl- gruppe aus N-Sulfenyl-aminosäurederivaten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein N-Sulfenyl-aminosäure- derivat, das mindestens eine andere säurelabile Schutzgruppe aufweist, mit einer schwachen anorganischen Säure, die mit der entsprechenden Sulfensäure ein gemischtes Anhydrid Du bilden vermag, behandelt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sulfenyl-Schutzgruppe eine Gruppe der Formel R-S-, worin R für einen: Aralkyl- oder Arylrest steht, verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man als Sulfenylgruppe die o-Nitro- phenylsulfenylgruppe verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als schwache anorganische Säure Cyanwasserstoffsäure verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als schwache anorganische Säure Thioschwefelsäure verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart einer niederen Alkansäure durchführt.
    Anmerkung des Eidg. Amtes für geistiges Eigentum: Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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