CH527795A - Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten Aminen

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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C231/12Preparation of carboxylic acid amides by reactions not involving the formation of carboxamide groups

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten Aminen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 1-(sek.-Amino)-2-hydroxy-3-(aryloxy)-propanen
EMI1.1     


<tb> der <SEP> Formel <SEP> OH
<tb>  <SEP> OH
<tb>  <SEP> R <SEP> alk <SEP> O <SEP> Ph <SEP> 3 <SEP> -Pi <SEP> -O-CH2-CH-CH2 <SEP> li'H <SEP> -R1
<tb>  worin alk einen Alkylenrest und R einen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest darstellt, R1 einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, der auch durch Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatome unterbrochen sein kann und/oder durch Hydroxygruppen substituiert sein kann, einen cycloaliphatischen oder cycloaliphatisch-aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen oder einen araliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, der insbesondere im aromatischen Kern, z.

   B. wie weiter unten ausgeführt, substituiert sein kann, darstellt, und worin Ph einen gegebenenfalls substituierten 1,4-Phenylenrest darstellt, und der Salze dieser Verbindungen.



   Der Alkylenrest alk ist insbesondere ein Niederalkylenrest mit 1-3 C-Atomen, insbesondere Methylen.



   Der Rest R ist vor allem ein in beliebiger Stellung verbundener Propenyl- oder gerader oder verzweigter Butenyl-, Pentenyl- oder Hexenylrest oder ein entsprechender Rest mit Dreifachbindung; in erster Linie ist R der Vinylrest.



   Vorzugsweise ist der Rest R-alk- der Allyl-, Methallyloder Propargylrest.



   Als aliphatische Kohlenwasserstoffreste R1 kommen vor allem niedere gesättigte oder ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste in Frage, vor allem niedere Alkylreste.



  Bevorzugt sind dabei niedere gerade oder besonders verzweigte Alkylreste mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, vor allem aber Isobutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl und ganz besonders sekundäre oder tertiäre Alkylreste dieser Art,   wies.    B. sek.-Butyl, Pentyl-(2), Pentyl-(3), 1,1 Dimethyl-propyl, tert.-Butyl und vor allem Isopropyl. Als niedere ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste sind vor allem diejenigen der oben genannten Formel R-alk- zu erwähnen.



   Durch Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatome unterbrochene bzw. durch Hydroxylgruppen substituierte aliphatische Kohlenwasserstoffreste sind vor allem niedere Oxaalkylreste, vor allem solche, die sich von den genannten bevorzugten Alkylresten ableiten, z. B. Alkoxy-äthyl- oder propylreste, oder Hydroxyalkylreste, wie ss-Hydroxyäthyloder ss- oder y-Hydroxypropylreste.



   Als cycloaliphatische bzw. cycloaliphatisch-aliphatische Reste sind vor allem gesättigte oder ungesättigte Cycloalkyloder Cycloalkyl-niederalkylreste zu erwähnen, wie vor allem Cyclopropyl-, Cyclobutyl-, Cyclopentyl-, Cyclohexyl- oder Cycloheptylreste, sowie diese Reste tragende Methyl-, Äthyloder Propylreste, sowie solche Reste, die an geeigneter Stelle des Ringes oder einer Alkylenkette eine Doppelbindung aufweisen, sowie niedere Alkyl-, z. B. Methyl- oder Äthyl-Substitutionsprodukte dieser Gruppen, oder solche Gruppen, deren Ringe eine Endobindung oder eine Endoalkylengruppe enthalten.



   Araliphatische Kohlenwasserstoffreste sind insbesondere Aryl-niederalkylreste, wie vor allem Phenyl-niederalkylreste, worin der Niederalkylrest 1-3 Kohlenstoffatome aufweist, insbesondere Benzyl-, 1- oder 2-Phenyläthyl- oder 2- oder 3-Phenyl-propyl- oder 3-Phenyl-propyl-(2)-reste. In diesen araliphatischen Kohlenwasserstoffresten können vor allem die Arylreste ein-, zwei- oder mehrfach substituiert sein, z. B. durch niedere Alkylgruppen, wie Methyl oder Äthyl, niedere Alkoxygruppen, wie Methoxy-, Äthoxy- oder Methylendioxygruppen, Halogenatome, wie Fluor-, Brom- oder insbesondere Chloratome, und/oder   Trifluoromethylgruppen.   



   Der 1,4-Phenylenrest Ph kann ebenfalls substituiert sein, z. B. durch niedere Alkylgruppen, wie Methyl oder Äthyl, niedere Alkoxygruppen, wie Methoxy-, Äthoxy- oder Methylendioxygruppen, Halogenatome, wie Fluor-, Brom- oder insbesondere Chloratome,   Trifluoromethylgruppen,    Nitrogruppen, Aminogruppen, Acylaminogruppen, wie Niederalkanoylaminogruppen, z. B. Acetylaminogruppen, Gruppen der oben angegebenen Formel R-alk-O-, Phenyl-, Phenoxy-, Alkyloxyalkyl-, z. B. die genannten, Phenylalkoxy-, Cyan-, Cyan-alkyl-, Carboxy-, Carboxy-alkyl-, Mercapto-, Alkylmercapto-, Alkenyl-, Alkinyl-, Alkanoyl-, Benzoyl-, Phenyl  alkanoyl- oder   Phenylsulfonylgrnppen.    Bevorzugt ist jedoch dieser Rest unsubstituiert.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So hemmen sie, wie sich im Dosisbereich von 0,01-30 mg/kg i. v. an der mit Dial narkotisierten Katze nach Isoproterenolgabe zeigen lässt, die cardialen ss-Rezeptoren, und zwar bevorzugt vor den vaskulären und bronchialen ss-Rezeptoren, und zeigen in einer Konzentration von 1 x   104    bis 1 x 10-6 g/ml am isolierten Kaninchenherzen nach Isoproterenolgabe ebenfalls einess-blockierende Wirkung. Ferner hemmen sie, wie sich in einer Dosierung von 0,03-30 mg/kg i. v. am Blutdruck der Katze zeigen lässt, die Kreislaufreflexe (CSR). Die neuen Verbindungen können daher als ss-Blocker und Antihypertensoren medikamentös bei Herz- und Kreislauferkrankungen oder psychosomatischen Symptomen dieser Art verwendet werden.



   Besonders wertvoll sind die Verbindungen der Formel
EMI2.1     
 worin R und alk die oben gegebene Bedeutung haben und R3 einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, vor allem einen niederen Alkylrest mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, besonders einen verzweigten niederen Alkylrest dieser Art, und in erster Linie einen sekundären oder tertiären Alkylrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, und speziell den tert.-Butyl- oder besser den Isopropylrest darstellt.



   Aus dieser Gruppe ragen in bezug auf ihre Wirkungen diejenigen Verbindungen heraus, in denen der Rest R-alkder Allyl-, Methallyl- oder Propargylrest ist.



   Eine in Anbetracht ihrer Wirkung besonders bevorzugte Verbindung ist das 1-Isopropylamino-2-hydroxy-3-(p-allyloxy-phenoxy)-propan der Formel
EMI2.2     

Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man in einem 1-(R1-Amino)-2-hydroxy-propan, das in 3-Stellung den Rest der Formel
R-alk-O-Ph-Oworin R, alk, Ph und R1 die angegebenen Bedeutungen haben, trägt und das am Stickstoffatom und an der 2-Hydroxygruppe einen zweiwertigen oder zwei einwertige, durch Hydrolyse abspaltbare Reste aufweist oder in einem Salz davon, diesen Rest (diese Reste) durch Hydrolyse abspaltet. Solche Reste sind z. B.

   Acrylreste, insbesondere solche von Carbonsäuren, wie   Oxycarbonylreste,    wie der   Benzyloxycarbonylrest    oder der Trichloräthoxycarbonylrest, oder der tert.-Butoxycarbonylrest, oder Acylreste von aliphatischen Carbonsäuren, wie niedere Alkanyolreste, z. B. der Acetylrest.



   Verbindungen mit durch Hydrolyse abspaltbaren Resten sind z. B. auch die der Formel
EMI2.3     
 worin Ph, R, R1 und alk die oben gegebenen Bedeutungen haben und   X0    für die Carbonyl- oder Thiocarbonylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylidengruppe steht.



  Eine gegebenenfalls substituierte Alkylidengruppe ist dabei z. B. eine niedere Alkylidengruppe, z. B. Methylen, Äthyliden, Propyliden oder Isopropyliden, oder eine Benzyliden- oder Pyridylmethylidengruppe. Die Benzyliden- oder Pyridylmethylidenreste können unsubstituiert oder ein, zwei oder mehr Substituenten tragen. Als Substituenten kommen dabei vor allem niedere Alkylreste, niedere Alkoxygruppen, Halogenatome und   Trifluoromethylgruppen,    insbesondere die genannten, in Betracht.



   Die Hydrolyse wird in üblicher Weise durchgeführt, beispielsweise in Gegenwart basischer Mittel, wie Alkalihydroxyden, oder vorzugsweise in Gegenwart von sauren Mitteln, wie verdünnten Säuren, z. B. Schwefelsäure oder Halogenwasserstoffsäure, z. B. Salzsäure. Geht man von Verbindungen der Formel III aus, worin   X0    eine gegebenenfalls substituierte Alkylidengruppe bedeutet, führt man die Hydrolyse in saurer Lösung durch.



   Je nach den Verfahrensbedingungen und Ausgangsstoffen erhält man die Endstoffe in freier Form oder in den ebenfalls in der Erfindung inbegriffenen Form ihrer Salze. Die Salze der Endstoffe können in an sich bekannter Weise, z. B.



  mit Alkalien oder Ionenaustauschern in die freie Base übergeführt werden. Von der letzteren lassen sich durch Umsetzung mit organischen oder anorganischen Säuren, insbesondere solchen, die zur Bildung von therapeutisch verwendbaren Salzen geeignet sind, Salze gewinnen. Als solche Säuren seien beispielsweise genannt: Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäuren, Phosphorsäuren, Salpetersäure, Perchlorsäure, aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie Ameisen-, Essig-, Propion-, Bernstein-, Glykol-, Milch-, Äpfel-, Wein-, Zitronen-, Ascorbin-, Malein-, Hydroxymalein-, oder Brenztraubensäure; Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-, Anthra  nil-, p-Hydroxybenzoe-, Salicyl- oder p-Aminosalicylsäure, Embonsäure, Methansulfon-, Äthansulfon-, Hydroxyäthansulfon-, Äthylensulfonsäure;

   Halogenbenzolsulfon-, Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäure oder Sulfanilsäure; Methionin, Tryptophan, Lysin oder Arginin.



   Diese oder andere Salze der neuen Verbindungen, wie z. B. die Pikrate, können auch zur Reinigung der erhaltenen freien Base dienen, indem man die freien Basen in Salze überführt, diese abtrennt und aus den Salzen wiederum die Basen freimacht. Infolge der engen Beziehungen zwischen den neuen Verbindungen in freier Form und in Form ihrer Salze sind im vorausgegangenen und nachfolgend unter der freien Base sinn- und zweckmässig gegebenenfalls auch die entsprechenden Salze zu verstehen.



   Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformen des Verfahrens, denen die Reaktionskomponenten gegebenenfalls in Form von Racematen, optischen Antipoden, Isomerengemischen und/oder Salzen vorliegen.



   Die neuen Verbindungen können je nach Wahl der Ausgangsstoffe und Arbeitsweisen als optische Antipoden oder Racemate, oder, sofern sie mindestens zwei asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten, auch als Isomerengemische (Racematgemische) vorliegen.



   Gegebenenfalls erhaltene   lsomerengemische    (Racematgemische) können auf Grund der physikalisch-chemischen Unterschiede der Bestandteile in bekannter Weise in die beiden stereoisomeren (diastereomeren) reinen Racemate aufgetrennt werden, beispielsweise durch Chromatographie und/oder fraktionierte Kristallisation.



   Erhaltene Racemate lassen sich nach bekannten Methoden in die Antipoden zerlegen, beispielsweise durch Umkristallisation aus einem optisch aktiven Lösungsmittel, mit Hilfe von Mikroorganismen oder durch Umsetzen mit einer, mit der racemischen Verbindung Salze bildenden optisch aktiven Säure und Trennung der auf diese Weise erhaltenen Salze, z. B. auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeiten in die Diastereomeren, aus denen die Antipoden durch Einwirkung geeigneter Mittel freigesetzt werden können. Besonders gebräuchliche optisch aktive Säuren sind z. B. die D- und L Formen von Weinsäure, Di-o-Toluylweinsäure, Äpfelsäure, Mandelsäure, Camphersulfonsäure oder Chinasäure. Vorteilhaft isoliert man den wirksameren der beiden Antipoden.



   Zweckmässig verwendet man für die Durchführung der erfindungsgemässen Reaktionen solche Ausgangsstoffe, die zu den eingangs besonders erwähnten Gruppen von Endstoffen und besonders zu den speziell beschriebenen oder hervorgehobenen Endstoffen führen.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können, falls sie neu sind, nach an sich bekannten Methoden erhalten werden.



   Verbindungen, die am Stickstoffatom und an der 2-Hydroxylgruppe einen zweiwertigen oder zwei einwertige durch Hydrolyse abspaltbare Reste aufweisen, erhält man z. B.



  durch Kondensation einer Verbindung der Formel
EMI3.1     
 oder einer Verbindung der Formel
EMI3.2     
 mit einer Verbindung der Formel    Y1 -R1 (xvIIx)    worin Ph, R und alk die oben gegebenen Bedeutungen besitzen, und bei der Kondensation von Verbindungen XVI und XVIII X2 für Wasserstoff oder einen durch Hydrolyse abspaltbaren Rest und einer der Reste   XX    und Y1 für eine reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppe steht und der andere eine Aminogruppe bedeutet, die durch einen abspaltbaren Rest substituiert ist, und bei der Kondensation von Verbindungen XVII und XVIII Y1 eine durch einen abspaltbaren Rest substituierte Aminogruppe bedeutet, und wobei R1 die oben gegebenen Bedeutungen hat und gegebenenfalls in eine erhaltene Verbindung, die eine freie Hydroxylgruppe aufweist, den abspaltbaren Rest einführt, z.

   B. wie weiter beschrieben.



   Ferner sind diese am Stickstoff und an der 2-Hydroxylgruppe substituierten Verbindungen auch dadurch erhältlich, dass man ein p-(R-alk-O)-Phenol, worin R und alk die oben gegebenen Bedeutungen haben, oder ein Salz davon mit einer Verbindung der Formel
EMI3.3     
 umsetzt, worin X' eine reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppe, der Rest X2 ein durch Hydrolyse abspaltbarer Rest und der Rest X'2 ein Wasserstoffatom oder ein durch Hydrolyse abspaltbarer Rest ist, und die gegebenenfalls vorhandene freie Hydroxylgruppe durch den abspaltbaren Rest substituiert.



   Eine dritte Möglichkeit, die erwähnten, am Stickstoffatom und an der 2-Hydroxylgruppe substituierten Verbindungen zu erhalten, besteht darin, dass man in Verbindungen der Formel
EMI3.4     
 worin R und alk die oben gegebenen Bedeutungen besitzen und einer der Reste X2 und X'2 für Wasserstoff und der andere für Wasserstoff oder einen durch Hydrolyse abspaltbaren Rest steht, den oder die abspaltbaren Reste in üblicher Weise einführt, z. B. durch Acylierung.



   Verbindungen mit durch Hydrolyse abspaltbaren Resten der Formel
EMI3.5     
 worin   X0    die Carbonylgruppe oder Thiocarbonylgruppe bedeutet und Ph, R und alk die oben gegebenen Bedeutungen haben, können ausserdem durch Umsetzung von 1-Aminooder   1 -(NH-R1) -2-hydroxy-3 -[p-(R-alk-O)-phenoxy]-pro-    panen mit reaktionsfähigen Diderivaten der Kohlensäure bzw.



  Thiokohlensäure, wie Kohlensäure bzw. Thiokohlensäurediestern, Kohlensäure- bzw. Thiokohlensäurehalogenidestern, Kohlensäure- bzw. Thiokohlensäuredihalogeniden, Schwe  felkohlenstoff oder besonders Phosgen oder   Thiophosgen    erhalten werden, oder durch Ringschluss von Verbindungen der Formel
EMI4.1     
 worin Y' für ein reaktionsfähiges Derivat der Carboxylgruppe, Thio- oder Dithiocarboxylgruppe steht, und R' den Rest R1 oder Wasserstoff bedeutet. Solche Derivate sind z. B. Ester, wie Alkyl- oder Phenylester, Halogenide, wie Chloride oder Bromide, Amide, wie Diphenylamide, oder Anhydride, z. B. solche der   Formel    = C = O, N = C = S, -NR'COOR" oder NR'CSOR", worin R' die oben gegebene Bedeutung hat und R" für einen Acylrest, besonders den einer Carbonsäure steht.

   Bei erhaltenen N-unsubstituierten Verbindungen wird der Rest R1 in bekannter Weise, z. B. durch Umsetzung der Natriumverbindung mit einer reaktionsfähigen Ester des Alkohols R1OH eingeführt.



   Die neuen Verbindungen können z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie in freier Form oder in Form ihrer nicht-toxischen Salze in Mischung mit einem z. B. für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
10,0 g   3 -Isopropyl-5-(p-allyloxy-phenoxymethyl) -oxa-    zolidinon-(2) werden mit 50 ml 10n Natronlauge während 15 Minuten unter gutem Rühren auf   1200    erhitzt. Hierauf gibt man 200 ml Wasser zu und extrahiert mit Äther. Die Äther-Schicht wird abgetrennt, getrocknet und im Wasserstrahlvakuum eingedampft. Es verbleibt das 1-Isopropyl  amino-2-hydroxy-3 -(p-allyloxy-phenoxy)-propan    der Formel
EMI4.2     
 das nach Umkristallisation aus Hexan bei   77-79"    schmilzt.



  Das Hydrochlorid schmilzt bei   123-124".   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   3-lsopropyl-5-(p-    allyloxy-phenoxymethyl)-oxazolidinon-(2) kann z. B. durch Umsetzen von 5-(p-allyloxyphenoxymethyl)-oxazolidinon (2) in Gegenwart von Natriumhydrid mit Isopropylbromid in Toluol erhalten werden.



   Beispiel 2
1 g 1-(N-Acetyl-isopropylamino)-2-acetoxy-3-(p-allyloxy-phenoxy)-propan wird in 7 ml absolutem Äthanol und 3,5 ml 3n Natronlauge während 7 Stunden am Rückfluss gekocht. Die Reaktionslösung wird im Vakuum eingeengt. Den Eindampfrückstand versetzt man mit Wasser und schüttelt mit Äther aus. Nach Eindampfen der getrockneten Ätherlösung erhält man als Rückstand das 1-Isopropylamino-2hydroxy-3-(p-allyloxyphenoxy)-propan vom   F. 77-79".   



   Beispiel 3
In analoger Weise wie in den Beispielen 1 bis 3 beschrieben kann man die folgenden Verbindungen erhalten: a) 1-Isopropylamino-2-hydroxy-3-(p-metallyloxy-phenoxy)-propan und sein Hydrochlorid; b) 1-Isopropylamino-2-hydroxy-3-(p-propargyloxy-phenoxy)-propan-cyclohexylsulfamat, F.   112-113";    c)   1-(tert.-Butylamino)-2-hydroxy-3 -(p-allyloxy-phen-    oxy)-propan-cyclohexylsulfamat, F.   127-1280;    und d)   1-Cyclopropylamino-2-hydroxy-3 -(p-allyloxy-phen-    oxy)-propan,   F. 68-69".    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von 1-(sek.-Amino)-2-hydroxy-3-(aryloxy)-propanen der Formel EMI4.3 worin alk einen Alkylenrest und R einen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, R1 einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, der auch durch Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatome unterbrochen sein kann und/oder durch Hydroxygruppen substituiert sein kann, einen cycloaliphatischen oder cycloaliphatisch-aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen oder einen gegebenenfalls substituierten araliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen darstellt, und Ph einen gegebenenfalls substituierten 1,4-Phenylenrest bedeutet, und ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem 1-(R1-Amino)2-hydroxy-propan, das in 3-Stellung den Rest der Formel R-alk-O-Ph-O-,
    worin R, alk, Ph und R1 die angegebenen Bedeutungen haben, trägt und das am Stickstoffatom und an der 2-Hydroxygruppe einen zweiwertigen oder zwei einwertige, durch Hydrolyse abspaltbare Reste aufweist, oder in einem Salz davon, diesen Rest (diese Reste) durch Hydrolyse abspaltet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-(R1-Amino)-2-hydroxy-propan, das in 3 Stellung den Rest der Formel R-alk-O-Ph-O, worin R, alk, Ph und R1 die angegebenen Bedeutungen haben, trägt und das am Stickstoffatom und an der 2-Hydroxygruppe je einen Acylrest einer Carbonsäure aufweist, hydrolysiert.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Acylrest ein niederer Alkanoylrest ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI4.4 worin Ph, R, R1 und alk die im Patentanspruch gegebenen Bedeutungen haben und X0 für die Carbonyl- oder Thiocarbonylgruppe steht, hydrolysiert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI5.1 worin Ph, R, R1 und alk die im Patentanspruch gegebenen Bedeutungen haben und X0 eine gegebenenfalls substituierte Alkylidengruppe bedeutet, hydrolysiert.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit alkalischen Mitteln hydrolysiert.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit sauren Mitteln hydrolysiert.
    7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI5.2 worin alk einen niederen Alkylenrest und R einen niederen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet und R3 einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen bedeutet, oder ihre Salze herstellt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI5.3 worin alk einen niederen Alkylenrest und R einen niederen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, und R3 einen sekundären oder tertiären niederen Alkylrest mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, oder ihre Salze herstellt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der in einem der Unteransprüche 7 oder 8 definierten Art, worin R-alk den Allyl-, Methallyl- oder Propargylrest bedeutet, oder ihre Salze herstellt.
    10. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI5.4 worin R-alk- den Allyl-, Methallyl- oder Propargylrest bedeutet und R3 für den tert.-Butylrest oder den Isopropylrest steht, oder ihre Salze herstellt.
    11. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1-1 sopropylamino-2-hydroxy-3 -(p-allyloxyphenoxy)-propan oder seine Salze herstellt.
    12. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1 -Isopropylamino-2-hydroxy-3 -(p-methallyloxyphenoxy)- propan oder seine Salze herstellt.
    13. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1 -Isopropylamino-2-hydroxy-3-(p-prop argyloxyphenoxy)- propan und seine Salze herstellt.
    14. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man gegebenenfalls erhaltene Isomerengemische auftrennt.
    15. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man gegebenenfalls erhaltene Racemate in die optischen Antipoden auftrennt.
    16. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Basen umwandelt.
    17. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Basen in ihre Salze umwandelt.
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