DD161203A3 - Mittel zur beeinflussung des organverhaeltnisses bei hackfruechten - Google Patents

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DD161203A3
DD161203A3 DD23520781A DD23520781A DD161203A3 DD 161203 A3 DD161203 A3 DD 161203A3 DD 23520781 A DD23520781 A DD 23520781A DD 23520781 A DD23520781 A DD 23520781A DD 161203 A3 DD161203 A3 DD 161203A3
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DD
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influencing
water
beet
dichloroisobutyrate
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DD23520781A
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Inventor
Guenther Schilling
Hans Bergmann
Hans Eckert
Werner Kochmann
Wilfried Kramer
Sieghard Lang
Horst Lux
Horst Nindel
Steffan Otto
Guenter Schoeppe
Klaus Schwarz
Walter Steinke
Original Assignee
Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Beeinflussung des Organverhaeltnisses bei Hackfruechten, vorzugsweise bei Betarueben. Als Wirkstoff enthalten sie eine Kombination aus Ethanolamin (I), 2,3-Dichlorisobutyrat (II) und 2-Chlorethylphosphonsaeure (III), wobei das Gewichtsverhaeltnis der Komponenten I:II:III1:0,25 bis 1:0,1 bis 0,3 betraegt und die Gesamtaufwandmenge zwischen 1 und 6 kg Wirkstoff pro Hektar liegt.

Description

235 2 07 3
YEB CHEMIBKOMBINAT BIT(EERFSU) Bitterfeld, 25*11.1981
2191
Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten
Anwendungsgebiet der Erfindung ·
Die Erfindung betrifft Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten, vorzugsweise Betarüben.
Charakteristik der bekannten technischen !lösungen
Ss ist bekannt, daB Kombinationen von 2,3-Dichlorisobutyrat mit Chlorcholinchlorid und/oder 2,4-Dichlorpheno:zy6ssigsäure das Blatt/Wurzel-Verhalt nie bei Wurzelfrüchten, beispieleweise von Betarüben, zugunsten des Rübenkörpers beeinflussen und dadurch Ertragssteigerungen dieser Kulturpflanzen ermöglichen (DD-PS 145 080).
Die Nachteile dieser Wirkstoffkombination liegen vorrangig in der einseitigen und daher von der Witterung stark abhängigen Wirkung· So kann es bei ihrer Anwendung unter Trockenbedingungen zu einer zu starken Reduzierung der Blattmasse kommen, die sich auf die Substanzbildung ungünstig auswirkt. Der hohe Anteil an Chlorcholinchlorid bringt außerdem toxikologische Probleme bei der Verwertung des Rübenblattes. Weiterhin ist
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es bekannt, daß Ethanolamine oder Kombinationen von Ethanolamine n mit Phosphonsäuren und/oder Salizylsäure beziehungsweise ihren Derivaten und Aluminiumsulfat oder Alaun oder Phenoxyisobuttersäurederivaten den Rübenkörperertrag ohne A große Änderung des Organverhältnisses über eine erhöhte \ Wasseraneignung verbessern (DD- WP 151 104 )*
Die Anwendung dieser Wirkstoffe beziehungsweise der Wirkstoffkombinationen bringt nur dann die beabsichtigten Wirkungen, wenn der Wasserhaushalt der Pflanzen angespannt ist· Außerdem ist die Veränderung des Organverhältnisses zu gering, um eine effektive Wasseraasnutzung zu ermöglichen.
Weiterhin sind Mittel zur Regulierung von Wachstums- und Stoffwechselprozessen in Pflanzen bekannt, bei denen Wirkstoffkombinat ionen aus 2-Chlorethylphosphonsäure und/oder Chlorcholinchlorid und ein Dichlorphenoxyisobuttersäurederivat, beispielsweise 2,4-Dichlorphenoxyisobuttersäure, verwendet werden (DD-PS 136 209).
Die Nachteile dieser Wirkstoffkombinationen bestehen vor allem in der unsicheren Wirkung. Außerdem verbessern diese Mittel lediglich die Wasseraneignung und nicht die Wasserausnutzung im Sinne einer erhöhten Trockensubstanzbildung je Einheit verbrauchten Wassers (WUE).
Ferner ist es bekannt, daß Dimethylsulfoxid mit Phenylbutazon oder Phenobarbital oder Nicetamid oder Metopiron die Transpirationsproduktivität bei Getreide erhöhen (DD-PS 126 141). Eine Steigerung dieses Effektes ist durch Zusätze wirkungserhöhender Mittel zu Dimethylsulfoxid wie Azetylsalizylsäure, Paraformaldehyd, ai-Updroxychinolin oder 2-Chlorethylphosphonsäure möglich (DD-PS 133 512).
Wassersparende Konstitutionstypen bei Getreide werden nach DD-PS 136 209 auch induziert, wenn die
Pflanzen mit Wirkstoffkombinationen aus 2-Ohlorethylphos-
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phonsäure, Chlorcholinchlorid und/oder 2,4-Dichlorphenoxyisobuttersäure behandelt werden.
Die Nachteile dieser Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen liegen neben der nicht sichtbaren Wirkung vor allem in der toxikologischen Bedenklichkeit der eingesetzten Präparate und der komplizierten technischen Zugänglichkeit· |
\ Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Anteil Ökonomisch relevanter Ernteprodukte an der Gesamtbiomasse (Ernteindex) zu verbessern· Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, wachstumsregulie- \ rende Mittel aus Wirkstoffen oder mehreren Wirkstoff komponenten zu entwickeln» die infolge Synergistischer Effekte die Veränderung des Organverhältnisses zugunsten des Haupternteproduktes bewirken und die ertragsbezogene Wasserausnutzung verbessern,
Darlegung des Wesens der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff eine Kombination aus Ethanolamin (I), 2,3-Dichlorisobutyrat (II) und 2-Chlorethylphosphonsäure (III) enthalten, wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten I : II : III = 1 : 0,25 bis 1 : 0,1 bis 0,3 beträgt und die Gesamtaufwandmenge zwischen 1 und 6 kg Wirkstoff pro Hektar liegt· '
Werden Hackfruchtbestände Ende Juni bis Ende August mit den erfindungsgemäßen Mitteln behandelt, ergeben sich signlfi- : kante Steigerungen der Rübenkörperertrage sowie eine Ver- ; besserung der endertragsbezogenen Wasserausnutzung·
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AusführunKsbeispiel
Zur Erläuterung der Erfindung dienen Ergebnisse von Feldversuchen mit Zuckerrüben auf Loßstandorten. Die Mittelkombinationen sind als wäßrige Lösungen (Tankmischungen) auf trockene Pflanzenbestände gespritzt worden, wobei die Applikation unmittelbar beziehungsweise 3 Wochen nach Bestandesschluß erfolgte. Jede WirkstoffVariante wurde bei einer Parzellengröße von 16,2 m in vierfacher Wiederholung geprüft. Aussaat, Pflege und Düngung der Zuckerrüben erfolgten in der praxisüblichen Art und Weise zu den jeweils günstigsten agrotechnischen Terminen·
Nach der manuellen Rodung der Rüben wurde die Blattmasse bestimmt und nach Waschen des Rübenkörpers die Rübenkörpermasse.
f Die Ermittlung der Wasserausnutzung erfolgte aus dem Brutto-' wasserangebot (Niederschlagssumme vom 1. April bis zum 30· September und der Speicherfeuchte bis 100 cm Tiefe) abzüglich der Bodenfeuchte zum Erntezeitpunkt· Dazu wurde der Bodenwassergehalt unmittelbar nach der Ernte mit Hilfe von Erdbohrern bis 100 cm Tiefe bestimmt (je Variante 10 Proben).
Wasserausnutzung (kg Rübenfrischmasse/mm) =
Rubenfr3 fl^hmftag e/ha (kg) Bruttowasserangebot(mm)-Bodenfeuchte zur Ernte (mm)
Die Ergebnisse sind aus der Tabelle zu ersehen· Da es sich hierbei um Ergebnisse verschiedener Versuche handelt, ist auf die Wiedergabe von Absolutzahlen verzichtet worden.
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2191
Tabelle« Rüben- und Blattertrag sowie Wasserausnutzung in Relativzahlen von Feldversuchen mit Zuckerrüben
Rüben frisch masse dt/ha Blatt frisch masse dt/ha 98 Rüben- Blatt- Yerhält- nis : 1 Wasseraus- ~M nutzung kg 5 Hübenkörper/ f mm Wasser | 103
Wirkstoff 100 100 100 100 I
Eontrolle 104 96 108 101 I 107
Ethanolamin 104 70 90 149 I
2,4—Dichlor- : phenoxyessig säure 103 94 110 i'
2-Chlorethyl- phosphonsäure 96 92 104 115 I
Azetylsalizyl- säure 93 91 108
2,3-Dichlor- isobutyrat
Ethanolamin 107 109
+ 2,3-Dichloriso- butyrat
Ethanolamin
2,3-Dichloriso- butyrat. 112 124
2-Chlorethylphos- phonsäure

Claims (1)

  1. 235207 3
    2191 WP A 01 N/235 207/3
    ndungsanspruch
    Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten, vorzugsweise bei Betarüben, gekennzeichnet
    dadurch, daß sie neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff eine Kombipation aus Ethanolamin (I),
    2,3-Dichlorisobutyrat (II) und 2-Chlorethylphosphonsäure (III) enthalten, wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten I : II : III = 1 : 0,25 bis 1 : 0,1 bis 0,3 beträgt und die Gesamtaufwandmenge zwischen 1 und 6 kg Wirkstoff pro Hektar liegt·
    32*
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