DD202973A3 - Mittel zur beeinflussung des organverhaeltnisses bei hackfruechten - Google Patents

Mittel zur beeinflussung des organverhaeltnisses bei hackfruechten

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DD202973A3
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Beeinflussung des Organverhaeltnisses bei Hackfruechten, vorzugsweise bei Betarueben. Als Wirkstoff enthalten sie eine Kombination aus Ethanolamin (I) 2,4-Dichlorphenoxyessigsaeure (II) und gegebenenfalls Salizylsaeure oder Azetylsalizylsaeure (III), wobei die Gewichtsverhaeltnisse der Komponenten I:II = 1:0,005 bis 0,05 und der Komponenten I:II:III = 1:0,005 bis 0,05:0,4 bis 1 betragen und die Gesamtaufwandmenge zwischen 1 und 6 kg Wirkstoff pro Hektar liegt.

Description

/f-
ЕИГПВИОИВІНАЗ? BITTERFEbD Bitterfeld, 25. 11. 1981
2189
Mittel zur Beeinflussung des Organverhält niss es bei Hackfrüchten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten, vorzugsweise Betarüben.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß Kombinationen von 2,3-Dichlorisobutyrat mit Chlorcholinchlorid und/oder 2,4-Dichlorpheno:xyessigsäure das Blatt/Wurzel-Verhältnis bei Wurzelfrüchten, beispielsweise von Betarüben, zugunsten des Sübenkörpers beeinflussen und dadurch Ertragssteigerungen dieser Zulturpflanzen ermöglichen (DD-PS 145 380).
Die Nachteile dieser Wirkstoffkombination liegen vorrangig in der einseitigen und daher von der Witterung stark abhängigen Wirkung. So kann es bei ihrer Anwendung unter Trockenbedingungen zu einer zu starken Reduzierung der Blattmasse kommen, die sich auf die Substanzbildung ungünstig auswirkt. Der hohe Anteil an Chlorcholinchlorid bringt außerdem toxikologische Probleme bei der Verwertung des Eübenblat-ces. Weiterhin ist es bekannt,
30Л0Ѵ. 1981*974520
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daß Ethanolamine oder Kombinationen von Ethanolaminen mit Phosphonsäuren und/oder Salizylsäure beziehungsweise ihren Derivaten und Aluminiumsulfat oder Alaun oder Phenoxyisobuttersäurederivaten den Rübenkörperertrag ohne große Änderung des Organverhältnisses über eine erhöhte Wasseraneigmog -verbessern ( DD-PS 151 104 ). Die Anwendung dieser Wirkstoffe beziehuügsweise der Wirkstoffkombinationen bringt nur dann die beabsichtigten Wirkungen, wenn der Wasserhaushalt der Pflanzen angespannt ist. Außerdem ist die Veränderung des Organverhältnisses zu gering, um eine effektive Wasserausnutzung zu ermöglichen.
Weiterhin sind Mittel zur !Regulierung von Wachstums- und Stoffwechselprozessen in Pflanzen bekannt, bei denen Wirkstoffkombinationen aus 2-Chlorethylphosphonsäure und/oder Chlorcholinchlorid und ein Dichlorphenoxyisobuttersäurederivat, beispielsweise 2,4-Dichlorphenoxyisobuttersäure, verwendet werden (DD-PS 136 209)·
Die Nachteile dieser Wirkstoffkombinationen bestehen vor allem in der unsicheren Wirkung. Außerdem verbessern diese Mittel lediglich die Wasseraneignung und nicht die Wasserausnutzung im Sinne einer erhöhten Trockensubstanzbildung je Einheit verbrauchten Wassers (WIIS).
Ferner ist es bekannt, daß Dimethylsulfoxid mit Phenylbutazon oder Phenobarbital oder Nicetamid oder Metopiron die Transpirationsproduktivität bei Getreide erhöhen (DD-PS 126 141). Eine Steigerung dieses Effektes ist durch Zusätze wirkungserhöhender Mittel zu Dimethylsulfoxid wie Azetylsalizylsäure, Paraformaldehyd, 8-Hydroxychinolin oder 2-Chlorethylphosphonsäure möglich (DD-PS 133 512).
Wassersparende Eonstitutionstypen bei Getreide werden nach DD-PS 136 209 auch induziert, wenn die Pflanzen mit Wirkstoffkombinationen aus 2-Chlorethylphosphonsäure,
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Chlorcholinchlorid und/oder 2,4-Dichlorpheno:xyisobutt ersäur e behandelt werden.
Die Nachteile dieser Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen liegen neben der nicht sichtbaren Wirkung vor allem in der toxikologischen Bedenklichkeit der eingesetzten Präparate und der komplizierten technischen Zugänglichkeit.
Ziel der Erf indung
Ziel der Erfindung ist es, den Anteil ökonomisch relevanter Ernteprodukte an der Gesamtbiomasse (Ernteindex) zu verbessern. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, wachstumsregulierende Mittel aus Wirkstoffen oder mehreren Wirkstoffkomponenten zu entwickeln, die infolge Synergistischer Effekte die Veränderung des Organverhältnisses zugunsten des Haupternteproduktes bewirken und die ertragsbezogene Wasserausnutzung verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff eine Kombination aus Ethanolamin (I), 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure
(II) und gegebenenf-alls Salizylsäure oder Azetylsalizylsäure
(III) enthalten, wobei die Gewichtsverhältnisse der Komponenten I : II = 1 : 0,005 bis 0,05 und der Komponenten I : II : III = 1 : 0,005 bis 0,05 ·* 04 bis 1 betragen und die Gesamtaufwandmenge zwischen 1 und 6 kg Wirkstoff pro Hektar liegt.
Werden Hackfruchtbestände Ende Juni bis Ende August mit den erfindungsgemäBen Mitteln behandelt, ergeben sich signifikante Steigerungen der Rübenkörperertrage sowie eine Verbesserung der endertragsbezogenen Wasserausnutzung.
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Ausführungsbeispiel
Zur Erläuterung der Erfindung dienen Ergebnisse von Feldversuchen mit Zuckerrüben auf Lößstandorten. Die Mittelkombinationen sind als wäBrlge Lösungen (Taniraischlingen) auf trockene Pflanzenbestände gespritzt worden, wobei die Applikation unmittelbar beziehungsweise 3 Wochen nach Bestandesschluß erfolgte. Jede WirkstoffVariante wurde bei einer Parzellen-
2 größe von 16,2 m in vierfacher Wiederholung geprüft. Aussaat, Pflege und Düngung der Zuckerrüben erfolgten in der praxisüblichen Art und Weise zu den jeweils günstigsten agrotechnischen Terminen.
Nach der manuellen Rodung der Rüben wurde die Blattmasse bestimmt und nach Waschen der Rübenkörper die Rübenkörpermasse.
Die Ermittlung der ?/asserausnutzung erfolgte aus dem Bruttowasserangebot (Niederschlagssumme vom 1. April bis zum 30· September und der Speicherfeuchte bis 100 cm Tiefe) abzüglich der Bodenfeuchte zum Erntezeitpunkt. Dazu wurde der Bodenwassergehalt unmittelbar nach der Ernte mit Hilfe von Erdbohrern bis 100 cm Tiefe bestimmt (je Variante 10 Proben).
Wasserausnutzung (kg Rübenfrischmasse/mm) =
Rübenfrischmasse/ha (kg)
Bruttowasserangebot(mm)-Bodenfeuchte
zur Ernte (mm)
Die Ergebnisse sind aus der Tabelle zu ersehen. Da es sich hierbei um Ergebnisse verschiedener Versuche handelt, ist auf die Wiedergabe von Absolutzahlen verzichtet worden.
Tabelle: Rüben- und Blattertrag sowie Wasserausnutzung in Relativzahlen von Feldversuchen mit Zuckerrüben
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Wirkstoff Rüben frisch masse dt/ha Blatt frisch masse dt/ha Rüben- Blatt- Verhält- nis : 1 Wasseraus nut zuag kg Rübenkörper/ mm Wasser
Ebntrolle 100 100 100 100
Ethanolamin 104 96 108 101
2,4-Dichlor- phenoxyessig- säure 104 70 149 _
2-Chlorethyl- phosph.0 nsäure 103 94 110 -
Azetylsalizyl- säure 96 92 104 -
2,3-Dichlor- isobutyrat 98 91 108 юз
Ethanolamin
2,4-Dichlorphe n- oiyess igsäure 113 61 185 119
Ethanolamin
2,4-Dicblorphen- oxyessigsäure
Äzetylsalizyl- säure 115 72 160 -

Claims (1)

  1. - 6 - 2189
    Brf i ndungsanspruch
    Mittel zur Beeinflussung des Organverhältnisses bei Hackfrüchten, vorzugsweise bei Betarüben, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff eine Kombination aus Ethanolamin (I), 2,4—Dichlorphenoxyessigsäure (II) und gegebenenfalls Salizylsäure оДег Azetylsalizylsaure (III) enthalten, wobei die Gewichtsverhältnisse der Kompooeaten I : II = 1 : 0,005 bis 0,05 und der Komponenten I : II : III = 1 : 0,005 bis 0,05 J 0,1 bis 1 betragen und die Gesamtaufwandmenge zwischen 1 und 6 kg Wirkstoff pro Hektar liegt.

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