DD287034A5 - Verfahren zur herstellung von 2-alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansaeuren und -estern - Google Patents

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DD287034A5
DD287034A5 DD33186089A DD33186089A DD287034A5 DD 287034 A5 DD287034 A5 DD 287034A5 DD 33186089 A DD33186089 A DD 33186089A DD 33186089 A DD33186089 A DD 33186089A DD 287034 A5 DD287034 A5 DD 287034A5
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alkoxy
oxo
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quinazolin
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Manfred Suesse
Dorothee Cleve
Siegfried Johne
Original Assignee
Akademie Der Wissenschaften Der Ddr,De
Akademie Der Wissenschaften Der Ddr,Institut Fuer Biochemie Der Pflanzen,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansaeuren und -estern. Erfindungsgemaesz wird eine * oder deren Ester mit einem Orthokohlensaeuretetraalkylester in einem inerten organischen Loesungsmittel oder ohne Loesungsmittel unter Erwaermen zu einem 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansaeureester der allgemeinen Formel II umgesetzt. Durch anschlieszende Hydrolyse im basischen Medium werden die entsprechenden Saeuren (R3H) der allgemeinen Formel II erhalten. Unter den Verbindungen der allgemeinen Formel II befinden sich fungizid oder pflanzenwachstumsregulatorisch wirksame Substanzen. Formel II{* und -ester; * und -ester; Orthokohlensaeuretetraalkylester}

Description

Hierzu 1 Seite Formeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäuren und -estern der allgemeinen Formel II.
Die Erfindung ist für die Land-, Garten- und Forstwirtschaft von Interesse, wo erfindungsgemäß hergestellte Verbindungen z. B. als Fungizide oder Pflanzenwachstumsregulatoren einsetzbar sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Eine große Anzahl von Chinazolinen mit potentieller Wirkung als Phytoeffektoren, Fungizide, Akarfcide, Insektizide oder Herbizide ist bekannt (M. Süße, S.Johne, Z. Chem. 21,431 (1981)). Einige 4-Alkoxy- und 2,4-Dialkoxy-chinazolino wurden bisher aus den entsprechenden Halogenchinazolinen und Alkoholaten
erhalten (W. L. F. Armarego, „The Chemistry of Heterocyclic Compounds*, 24. Band .Fused Pyrimidines, I. Quinazolines", New
York, London, Sydney, 11967.'?.
^-Alkoxy^-oxo-chinazolin-S-yl-alkansäuren und -ester der allgemeinen Formel Il sind bisher nicht bekannt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, neue, biologisch aktive 2-Alkoxy-4-oxo-chinaiolin-3-yl-alkansäuren und -ester der Praxis als Wirkstoffe zur Verfügung zu stellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäuren und •estern der allgemeinen Formel Il zu entwickeln.
Erfindungsgemäß wird eine N-(2-Amino-benzoyl)-aminoalkansäure oder deren Ester der allgemeinen Formel I mit einem Orthokohlonsäuretetraalkylester bei Temperaturen von 110 bis 130°C zu einem 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäureester der allgemeinen Formel Il umgesetzt. Überraschend ist dabei, daß neben der Cyclisierung gleichzeitig eine Veresterung der Carboxylgruppe stattfindet. Im Vergleich mit bisher bekannten Reaktionen des Onhokohlensäuretetraalkylesters ist weiter überraschend, daß die erfindungsgemäße Umsetzung zu den Verbindungen der allgemeinen Formel Il nur in dem engen Temperaturbereich verläuft.
Die 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäuren der allgemeinen Formel Il werden durch Hydrolyse der entsprechenden Ester
der allgemeinen Formel Il im basischen Medium erhalten.
In den allgemeinen Formeln I und Il stehen R für Alkyl, R2 und R3 unabhängig voneinander für H oder Alkyl, X für Alkylen
(geradkettig [C1-Ci0I oder verzweigt, gegebenenfalls substituiert), R1 für Alkyl, Alkoxy, Halogen, CF3, NO2, CN oder Dielkylamino und η für 0 bis 4, wobei in den Fällen η = 2,3 odet 4 die R1 gleich oder verschieden sind.
Es ist möglich, die Umsetzung der Verbindung der allgemeinen Formel I mit dem Orthokohlensäuretetraalkylester ohne Zusatz
eines Lösungsmittels oder in einem inerten organischen Lösungsmittel durchzuführen. Als Lösungsmittel eignen sich beispielsweise Xylol, DMF, DMSO oder Acetanhydrid. Der Orthokohlensäuretetraalkylester wird im Überschuß eingesetzt. Es ist zweckmäßig, niedrigsiedende Produkte, insbesondere Alkohole ROH und Wasser, aus dem Reaktionsg'jmisch kontinuierlich zu entfernen, beispielsweise durch Destillation.
Die Hydrolyse der Ester der allgemeiner·1 Formel Il (R3 = Alkyl) zu den entsprechenden Säuren (R3 = H) erfolgt bei Raumtemperatur oder unter Erwärmen z. B. mit einem Alkalihydroxid, -alkoholat oder -carbonat. Die Verbindungen der allgemeinen Formel I sind aus Isatosäureanhydriden und aliphatischen Aminosäuren leicht zugänglich
(M.Süße, S.Johne, HeIv. Chim. Acta 68,8112 [1985)) und können als Rohprodukte eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht erstmalig die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formol II. Die Verbindungen der allgemeinen Formel Il sind biologisch aktiv. Unter ihnen befinden sich solche, die eine fungizide oder
pflanzenwachstumsregulatorische Wirkung zeigen.
Die Erfindung wird nachstehend durch Ausführungsbeispiele erläutert. Ausfuhrungsbeispiele Beispiel 1
2,08g 2-Amino-hippursäuremethylester (I: π = 0, X = CH2, R1 = CH3) werden mit 4,08g Orthokohlensäuretetramethylester in einer Destillationsaoparatur 2 Stdn. auf 11O0C erhitzt und das entstehende Methanol abdestilliert. Der Überschuß an Orthokohlensäurees'.er wird im Vakuum abdestilliert und der Rückstand säulenchromatografie^ (Kieselgel 60, Elution mit Chloroform, dem steigende Mengen an Methanol zugegeben werden) getrennt und aus Methanol/Wasser umkristallisiert. Ri = 0,65 (Benzon/Aceton = 20:7), Schm.: 113-116°C, Ausbeute: 420mg an ß^-Dihydro-a-methoxy^-oxo-chinazolin-S-yl)-essigsäuremethylesterdl: η = 0, R = R3 = CH3, X = CH2).
Beispiel 2
1,94g 2-Amino-hippursäure (I: η = 0, R2 = H, X = CH2) werden mit 4,08g Orthokohlensäuretetramethylester in einer Destillationsapparatur 3 Stdn. beginnend bei 110 und steigernd auf 130°C erhitzt unter kontinuierlichem Abdestillieren aller niedrigsiedenden Produkte. Weiter wie unter Beispiel 1. Ausbeute: 400mg an (3,4-Dihydro-2-methoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl)-essigsäuremethylester (II: η = 0, R = R3 = CH3, X = CH2).
Beispiel 3
2,22g 2-Amino-hippursäureethylester (I: η = 0, R2 = C2H6, X = CH2) werden mit 5,86g Orthokohlensäuretetraethylester in einer
Destillationsapparatur 3 Stdn. auf 130°C (Badtemperatur) erhitzt. Weiter wie unter Beispiel 1.Ri = 0,7 (Benzen/Aceton = 20:7), Schmp.: 75-770C, Ausbeute: 970mg an (2-Ethoxy-3,4-dihydro-4-oxo-chinazolin-3-yl)-essigsäureethylester (II: η = 0,
R = R' = C2H6, X = CH2).
Beispiel 4
2,42g OAmino-S-chlorl-hippursäuremethylester (I: [R1In = 5-CI.R2 = CH3, X = CH2) werden mit 4,08g Orthokohlensäuretetramothylester nach Beispiel 2 umgesetzt. Ri - 0,65 (Benzen/Aceton = 20:7), Schmp.: 113-1150C, Ausbeute: 480mg an (e-Chlor-SAdihydro^-methoxy^-oxo-chinazclin-S-yO-essigsäuremethylester (II: [R1In = 6-CI, X = CH2, R = R'=, CH3).
Beispiel 5
2,22g N-(2-Amino-benzoyl)-aminopropansäure (I: η = 0, X = CH2CH2, R: = H) und 3g Orthokohlensäuretetramethylester werden in 20ml Acetanhydrid in einer Destillationsapparatur langsam auf 12O0C (Bad) erhitzt und noch 1 Std. bei dieser Temperatur gehalten. Im Vakuum wird zur Trockne eingedampft und nach Beispiel 1 aufgearbeitet. Ri = 0,6 (Benzen/ Aceton = 20:7), Schmp.: 52-560C, Ausbeute: 430mg an 3-(3,4-Dihydro-2-methoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl)-propansäuremethylester (II: η = 0, X = CH2CH2, R = R3 = CH3).
Beispiel β
1,63g 2H-3,1-Benzoxazin-2,4(1H)-dion werden unter Rühren zu 70ml einer wäßrigen Lösung von 1,1 g 4-Amino-buttersäure und 1,1 g Triethylamin gegeben und bei 30-PO0C bis zur Beendigung der CO2-Entwicklung (2 Stdn.) gerührt. Die Reaktionslösung wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand mit 4,08g Orthokohlensäuretetramethylester nach Beispiel 2 umgesetzt. R( = 0,6 (Benzen/Aceton = 20:7), Ausbeute: 310mg (Öl) an 4-(3,4-Dihydro-2-methoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl)-butansäuremethylester (II: η = 0, X = CH2CH2CH2, R = R3 = CH3).
Beispiel 7
1,63g 2H-3,1-Benzoxazin-2,4(1H)-dion werden unter Rühren zu einer Lösung von 1,7g 4-Aminobuttersäuremethylesterhydrochlorid und 1,1 g Triethylamin in 50ml abs. Methanol gegeben. Es wird bei 30-500C bis zur Beendigung der CO2-Entwicklung (2-3 Stdn.) gerührt. Es wird im Vakuum zur Trockne eingedampft und mit Chloroform aufgenommen, filtriert und erneut das Filtrat zur Trockne einrotiert. Der Rückstand wird mit 4g Orthokohlensäuretetramethylester und 10g Acetanhydrid nach Beispiel 2 weiter umgesetzt. Ausbeute: 400mg an 4-(3,4-Dihydro-2-methoxy-4-oxo-rhinazolin-3-yl)-butansäuremethylester (II: η = 0, X = CH2CH2CH2, R = R3 = CH3).
Beispiel 8
100mg O^-Dihydro^-methoxy^-oxo-chinazolin-S-yD-essigsäuremethylester (II: η = 0, R = R3 = CH3, X = CH2) werden in 5ml Methanol gelöst und 2 ml 2N Natronlauge zugegeben. Nach Stehen über Nacht wird mit Essigsäure angesäuert (pH 6-7), im Vakuum eingeengt und der Rückstand an 40g Kieselgel 60 (Merck, 0,063-0,2 mm Korngröße) mit Chloroform/Methanol/ 25%igem Ammoniak = 80/20/0,5 chromatografiert. Ausbeute: 40mg an O^-Dihydro^-methoxy^-oxo-chinazolin-S-yl)-essigsäure (II: η = 0, R = CH3, R3 = H, X = CH2).
(R1)
NH-X-COOR2
(R1)n
N-X-C00R3 Λ,
OR

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung von 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäuren und deren -estern der allgemeinen Formel II, dadurch gekennzeichnet, daß man eine N-(2-Amino-benzoyl)-aminoalkansäura oder deren Ester der allgemeinen Formel I mit einem Orthokohlensäuretetraalkylester bei Temperaturen von 110 bis 13O0C zu einem 2-Alkoxy-4-oxochinazolin-3-yl-alkansäureester der allgemeinen Formel Il umsetzt, aus dem durch anschließende Hydrolyse im basischen Medium die entsprechende 2-Alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäure der allgemeinen Formel Il (R3 = H) erhalten wird, wobei in den allgemeinen Formeln I und Il R für Alkyl, R2 und R3 unabhängig voneinander für H oder Alkyl, X für Alkylen (geradkettig [C1-C10] oder verzweigt, gegebenenfalls substituiert), R1 für Alkyl, Alkoxy, Halogen, CF3, NO2, CN oder Dialkylaminoundnfür0bis4,wobeiindenFällenn = 2,3 oder 4 die R1 gleich oder verschieden sind stehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbindungen der allgemeinen Formel I als Rohprodukte einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung der Verbindung der allgemeinen Formel I mit dem Orthokohlensäuretetraalkylester in einem inerten organischen Lösungsmittel durchführt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den Orthokohlensäuretetraalkylester im Überschuß einsetzt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man niedrigsiedende Produkte (Alkohole) kontinuierlich au3 dem Reaktionsgemisch entfernt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ester (R3 = Alkyl) der allgemeinen Formel Il bei Raumtemperatur oder unter Erwärmen mit einem Alkalihydroxid, -alkoholat oder -carbonat zu einer Säure (R3 = H) der allgemeinen Formel Il umsetzt.
DD33186089A 1989-08-17 1989-08-17 Verfahren zur herstellung von 2-alkoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansaeuren und -estern DD287034A5 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1998026664A1 (en) * 1996-12-17 1998-06-25 E.I. Du Pont De Nemours And Company Fungicidal quinazolinones

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