DD291081A5 - Verfahren zur herstellung von 1,2,3,4-tetrahydro-2,4-dioxo-chinazolin-3-yl-alkansaeureestern - Google Patents

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tetrahydro
dioxo
alkyl
water
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Manfred Suesse
Dorothee Cleve
Siegfried Johne
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Akademie Der Wissenschaften Der Ddr,Institut Fuer Biochemie Der Pflanzen,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von * Erfindungsgemaesz wird ein * in Loesung oder in Suspension in einem organischen Loesungsmittel oder ohne Loesungsmittel mit Wasser zu einem * der allgemeinen Formel II umgesetzt. Unter den Verbindungen der allgemeinen Formel II befinden sich fungizid oder pflanzenwachstumsregulatorisch wirksame Substanzen. Formel II{* *}

Description

Hierzu 1 Seite Formeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von I^.S^-Tetrahydro^-dioxo-chinazolin-S-yl-alkansäureestern der allgemeinen Formel II. Die Erfindung ist für die Land-, Garten· und Forstwirtschaft von Interesse, wo erfindungsgemäß hergestellte Verbindungen z. B. als Fungizide oder Pflanzenwachstumsregulatoren einsetzbar sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Eins große Anzahl von Chinazolinen mit potentieller Wirkung als Phytoeffektoren, Fungizide, Akarizide, Insektizide oder Herbizide ist bekannt (M.Süße, S.Johne, Z.Chem.21,431 (1981]).
Von den Verbindungen der allgemeinen Formel Il sind bereits einige Vertreter bekannt. Ausgehend vom Chinazolin-2,40 H,3H)-dion wurde nach dessen Salzbildung entweder mit Bromessigsäureethylester der 1 ^A-Metrahydro^Adioxo-chinazolin-S-ylessigsäureethylester (II: η = 0, X = CH2, R2 = C2H6) (M.Süße, S.Johne, B.Hillmann, DDR-PS 232269) erhalten oder mit 4-Brombutyronitnl im Gemisch neben anderen Verbindungen das entsprechende Chinazolindionnitril hergestellt, dessen Hydrolyse die entsprechende Butansäure und durch Veresterung den 4-(1 ^,S^-Tetrahydro-JM-dioxo-chinazolin-S-yl)-butansäureethylester (II: η = 0, X = CH2CH2CH2, R2 = C2H6) ergab (L. R.Crook, A.B.A.Jansen, K.E.V.Spencer, D.H.Watson, Brit.-PS 1036694).
Ausgehend von 2-Aminobenzonitril und Isocyanatoessigsaureethylester wurde über mehrere Stufen der 1,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxo-chinazolin-3-yl-essigsäureethylester(ll:n = 0,X = CH21R1 = C2H6) erhalten (E. l'.Pnpadopoulos, J.Heterocycl.Chem. 18, 515 (1981); E.P.Papadopoulos,C.D.Torres, J.Heterocycl.Chem.19,269 [1982]).
Einige Ester der allgemeinen Formel Il wurden aus Anthranilsäureestern über die o-lsocyanatobenzoesäureester, deren Reaktion mit Aminosäureestern zu den entsprechenden o-Ureidobenzoesäureestern oder deren Derivaten und anschließende Cyclisierung dargestellt (E.Wolf, H.Kohl, J.Liebigs Ann.Chem. 1975,1245; N.Yamaya, N.Chau, Y.Iwakura, Seikei Daigaku Kogakubu Kogaku Hokoku 33,2239 [1982], Chem. Abstr.97,72 322g [1982]; F. Kienzle, A. Kaiser, R. E. Minder, HeIv. ChIm. Acta 66,
Diese Verfahren sind jedoch nicht allgemein anwendbar.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, biologisch aktive 1,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxo-chinazolin-3-yl-alkansäureester der Praxis in der gewünschsten Vielfalt, in ausreichender Menge und unter Verwendung von umweltfreundlicheren und ungefährlicheren Agenzien zur Verfügung zu stellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein einfaches, allgemein anwendbares Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel Il zu entwickeln, das durch technisch leicht handhabbare Ausgangsstoffe gekennzeichnet ist.
Erfindungsgemäß wird ein 2-Alkoxy-3,4-dihydro-4-oxo-chinazolin-3-yl-alkansäureester der allgemeinen Formel I in Lösung oder in Suspension in einem organischen Lösungsmittel oder ohne Lösungsmittel mit Wasser zu einem 1,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxochinazolin-3-yl-alkansäureester der allgemeinen Formel Il umgesetzt.
In den allgemeinen Formeln I und Il stehen R und R2 (gleich oder verschieden) für Alkyl, X für Alkylen (geradkettig (C1-C10] oder verzweigt, gegebenenfalls substituiert), R1 für Alkyl, Alkoxy, Halogen, CF3, NO2, CN oder N(Alkyl)2 und η für 0 bis 4, wobei in den Fällen η = 2,3 oder 4 die R1 gleich oder verschieden sind.
Als Lösungsmittel eignen sich alle mit Wasser mischbaren Lösungsmittel oder deren Gemische mit Wasser. Von Vorteil ist die Ausführung der Reaktion in Gegenwart einer Säure, wobei katalytisch^ Mengen schon ausreichend sind. Überraschend ist dabei, daß die 2-Alkoxygruppe unter diesen milden Bedingungen hydrolysiert wird und die Estergruppe intakt bleibt. Die
Reaktion kann bei Raumtemperatur oder unter Erwärmen durchgeführt werden, wobei Im letzteren Falle die Reaktionszeit
verkürzt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren Ist allgemein anwendbar und geht von leicht handhabbaren und, im Vergleich zu den
bekannten Verfahren, umweltfreundlicheren und ungefährlicheren Ausgangsstoffen aus, die handelsübliche Produkte sind bzw.nach bekannten Verfahren hergestellt werden können. Es liefert die Verbindungen der allgemeinen Formel Il in der gewünschten
Vielfalt und in ausreichenden Mengen. Die Verbindungen der allgemeinen Formel Il sind biologisch aktiv. Unter ihnen befinden sich solche, die eine fungizide oder
pflanzenwachstumsregulatorische Wirkung zeigen.
Die Erfindung wird nachstehend durch Ausführungsbeispiele erläutert. Ausführungsbeispiele Beispiel 1
42mg3,4-Dlhydro-2-methoxy-4-oxo-chinazolln-3-yl-es8lg8äuremethyle8ter(l: η = 0, X = CH21R => R2 = CH3) werden in 5ml Methanol gelöst. Ee wird 1 Tropfen konz. Salzsäure zugegeben und das Reaktionsgemisch 2 Stunden auf dem Wasserbad auf 40-500C erwärmt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum wird der Rückstand durch präparative Schichtchromatografie getrennt (Kieselgel PF1 Merck). R1 = 0,4 (Benzen/Aceton ·* 20:7), Schmp.: 203-2070C, Ausbeute: 33mg an 1,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxo-chlnazolin-3-yl-essigsäuremethylester (II: η = 0, X = CH2, R1 = CH3).
Beispiel 2
276mg (2-Ethoxy-3,4-dihydro-4-oxo-chinazolin-3-yl)-essigsäureethylester (I: η = 0, X = CH2, R = R2 = C2H6) werden in 10ml Ethanol und 5ml Wasser mit 2 Tropfen konz. Salzsäure unter Rühren versetzt und 1 Stunde bei 60-700C Im Wasserbad gehalten. Im Vakuum wird eingedampft und der Rückstand aus Ethanol umkristallisiert. Schmp.: 227-23O0C, Ausbeute: 230 mg an 1,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxo-chinazolin-3-yl-6Ssigsäureethylester(ll: η = 0, X = CH2, R2 = C2H6).
Beispiel 3
2,62g3-(3,4-Dihydro-2-methoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl)-propansäuremethylester(l:n = 0,X = CH2CH2,R = R2 = CH3) werden in 20ml Dioxan und 5ml Wasser mit 2 Tropfen konz. Schwefelsäure versetzt und 2 Stunden bei 40-5O0C im Wasserbad gerührt. Es wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand aus Methanol/Wasser umkristallisiert. Schmp.: 179-1810C, Ausbeute: 2,12g an? (I^.SATetrahydro^-dloxo-chinazolin-S-yll-propansäuremethy tester (II: η = 0,X = CH2CH2,R2 = CH3).
Beispiel 4
2,76g4-(3,4-Dihydro-2-methoxy-4-oxo-chinazolin-3-yl)-butansäuremethylester(l: η = 0,X = CH2CH2CH21R = R2 = CH3), 30ml Methanol und 5ml Wasser werden mit 2 Tropfen konz. Salzsäure versetzt und 30 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Im Vakuum wird eingedampft und der Rückstand aus Methanol/Wasser umkristallisiert. Schmp.: 156-1580C, Ausbeute: 2,20g an 4-0,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxo-chinazolin-3>yl)-butansäuremethylester(ll: η = 0, X = CH2CH2CH21R2 = CH3).

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von I^.SATetrahydro^-dioxochlnazolin-S-yl-alkansäureestern der allgemeinen Formel II, dadurch gekennzeichnet, daß man einen 2-Alkoxy-3,4-dihydro-4-oxochinazolin-3-yl-alkansäureester der allgemeinen Formel I in Lösung oder in Suspension in einem organischen Lösungsmittel oder ohne Lösungsmittel mit Wasser zu einem 1,2,3,4-Tetrahydro-2,4-dioxo-ch!nazolin-3-yl-alkansäureoster der allgemeinen Formel Il umsetzt, wobei in den allgemeinen Formeln I und Il R und R2 (gleich oder verschieden) für Alkyl, Xfür Alkylen (geradkettig [C1-C10] oder verzweigt, gegebenenfalls substituiert), R1 für Alkyl, Alkoxy, Halogen, CF3, NO2, CN oder N(Alkyl)2 und η für 0 bis 4 stehen, wobei in den Fällen η = 2,3 oder 4 die R1 gleich oder verschieden sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart einer Säure arbeitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion bei Raumtemperatur oder unter Eiwärmen durchführt.
DD33656889A 1989-12-28 1989-12-28 Verfahren zur herstellung von 1,2,3,4-tetrahydro-2,4-dioxo-chinazolin-3-yl-alkansaeureestern DD291081A5 (de)

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