DD295539A5 - Verfahren zur herstellung einer prazosin-arzneiform mit gleichmaessig verzoegerter wirkstofffreisetzung - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer prazosin-arzneiform mit gleichmaessig verzoegerter wirkstofffreisetzung Download PDF

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DD295539A5
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prazosin
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vinyl acetate
acetate content
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DD30949687A
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Udo Wenzel
Helmut Kala
Steffi Reissig
Juergen Metzner
Albrecht Steup
Heinz-Juergen Hahn
Ingrid Wielop
Eberhard Schubert
Original Assignee
Univ Halle Wittenberg
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/20Pills, tablets, discs, rods
    • A61K9/2004Excipients; Inactive ingredients
    • A61K9/2022Organic macromolecular compounds
    • A61K9/2027Organic macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. polyvinyl pyrrolidone, poly(meth)acrylates

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer peroral applizierbaren Retardarzneimittelformulierung des Prazosins, in der der Wirkstoff in einer hydrophilen Matrix, die aus einem Gemisch von Polyvinylalkoholen mit unterschiedlichem Vinylacetatgehalt und nichttoxischen Hilfsstoffen besteht, eingebettet ist; sie traegt wesentlich zur Verbesserung der Therapie der Bluthochdruckkrankheit der Schweregrade I bis III bei, indem sie ueber einen gewuenschten Zeitraum gleichmaeszige Blutspiegelwerte des Wirkstoffes gewaehrleistet, wodurch therapeutische Blutspiegel stabilisiert, die Vertraeglichkeit verbessert und die Einnahmehaeufigkeit reduziert wird, und sie ist technologisch und oekonomisch vorteilhaft herzustellen.{Prazosin; Retardarzneimittel; hydrophile Matrix; Mischung von Polyvinylalkoholen; Therapie von Hypertonien}

Description

und hydrophiler Matrices überwunden werden, und daß man durch das erfindungsgemäße Verfahren eine Prazosin-Retardarzneiform erhält, die den Wirkstoff über einen gewünschten Zeitraum hinweg gleichmäßig und vollständig in vitro und in vivo freigibt.
Überraschenderweise wurde weiterhin festgestellt, daß die Liberation des Prazosins aus der erfindungsgemäßen Retardarzneiform durch die abgestimmte Ausnutzung von Erosions- und Diffusionsvorgängen dem idealen „Sustained-release-Tyρ" sehr nahe kommt (siehe Abb. 1).
Darüber hinaus ist es ein Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß die Freisetzung des inkorporierten Arzneistoffes sowohl über das Arzneistoff-Hilfsstoffverhältnis als auch über das Verhältnis der Polyvinylalkohole mit unterschiedlichem Vinylacetatgehalt untereinander in weiten Grenzen gesteuert werden kann.
Ausf ü hru ngsbeispiel
50 Gewichtsteile Prazosin werden mit 758 Gewichtsteilen Polyvinylalkohol 55/12,189 Gewichtsteilen Polyvinylalkohol 55/03 und 3 Gewichtsteilen Magnesiumstearat gemischt. Die Mischung wird auf einer Rundläufertablettenpresse zu Tabletten von 100,0 mg Tablettenmasse verpreßt.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Prazosin-Arzneiform mit gleichmäßig verzögerter Wirkstofffreisetzung unter Verwendung einer Polyvinylalkoholmatrix, gekennzeichnet dadurch, daß man 5 bis 50%
    Prazosin mit einer Hilfsstoffmischung, bestehend aus 5 bis 95 Gewichtsteilen eines vollverseiften
    Polyvinylalkoholes mit 0 bis 3% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 40 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 60000 bis 80000 und einer Gesamtoberfläche von größer 0,1 m2/g und 95 bis
    5 Gewichtsteilen eines teilverseiften Polyvinylalkoholes mit 10 bis 18% Vinylacetatgehalt, einem
    k-Wert von 50 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 80000, einer Gesamtoberfläche von
    größer 0,5 m2/g und einem spezifischen Porenvolumen von größer 0,2 cm3/g vereinigt und dem
    Gemisch, bezogen auf die Gesamtmasse dieser Arzneistoff-Hilfsstoffmischung, 0 bis 10% Talkum und 0 bis 15% Magnesiumstearat zusetzt.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer peroral applizierbaren Arzneiform des Prazosins mit gleichmäßig
    verzögerter Wirkstofffreisetzung. Die ideale orale Retardform muß ähnlich wirken wie eine intravenöse Dauerinfusion, das heißt, durch die gleichmäßige und vollständige Freisetzung des Wirkstoffes aus der Arzneiform über einen bestimmten Zeitraum wird ein konstanter therapeutischer Blutspiegel eingestellt, der eine Langzeitwirkung des Arzneimittels bei gleichzeitiger Reduzierung der Nebenwirkungen garantiert.
    Die Erfindung ist in der pharmazeutischen Industrie anwendbar und dient zur Herstellung eines vorzugsweise in der Therapie der Bluthochdruckkrankheit einsetzbaren Retardarzneimittels.
    Charakteristik des bekannten Standes der Technik
    Es ist bekannt, daß man die Freisetzung von Wirkstoffen aus Arzneiformen durch Umhüllungs- oder Überzugs-, Einbettungs-
    und/oder Matrix- und Gerüstverfahren verzögern kann.
    Die Anwendbarkeit aller dieser Verfahren ist vor allem abhängig von den physikalisch-chemischen Eigenschaften des
    Wirkstoffes und den klinisch-pharmakologischen Anforderungen an die Retardform.
    Es ist bekannt, daß hydrophobe Matrices ζ. B. aus PVC, Polyethylen oder Silikonharz als Gerüstsubstanz für die Retardierung
    schwer löslicher Arzneistoffe - wie beispielsweise Prazosin - wenig geeignet sind, weil die auf diese Weise retardierten, in
    Wasser schwer löslichen Wirkstoffe in vitro und in vivo nicht vollständig und gleichmäßig freigesetzt werden können. Eine
    andere Möglichkeit, Prazosin oder andere in Wasser schwerlösliche Arzneistoffe zu retardieren, besteht in der Verwendung einer hydrophilen Matrix. Für derartige Arzneistoffe sind vor allem Zellulose-Matrices bekannt (US4443428, DE 3045634, DE 3246492, DE 3309516 u.a.). Die von Süß beschriebenen hydrophilen Matrices auf der Basis von Polyvinylalkoholen sind für die
    Retardierung von in Wasser schwer löslichen Arzneistoffen - wie beispielsweise Prazosin - nicht geeignet. (Süß, W.,
    Promotion B, Martin-Luther-Universität Halle 1979)
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist die Herstellung einer peroral applizierbaren Prazosin-Retardarzneiform, die den Wirkstoff über einen
    gewünschten Zeitraum hinweg vollständig und gleichmäßig freigibt, wobei die Arzneistoffretardierung durch geeignete,
    industriell verfügbare, pharmazeutisch-technologisch gut zu verarbeitende Hilfsstoffe erfolgen soll.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Liberation des Arzneistoffes durch Inkorporation desselben in ein hydrophiles, unter physiologischen Bedingungen quellfähiges und erodierbares Matrixgerüst zu verzögern, wobei die Steuerung der
    Freisetzung des Arzneistoffes durch die eingearbeiteten hydrophilen Hilfsstoffe erfolgen soll.
    Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß man 2 bis 50% Prazosin mit einer Hilfsstoffmischung, bestehend aus 5 bis 95 Gewichtsteilen eines vollverseiften Polyvinylalkoholes mit 0 bis 3% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 40 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 60000 bis 80 000 und einer Gesamtoberfläche von größerO,1 m2/g und 95 bis 5 Gewichtsteilen eines teilverseiften Polyvinylalkoholes mit 10 bis 18% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 50 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 80000, einer Gesamtoberfläche von größer 0,5 mVg und einem spezifischen Porenvolumen von größer 0,2 cm3/g vereinigt, der bezogen auf die Gesamtmasse dieser Arzneistoff-Hilfsstoffmischung 0 bis 10% Talkum und 0 bis 15%
    Magnesiumstearat zugesetzt werden; die Arzneiform kann auch durch Direktverpressung hergestellt werden.
    Überraschenderweise wurde gefunden, daß durch die erfindungsgemäße Mischung zweier Polyvinylalkohole mit
    unterschiedlichem Vinylacetatgehalt die Nachteile der Retardierungsverfahren auf der Basis diffusionsgesteuerter hydrophober
DD30949687A 1987-11-26 1987-11-26 Verfahren zur herstellung einer prazosin-arzneiform mit gleichmaessig verzoegerter wirkstofffreisetzung DD295539A5 (de)

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