AT220617B - Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Arylsulfochloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Arylsulfochloriden

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AT220617B
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nitrobenzene
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  Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Arylsulfochloriden 
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 EMI3.1 
 säure, entsprechend den in Beispiel   l   beschriebenen Bedingungen, wird unter heftigem Rühren einer Mischung von 463   cm   Tetrachloräthan und 500 g Eis bei einer Innentemperatur von 0 bis 5   C zugegeben. Nach langsamem Rühren während weiterer 10 Minuten wird die Mischung stehengelassen, wobei sich oben eine wässerige saure Phase abscheidet, die möglichst vollständig abgetrennt wird. Die untere trübe, etwas viskose Tetrachloräthanschicht wird noch zweimal mit je 500 cm3 Eiswasser ausgerührt und anschliessend mit gekühlter Natriumbicarbonatlösung, wie in Beispiel   l   beschrieben, neutralgewaschen. 



  Die Tetrachloräthanphase wird dann im Feinvakuum zur Trockne eingedampft, wobei 187 g Acetylsulfanilsäurechlorid als weisses bis cremefarbiges Pulver erhalten werden. Die Ausbeute entspricht zirka   80% d.   Th., bezogen auf eingesetztes Acetanilid. 



   Beispiel 7 : 20 cm3 eines nach Beispiel   l   hergestellten Chlorsulfonierungsgemisches werden auf 200 g Eis und 200 cm3 Methyläthylketon ausgetragen, wobei die Innentemperatur des stark gerührten Gemisches auf 0   C gehalten wird. Zur besseren Trennung der Schichten werden unter Rühren noch 70 g Kochsalz zugegeben, und dann wird stehengelassen. Es trennen sich 2 vollkommen klare Schichten ab, wovon die obere Methyl-äthylketon-Phase das Acetylsulfanilsäurechlorid enthält. Diese Phase wird abgetrennt, viermal mit Eiswasser gewaschen und dann im Feinvakuum zur Trockne eingedampft. Es werden 8, 86 g trockenes Acetylsulfanilsäurechlorid erhalten, was einer Ausbeute von 77, 5 % d. Th., bezogen auf eingesetztes Acetanilid, entspricht. 



   Anstatt Methyläthylketon lässt sich mit Vorteil Methylisobutylketon verwenden, wobei man auf den Zusatz von Kochsalz verzichten kann (Ausbeute mindestens   80%).   



   Beispiel 8 : Ein Chlorsulfonierungsgemisch, hergestellt aus 100 g Acetanilid nach Beispiel 4, wird unter intensivem Rühren einer Mischung von 750 g Eiswasser und 360 cm3 Nitrobenzol kurzzeitig zugetropft. Die Innentemperatur soll dabei nicht über 15   C betragen. Nach vollständigem Eintragen wird noch höchstens 10 Minuten weitergerührt. Anschliessend wird das Gemisch stehengelassen, wobei sich dieses in eine untere trübe nitrobenzolische Suspension und eine obere klare, wässerige, saure Phase scheidet. 



  Die abgetrennte nitrobenzolische Suspension wird unter Rühren mit zirka 620 cm3 gesättigter Natriumbicarbonatlösung bei 15  C Innentemperatur auf PH 6, 5 gebracht. Nach kurzem Stehen wird die untere nitrobenzolische Suspension wiederum abgetrennt, durch kurzzeitiges Erwärmen   im Durchfluss   auf zirka   60-650 C   in eine Lösung übergeführt und die dabei abgeschiedene wässerige Schicht abgetrennt. Die   nitrobenzolische Lösung wird dann im Durchnuss   bei zirka   60-65   Cund   zirka 6 mmHg azeotrop getrocknet. 



  Man erhält eine etwa   600 C   warme trockene nitrobenzolische Lösung mit zirka 25 Gew.-% Acetylsulfanilsäurechlorid, die praktisch keine freien Säuren mehr enthält. Die Ausbeute an Acetylsulfanilsäurechlorid beträgt etwa   83%   d. Th., berechnet auf Acetanilid. 



   Beispiel 9 : Ein Chlorsulfonierungsgemisch, hergestellt aus 100 g Acetanilid und 427 g Chlorsulfonsäure nach Beispiel 4, wird unter intensivem Rühren auf eine Mischung von 60 cm3 Tetrachloräthylen und 370 g Eis ausgetragen. Durch Zugabe von weiteren 370 g Eis wird die Innentemperatur während des Austragens auf zirka 0   C gehalten. Das ausgefallene Acetylsulfanilsäurechlorid wird abfiltriert, mit Eiswasser gewaschen, in 370 cm3 Eiswasser aufgeschlemmt und bei   0-50 C   mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung neutralisiert. Nach erneuter Filtration wird der erhaltene Niederschlag im Vakuum unterhalb 12 mm Hg bei max. 60   C getrocknet, wobei (bezogen auf Acetanilid) in zirka 80%iger Ausbeute trockenes Acetylsulfanilsäurechlorid mit einem Gehalt von über 99% erhalten wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Arylsulfochloriden als solchen oder in Form ihrer Lösungen in organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln durch Umsetzung einer entsprechenden aromatischen Verbindung mit Chlorsulfonsäure, Eintragen des Reaktionsgemisches in Wasser, Aufnehmen des Arylsulfochlorids in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, Abtrennen der wässerigen Phase, Trocknung der neutralisierten und/oder gewaschenen organischen Phase und allfällige Isolierung des trockenen Sulfochlorid aus dieser, dadurch gekennzeichnet, dass man das Chlorsulfonierungsgemisch unter intensivem Mischen in eine Mischung des mit Wasser nicht mischbaren organischen, gegenüber Sulfochloriden inerten Lösungsmittels und Wasser einfliessen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man das Chlorsulfonierungsgemisch bei Temperaturen von-10 bis +500 C in das Zweiphasengemisch einfliessen lässt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als organisches Lösungsmittel Nitrobenzol verwendet wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aufarbeitung des Chlorsulfonierungsgemisches kontinuierlich durchführt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Arylsulfochlorid enthaltende Nitrobenzollösung bzw. -suspension kurzzeitig im Durchflussverfahren auf höchstens 800 C <Desc/Clms Page number 4> erwärmt, die dabei neuerlich ausgeschiedene wässerige Schicht entfernt und die Nitrobenzollösung im Vakuum azeotrop getrocknet wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als organisches Lösungmittel Tetrachloräthylen verwendet wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als organisches Lösungsmittel ein Essigsäureester verwendet wird.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als organisches Lösungsmittel Methylisobutylketon verwendet wird.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Acetylsulfanilsäurechlorid enthaltendes Chlorsulfonierungsgemisch aufarbeitet.
    10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 5-Chloranilin-2, 4- disulfonsäurechlorid enthaltendes Chlorsulfonierungsgemisch aufarbeitet.
AT873160A 1959-11-24 1960-11-23 Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Arylsulfochloriden AT220617B (de)

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