CH129298A - Verfahren zur Darstellung einer cyklischen Ketoncarbonsäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer cyklischen Ketoncarbonsäure.

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CH129298A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     eyklischen        Ketoncarbonsäure.       Es wurde gefunden, dass bei der Ein  wirkung von     @laleinsäureanhydrid    oder sol  chen     Dicarbonsäureanhydriden,    die sich von       Ma.leinsäureanhydrid    durch     Anlagerung    von  Wasserstoff oder einem andern     anlagerungs-          fähigen    Molekül an die Doppelbindung ab  leiten,

   auf     Kohlenwasserstoffe    und ihre De  rivate und     Substitutionsprodukte    mit freier       peri-Stellung    unter Zuhilfenahme von sauren       Kondensationsmitteln    neue     cyklische    Verbin  dungen     erhalten    werden, die zum Beispiel  bei Verwendung von     Maleinsäureanhydrid     den Charakter von     cyklischen        Ketoncarbon-          säuren    zeigen.  



  Die Reaktion bei der     Kondensation    ver  läuft in zwei Phasen.: Zunächst bildet sieb.  analog den Angaben in der deutschen Patent  schrift Nr. 376635 als Zwischenphase eine       Ketoncarbonsäure    mit offener     Kette,    die bei  weiterer Kondensation in eine     cyklische    Ver  bindung übergeht. Natürlich ist es auch  möglich, diese Zwischenverbindung zweck  mässig unter Verwendung eines Lösungs  mittels getrennt darzustellen, sie darnach zu    isolieren und in einer besonderen Operation  durch Verschmelzen mit Aluminiumchlorid  oder     Natrium-Aluminiumchlorid    in die  entsprechende Ringverbindung überzuführen.

    Praktisch jedoch arbeitet man oft besser  so, dass man die Darstellung der Zwi  schenverbindung und des     cyl.:lischen    End  produktes in einem Arbeitsgang vornimmt.  Die so erhältlichen, bisher nicht bekannten       cyklischen    Verbindungen lösen sich in kon  zentrierter Schwefelsäure mit Fluoreszenz  erscheinung. Es sind wertvolle Zwischen  produkte für die Darstellung von Farbstoffen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung einer     cykli-          schen        Ketoncarbonsäure,    welches     dadurch     gekennzeichnet ist, dass man Naphtalin und       Ma:leinsäureanhydrid    unter Zuhilfenahme  von Aluminiumchlorid kondensiert.  



       Beispiele     1. In eine Auflösung von 26 Gewichts  teilen Naphtalin und 22 Gewichtsteilen     l1a-          leinsäureanhydrid    in 150 Gewichtsteilen  Nitrobenzol     trägt    man bei unter 15   C por-           tionsweise    30 Gewichtsteile Aluminium  chlorid ein und rührt noch so lange nach,  bis die     Salzsäureentwicklung    beendet ist.  .-Man giesst dann in etwa. 2000 Gewichtsteile  Wasser, destilliert das Nitrobenzol mit  Wasserdampf ab und saugt     das    Kondensa  tionsprodukt ab. Zur     Reinigung    wird es mit  verdünnter Soda. in Lösung gebracht, filtriert  und aus dem Filtrat mit, verdünnter Salz  säure wieder ausgefällt.

   Es stellt eine gelb  gefärbte     Carbonsäure    dar, die sich in kon  zentrierter Schwefelsäure mit orangeroter  Farbe löst. Aus Benzol umkristallisiert,  schmilzt sie bei 139 bis 140  .  



  Die Verschmelzung dieser     Carbonsäure     mit     Natrium-Aluminiumchlorid    zum ent  sprechenden     Ringketon    kann so erfolgen,  dass man 15 Gewichtsteile der .Säure mit  100 Gewichtsteilen     Na-Aluminiumchlorid     auf etwa 120 bis 140          so lange erhitzt, bis  die     Ringketonbildung    beendet ist. Zur Auf  arbeitung     zersetzt    man die Schmelze mit.  viel Wasser,     saugt    ab, wäscht den Rückstand  erst mit heisser, verdünnter Salzsäure, dann  mit Wasser aus.

   Zur Reinigung wird der  Rückstand in Soda. gelöst und nach dem Ab  saugen aus dem Filtrat die gebildete     R.ing-          ketonearbonsäure    mit verdünnter Salzsäure  ausgefällt. Aus verdünntem Alkohol     luistal-          lisiert    sie in farblosen Blättchen, die bei  186 bis<B>187'</B> schmelzen. Ihre schwach gelb  gefärbte Lösung in starker Schwefelsäure  zeigt     intensive,    moosgrüne Fluoreszenz.  



  2. In 480 Gewichtsteilen geschmolzenes N     a-          triumaluminiumchlorid    wird bei einer Tempe  ratur von etwa. 120 bis 140       portionsweise    ein         gepulvertes    Gemisch von 26 Gewichtsteilen  Naphtalin und 22 Gewichtsteilen     15Ialein-          säureanhydrid    eingetragen und die Schmelze  so lange bei dieser Temperatur gehalten, bis  die Kondensation zur     Ringketoncarbonsäure     beendet ist. Die Aufarbeitung und Reinigung  der bei dieser Arbeitsreise sofort gebildeten       Ringketoncarbonsäure    erfolgt wie in Bei  spiel 1.

   Nach dem     Umkristallisieren    aus ver  dünntem Alkohol schmilzt sie bei 186 bis  187  . Sie ist identisch mit der nach Bei  spiel 1 dargestellten     R.ingketoncarbonsäure.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer cykli- schen Ketoncarbonsäure, dadurch gekenn zeichnet, dass man N a.phtalin und 31alein- säureanhydrid unter Zuhilfenahme von Alu miniumchlorid kondensiert. Die Ketoncarbonsäure kristallisiert in farblosen Blättchen, die bei 186 bis 187 schmelzen.
    Ihre schwach gelbgefärbte Lösun(y in starker Schwefelsäure zeigt intensive moosgrüne Flucreszenz. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation bei Anwesenheit eines Lösungsmittels erfolgt und das entstehende Zwischenprodukt isoliert und unter Zuhilfenahme von Aluminium chlorid weiter kondensiert wird.
CH129298D 1926-06-24 1927-06-24 Verfahren zur Darstellung einer cyklischen Ketoncarbonsäure. CH129298A (de)

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