CH130271A - Verfahren zur Darstellung einer neuen organischen Arsenverbindung. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung einer neuen organischen Arsenverbindung.Info
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Verfahren zur Darstellung einer neuen organischen Arsenverbindung. Es wurde gefunden, dass mau zu neuen schwefelhaltigen organischen Arsenverbin dungen gelangt, wenn man beliebige aro matische Arsenverbindungen, in denen das Arsen drei- oder fünfwertig ist, in Gegen wart von geeigneten Lösungsmitteln mit un- terphosphoriger Säure und schwefliger Säure behandelt und die schweflige Säure in Mengen verwendet, die '/3 Mol., berechnet auf 1 1M1. der Arsenverbindung, überschreiten.
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Ver fahren zur Darstellung einer schwefelhaltigen organischen Arsenverbindung, welches da durch gekennzeichnet ist, dass man das Semi- carbazon der 1-Benzaldehyd-3-oxy-4-arsinsäure mit mindestens 1 Mol. schwefliger Säure und mit unterphosphoriger Säure in Gegenwart eines geeigneten Lösungsmittels behandelt.
<I>Beispiele:</I> 1. 0,6 gr Semicarbazon der 1-Benzaldehy d- 3-ogy-4-arsinsäure werden in einer kleinen Druckflasche mit etwa 2,4 cm' normaler Natronlauge in Lösung gebracht. Die Lösung wird versetzt mit einer klaren Lösung von 1 gr Natriumhypophosphit in 20 cm3 Eis essig. Nach gutem Durchschütteln fügt man sofort 6,6 cm3 einer wässerigen schwefligen Säure hinzu.
(Die Stärke der Säure wurde durch Titration festgestellt, und zwar ent spricht 1 cm' der Säure 0,68-0,70 cm' Na tronlauge mit Methylrot oder Methylorange als Indikator). In diesem Beispiel wurde also auf 1 Mol. Arsenverbindung 1 Mol. S02 ver wandt. Bei Anwendung von 2 Mol. S02 ver wendet man zweckmässiger eine entsprechend konzentriertere schweflige Säure. Das Reak tionsgefäss wird man am besten derart gross wählen, dass die Flüssigkeit das Volumen der Flasche möglichst völlig einnimmt. Die verschlossene Druckflasche wird nun in ein Wasserbad gebracht, das man langsam an heizt, bis die Temperatur etwa 80-85 er reicht.
Bei dieser Temperatur belässt man die Reaktion 15-30 Minuten. Die anfangs eingetretene weissliche Fällung macht einer sehr schwach gelblichen Ausscheidung Platz. Nach dem Abkühlen wird abgesogen mit Eis essig und mit Wasser nacbgewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Produkt kristal lisiert in farblo--en kleinen Täfelchen, die sich bei<B>222-2230</B> zersetzen, und ist schwefel haltig. Im überschüssigen Ammoniak ist es leicht löslich.
2. 6 gr Semicarbazon der 1-Benzaldehyd- 3-ogy-4-ai-sirisäure werden in 18 cms alkoho lischer 5-6fach normaler Salzsäure gelöst,
die Lösung mit 30 eins Alkohol verdünnt und mit 12 eins 50 % iger unterphosphoriger Säure und 0.4 cm3 verdünnter Jodwasser- stoffsäure versetzt. (Die Jodwasserstoffsäure vom spezifischen Gewicht 1,7 wird mit der 4fa(-hen Menge Alkohol vorher verdünnt).
In die klare Lösung lässt man nun unter Rühren und unter Wasserkühlung 15 eins einer äthylalkoholischen Lösung von S02 (1 emr, = 2,8 cm' Na0H) eintropfen. Die Innentemperatur der Reaktionsflüssigkeit be trägt<B>22-250.</B> Das Eintropfen geschieht in etwa 20 Minuten. Die fast klare Lösung wird nunmehr schnell mehrmals filtriert, wo bei sich aus dem völlig klaren Filtrat nach einiger Zeit grosse sehr schön ausgeprägte farblose Kristalltafeln ausscheiden. Man lässt das gut verschlossene Gefäss noch etwa 24 Stunden stehen und saugt die starke Aus scheidung ab. Nach dem Waschen mit etwas Eisessig trocknet man im Vakuum. Die Aus beute beträgt 5,8 gr. Das Produkt ist schwefelhaltig.
Es bildet farblose kleine Täfelchen und zersetzt sich gegen 222-223 0. Es löst sich leicht in überschüssigem Am moniak.
3. Zu einer heissen Lösung von 20 gr Natriumhypophosphit in 400 cm3 Eisessig gibt man 10 gr Semicarbazon der 1-Benzal- dehyd-3-ogy-4-arsirisäure und 200 cm3 wässe rige schweflige Säure (1 eins Säure, 1,5 eins NaOH). Man kocht am Rückflusskühler unter kräftigem Schütteln etwa 6 Minuten lang.
Die anfänglich weisse Suspension macht einer gelben Platz, darauf tritt kurz Lösung und schliesslich die Abscheidung eines farblosen Produktes ein, das nach dem Abkühlen ab gesogen und mit Eisessig nachgewaschen wird. Das Produkt kristallisiert in Täfelchen, die sich gegen 2300 zersetzen. 1 gr dieser Substanz löst sich in 12 eins normaler Na- triumniethylatlösung auf, man filtriert schnell vom ungelösten Schwefel und darauf beginnt die Ausscheidung eines Natriumsalzes, das sich in Wasser klar und leicht löst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer neuen schwefelhaltigen organischen Arsenverbin dung, dadurch gekennzeichnet, dass man das Semicarbazonderl-Benzaldehyd 3-ogy-4-arsin- säure mit mindestens 1 Mol. schwefliger Säure und mit unterphosphoriger Säure in Gegen wart eines Lösungsmittels behandelt. Die schwefelhaltige organische As-Verbindung zer setzt sich bei 222-223 0, sie kristallisiert in farblosen kleinen Täfelchen und ist in über schüssigem Ammoniak löslich. Sie soll zu therapeutischen Zwecken verwendet werden.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Reaktionsge misch geringe Mengen verdünnter Jodwasser- stoffsäure zusetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE130271X | 1926-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH130271A true CH130271A (de) | 1928-11-30 |
Family
ID=5663523
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH130271D CH130271A (de) | 1926-09-06 | 1927-09-02 | Verfahren zur Darstellung einer neuen organischen Arsenverbindung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH130271A (de) |
-
1927
- 1927-09-02 CH CH130271D patent/CH130271A/de unknown
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