CH338440A - Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid

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CH338440A
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salicylic acid
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sulfochloride
sulfonamide
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Ernst Dr Schraufstaetter
Original Assignee
Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/15Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid
Salicylsäure-4- sulfochlorid, ein geeignetes Ausgangsmaterial zur Darstellung von in 4-Stellung mit schwefelhaltigen Gruppen substituierten Salicylsäurederivaten, war bisher unbekannt. Bei der Sulfochlorierung von Salicylsäure entsteht ausschliesslich Salicylsäure-5-sulfochlorid.



   Es wurde nun gefunden, dass man Salicylsäure-4sulfonamid über Salicylsäure-4-sulfochlorid als Zwischenprodukt in sehr guter Ausbeute erhält, wenn man 4-Amino-salicylsäure der Diazotierung und Einwirkung von Schwefeldioxyd und Chlorwasserstoffsäure unterwirft und das gebildete Salicylsäure-4sulfochlorid mit Ammoniak behandelt.



   Die Durchführung der ersten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens kann auf verschiedene Weise erfolgen. So kann man z. B. die 4-Amino-salicylsäure diazotieren und dann in eine Lösung von Chlorwasserstoff und Schwefeldioxyd in Wasser undloder organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Eisessig, eintragen, die ausserdem katalytische Mengen eines Kupfersalzes enthält. Man kann aber auch die Diazotierung gleich in der Lösung von Chlorwasserstoff und Schwefeldioxyd vornehmen.



   Das so erhaltene Salicylsäure-4-sulfochlorid wird erfindungsgemäss mit Ammoniak umgesetzt, wobei Salicylsäure-4-sulfonamid entsteht. Eine Verbindung dieser Struktur wurde angeblich schon von Walker (Am. Soc. 19, 578) hergestellt, doch haben später Meldrum und Shah (Soc. 123, 1988) nachgewiesen, dass es sich bei dem von Walker erhaltenen Produkt um Salicylsäure-5-sulfonamid handelt.



   Das nach dem Verfahren gemäss der Erfindung erhältliche Produkt hat wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere antipyretische und antiarthritische Wirkung.



   Beispiel
300 g p-amino-salicylsaures Natrium   (. 2H2O)    werden in 480   cm3    Wasser und 20   cm3      100/obiger    Natronlauge gelöst und mit einer Lösung von 105 g Natriumnitrit in 210   cm3    Wasser versetzt. Die so erhaltene Lösung wird bei   -      100    in 450 cm3 Eisessig und 900   cm3    Salzsäure unter starkem Rühren langsam zufliessen gelassen. Inzwischen wurden 750   cm3    Eisessig mit Schwefeldioxyd gesättigt und mit 12 g Kupferchlorür versetzt. In diese Lösung wird die Diazolösung, die teilweise ausgefallen ist, unter Rühren eingegossen. Unter Stickstoffentwicklung tritt nun die gewünschte Reaktion ein. Nach mehrstündigem Stehen wird abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen.

   Man nimmt nun in   Äther    auf, wobei geringe Mengen eines Nebenproduktes ungelöst zurückbleiben, filtriert ab und verdampft den Äther.



  Das so in 80-90%iger Ausbeute gewonnene Salicylsäure-4-sulfochlorid schmilzt bei   190-191"    unter Zersetzung. 20 g Salicylsäure-4-sulfochlorid werden unter Kühlen in 100   cm3    konz. wässrigen Ammoniak eingetragen. Hierauf wird noch kurze Zeit gelinde erwärmt und dann unter Kühlen mit Salzsäure angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen. Nach dem Umkristallisieren aus Wasser schmilzt das Salicylsäure-4sulfonamid bei   254     unter Zersetzung.  



   PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Aminosalicylsäure unter Diazotieren und Einwirkenlassen von Schwefeldioxyd und Chlorwasserstoffsäure in das Salicylsäure-4-sulfochlorid überführt und dieses mit Ammoniak behandelt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid Salicylsäure-4- sulfochlorid, ein geeignetes Ausgangsmaterial zur Darstellung von in 4-Stellung mit schwefelhaltigen Gruppen substituierten Salicylsäurederivaten, war bisher unbekannt. Bei der Sulfochlorierung von Salicylsäure entsteht ausschliesslich Salicylsäure-5-sulfochlorid.
    Es wurde nun gefunden, dass man Salicylsäure-4sulfonamid über Salicylsäure-4-sulfochlorid als Zwischenprodukt in sehr guter Ausbeute erhält, wenn man 4-Amino-salicylsäure der Diazotierung und Einwirkung von Schwefeldioxyd und Chlorwasserstoffsäure unterwirft und das gebildete Salicylsäure-4sulfochlorid mit Ammoniak behandelt.
    Die Durchführung der ersten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens kann auf verschiedene Weise erfolgen. So kann man z. B. die 4-Amino-salicylsäure diazotieren und dann in eine Lösung von Chlorwasserstoff und Schwefeldioxyd in Wasser undloder organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Eisessig, eintragen, die ausserdem katalytische Mengen eines Kupfersalzes enthält. Man kann aber auch die Diazotierung gleich in der Lösung von Chlorwasserstoff und Schwefeldioxyd vornehmen.
    Das so erhaltene Salicylsäure-4-sulfochlorid wird erfindungsgemäss mit Ammoniak umgesetzt, wobei Salicylsäure-4-sulfonamid entsteht. Eine Verbindung dieser Struktur wurde angeblich schon von Walker (Am. Soc. 19, 578) hergestellt, doch haben später Meldrum und Shah (Soc. 123, 1988) nachgewiesen, dass es sich bei dem von Walker erhaltenen Produkt um Salicylsäure-5-sulfonamid handelt.
    Das nach dem Verfahren gemäss der Erfindung erhältliche Produkt hat wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere antipyretische und antiarthritische Wirkung.
    Beispiel 300 g p-amino-salicylsaures Natrium (. 2H2O) werden in 480 cm3 Wasser und 20 cm3 100/obiger Natronlauge gelöst und mit einer Lösung von 105 g Natriumnitrit in 210 cm3 Wasser versetzt. Die so erhaltene Lösung wird bei - 100 in 450 cm3 Eisessig und 900 cm3 Salzsäure unter starkem Rühren langsam zufliessen gelassen. Inzwischen wurden 750 cm3 Eisessig mit Schwefeldioxyd gesättigt und mit 12 g Kupferchlorür versetzt. In diese Lösung wird die Diazolösung, die teilweise ausgefallen ist, unter Rühren eingegossen. Unter Stickstoffentwicklung tritt nun die gewünschte Reaktion ein. Nach mehrstündigem Stehen wird abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen.
    Man nimmt nun in Äther auf, wobei geringe Mengen eines Nebenproduktes ungelöst zurückbleiben, filtriert ab und verdampft den Äther.
    Das so in 80-90%iger Ausbeute gewonnene Salicylsäure-4-sulfochlorid schmilzt bei 190-191" unter Zersetzung. 20 g Salicylsäure-4-sulfochlorid werden unter Kühlen in 100 cm3 konz. wässrigen Ammoniak eingetragen. Hierauf wird noch kurze Zeit gelinde erwärmt und dann unter Kühlen mit Salzsäure angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen. Nach dem Umkristallisieren aus Wasser schmilzt das Salicylsäure-4sulfonamid bei 254 unter Zersetzung.
    PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Aminosalicylsäure unter Diazotieren und Einwirkenlassen von Schwefeldioxyd und Chlorwasserstoffsäure in das Salicylsäure-4-sulfochlorid überführt und dieses mit Ammoniak behandelt.
CH338440D 1954-04-09 1955-03-17 Verfahren zur Herstellung von Salicylsäure-4-sulfonamid CH338440A (de)

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