CH136913A - Verfahren zur Herstellung eines Umwandlungsproduktes einer Cyannaphtalinsulfosäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Umwandlungsproduktes einer Cyannaphtalinsulfosäure.

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CH136913A
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cyanaphthalene
sulfonic acid
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alkalis
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      verfahren    zur Herstellung eines     Umwandlungsproduktes    einer     Cyannaphtalinsulfosäure.       Es wurde gefunden, dass     Cyannaphtalin-          sulfosäureri,    die mindestens eine     Sulfogruppe    in  o- oder     p-Stellung    zur     Cyangruppe    enthalten,  beim Behandeln mit Alkalien oder alkalisch  wirkenden Mitteln bei erhöhter Temperatur  diese zur     Cyangruppe    o- oder     p-ständige          Sulfogruppe    leicht gegen andere einwertige  Radikale austauschen.  



  Je nach den angewandten Bedingungen  bleibt die     Cyangruppe    hierbei erhalten oder  wird durch die Einwirkung der Reaktions  mittel zur     Carboxamid-    beziehungsweise zur       Carboxylgruppe    verseift. Es gelingt auf diese  Weise, eine Reihe teils neuer, teils bisher  technisch unzugänglicher Körper leicht her  zustellen, die zum Aufbau von Farbstoffen  und pharmakologisch wirksamen Substanzen  Verwendung     finden    sollen.  



  Die so zu gewinnenden Umsatzprodukte  entsprechen der allgemeinen Formel  
EMI0001.0016     
    worin die     X's    Wasserstoffatome bedeuten  von denen eines oder mehrere durch einen  einwertigen     Substituenten    ersetzt sein können,  die     (äruppe        0Y    in o- oder     p-Stellung    zur  Gruppe Z steht, Y =     Wasserstoff    oder ein       Alkylrest    und Z -     CN,        CONHz    oder     COOH     ist.  



  Die o- und     p-Cy        annaphtalinsulfosäuren     werden durch Einwirkung von Alkalien oder  alkalisch wirkenden Mitteln unter milden  Reaktionsbedingungen in die entsprechenden       Oxycyanverbindungen    verwandelt, die durch  Verseifen mit Alkalien in die entsprechenden       Oxycarbonsäureamide    und     Oxycarbonsäuren     übergehen. Man kann diese letzteren Ver  bindungen auch direkt aus den     Cyannaphta-          linsulfosäuren    durch     Einwirkung    von wäs  serigen Alkalien bei höherer Temperatur er  halten.  



       Zässt    man anderseits Alkalien bei Gegen  wart eines Alkohols auf o- und     p-Cyannaph-          talinsulfosäuren    einwirken, so erhält man die  entsprechenden Alkoxynaphtalincarbonsäure-           amide    beziehungsweise     -carbonsäuren.    Die       Carbonsäureamide    gehen     ihrerseit    beim Ver  seifen in die     Carbonsäuren    über.

   Auf diese  Weise erhält man nicht nur die     Methoxy-          und        Äthoxynaphtalincarboxyamide    und die  entsprechenden     Carbonsäuren,    sondern auch  höhere     Alkyloxyderivate.     



  Als alkalisch wirkende Mittel kommen  für das Verfahren     Ätzalkalien    in Gegenwart  von Wasser oder von einem Alkohol in Be  tracht, die entweder bei gewöhnlichem Druck  oder im geschlossenen Gefäss bei erhöhtem  Druck zur Einwirkung gelangen. Als mildere  alkalische Mittel haben sich besonders basi  sche     Alkalisalze    wie     Natriumformiat,    Acetat,  Borax oder Phosphat bewährt.

   Die     Ätzal-          kalien,    sowohl wie die milderen alkalischen  Mittel verwendet man vorteilhaft in Gegen  wart eines anorganischen oder organischen  Verdünnungsmittels, um die Masse homogen  und leicht flüssig zu halten, wie Paraffin,       Naphtalin,    tertiäre aromatische Basen wie       Dimethylanilin    oder     N-Alkylcarbazole,    höhere  Fettsäuren, Glyzerin oder niedrig schmelzende  Salze.  



  Vorliegendes Patent hat ein Verfahren zur  Darstellung des     2-Methoxynaphtalin-l-carbon-          säureamids    zum Gegenstand, das dadurch  gekennzeichnet ist, dass man     Ätzalkalien    bei  Gegenwart von Methylalkohol auf die     1-Cyan-          naphtalin-2-sulfosäure    bei erhöhter Tempe  ratur bis zur Bildung eines in     verdünnten          Alkalicarbonatlösungen    unlöslichen, in Äther  jedoch löslichen Körpers einwirken lässt.  



  Das so erhaltene     2-Methoxynaphtalin-l-          carbonsäureamid    schmilzt bei 189  und zeigt  die in der Literatur angegebenen Eigen  schaften.  



  <I>Beispiel:</I>  40 Teile     Ätzkali    und 40 Teile     Methyl-          alkohol    werden einige Zeit auf 110  erhitzt.    Bei dieser Temperatur werden 15 Teile der       1-Cyannaphtalin-2-sulfosäure    oder eines ge  eigneten Salzes derselben (erhalten aus der       1-Amino-2-naphtalinsulfosäure;    siehe Liebigs  Annalen     Bd.    388, S. 7) unter Rühren zuge  fügt.

   Die Temperatur der Masse wird lang  sam bis l30-140  ansteigen gelassen und die       blasse    kurze Zeit bei dieser Temperatur ge  halten, bis eine angesäuerte Probe ergibt,  dass die Bildung eines in kaltem Wasser  und in verdünnten     Alkalicarbonatlösungen     unlöslichen, in Äther jedoch löslichen Kör  pers beendigt ist. Dann wird auf Eis ge  gossen und der gebildete Niederschlag filtriert  und mit Wasser gewaschen. Nach     Umkri-          stallisieren    aus Wasser oder Benzin bildet  das so erhaltene     2=Methoxynaphtalin-l-carbon-          säureamid    lange farblose, bei     189 sebmelzende     Nadeln, entsprechend den Literaturangaben.

    Diese Verbindung wurde bereits früher durch       Gattermann    (siehe Liebigs Annalen,     Bd.    244,  S. 75) auf umständliche, für eine technische  Ausführung ungeeignete Art erhalten durch  Einwirkung von     Harnstoffchlorid    und Alumi  niumchlorid auf     ss-Naphtoläther.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des 2-Methoxy- nathalin-l-carbonsäureamids, dadurch gekenn zeichnet, dass man Ätzalkalien bei Gegen wart von Methylalkohol auf die 1-Cyannaph- talin-2-sulfosäure bei erhöhter Temperatur bis zur Bildung eines in verdünnten Alkali carbonatlösungen unlöslichen, in Äther jedoch löslichen Körpers einwirken lässt. Das so erhaltene 2-Methoxynaphtalin-l- carbonsäureamid schmilzt bei 189 und zeigt die in der Literatur angegebenen Eigen schaften.
CH136913D 1927-07-08 1927-07-08 Verfahren zur Herstellung eines Umwandlungsproduktes einer Cyannaphtalinsulfosäure. CH136913A (de)

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