CH170091A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes.

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CH170091A
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  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Azofarbstoffes.       Es wurde gefunden, dass man zu neuen       Azo-,        Disazo-    und     Polyazofarbstoffen    gelangt,  wenn man als Kupplungskomponenten     Kon-          densationsprodukte    verwendet, welche durch  Behandlung von     Aminonaphtolsulfosäuren    mit  einem     Alkylenhalogenhydrin    in Gegenwart  eines säurebindenden Mittels entstehen.

   Die  so gebildeten     hydroalkylierten        Aminonaphtol-          sulfosäuren    scheinen Gemische von     Mono-          undDi-N-hydrogalkylaminonaphtolsulfosäuren     zu sein. Sie sind nicht     diazotierbar.    Sie be  sitzen die Fähigkeit, sich in alkalischer,  saurer, oder neutraler Lösung mit     Diazo-          und        Tetrazokörpei-n    zu verbinden. So weit  uns bekannt, sind sie noch nie als Kompo  nenten zur Bildung von     Azofarbstoffen    be  nutzt worden.  



  Zur Herstellung der neuen     Azofarbstoffe     eignen sich die     N-Ugalkylderivate    der folgen  den     Aminonaphtolsulfosäuren    : 1-     Amino    - 5     -          naphtol-7-sulfonsäure,        1-Amino-8-naphtol-4-          sulfosäure,        2-Amino-3-naphtol-6-sulfosäure,    2-         Amino-5-naphtol-7-sulfosäure,        2-Amino-8-          naphtol-6-sulfosäure,        1-Amino-8-naphtol-2:4-          disulfosäure,        1-Amino.8-naphtol-3:

  5-disulfo-          säure,        1-Amino-8-naphtol-3:6-disulfosäure,        2-          Amino    - 8 -     naphtol    - 3 : 6 -     disulfosäure.    Diese  Säuren werden beispielsweise mit     Äthylen-          chlorhydrin    behandelt.  



  Die hierbei erhaltenen Lösungen lassen  sich oft mit Vorteil als solche zur Herstel  lung der     Azofarbstoffe    verwenden. Das Kon  densationsprodukt von     Äthylenchlorhydrin     und     Aminonaphtolsulfosäure    kann indessen  auch in festem Zustande abgeschieden werden.  



       Azofarbstoffe    der beschriebenen Art liefern  Farbtöne, welche im allgemeinen lichter sind  und sich mehr dem Blau nähern, als jene,  welche man mit     Azofarbstoffen    erhält, die  statt der genannten Kondensationsprodukte  die entsprechenden     Aminonaphtolsulfosäuren     enthalten.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines Azofarb-           stoffes    der genannten Art, gemäss welchem       2-.Amino-8-naphtol-6-sulfosäure    mit     Äthylen-          chlorhydrin    behandelt und das erhaltene Kon  densationsprodukt mit der durch     Diazotieren     von     Pikraminsäure    erhaltenen     Diazosuspen-          sion    gekuppelt wird.  



  Die praktische Ausübung des Verfahrens  kann sich beispielsweise wie folgt gestalten:  <I>Beispiel:</I>  Man löst 239 Gewichtsteile     2-Amino-8-          naphtol-6-sulfosäure    in 2000 Gewichtsteilen  Wasser, unter Zusatz von so viel Soda, dass  die Lösung gegen Lackmus neutral reagiert.  Es werden dann 160 Gewichtsteile kristallisier  tes     Natriumazetat    und weiter 646 Gewichts  teile einer 33     o/oigen,    wässerigen     Äthylenchlor-          hydrinlösung    hinzugefügt. Die Mischung wird  gerührt und während ungefähr 18 Stunden  unter einem     Rückflusskühler    in mässigem  Kochen gehalten.

   Es lässt sich dann keine  primäre, aromatische     Aminogruppe    nachweisen.  Die Lösung wird gekühlt und kann hierauf  sogleich zur Herstellung des Farbstoffes ver  wendet werden.  



  Zu einer Lösung, welche 28,3 Gewichts  teile der so erhaltenen     2-ss-Hydroxyäthyl-          amino-8-naphtol-6-sulfosäure    und 45 Ge  wichtsteile     kalzinierte    Soda in 300 Gewichts  teilen Wasser enthält setzt man unter Rühren  eine durch     Diazotieren    von 19,9 Gewichts  teilen     Pikraminsäure    auf übliche Weise her  gestellte     Diazoauspension    hinzu. Die Kupp-    Jung bewirkt eine intensiv dunkelbraune  Färbung der Lösung. Nach Vollendung der  Reaktion wird die Lösung mit Salzsäure  mineralsauer gemacht und hierauf der Farb  stoff mit Kochsalz     ausgesalzen.     



  Der Farbstoff gibt auf Wolle mit nach  träglichem     Ohromen    schwarzbraune Töne von  sehr guter Allgemeinechtheit. Ähnliche Farb  töne lassen sich damit unter Anwendung  des     Metachromverfahrens    erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Azofarb- stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man 2 Amino-8-naphtol-6-sulfosäure, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, mit Äthylen- chlorhydrin behandelt und die so entstandene 2-ss-Hydroxyäthyl-amino-8-naphtol-6-sulfo- säure mit der durch Diazotieren von Pikra- minsäure erhaltenen Diazosuspension kuppelt. Der neue Farbstoff gibt auf Wolle mit nach träglichem Chromen- schwarzbraune Töne von sehr guter Allgemeinechtheit.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als säurebindendes Mittel Natriumazetat angewandt wird.
CH170091D 1932-07-07 1933-07-07 Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes. CH170091A (de)

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