CH197277A - Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol.

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CH197277A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     4-bletbyl-ö-ogyätbyltbiazol.       Es wurde gefunden, dass man zu     4-Alkyl-          5-oxyalkylthiazolen    gelangen kann, wenn  man     Ketone,    die an dem in     a-Stellung    zur       Ketogruppe    stehenden     Kohlenstoffatom    einen  austauschfähigen     Substituenten,    z. B.

   Halo  genatome, enthalten und in denen das so sub  stituierte     Kohlenstof    f     atom    gleichzeitig durch       einen        Alkylrest    substituiert ist, der seiner  seits eine     Hydroxyl-    oder eine in     Hydroxyl          überfü        hrbare    Gruppe enthält,     mit        Rhodan-          wa,sserstoffsäure    oder ihren Salzen zu den  entsprechenden 2 -     Oxythiazolverbindungen     umsetzt,

   die     2-Oxygruppe    in an sich üblicher  Weise durch Wasserstoff ersetzt und den in  der     5-Alkylgruppe    etwa vorhandenen, in     Hy-          droxyl        überführbarenSubstituenten    in     dieRy-          droxylgruppe    umwandelt.

   Geeignete     Ketone     der bezeichneten Art sind zum Beispiel 1  Oxy-2-halogen-3-oxobutane oder die entspre  chenden Ester, zum Beispiel mit     llalogen-          wasserstoffsäuren    oder     organischen    Säuren,  wie Essigsäure oder     Benzoesäure.    Auch die  Homologen der genannten     Verbindungen,    in    denen die     Oxogruppe    und das Halogenatom  oder ein anderer austauschfähiger     Substi-          tuent    in Nachbarstellung stehen, können Ver  wendung finden.

   Im Falle der Verwendung  von Verbindungen, in     denen    die     Hydroxyl-          gruppe    verestert ist,     wird    nach erfolgter Um  setzung zum     Thiazol    der Säurerest wieder ab  gespalten.  



  Anstatt von     Oxyverbindungen    und deren       Abkömmlingen    auszugehen,     kann    man auch  von Verbindungen ausgehen, die an Stelle  der     Hydroxylgruppe        eine        Carboxyl-        bezw.     veresterte     Carboxylgruppe    oder eine     Amino-          gruppe    tragen.

   Man kann zum Beispiel       3-Halogen-4-oxopentancarbonsäureester    oder  deren Homologe, in denen     Ketogruppe        und     Halogenatom in Nachbarstellung stehen, für  die     Kondensation        mit    der     Rhodanwasser-          stoffsäure    oder deren Salzen verwenden und  die zunächst     entstehenden        2-Oxy-4-alkylthi-          azolyl-5-alkylcarbonsäureester    unter Ersatz  der     2-Oxygruppe,    durch Wasserstoff und       zum.    Beispiel durch     Reduktion,

      der Carbon-           sä.ureestergruppe    oder auf dem Wege Über  die durch den     Hofmann'schen    ollere     Curtius'-          schen    Abbau erzeugten Amine in die ent  sprechenden     4-Alkyl-5-alkylol-thiazolverbin-          d.ungen    umwandeln.  



  Die Kondensation zu den     Thiazolen    er  folgt zweckmässig in Gegenwart eines     Löse-          oder        Verdünnemittels.    wie Wasser, Alkohol,  Aceton unter Verwendung der Alkali- oder       Erdalkalisalze    der     Rhodanwasserstoffsäure.     Die dabei zunächst unter Ausscheidung eines       Metallhalogenids    entstehenden     Ketorhodanide     werden durch Behandeln mit starken     Säuren.     wie     Halogenwasserstoffsäure    und Schwefel  säure, zu den     Thiazolen    kondensiert.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung des in der  Literatur beschriebenen 4 -     Methyl    - 5 -     oxy-          äthylthiazols.    Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man das     Methylpropyl-          keton,

      dessen     Propylrest    an dem zur     Keto-          gruppe        a-ständigen        Kohlenstoffatom    einen       austauschfähigen        Substituenten    und     endstän-          dig    eine zu     Hydroxyl        verseifbare    Gruppe ent  hält, mit Salzen der     Rhodanwasserstoffsäure     zu dem     2-Oxy-4-methylthiazol,    das in     5-Stel-          lung        einen    die oben gekennzeichnete,

   zu     Hy-          droxyl        verseifbare    Gruppe enthaltenden       Äthylrest    aufweist, umsetzt, und dass man  die     Hydroxylgruppe    in     2-Stellung    durch  Einwirken eines     Phosphorhalogenids    durch  Halogen und     letzteres    durch Behandeln mit  einem Reduktionsmittel durch Wasserstoff  ersetzt und die in dem genannten     Äthylrest     stehende     verseifbare    Gruppe zur     Hydroxyl-          gruppe    verseift.

   Als     Phosphorhalogenid    fin  den vorzugsweise     Phosphoroxychlorid,    als  Reduktionsmittel Zinkstaub und Eisessig       Verwendung.    Das so erhältliche     4-T#lethyl-5-          oxyäthylthiazol    soll als Ausgangsstoff für  die Herstellung chemischer Produkte     Anwen-          dung    finden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  144 g     Acetopropylalkoholaceta.t        (vergl.     "Berichte der Deutschen Chemischen Gesell  schaft" 22, S. 1196)  -erden in 300 cm' ab  solutem Äther gelöst und unter Kühlen 160 g  Brom eingetropft. Nach erfolgter     Bromierung       wäscht man den Äther mit Eiswasser und       Natriumcarbonatlösung,    trocknet über     Chlor-          ealcium    und verdampft den Äther im Va  kuum. Der Rückstand wird in 100 cm' Al  kohol mit 200     g        Bariumrhodanid    24     Stunden     gerührt. Die     1'msetzung    vollzieht sich unter  Erwärmen.

   Nach Zugabe von Wasser bis zur  Lösung des ausgeschiedenen     Bariumbromids     wird mit Äther extrahiert, mit Wasser ge  waschen und der Äther verdampft. Man löst  den Rückstand in 100 cm' Eisessig, setzt  5 cm' konzentrierte     Schwefelsäure    hinzu und  erhitzt 2 Stunden auf 90 bis 100  . Die Re  aktionsflüssigkeit giesst man in Eiswasser,  neutralisiert unter     Kühlung    mit Alkalien  und extrahiert das gebildete     Thiazol    mit  Äther. Beim Einengen und Abkühlen der  ätherischen Lösung kristallisiert das     2-Oxy-          4    -     methyl    - 5 -     acetoxyäthylthiazol    aus. Es  schmilzt bei 87  .  



  20,1 Gewichtsteile des so erhaltenen       2-Oxy-4-methyl-5-acetoxyäthylthiazols    wer  den mit 100 Gewichtsteilen     Phosphoroxy-          chlorid    2 Stunden zum Sieden erhitzt, das  überschüssige     Phosphoroxychlorid    wird durch  Vakuumdestillation entfernt     und    der Rück  stand mit kaltem Wasser und     Natriumcarbo-          nat    behandelt,     dann;    wird mit Äther ex  trahiert, die ätherische Lösung über     Calcium-          chlorid    getrocknet und destilliert.

   Man er  hält das     2-Chlor-4-methyl-5-acetoxyäthyl-          thia.zol    als ein farbloses 01 vom     Kpo,_    104  .  



  4 Gewichtsteile dieses Produktes werden  in 15 Gewichtsteilen Eisessig bei 60" gelöst  und in kleinen Anteilen mit 5 Gewichtsteilen  Zinkstaub reduziert. Nach erfolgtem Einwir  ken wird mit Wasser verdünnt. unter     Kühlen     mit     Natriumcarbonat    neutralisiert     und    durch  Extrahieren mit Äther und Verdampfen des  Lösemittels das     4-111-et:hyl-5-a,cetoxyäthylthi-          azol    abgetrennt. Sein     Pikrat    schmilzt bei  <B>1330.</B>  



  Zur Abspaltung der     Acetylgruppe    wird  (las Acetat 1 Stunde mit     all-,oholischer        Xali-          lauge    gekocht, der Alkohol mittels Wasser  dampf abgeblasen und der Rückstand mit.  Äther extrahiert.. Nach Trocknen über     Ka-          liumcarbona.t    wird das Lösemittel verdampft      und die rohe Base durch     Destillation    ge  reinigt.  



  Das     4-Methyl-5-oxyäthylthiazol    bildet  ein dickflüssiges farbloses 01 vom     Kp,    135  .    Sein     Pikrat    bildet lange Nadeln vom F. 164 .  Die im vorstehenden beschriebenen Um  setzungen erfolgen nach dem folgenden Re  aktionsschema  
EMI0003.0005     
    <I>Beispiel 2:</I>  206 g     Acetopropylalkohol-benzoat    (erhal  ten durch Einwirken von     Benzoylchlorid    auf       Acetopropylalkohol    in Gegenwart von     Pyri-          din,    Siedepunkt unter 3 mm Druck bei 167  bis 168  ) werden in 600 cm' Äther gelöst  und bei 0   bis 5   mit 160 g Brom nach und  nach versetzt.

   Die ätherische Lösung wird  mit Wasser gewaschen und der Äther unter  vermindertem Druck     abdestilliert.    Der Rück  stand wird in 200     cms    Alkohol mit 120 g       Kaliumrhodanid    15 Stunden bei 30   gerührt.       D1an    versetzt mit Wasser und zieht mit Äther  aus. Nach dem Verdampfen des Äthers tropft  man den Rückstand bei 30 bis<B>35'</B> in 100     cm3     konzentrierte Schwefelsäure, giesst die Schwe-         felsäurelösung    auf Eis und extrahiert mit  Äther. Beim Einengen der     Lösung    kristalli  siert das     2-Oxy-4-methyl-5-benzoyloxyäthyl-          thiazol    aus.

   Aus Alkohol     erhält    man farblose  Kristalle vom     Schmelzpunkt    148  .  



  Die gleiche     Verbindung    erhält man, wenn  man an Stelle von 120 g     Kaliumrhodanid          1.30    g     Kalciumrhodanid    verwendet und im       übrigen,    in derselben Weise verfährt. 15 g  dieser     Verbindung    werden mit 40g     Phos-          phoroxychlorid    1/2 Stunde unter     Rückfluss     gekocht. Das überschüssige     Phosphoroxychlo-          rid    wird     abdestilliert    und der Rückstand mit  Wasser und     Ammöniak    unter Kühlung ver  setzt.

   Dabei scheidet sich das     2-Chlor-4-          methyl-5-benzoylogyäthylthiazol    als helles           C)1    ab. Dieses wird in Äther gelöst, der Äther  verdampft, in 30g     Eisessig    auf 80   erhitzt       lind    nach und nach mit 10g Zinkstaub ver  setzt. Dann wird noch eine halbe Stunde auf  80 bis 90       erhitzt.    mit Wasser verdünnt     und     bei 0   mit     Natronlauge    neutralisiert.

   Durch       Ausschütteln    mit Äther gewinnt man das  4 -     l1ethy    1- 5 -     benzoyloxyä,thylt:hiazol,        dessei    >       Pihrat    bei 189   schmilzt.  



  Zur Abspaltung des     Benzoylrestes    wird  mit     alkoholischer    Kalilauge 1 Stunde ge  kocht, der     Allwhol    durch Wasserdampf  destillation entfernt und das     4-1llethyl-5-oxy-          äthy        l-thiazol    aus der mit     Kaliizmearbonat    ge  sättigten Lösung wie in Beispiel 1     angegeben     abgetrennt. Es zeigt dieselben Eigenschaften  wie in     Beispiel    1 angegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 4-@Iethyl- 5-oxy äthylthiazol, dadurch gekennzeichnet, dass man das Methylpropylketon, dessen Pro- pylrest an dem zur Ketogruppe a-ständi- gen Kohlenstoffatom einen austauschfähigen Substituenten und endständig eine zu Hy- droxyl verseifbare Gruppe enthält,
    mit Sal zen der Rhodanwasstrstoffsäure zu dem ?- Oxy-4-methylthiazol. das in 5-Stellung einen die oben gekennzeichnete zii Hydroxyl ver- seifbare Gruppe enthaltenden Äthylrest auf weist.
    umsetzt, und dass man alsdann die in \?-Stellung befindliche Hydroxylgruppe durch Einwirken eines Phospliorhalogenids durch Halogen und letzteres durch Behandeln mit einem Reduktionsmittel durch Wasserstoff ersetzt und die in dem Äthylrest stehende verseifbare Gruppe zur Hydroxylgruppe ver seift. CTNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Phosphorha.logenid Pliosphoroxyc#hlorid und als Reduktions mittel Zinkstaub und Eisessig Verwen dung finden. \?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, class die zu Hydroxyl ver- seifbare Gruppe ist.
    . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zu Hydroxyl ver- seifbare Gruppe EMI0004.0069 ist.
CH197277D 1936-09-22 1936-09-22 Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol. CH197277A (de)

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