CH226228A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Azopigments. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines neuen Azopigments.Info
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Description
Verfahren zur Iferstellung eines neuen Azopigments. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Azo- pigments.
Gemäss vorliegender Erfindung wird ein neues Azopigment dadurch erhalten, dass man dianotiertes 3-Nitro-4-aminotoluol in alkali schem Medium mit ss-Naphthol kombiniert und die entstandene wässrige Suspension so fort mit dem Farbstoff aus dianotiertem 2- Chlor-4-nitroanilin und ss-Naphthol vermischt.
Das Verfahren kann also dadurch ausge führt werden, dass man entweder den Farb stoff aus dianotiertem 2-Chlor-4-nitroanilin und ss-Naphthol zum alkalischen Kupplungs medium hinzufügt oder in diesem sich bilden lässt, und zwar sogleich oder stufenweise, vor, während oder unmittelbar nach der Hauptkupplung.
So kann die Anwesenheit des Farbstoffes aus dianotiertem 2-Chlor-4- nitroanilin und ss-Naphthol im Kupplungs medium dadurch zustande gebracht werden, dass man ein Gemisch von dianotiertem 3 Nitro-4-aminotoluol und dianotiertem 2-Chlor- 4-nitroanilin mit ss-Naphthol kombinieren lässt.
Beim Arbeiten nach der vorliegenden Er findung wird ein Pigment erhalten, welches ein gelbstichigeres Scharlachrot von weit höherer Färbestärke als das aus dliazotiertem 3-Nitro-4-aminotoluol an sich und ss-Naphthol erhaltene Pigment aufweist. Diese Effekte sind neu und konnten reicht vorausgesehen werden. Sie können auch nicht durch mecha nisches Mischen in gleichen Verhältnissen von den zwei. getrennt hergestellten Azover- bindungen erzielt werden.
In den Fällen, wo das Molekularverhält- nis an verwendetem, 2-Chlor-4-nitroanilin nur 5 % des Gesamtbetrages der verwendeten zwei Amine ausmacht, wird man auch schon eine deutliche Erhöhung der Färbestärke feststel len können. Durch Erhöhen des Verhältnis ses an 2-Chlor-4-nitroanilin kann man eine bis zu 25 bis ä0 % erhöhte Färbewirkung erreichen. Es hat sich gezeigt, dass ein Mole kularvexhältnis an 2-Chlor-4-nitroanilin von 15 % der beiden Amine besonders wirksam ist.
Ein 40% übersteigendes Molekularver- hältnis an 2-Chlor-4-nitroanilin ist indessen weniger erwünscht, da dann ein merklicher Farbtonwechsel eintritt und ferner die Ten denz besteht, in Öl auszubluten.
Die vorliegende Erfindung wird durch nachstehende Beispiele erläutert, ohne indes sen darauf beschränkt zu sein, wobei die Teile in denselben Gewichtsteile sind.
<I>Beispiel 1:</I> 132 Teile 3-Nitro-4-aminotoluol werden in 2000 Teilen Wasser und 87 Teilen (als 100 berechneter) Salzsäure eingerührt. Das Ge misch wird mit Eis auf 3 C gekühlt und in üblicher Weise mit 58,7 Teilen Natrium nitrit diazotiert.
27,5 Teile 2-Chlor-4-nitroanilin werden in 250 Teilen Wasser und 15,3 Teilen (als 100 % berechneter) Salzsäure bei 15 C ein gerührt. Das Gemisch wird, wie üblich, mit 10,4 Teilen Natriumnitrit diazotiert.
Beide Diazolösungen werden filtriert und gemischt, worauf das Gemisch langsam zu einer Lösung von<B>150</B> Teilen ss-Naphthol in 6000 Teilen Wasser, welche 42 Teile Na triumhydroxyd und 120 Teile Natrium karbonat enthält, bei 5 C hinzugefügt wird. Nach dem Hinzufügen der gesamten Menge Diazolösung wird während 15 Minuten weiter gerührt. Der erhaltene Niederschlag wird ab filtriert, dann so lange gewaschen, bis das Filtrat die Farbe von rotem Lackmus nicht ändert, und hierauf getrocknet. Auf diese Weise erhält man ein scharlachrotes Pigment von hervorragender Färbekraft und guten Echtheitseigenschaften.
<I>Beispiel 2:</I> Eine nach Beispiel 1 aus 132 Teilen 3-Ni- tro-4-aminotoluol hergestellte Lösung von diazotiertem 3-Nitro-4-aminotoluol wird lang sam zu einer nach Beispiel 1 hergestellten Lösung von 150 Teilen ss-Naphthol, 42 Teilen Natriumhydroxyd und 120 Teilen Natrium karbonat hinzugefügt.
Unmittelbar nach dem Zusatz des gesamten diazotierten 3-Nitro-4- aminotoluols wird eine Lösung von diazotier- tem 2-Chlor-4-nitroanilin, welche in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise aus 27,5 Tei len 2-Chlor-4-nitroanilin hergestellt wurde, langsam hinzugegeben. Man rührt hierauf den resultierenden Niederschlag während 15 Minuten, filtriert ab, wäscht ihn so lange, bis das Filtrat die Farbe von rotem Lack mus nicht ändert, und trocknet ihn hernach. Man erhält auf diese Weise ein scharlachrotes Pigment von hoher Färbekraft und guten Echtheitseigenschaften.
<I>Beispiel 3:</I> Eine gemäss Beispiel 1 hergestellte Lö sung von 27,5 Teilen 2-Chlor-4-nitroanilin wird langsam zu einer nach Beispiel 1 her gestellten Lösung von 150 Teilen ss-Naphthol, 42 Teilen Natriumhydroxyd und 120 Teilen Natriumkarbonat hinzugefügt. Sobald diese Lösung vollständig zugesetzt ist, wird eine aus 132 Teilen 3-Nitro-4-aminotoluol nach Beispiel 1 hergestellte Lösung von diazotier- tem 3-Nitro-4-aminotoluol langsam hinzu gegeben.
Der resultierende Niederschlag wird während 15 Minuten gerührt, abfiltriert, so lange gewaschen, bis das Filtrat die Farbe von rotem Lackmus nicht ändert, und her nach getrocknet. Das Produkt stellt ein schar lachrotes Pigment von ähnlichen Eigenschaf ten dar, wie das im Beispiel 1 erhaltene.
<I>Beispiel 4:</I> Eine Lösung wird aus 150 Teilen ss-Naph- thol, 42 Teilen Natriumhydroxyd und 120 Teilen Natriumkarbonat nach Beispiel 1 her gestellt. Diese Lösung wird alsdann in zwei Teilen A und B, und zwar im Verhältnis von 85 zu 15, getrennt, so dass die Teillösun gen A und B 85 % und 15 % der Stamm lösung betragen. Zur Lösung A wird eine aus 132 Teilen 3-Nitro-4-aminotoluol nach Bei spiel 1 hergestellte Lösung von diazotier- tem 3 - Nitro - 4 - aminotoluol hinzugefügt.
Gleichzeitig gibt man zur Lösung B eine aus 27,5 Teilen 2-Chlor-4-nitroanilin nach Beispiel 1 hergestellte Lösung von diazotier- tem 2-Chlor-4-nitroanilin hinzu. Sobald diese Zugaben beendet sind, werden die resultie renden Suspensionen gemischt und während einer Stunde gerührt. Der vereinigte Nieder schlag wird alsdann abfiltriert, wie in Bei spiel 1 gewaschen und getrocknet. Das Pro dukt stellt ein scharlachrotes Pigment dar, welches ähnliche Eigenschaften aufweist wie das nach Beispiel 1 erhaltene.
<I>Beispiel 5:</I> 132 Teile 3-Nitro-4-aminotoluol und 27,5 Teile 2-Chlor-4-nitroanilin werden gemischt und zusammen mit 2250 Teilen Wasser und 102,3 Teilen (als<B>100%</B> berechneter) Salz säure verrührt. Das Gemisch wird mit Eis auf 3 C gekühlt und in üblicher Weise mit 69,1 Teilen Natriumnitrit diazotiert.
Die gemischte Diazolösung wird filtriert und langsam bei 5 C zu einer Lösung von 150 Teilen ss-Naphthol in 6000 Teilen Was ser, welche 42 Teile Natriumhydrogyd und 120 Teile Natriumkarbonat enthält, hinzu gefügt. Nach Zugabe der gesamten Diazo- lösung wird während 15 Minuten weiter ge rührt.
Hierauf wird der Niederschlag ab- filtriert, so lange gewaschen, bis das Fil trat die Farbe von rotem Lackmus nicht ändert, und schliesslich getrocknet. Man er hält auf diese Weise ein scharlachrotes Pig ment, das ähnliche Eigenschaften aufweist wie das Produkt von Beispiel 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen Azopigments, dadurch gekennzeichnet, dass man diazotiertes 3-Nitro-4-aminotoluol mit ss-naphthol in alkalischem Medium kombi niert und die entstandene wässrige Suspension sofort mit dem Farbstoff aus diazotiertem 2-Chlor-4-nitroanilin und ss-Naphthol ver mischt.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 2-Chlor-4-nitroanilin in einer Menge von 15 % der Gesamtmenge der zwei verwendeten Amine verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH226228D CH226228A (de) | 1939-10-24 | 1940-10-22 | Verfahren zur Herstellung eines neuen Azopigments. |
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1940
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