CH353108A - Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe

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CH353108A
CH353108A CH353108DA CH353108A CH 353108 A CH353108 A CH 353108A CH 353108D A CH353108D A CH 353108DA CH 353108 A CH353108 A CH 353108A
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CH
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chromium
hydroxy
containing azo
azo dyes
monoazo
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Inventor
Franz Dr Frisch
Reinhard Dr Neier
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description


  Verfahren     zur        Herstellung        ehromhaltiger        Azofarbstoffe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung chromhaltiger     Azofarb-          stoffe,    welche im metallfreien Zustand der Formel  
EMI0001.0007     
    entsprechen, worin R einen     Hydroxyalkyl-    oder  einen gegebenenfalls durch     Hydroxy-,        Alkoxy-    oder       Alkoxyalkoxygruppen    substituierten     Alkoxyrest    be  deutet,

   wobei     Alkyl    und     Alkoxy    höchstens je 4     Koh-          lenstoffatome    und der Rest R insgesamt höchstens  8     Kohlenstoffatome    aufweisen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man 1     Mol    der     Diazoverbindung     aus     2-Amino-l-hydroxy-4-acetyl-benzol    mit 1     Mol     eines     1-Acylamino-7-hydroxy-naphthalins    der Formel  
EMI0001.0023     
    kuppelt und den erhaltenen     Monoazofarbstoff    mit  einem chromabgebenden Mittel derart behandelt, dass  ein chromhaltiger     Azofarbstoff    entsteht, der im  wesentlichen ein Chromatom an zwei Moleküle       Monoazoverbindung    komplex gebunden enthält.  



  Die Kupplung des     diazotierten        2-Amino-l-          hydroxy-4-acetyl-benzols    mit den     1-Acylamino-7-          hydroxy-naphthalinen    der Formel (2) wird mit Vor  teil in schwach alkalischem bis alkalischem Medium,    vorzugsweise in Gegenwart von     Pyridin,        ausgeführt.     Die gebildeten     Monoazoverbindungen    können     mittels     Salz aus den Kupplungsmassen abgeschieden und  hierauf     abfiltriert    werden.  



  Die Überführung der     Monoazoverbindungen    in  ihre Chromkomplexe erfolgt vorzugsweise in wässe  riger Lösung oder in organischem Medium, beispiels  weise in     Formamid,    oder     in    der konzentrierten wässe  rigen Lösung eines     Alkalimetallsalzes    einer niedrig  molekularen     aliphatischen        Monocarbonsäure.    Man  lässt dabei mit Vorteil auf zwei Moleküle     Monoazover-          bindung    eine weniger als zwei, mindestens aber ein  Atom Chrom enthaltende Menge eines chromabge  benden Mittels einwirken.  



  Geeignete Verbindungen des Chroms sind z. B.       Chromifluorid,        Chromisulfat,        Chromiformiat,        Chromi-          acetat,        Kaliumchromisulfat    oder     Ammoniumchromi-          sulfat.    Auch die     Chromate,    z. B.

   Natrium- oder       Kaliumchromat    bzw.     -bichromat,    eignen sich in vor  züglicher Weise für die     Metallisierung    der     Monoazo-          verbindungen.    Man arbeitet hier vorteilhaft in stark       ätzalkalischem    Medium, wobei gegebenenfalls redu  zierende Stoffe zugefügt werden können.  



  Die gewonnenen     Chromkomplexverbindungen     können, gegebenenfalls nach Eingiessen der orga  nischen     Chromierungslösungen    in Wasser, aus wässe  rigem Medium durch Zugabe von Salz abgeschieden,  hernach     abfiltriert,    gegebenenfalls gewaschen und  dann getrocknet werden.  



  Die neuen     chromhaltigen        Azofarbstoffe    sind ein  heitliche     Chromkomplexverbindungen,    in denen an  zwei Moleküle     Monoazoverbindung    im wesentlichen  ein Atom Chrom gebunden ist. Man     bezeichnet    sie  als sog. 1 :     2-Komplexe,    worin ein Molekül     Monoazo-          verbindung    mit etwa 0,3-0,7 Atom Metall ver  knüpft ist.

   Sie färben Wolle, Seide, Leder und syn  thetische     Polyamidfasern    aus neutralem oder schwach      saurem     Färbebad    in grauen bis grauvioletten echten  Tönen, eignen sich jedoch auch für das Färben von  zum Verspinnen bestimmten, in organischen Lösungs  mitteln gelösten Massen und von Lacken und Kunst  stoffen aller Art.  



  Im nachstehenden Beispiel bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und  die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel</I>  15,1 Teile     2-Amino-l-hydroxy-4-acetyl-benzol     werden mit Hilfe von 22 Teilen 30     1/o-iger    Salzsäure  in 150 Teilen warmem Wasser gelöst und anschlie  ssend unter Eiskühlung langsam mit 6,9 Teilen Na  triumnitrit     diazotiert.    Man giesst die erhaltene Lösung  des     Diazokörpers    unter Aussenkühlung in eine Lö  sung von 27,5 Teilen     1-Carbo-(2'-äthoxy)-äthoxy-          amino-7-hydroxy-naphthalin,    12 Teilen Natrium  hydroxyd und 200 Teilen Wasser.

   Sobald die Bildung  der     Monoazoverbindung    beendet ist, erhitzt man die  Masse auf 50 , scheidet den     Monoazofarbstoff    durch  Zusatz von     Natriumchlorid    aus der Lösung ab, fil  triert ihn ab und trocknet ihn.  



  Das dunkle Pulver wird zur     überführung    in die  1 :     2-Chromkomplexverbindung    in 200 Teilen     Form-          amid    mit 25 Teilen kristallisiertem     Kaliumchromi-          sulfat    auf 100  so lange erhitzt, bis die     Metallisie-          rung    beendet ist. Dies erfordert einige Stunden.

   Der  gebildete chromhaltige     Azofarbstoff    wird durch Ver  dünnen der Masse mit 300 Teilen konzentrierter Na  triumchloridlösung ausgefällt und hierauf     abfiltriert.     Man verrührt den Filterkuchen mit 16 Teilen Na  triumhydroxyd in 1200 Teilen Wasser, scheidet den  chromhaltigen     Azofarbstoff    durch Zugabe von Koch  salz erneut ab,     filtriert    ihn ab und trocknet ihn. Er  ist     ein    dunkles Pulver, das Wolle, Seide, Leder und  synthetische     Polyamidfasern    aus neutralem bis  schwach saurem Bade in blaugrauen echten Tönen  färbt.  



       Ähnliche    Farbstoffe erhält man, wenn die 27,5       Teile        1-Carbo-(2'-äthoxy)-äthoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin    ersetzt werden durch die äquivalente  Menge einer der folgenden     Azokomponenten:

            1-Carbo-(2'-methoxy)-äthoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin,          1-Carbo-(2'-butoxy)-äthoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin,          1-Carbo-[2'-(2"-äthoxy)-äthoxy]-äthoxyamino-          7-hydroxy-naphthalin,            1-Carbo-(1'-methyl-2'-methoxy)-äthoxyamino-          7-hydroxy-naphthalin,          1-Carbo-(2'-hydroxy)-äthoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin,          1-Carbo-(3'-hydroxy)-propoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin,          1-Carbo-(4'-hydroxy)

  -butoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin,          1-Hydroxyacetylamino-7-hydroxy-naphthalin    und       1-Carbo-(2'-hydroxy)-propoxyamino-7-hydroxy-          naphthalin.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azo- farbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol der Diazoverbindung aus 2-Amino-l-hydroxy-4- acetyl-benzol mit 1 Mol eines 1-Acylamino-7- hydroxy-naphthalins der Formel 6s EMI0002.0057 worin R einen Hydroxyalkyl- oder einen gegebenen falls durch Hydroxy-,
    Alkoxy- oder Alkoxyalkoxy- gruppen substituierten Alkoxyrest bedeutet, wobei Alkyl und Alkoxy höchstens je 4 Kohlenstoffatome und der Rest R insgesamt höchstens 8 Kohlenstoff atome aufweisen, kuppelt und den erhaltenen Mono- azofarbstoff mit einem chromabgebenden Mittel der art behandelt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff ent steht, der im wesentlichen ein Chromatom an zwei Moleküle Monoazoverbindung komplex gebunden enthält.
    II. Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen, in organischen Lösungs mitteln löslichen, chromhaltigen Azofarbstoffen, zum Spinnfärben von in organischen Lösungsmitteln ge lösten Kunststoffmassen. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf 2 Moleküle Monoazo- farbstoff eine weniger als 2, mindestens aber 1 Chrom atom enthaltende Menge eines chromabgebenden Mittels einwirken lässt.
CH353108D 1957-03-01 1957-03-01 Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe CH353108A (de)

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