CH365158A - Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen

Info

Publication number
CH365158A
CH365158A CH6288158A CH6288158A CH365158A CH 365158 A CH365158 A CH 365158A CH 6288158 A CH6288158 A CH 6288158A CH 6288158 A CH6288158 A CH 6288158A CH 365158 A CH365158 A CH 365158A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
ortho
diketone
metal
monoazo
quinone
Prior art date
Application number
CH6288158A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Senn
Hanspeter Dr Uehlinger
Walter Dr Wehrli
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH6288158A priority Critical patent/CH365158A/de
Publication of CH365158A publication Critical patent/CH365158A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/0008Organic ingredients according to more than one of the "one dot" groups of C08K5/01 - C08K5/59
    • C08K5/0041Optical brightening agents, organic pigments
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B27/00Preparations in which the azo group is formed in any way other than by diazotising and coupling, e.g. oxidation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Monoazofarbstoffen    und ihren     Metallkoniplexverbindungen       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Monoazofarbstoffen,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man 1     Mol     eines in     ortho-Stellung    zur     Hydrazinogruppe    einen  zur     Metallkomplexbildung    befähigenden     Substituen-          ten    oder einen in einen solchen     überführbaren        Substi-          tuenten    tragenden     Hydrazinobenzols,

      welches von       Sulfonsäuregruppen    und in anderer als in     ortho-Stel-          lung    zur     Hydrazinogruppe    stehenden     Carbonsäure-          gruppen    frei ist, mit 1     Mol    eines     ortho-Diketons    um  setzt. Die erhaltenen     Monoazofarbstoffe    können in  Substanz mit einem metallabgebenden, vorzugsweise       chrom-    oder     kobaltabgebenden,    Mittel behandelt  werden.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen     Monoazofarb-          stoffe    entsprechen der Formel  
EMI0001.0027     
    welche die     enolisierte    Form eines durch Mono  kondensation eines     ortho-Diketons    mit dem     Phenyl-          hydrazin    der Formel  
EMI0001.0032     
    gebildeten     a-Keto-hydrazons    darstellt.

   In den oben  stehenden Formeln bedeutet x einen zur Metall  komplexbildung befähigenden     Substituenten    oder  einen solchen     überführbaren        Substituenten,    und der  Kern A kann weitere     Substituenten,        mit    Ausnahme  von     Carbonsäure-    und     Sulfonsäuregruppen,    tragen.

      Die     Monoazofarbstoffe    dienen beispielsweise     zum     Färben von Wolle nach dem     Einbadchromierungs-          verfahren;    die     Metallkomplexverbindungen    werden  mit Vorteil zum Färben und Bedrucken von Wolle,  Seide, Leder und synthetischen     Polyamidfasern    und,  sofern ihre Löslichkeit in organischen Lösungsmit  teln genügend gross ist, zum Färben von zum Ver  spinnen     bestimmten,    in     organischen        Lösungsmitteln     gelösten Massen und von Kunststoffen und Lacken  verwendet.  



  Die erhaltenen Färbungen besitzen gute     Licht-          und        Nassechtheiten.     



  Die definitionsgemässen     Hydrazinobenzole    lassen  sich z. B. nach den Angaben der deutschen Patent  schrift Nr. 258017 herstellen.  



  Andere     Substituenten,    die für die     Hydrazino-          benzole    in Betracht kommen,     sind    z. B. Halogen  atome (Chlor),     Alkylgruppen        (Methyl),    die Nitro  gruppe,     Acylaminogruppen        (Acetylamino).     



  Als     ortho-Diketone    kommen     beispielweise    in Be  tracht:     1,2-Benzo-chinon,        1,2-Naphtho-chinon,        9,10-          Phenanthren-chinon,        Acenaphthen-chinon    und     Isatin,          Dibrom-isatin,        N-Methyl-isatin    und     N-Acetyl-isatin.     



  Die Umsetzung des     Hydrazinobenzols    mit dem       ortho-Diketon        erfolgt        vorteilhaft    in wässerigem, stark  saurem Medium. Das Kondensationsprodukt fällt in  den meisten Fällen aus; man filtriert es ab, löst es  in überschüssigem Alkali auf und fällt es, gegebenen  falls nach einer Klärung der Lösung, durch     Zusatz     von     Salz    in Form des     Alkalisalzes    aus.  



  Die     überführung    der     Monoazofarbstoffe    in ihre       Metallkomplexverbindungen    erfolgt vorzugsweise mit  Verbindungen des Chroms und des Kobalts. Die Me  tallinierung wird     vorteilhaft    in wässeriger Lösung  oder in organischem Medium, beispielsweise in     Form-          amid    oder     Äthylglykol,    oder in der konzentrierten  wässerigen Lösung eines     Alkalimetallsalzes    einer           niedrigmolekularen        aliphatischen        Monocarbonsäure     ausgeführt.

   Man lässt dabei mit Vorteil auf zwei Mo  leküle     Monoazofarbstoff    eine weniger als zwei, min  destens aber ein Atom Metall enthaltende Menge  eines metallabgebenden Mittels einwirken.  



  Die gewonnenen     Metallkomplexverbindungen     werden, gegebenenfalls nach Eingiessen der organi  schen     Metallisierungslösungen    in Wasser, aus wässe  rigem Medium durch Zugabe von Salz abgeschieden,  hernach     abfiltriert,    gegebenenfalls gewaschen und  dann getrocknet.  



  Die erhaltenen metallhaltigen     Azofarbstoffe    sind       Metallkomplexverbindungen,        in    denen an zwei Mole  küle     Monoazoverbindung    im wesentlichen ein Atom  Metall gebunden ist. Sie können als sog. 1 :     2-Kom-          plexe    bezeichnet werden, worin ein Molekül     Mono-          azoverbindung    mit etwa 0,3-0,7 Atom Metall ver  knüpft ist.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,  und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angege  ben.  



  <I>Beispiel 1</I>  21,7 Teile     1-Hydroxy-2-hydrazino-4-chlor-benzol     werden     in    stark mineralsaurer Lösung mit 18,2  Teilen in Wasser fein     suspensiertem        1,2-Naphtho-          chinon    bei 80-100  zur     Reaktion    gebracht. Nach  etwa zwei Stunden ist die Kondensation beendet. Der  ausgefallene Farbstoff wird     abfiltriert;    man löst ihn  mit überschüssiger Natronlauge in Wasser, filtriert  die Lösung nötigenfalls und fällt daraus den     Mono-          azofarbstoff    durch Zusatz von     Kochsalz.    Er wird ab  filtriert, getrocknet und gemahlen.

   Man erhält ein  dunkles Pulver, das Wolle nach dem     Einbadchromie-          rungsverfahren    in gut licht-, wasch-, walk-,     potting-          und    säureechten grünen Tönen färbt.  



  Ein     ähnlicher    Farbstoff wird erhalten, wenn man  an Stelle des     1-Hydroxy-2-hydrazino-4-chlor-benzols     eine äquivalente Menge des     1-Hydroxy-2-hydrazino-          4-nitro-benzols    oder des     1-Hydroxy-2-hydrazino--4-          methyl-benzols    oder des     1-Carboxy-2-hydrazino-          benzols    zur Kondensation bringt. Das     1,2-Naphtho-          chinon    kann auch durch die äquivalente Menge       Isatin    ersetzt werden.

      <I>Beispiel 2</I>  38,1 Teile des nach Beispiel 1, Absatz 1, er  hältlichen     Monoazofarbstoffes    werden in 400 Teilen       Formamid    gelöst. Man erhitzt die Lösung auf 100  bis 110 , versetzt sie in ungefähr 30 Minuten mit  30 Teilen kristallisiertem     Ammoniumchromisulfat     und hält diese Mischung bis zur vollständigen       Chromkomplexbildung    auf 100-120 . Hierauf wird  die     Chromierungsmasse    mit der     4-5fachen        Menge     Wasser verdünnt; die     Chromkomplexverbindung     wird     ausgesalzen,        abfiltriert,    getrocknet und ge  mahlen.

   Der chromhaltige     Farbstoff    ist ein dunkles  Pulver, welches Wolle, Seide, synthetische Polyamid  fasern und Leder in gut licht-, wasch- und     walk-          echten,    grünen Tönen färbt.    <I>Beispiel 1</I>  43,9     Teile    des nach Beispiel 1, Absatz 2, er  hältlichen     Monoazofarbstoffes    werden mit 400 Teilen       Wasser        und        30        Teilen        18        %aiger        Kobaltacetatlösung     (entsprechend 1,77 Teilen Kobalt) auf 80  erhitzt.

    Man lässt dabei so viel     1011/aige    Natronlauge zu  tropfen, bis ein     pH-Wert    von 9,5 erreicht ist. Der,  nach beendigter     Metallisierung    isolierte und getrock  nete     kobalthaltige    Farbstoff ist ein dunkles Pulver,  welches Wolle, Seide, Leder und     Polyamidfasern     in     licht-,    wasch- und     walkechten,    olivgrünen Tönen  färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Monoazofarb- Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines in ortho-Stellung zur Hydrazinogruppe einen zur Metallkomplexbildung befähigenden Substituen- ten oder einen in einen solchen überführbaren Sub- stituenten tragenden Hydrazinobenzols,
    welches von Sulfonsäuregruppen und in anderer als in ortho- Stellung zur Hydrazinogruppe stehenden Carbon- säuregruppen frei ist, mit 1 Mol eines ortho-Diketons umsetzt. Il. Verwendung der nach dem im Patentanspruch I beanspruchten Verfahren erhältlichen Monoazo- farbstoffen zum Spinnfärben von in organischen Lö sungsmitteln gelösten Kunststoffmassen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als ortho-Diketon 1,2- Benzo-chinon verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als ortho-Diketon 1,2- Naphtho-chinon verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als ortho-Diketon 9,10- Phenanthren-chinon verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als ortho-Diketon Acenaph- thenchinon verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als ortho-Diketon Isatin verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den erhaltenen Monoazo- farbstoff in Substanz mit einem metallabgebenden Mittel behandelt. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man den erhaltenen Monoazo- farbstoff mit einem metallabgebenden Mittel derart be handelt, dass ein metallhaltiger Azofarbstoff entsteht, der im wesentlichen ein Metallatom an zwei Mole küle Monoazoverbindung komplex gebunden enthält. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man auf zwei Moleküle Mono- azofarbstoff eine weniger als zwei, mindestens aber ein Metallatom enthaltende Menge eines metallabge benden Mittels einwirken lässt.
CH6288158A 1957-08-21 1958-08-13 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen CH365158A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6288158A CH365158A (de) 1957-08-21 1958-08-13 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH4963957 1957-08-21
CH6288158A CH365158A (de) 1957-08-21 1958-08-13 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH365158A true CH365158A (de) 1962-10-31

Family

ID=25737471

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6288158A CH365158A (de) 1957-08-21 1958-08-13 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH365158A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE942345C (de) Verfahren zur Herstellung neuer direktziehender Azofarbstoffe
CH365158A (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen
DE914250C (de) Verfahren zur Herstellung neuer, stabiler, schwermetallhaltiger Poly-iminoisoindolenine
DE1109809B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen
DE937367C (de) Verfahren zur Herstellung chrom- oder kobalthaltiger Azofarbstoffe
DE923736C (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen
AT165532B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe
DE926506C (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe der Stilbenreihe
DE4444901C2 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Kupferkomplex-Disazofarbstoffen
DE1644356C3 (de) 1 zu 2-Chrom- oder Kobalt-Mischkomplexfarbstoffe, ihre Herstellung und Verwendung zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von natürlichen und synthetischen Polyamiden oder Leder
CH355549A (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen
DE2153549B2 (de) 1:2-Kobaltazokomplexverbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
CH580146A5 (en) Green,olive and khaki 1,2 cobalt complexes - for natural and syntheti polyamides,leather,metals,esp aluminium
DE1117234B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen metallhaltigen Azofarbstoffen
CH242161A (de) Verfahren zur Herstellung eines chromierbaren Monoazofarbstoffes.
CH356227A (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
CH330000A (de) Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe
CH312961A (de) Verfahren zur Herstellung kobalthaltiger Monoazofarbstoffe
EP0112281A1 (de) Unsymmetrische 1:2-Chromkomplexfarbstoffe, enthaltend eine Azo- und eine Azomethinverbindung
CH353108A (de) Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe
CH342679A (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Monoazofarbstoffen
EP0078460A1 (de) Metallkomplexfarbstoffe
DE1106895B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexfarbstoffen
CH367911A (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und ihren Metallkomplexverbindungen
CH554901A (de) Verfahren zur herstellung schwer loeslicher heterocyclischer verbindungen.