CH330000A - Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe

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CH330000A
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Piero Dr Maderni
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Sandoz Ag
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  Verfahren     zur    Herstellung chromhaltiger     Azofarbstoffe    der     Pyrazolonreihe       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung     chromhaltiger        Azo-          farbstoffe    der     Pyrazolonreihe.    Das Verfahren  besteht darin, dass man 1     Mol    der     Diazover-          bindung    aus einem     1-Carboxy-2-aminobenzol-          sulfonsäureamid,

      welches von     Sulfonsäure-          gruppen    und weiteren     Carboxylgruppen    frei  ist und der allgemeinen Formel  
EMI0001.0016     
    entspricht, worin     R1    einen substituierten oder       unsubstituierten        Alkyl-,        Cycloalkyl-,        Aralkyl-          oder        Arylrest,        R,    Wasserstoff oder einen sub  stituierten oder     unsubstituierten        Alkvlrest     oder, zusammen mit --N- und     -R1,

      .einen       heteroeyclischen    Rest bedeuten, und worin die  Gruppe  
EMI0001.0029     
    in     para-Stellung    zur     Carboxyl-    oder     Amino-          gruppe    steht, mit. 1     Mol    eines im     Benzolkern          unsubstituierten    oder durch     niehtionogene     Reste substituierten 1-     Pheny    1- 3 -     methy        1-5-          pyrazolons    kuppelt und den erhaltenen Mono-         azofarbstoff    mit einem chromabgebenden  Mittel behandelt.  



  Es     %vurde    nun gefunden, dass man eben  falls wertvolle     Azofarbstoffe    der     Pyrazolon-          reihe    gewinnt, wenn man 1     1VIol        diazotierte     2-     Aminobenzol-1-carbonsäure    mit 1     Mol    eines  am     Naphthalinkern    gegebenenfalls in 5'-, 6'-,       T-    und     8'-Stellung    hydrierten     1-Naphthyl-(1'-          oder        2')

  -3-methyl-5-pyrazolons    kuppelt und  die erhaltenen     Monoazofarbstoffe    mit chrom  abgebenden Mitteln behandelt.  



  Die Kupplung der     diazotierten        2-Amino-          benzol-l-carbonsäure    mit den     L-Naphthyl-3-          methyl-5-pyrazolonen    erfolgt vorzugsweise in  alkalischem Medium. Die gebildeten     Honoazo-          farbstoffe    werden     abfiltriert    und getrocknet.

    Sie lösen sich in     Wasser    mit gelber Farbe und  färben Wolle nach dem     Einbadchromierungs-          verfahren    oder einem     Naehehromierungsver-          fahren    in gelben Tönen von vorzüglicher  Licht-,     Walk-    und     Carbonisierechtheit.     



  Die Überführung in die chromhaltigen       Azofarbstoffe    wird mit Salzen des Chroms,       ivie    z. B.     Chromifluorid,        Chromisulfat,        Chromi-          formiat,        Chromiacetat    und     Kaliumchromi-          sulfat,    in wässriger Aufschlämmung oder Lö  sung oder in organischem Medium, beispiels  weise in einem     Polyglycol,

      in     Formamid    oder  in der Schmelze eines     Alkalisalzes    einer       niedrigmolekularen        aliphatischen    '     Monocarbon-          säure    ausgeführt. Auch     Chromate,    beispiels  weise Natrium- oder     Kaliumchromat    oder       -bichromat,    eignen sich zur     Metallisierung,    die      hier vorteilhaft in     ätzalkalischem    Medium,  gegebenenfalls in Gegenwart eines Reduk  tionsmittels, vorgenommen wird.

   Die     Metalli-          sierung    in Substanz führt zu Chromkomplex  verbindungen, welche auf zwei Moleküle     Mono-          azofarbstoff    weniger als zwei Atome, vorzugs  weise etwa ein Atom, Chrom enthalten.  



  Die chromhaltigen     Azofarbstoffe    werden  mit Vorteil, gegebenenfalls nach Eingiessen  der organischen     Metallisierungslösungen    in  Wasser, aus     wässrigem    Medium durch Zugabe  von Salz abgeschieden, hernach     abfiltriert,     gegebenenfalls gewaschen und schliesslich ge  trocknet. Sie sind dunkelgelbe Pulver, welche  in Wasser mit gelber 'Farbe löslich sind und  Wolle, Seide und künstliche stickstoffhaltige  Fasern, wie z. B. synthetische     Polyamidfasern,     in licht-, wasch- und     walkechten    gelben Tönen  färben.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichts  prozente, und die Temperaturen sind in Cel  siusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Die kalte Lösung aus 13,7 Teilen     diazotier-          ter        2-Aminobenzol-l-carbonsäure    wird einer  kalten Lösung von 23,5 Teilen     1-Naphthyl-          (1')        -3-methyl-5-pyrazolon    (F. P. 170-72 ) in  400 Teilen Wasser und 40 Teilen 30     o/oiger          Natriumhydroxydlösung    zugesetzt.

   Man rührt  die Masse so lange bei 0-5 , bis die Kupp  lung     beendigt    ist.     Naeh    Zugabe von     Natrium-          bicarbonat    zur Kupplungsmasse filtriert man  den ausgefallenen     Monoazofarbstoff    ab und  trocknet ihn im Vakuum bei 95 .

   Man erhält  ein gelbes Pulver, welches sich in Wasser und  in verdünnter     Natriumhydroxydlösung    mit       grünliehgelber,    in konzentrierter     Sehwefel-          säure    mit gelber Farbe löst und Wolle nach  dem     Einbadchromierungsverfahren    in licht-,  walk- und     earbonisiereehten,    reinen, gelben  Tönen färbt.

   Zur Überführung des     Monoazo-          f        arbstoffes    in die     Chromkomplexverbindung     werden 3,7 Teile davon in 40 Teilen     Äthyl-          polyglycol    mit 1,9 Teilen     Chromformiat     21     /2    Stunden lang auf 95-105  erhitzt. Hier  auf giesst man die Lösung in 100 Teile 5     o/aige            Natriiimehloridlösun-.    Die ausgefallene     Chrom-          kompleYverbindung    wird     abfiltriert    und in  ungefähr 100 Teilen Wasser von 70  suspen  diert.

   Durch     Zugabe    von     Natriumhydroxyd     stellt man die Suspension     phenolphthalein-          alkalisch,    filtriert hierauf den     ehromhaltigen          Azofarbstoff    ab und     troeknet    ihn bei 80 . Er  ist ein dunkelgelbes Pulver, welches sieh in  verdünnter     Natriumhydroxydlösung    mit gel  ber, in konzentrierter Schwefelsäure mit       grünlichgelber    Farbe löst und Wolle, Seide  und synthetische     Polyamidfasern    in licht-,  wasch- und     walkechten,    reinen, gelben Tönen  färbt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ersetzt man die 23,5 Teile     1-Naphthyl-          (1')-3-methyl-5-pt-razolon    des Beispiels 1 durch  23,5 Teile     1-Naphthyl-(2')-3-methyl-5-pyrazo-          lon    und     ehromiert    den erhaltenen     Monoazo-          farbstoff,    so erhält man eine Chromkomplex  v     erbindung,    welche dieselben     färberisehen     Eigenschaften besitzt wie diejenige des Bei  spiels 1.  



  <I>Beispiel 3</I>  7,2 Teile     1-(5',6',7',8'-Tetrahydro)-naphthy        1-          (1.')        -3-methyl-5-py        razolon    werden in 150 Tei  len Wasser suspendiert. Man stellt. die Suspen  sion mittels     Natriumhydroxyd    auf einen     pH-          Wert    von 11,5-12 und versetzt sie mit 7,5 Tei  len     Natriumcarbonat.    Nach dem Abkühlen auf       2-4     lässt man ihr unter.

   Rühren eine kalte  Lösung aus     -1,1    Teilen     diazotierter        2-Amino-          benzol-l-ea.rbonsäure    zulaufen. Nach beendeter  Kupplung wird der ausgefallene     1Ionoazofarb-          stoff        abfiltriert    und bei 80-90  getrocknet.

    Man erhält. ein gelbes Pulver, welches sich in  verdünnter     Natriumhydroxydlösung    sowie in  konzentrierter Schwefelsäure mit.     grünlieh-          gelber    Farbe löst und Wolle nach dem     Ein-          badehromierungsverfahren    in licht-, walk  und     carbonisierechten,    reinen, gelben Tönen  färbt.

   Der erhaltene     Monoazofarbstoff    wird  wie folgt in die     Chromkomplexverbindung     übergeführt: Man erhitzt. 6 Teile davon in  60 Teilen     Äthylpoly        gly        kol    mit 2,5 Teilen       Chromformiat    während 4 Stunden auf 95 bis  105 .

   Hierauf giesst man die Lösung in 100  Teile 5     o/oige        Natriumehloridlösung.    Die ausge-           fallene        Chromkomplexverbindung    wird     abfil-          triert,    mit 5     O/oiger        Natriumchloridlösung    ge  waschen und bei 70  getrocknet.

   Man     erhält     ein gelbes Pulver, welches sieh in verdünnter       Natriumhydroxydlösung    mit gelber, in kon  zentrierter Schwefelsäure mit     grünlichgelber     Farbe löst und Wolle, Seide und synthetische       Polvamidfasern    in licht-, wasch- und     walk-          echten,    reinen, gelben Tönen färbt.

      <I>Beispiel 4</I>  Ersetzt man die 7,2 Teile     1-(5',6';7',8'-          Tetrahydr    o)     -naphthyl-    (1.')     -3-methyl-5        -pyrazo-          lon    des Beispiels 3 durch 7,2 Teile     1-(5',6',7',8'-          Tetrahydro        )-naphthyl-        (2')-3-methyl-5-pyrazo-          lon    und     chromiert    den erhaltenen     Monoazo-          farbstoff,    so erhält man eine Chromkomplex  verbindung,

   welche dieselben     färberischen     Eigenschaften besitzt wie diejenige des Bei  spiels 3.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol diazotierte 2-Aminobenzol-l-carbonsäure mit 1 Mol eines am Naphthalinkern gegebenenfalls in 5'-, 6'-, T- und 8'-Stellung hydrierten 1-Naphthyl-(1'- oder 2')
    -3-methyl-5-py-razolons kuppelt und den erhaltenen Monoazofarbstoff mit einem ehromabgebenden Mittel derart behandelt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff entsteht; der auf zwei Moleküle L#Tonoazofarbstoff weniger als zwei Atome Chrom komplex gebunden ent hält. UNTERANSPRL CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das chrom abgebende Mittel derart einwirken lässt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff entsteht, der im wesentlichen ein Chromatom an zwei Mole külen Monoazofarbstoff komplex gebunden enthält. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, da.ss man auf zwei Moleküle Monoazofarbstoff eine weniger als zwei, mindestens aber ein Atom Chrom ent haltende Menge eines chromabgebenden Mit tels einwirken lässt.
CH330000D 1953-04-02 1954-02-23 Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe CH330000A (de)

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