CH400414A - Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerlöslichen Monoazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerlöslichen Monoazofarbstoffen

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CH400414A
CH400414A CH369262A CH369262A CH400414A CH 400414 A CH400414 A CH 400414A CH 369262 A CH369262 A CH 369262A CH 369262 A CH369262 A CH 369262A CH 400414 A CH400414 A CH 400414A
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CH369262A
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Werner Dr Bossard
Hans Dr Wegmueller
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Geigy Ag J R
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/008Monoazo dyes
    • C09B62/0081Monoazo dyes with coupling components containing an amino directing group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     in    Wasser     schvyerl slichen        Monoazofarbstoffen       Die     vorliegende        Erfindung        betrifft    ein Verfahren  zur Herstellung neuer, in Wasser     dispergierbarer          Monoazofarbstoffe    der Formel I,  
EMI0001.0011     
    in der eines von     Y1    und Y2 eine     Azogruppe    mit  einem von in Wasser sauer dissoziierenden, wasser  löslich     machenden,

      Gruppen freien     Arylrest    oder       heterocychschen    Rest aromatischen     Charakters,    das  andere eine     primäre    oder     sekundäre        Aminogruppe     und B einen     Alkyl-,        Cycloalkyl    oder     Aralkylrest     bedeuten.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren besteht darin,  dass man eine Verbindung der Formel     II     
EMI0001.0026     
    in der Z Chlor oder Brom bedeutet, zur     Sulfinsäure          reduziert    und diese mit einem     Alkylierungs-,        Cyclo-          alkylierungs-    oder     Aralkylierungsmittel    umsetzt.  



  Als     Arylreste    der     Y1    beziehungsweise     Y2    ent  sprechenden     Azogruppe    kommen insbesondere solche  der     Benzol-oderNaphthalinreihe,        als        heterocyclische     Reste aromatischen Charakters besonders 5- oder  oder auch     6gliedrige,    vor allem     N-haltige,    gegebe  nenfalls     ankondensierte        Ringe        enthaltende        Hetero-          cyclen,    in Frage.

   Die genannten Reste können im  Rahmen der     Definition    noch beliebige     in        Azofarb-          stoffen        übliche        Substituenten    enthalten, beispiels  weise     aliphatische    Gruppen, wie     Methyl-,        Trifluor-          methyl-,        Äthyl-,        Propyl-    oder     Isopropylgruppen,            Alkoxygruppen,    wie     Methoxy-,

          Äthoxy-    oder     Butoxy-          gruppen.     



       Acylaminogruppen,    wie       Acetylamino-        Chloracetylamino-,          ss-Chlorpropionylamino-,        Benzoylamino-,          Chlorbenzoylamino-,        Methylsulfonylamino-,          Chlormethylsulfonylamino-,        Chlortriazinylamino-          oder        Chlorpyrimidylammogruppen,     insbesondere aber     elektrophile        Substituenten,    wie       Nitro-,    die schon genannte     Trfluormethyl-    oder       Cyangruppen,

      Halogene, wie     Fluor,    Chlor oder  Brom,     Ketogruppen,        Estergruppen,    wie       Carbomethoxy-,        Carbäthoxy-,        Carboisopropoxy-,          Carbobutoxy-,        Carbocyclohexyloxy-,        -          Carbobenzyloxy-    oder     Carbophenoxygruppen,          Sulfonylgruppen,    wie       Methylsulfonyl-,        Äthylsulfonyl-,

          Butylsulfonyl-          oder        Phenylsulfonylgruppen,          Sulfonsäureamidgruppen,    wie       Sulfonsäuremethylamid-,        -äthylamid-,          -dimethylamid-,        -diäthylamid-,        dibutylamid-,          benzylamid    oder     -phenylamidgruppen.     Vorzugsweise ist eines von     Y1    und     Y2    eine       Phenylazogruppe,    vor     allem    eine solche,

   deren       Benzolring    in o- und/oder in     p-Stellung    zur     Azo-          gruppe    mindestens einen     elektrophilen        Substituenten     enthält, und das andere Y eine sekundäre     Amino-          gruppe,    wie die       Methylamino-,        Äthylamino-,        Propylamino-,          Butylamino-,        Cyclohexylamino-;

          Benzylamino-          oder        Phenylaminogruppe,     insbesondere aber eine primäre     Aminogruppe,    und  zwar     vorteilhaft        in,    der Stellung von     Y2.    B bedeutet  beispielsweise die     Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-    oder       Isopropyl-,    die     Cyclohexyl-    oder     Benzylgruppe.     



  Die     erfindungsgemäss    verwendbaren Verbindun  gen der Formel     II    erhält man beispielsweise durch           Kuppeln    einer     Aryldiazoniumverbindung    oder     einer          heterocyclischen        Diazoniumverbindung    aromatischen       Charakters        mit    einer in Nachbarstellung zu einer  primären oder sekundären     Aminogruppe        kuppelnden          Aminonaphthalinsulfonsäure,    wie der       1-Amino-naphthalin-3-,

      -4- oder     -5-sulfonsäure     oder       2-Aminonaphthalin-3-,    -4-, -5-, -6-, -7- oder       -8-sulfonsäure,     und     überführen    der so erhaltenen     Azofarbstoff-          sulfonsäure    in das entsprechende     Sulfonsäurechlorid     oder     -bromid,    beispielsweise     mittels    eines Phos  phorchlorids oder     -bromids,    gegebenenfalls in Gegen  wart einer     tertiären    Stickstoffbase.  



  Die Reduktion dieser     Sulfonsäurechloride    oder       -bromide    zu den. entsprechenden     Sulfinsäuren    be  ziehungsweise deren     Alkalisalzen    erfolgt auf an sich  bekannte Art und Weise, z. B. mittels eines     Alkali-          sulfits.     



  Als     Alkylierungs-,        Cycloalkylierungs-    oder     Aral-          kylierungsmittel,    die     mit    den     Farbstoffsulfinsäuren,     beziehungsweise deren     Alkalisalzen,    umgesetzt wer  den,

   sind beispielsweise Ester niederer     Alkanole    mit       Schwefelsäure    oder     mit        Arylsulfonsäuren    oder     mit     Brom- oder     Jodwasserstoffsäure    oder Ester von       Cycloalkanolen    oder     Arylalkanolen        mit    Brom- oder       Jodwasserstoffsäure    zu     nennen,    beispielsweise     Di-          methyl-    oder     Diäthylsulfat,

          Benzol-    oder     Toluol-          sulfonsäuremethyl-    oder     äthylester,    oder     Methyl-,          Äthyl-,        Propyl-,        Cyclohexyl-    oder     Benzylbromid    oder       -jodid.     



  Die     Alkylierung,        Cycloalkyherung    oder     Aralky-          lierung    ' der     Arylazonanhthaliinsulfinsäuren    be  ziehungsweise deren     Alkalisalze,    zu den entspre  chenden     Sulfonylverbindungen    erfolgt     vorteilhaft    bei  erhöhter Temperatur, gegebenenfalls     in    wässriger,       organischer    oder in     wässrig-organischer    Lösung. Als  organische     Lösungsmittel    eignen sich hierbei mit  Wasser     mischbare,    z.

   B. nieder     aliphatische        Ketone,     wie Aceton oder     Methyläthylketon    oder Äther  alkohole, wie     Äthylenglykolmonomethyl    oder     -,äthyl-          äther,    oder     mit    Wasser nicht mischbare, z.

   B.     ge-          gebenenfalls        halogenierte        aromatische    Kohlenwasser  stoffe,     wie        Benzol;        Toluol,        Xylole,        Chlorbenzol    oder       Dichlorbenzole.     



  Die erfindungsgemäss     herstellbaren        Farbstoffe          eignen    sich in erster     Linie    zum     Färben    von     hydro-          phoben,    synthetischen     Textilfasern    aus wässriger  Dispersion, beispielsweise zum Färben von     Cellu-          losedi-    bis     -triacetat,

      besonders aber zum Färben  von hochmolekularen     Estern        aromatischer        Poly-          carbonsäuren        mit    polyfunktionellen Alkoholen, bei  spielsweise von     Glykoiterephthalaten,    wie        Terylen     der Imperial     Chemical        Industries,     London, oder     wie           Dacron         der        Firma    E.

       i.    du     Pont    der     Nemours      &  Co.,     Wilmington,        Delaware        (USA),    von.        Tergal     der     Rhodiaceta,    Lyon, oder von        Trevira     der     Farbwerke        Hoechst,        Frankfurt     a.

       Main.       Die Farbstoffe können aber auch zum Färben  von synthetischen     Polyamidfasern    wie von  Nylon,>  der Firma du     Pont    de     Nemours,    oder von  Perlon   der Farbenfabriken Bayer in Leverkusen, Deutsch  land, verwendet werden.  



       Gegebenenfalls    lassen sich     mit    erfindungs  gemäss hergestellten Farbstoffen auch auf     Poly-          acrylnitrilfasern,    beispielsweise auf  Orion  der  Firma E. I. du     Pont    de     Nemours,    lichtechte Färbun  gen erzeugen.  



  Die Färbung von Polyesterfasern mit     wässrigen     Dispersionen erfindungsgemäss hergestellter Farb  stoffe erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen von  über 100  C unter Druck. Die     Färbung    kann aber  auch beim     Siedepunkt    des Wassers in Gegenwart  von     Farbübertragern,        sogenannten         Carriern ,    wie       Phenylphenol,        Polychlorbenzolverbindungen    oder  ähnlichen     Hilfsmitteln,        durchgeführt    werden.

   In ein  zelnen Fällen     lässt    sich das Ziehvermögen der Farb  stoffe durch Mischen von zwei oder mehreren" er  findungsgemäss     herstellbaren        Monoazofarbstoffen     noch verbessern.  



  Je nach Zusammensetzung und Mischung der  Farbstoffe lassen sich auf Polyesterfasern orange,  rote bis violette, sehr gut nass-,     sublimier-    und licht  echte Färbungen erzeugen.  



  Im folgenden Beispiel bedeuten Teile, sofern  nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, Gewichts  teile. Die     Temperaturen    sind in Celsiusgraden an  gegeben.  



  <I>Beispiel</I>  21 Teile     1-(2'-Chlor-4'-nitrophenylazo)-2-amino-          naphthahn-5-sulfonsäurechlorid    werden bei 60-70   unter Rühren in     eine        Anschlämmung    von 10 Teilen       Natriumsulfit    in 100     Teilen    Wasser und 100 Teilen       Äthylenglykolmonoäthyläther    eingetragen. Bei der  selben Temperatur werden     anschliessend    4 Teile     Na-          triumhydroxyd,    gelöst in 40 Teilen Wasser, so zu  getropft, dass das Reaktionsgemisch stets     phenol-          phthaleinallcalisch    bleibt.

   Nach beendigter     Umsetzung     lässt     man    die     Reaktionsmischung    erkalten und fil  triert     alsdann    die ausgeschiedene     Farbstoff-sulfin-          säure    ab. Diese     wird    in 100 Teilen Aceton und 100       Teilen    Wasser     dispergiert,    mit 2 Teilen     Natrium-          carbonat    versetzt und auf     60-65     erwärmt.

   Zu dieser       Anschlämmung    werden     innert    10 Minuten 12 Teile       Dimethylsulfat        zugetropft.    Zur     Beendigung    der     Me-          thylierung    wird das     Reaktionsgemisch    noch während  etwa 30 Minuten bei 60-65  weitergerührt. Nach  dem     Erkalten    des     Gemisches    wird der entstandene       dunkle    Niederschlag     abfiltriert,        mit    Wasser gewa  schen und bei 60-70  im Vakuum getrocknet.

   Die  auf diese Weise hergestellte Verbindung entspricht  der Formel  
EMI0002.0188     
      Die Verbindung löst sich in     Aceton        mit    schar  lachroter Farbe;     Am",:    516 mm.  



  Das als Ausgangsstoff verwendete     1-(2'-Chlor-4'-          nitrophenylazo)    - 2 -     aminonaphthalin    - 5 -     sulfonsäure-          Chlorid    erhält man durch     Kuppeln    von dianotiertem       1-Amino-2-chlor-4-nitro-benzol    mit     2-Aminonaph-          thalin-5-sulfonsäure    und Umsetzung der     Farbstoff-          sulfonsäure    mit     Phosphoroxychlorid    in Chlorbenzol.  



  Verwendet man als     Alkylierungsmittel    anstelle  von     Dimethylsulfat    entsprechende Mengen     Äthyl-          jodid    oder     p-Toluolsulfonsäure-ss-hydroxyäthylester     und verfährt im übrigen, wie im Beispiel angegeben,  so erhält man     Farbstoffe    mit ähnlichen Eigenschaf  ten.  



  <I>Färbevorschrift:</I>  10 Teile des gemäss Beispiel erhaltenen     Farb-          stoffes    werden mit 20 Teilen     Natriumdodecylbenzol-          sulfonat    fein gemahlen.  



  2 Teile der so hergestellten Zubereitung werden  in 4000 Teilen Wasser     dispergiert.    Man versetzt  diese Dispersion     mit    20 Teilen des     Natriumsalzes     von     o-Phenylphenol    und 20 Teilen     Diammonium-          phosphat    und färbt 100     Teile    Garn aus     Polyglykol-          terephthalat    während 11/2 Stunden bei 95-98 . Die  Färbung wird gespült und     anschliessend    mit verdünn  ter Natronlauge und einem     Dispergator    nachbehan  delt.

   Man erhält unter diesen Bedingungen     eine     wasch-, reib-, licht- und     sublimierechte    rote Färbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwer löslichen Monoazofarbstoffen der Formel 1 EMI0003.0041 in der eines von Y1 und Y2 eine Azogruppe mit einem von in Wasser sauer dissoziierenden, wasser löslich machenden Gruppen freien Arylrest oder heterocyclischen Rest aromatischen Charakters, das andere eine primäre oder sekundäre Aminogruppe und B einen Alkyl , Cycloalkyl oder Aralkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man eine Verbindung der Formel<B>11,</B> EMI0003.0053 in der Z Chlor oder Brom bedeutet, zur Sulfinsäure reduziert und diese mit einem Alkylierungs-, Cyclo- alkylierungs- oder Aralkylierungsmittel umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeich net durch die Verwendung einer Verbindung der Formel II, in welcher eines von Y1 und Y2 eine- Phenylazogruppe ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprach 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Verbindung der Formel II, in welcher eines von Y1 und Y2 eine Phenylazogruppe ist, deren Benzolring in o- und/oder p-Stellung zur Azogruppe mindestens einen elektrophilen Substituenten enthält.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Ver wendung einer Verbindung der Formel II, in welcher Y2 eine primäre Aminogruppe ist.
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