DD249478A1 - Verfahren zur herstellung von 3,4-dihydro-4-oxo-(chinazolin oder 1,2,3-benzotriazin)-3-yl-(malon- oder essigsaeureestern) - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 3,4-dihydro-4-oxo-(chinazolin oder 1,2,3-benzotriazin)-3-yl-(malon- oder essigsaeureestern) Download PDF

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Manfred Suesse
Angela Schaks
Siegfried Johne
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Adw Ddr
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Abstract

Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, der Praxis biologisch aktive Verbindungen der allgemeinen Formel IV zur Verfuegung zu stellen und ein universelles Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen zu entwickeln, das gute Ausbeuten liefert. Erfindungsgemaess wird ein Isatosaeureanhydrid der allgemeinen Formel I mit einem Aminomalonsaeureester der allgemeinen Formel II in Loesung oder Suspension in Wasser und/oder einem waessrigen organischen Loesungsmittel oder einem polar-protischen Loesungsmittel zur Verbindung der allgemeinen Formel III umgesetzt und anschliessend zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel IV a mit einem Orthoameisensaeureester unter Erwaermen oder zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel IV b mit salpetriger Saeure in Gegenwart einer Alkansaeure oder zur Herstellung der Verbindung der allgemeinen Formel IV c mit salpetriger Saeure in Gegenwart einer Mineralsaeure zur Reaktion gebracht. Diese Verbindungen sind fuer die Land-, Garten- und Forstwirtschaft von Interesse.

Description

Hierzu 1 Seite Formeln
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hersteilung von Verbindungen der allgemeinen Formel IV, d. h. von S^-Dihydro^-oxo-chinazolin-S-yl-malonsäureestern der allgemeinen Formel IVa, 3,4-Dihydro-4-oxo-1,2,3-benzotriazin-3-yl-essigsäureestern der allgemeinen Formel IVc oder 3,4-Dihydro-4-oxo-1,2,3-benzotriazin-3-yl-malonsäureestern der allgemeinen Formel IVb.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist für die Land-, Garten- und Forstwirtschaft von Interesse, wo erfindungsgemäß hergestellte Verbindungen z. B. als "Fungizide oder als Pflanzenwachstumsregulatoren einsetzbar sind. "
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Eine große Anzahl von Chinazolinen mit potentieller Wirkung als Phytoeffektoren, Fungizide, Akarizide, Insektizide oder Herbizide ist bekannt (M. Süße, S. Johne, Z. Chem. 21, 431 [1981]). Auch bestimmte Benzotriazinderivate sind als Akarizide bzw. Insektizide einsetzbar (R. Wegler: Chemie der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Bd. 1, Berlin, Heidelberg, New York, Springer-Verlag 1970)
3,4-Dihydro-4-oxo-(chinazolin- bzw. 1,2,3-benzotriazin)-3-yl-alkansäuren und deren Ester wurden erhalten durch Reaktion von
- 2 - Z4S 4/Ö
Isatosäureanhydriden der allgemeinen Formel I mit aliphatischen Aminosäuren und anschließende Cyclisierung mit salpetriger Säure.bzw. Ameisensäure oder Orthoameisensäureester (M. Süße, S. Johne, HeIv. Chim. Acta 68, 892 [1985]). Das Verfahren ermöglicht jedoch nicht die Herstellung der Vielfalt von Carbonsäure- und Dicarbonsäureestern der allgemeinen Formel IV.
3,4-Dihydro-4-oxo-chinazolin-3-yl-malonsäurediethylester (IV: n = O, R1 = C2H5, R2 = COOC2H5, Z=CH) wurde durch Reaktion des Natriumsalzes von Chinäzolin-4-on und Brommalonsäurediethylester ohne Lösungsmittel im Überschuß unter Erhitzen in 34%iger Ausbeute erhalten (B. R. Baker, M. V. Querry, A. F. Kadish, J. H. Williams, J. Org. Chem. 17,35 [1952]). Dieses Verfahren ist nicht auf am Phenylring substituierte Vertreter anwendbar.
Durch Hydroxy- und Aminomethylierung wurden 1,2,3-Benzotriazin-4-one synthetisiert, die in 3-Stellung durch die Gruppen -CH2NR1R2, -CH2OCOR3, -CH2OR4 oder -COOR5 substituiert sind (Neth. Appl. 6 702 189).
E. M. van Heyningen (J. Amer. Chem. Soc. 77, 6562 [1955]) diazotierte Anthranilsäureethylester und erhielt durch anschließende Reaktion mit Aminoessigsäureethylester 1,2,3-Benzotriazin-4-on-3-essigsäureethylester (IV: n = 0, R^C2H5, R2=H, Z=N) (Schmp.
Dieses Verfahren liefert nur geringe Ausbeuten (17,5%).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, der Praxis eine Vielfalt von Verbindungen der allgemeinen Formel IV, darunter auch neue biologisch aktive Verbindungen, zur Verfugung zu stellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein universelles Verfahren zu entwickeln, das S^-Dihydro^-oxo-chinazoiin-S-yl-malonsäureester, 3,4-Dihydro-4-oxo-1,2,3-benzotriazin-3-yl-essigsäureester und -malonsäureester der allgemeinen Formel IV in guten Ausbeuten liefert.
Erfindungsgemäß wird ein Isatosäureanhydrid der allgemeinen Formel I mit einem Aminomalonsäureester der allgemeinen Formel Il in Lösung oder Suspension in Wasser und/oder einem wäßrigen organischen Lösungsmittel oder einem polarprotischen Lösungsmittel zur Verbindung der allgemeinen Formel III umgesetzt und anschließend zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel IVa mit einem Orthoameisensäureester unter Erwärmen oder zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel IVb mit salpetriger Säure in Gegenwart einer Alkansäure oder zur Herstellung der Verbindung der allgemeinen Formel IVc mit salpetriger Säure in Gegenwart einer Mineralsäure zur Reaktion gebracht.
In den allgemeinen Formeln I bis IV stehen Z für CH oder N, R für Alkyl, Alkoxy, Halogen, OH, CN, NO2 oder CF3, R1 für Alkyl (C1-C4), R2 für H oder COOR' und η für 0 bis 4, wobei in den Fällen n=2, 3 oder 4 die R gleich oder verschieden sind.
Die Umsetzung des Isatosäureanhydrids der allgemeinen Formel I mit dem Aminomalonsäureester der allgemeinen Formel Il zur Verbindung der allgemeinen Formel III wird unter gründlicher Durchmischung des Reaktionsgemisches, z. B. unter Rühren, bei Raumtemperatur durchgeführt. Anschließend erwärmt man zur Vervollständigung der Umsetzung, wobei zweckmäßigerweise 80°C nicht überschritten werden sollten. Werden die Salze der Verbindungen der allgemeinen Formel Il verwendet, so wird eine Hiifsbase
zugegeben.
Vor der Umsetzung der Verbindungen der allgemeinen Formel III zu den Verbindungen der allgemeinen Formel IVa trennt man das Lösungsmittel ab. Anschließend setzt man einen Orthoameisensäureester zu und erwärmt langsam bei guter Durchmischung.
Für die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formeln IVb und IVc ist es vorteilhaft, die salpetrige Säure erst im Reaktionsgemisch zu erzeugen, indem man statt der salpetrigen Säure Salze der salpetrigen Säure sowie mindestens äquivalente Mengen Alkansäure bzw. Mineralsäure einsetzt. Als günstig haben sich für diese Umsetzung Reaktionstemperaturen zwischen -10 und +150C erwiesen. Es kann jedoch auch bei Raumtemperatur gearbeitet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann als Eintopfverfahren ausgestaltet werden, indem man alle Reaktionskomponenten nacheinander zusetzt und weder ein Zwischenprodukt isoliert noch vor Abschluß der Umsetzung zu den Verbindungen der allgemeinen Formel IVc Reinigungsoperationen durchführt oder Komponenten aus dem Reaktionsgemisch entfernt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist universell anwendbar und ermöglicht die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel IV in guten Ausbeuten.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel IVb sind bisher nicht bekannt. Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen sind biologisch aktiv. Unter ihnen befinden sich solche, die als Pflanzenwachstumsregulatoren oder als Fungizide verwendbar sind.
Die Erfindung wird nachstehend durch einige Ausführungsbeispiele erläutert.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Zu einer Lösung von 2,12 g Aminomalonsäurediethylesterhydrochlorid und 1,38 ml Triethylamin in 60 ml Wasser werden langsam 1,63 g Isatosäureanhydrid (I: n = 0) gegeben. Es wird noch 4-6 Stunden bei 40-500C gerührt. Die Reaktionslösung wird auf die Hälfte eingeengt, abgekühlt, abgesaugt und der Rückstand umkristallisiert. Schmp. 95-96°C, Ausbeute: 1,12 g (389Ό d. Th.) 2-Amino-benzoylaminomalonsäurediethylester (III: n = 0; R1^C2H5).
Beispiel 2
1,47 g 2-Amino-benzoylamainomalonsäurediethylester (111: n = O; R' = C2H5) werden in 50 ml Wasser und 20 ml Ethanol suspendiert und unter Rühren und Kühlen 6 ml konz. Salzsäure und anschließend bei 5°C 0,6 g Natriumnitrit in 5 ml Wasser zugetropft. Die Kühlung wird entfernt und 2 Stunden bei Raumtemperatur weitergerührt. Es wird im Vakuum eingeengt, abgesaugt und aus Wasser/Ethanol umkristallisiert, Schmp.: 98-103°C. Ausbeute: 0,8 g (68% d. Th.) 3,4-Dihydro-4-oxo-1,2,3-benzotriazin-3-yl-essigsäureethylester (IV: n = O; Z=N; R' = C2H5; R2 = H).
-3- Z43
Beispiel 3
2,12 g Aminomalonsäurediethylesterhydrochlorid, 1,38 ml Triethylamin und 1,97 g 6-Chlor-isatosäureanhydrid (I: (R)n=B-Cl) werden in 100 ml Wasser 4-5 Stunden bei 50 bis 600C gerührt. Es wird abgekühlt und mit 10 ml konz. Salzsäure versetzt. Bei 0 bis -5°C werden 1,4 g NaNO2 in 10 ml Wasser langsam zugetropft und weitere 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Es wird abgesaugt und aus Ethanol/Wasser umkristallisiert. Schmp.: 1060C, Ausbeute: 0,9 g (34% d. Th., bezogen auf I)
(IV: Z=N; (R)n = 6-CI; R1 = C2H5; R2=H).
Beispiel 4
2,12 g Aminomalonsäurediethylesterhydrochlorid, 1,38 ml Triethylamin und 3,21 g 6,8-Dibrom-isatosäureanhydrid (I: (R)n = 6,8-Br2) werden in 100 ml Wasser 6-7 Stunden bei 60-700C gerührt. Es wird abgekühlt und mit 10 ml konz. Salzsäure versetzt. BeiO bis +50C werden 1,4 g NaNO2 in 10 ml Wasser langsam zugetropft und weitere 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Es wird abgesaugt und aus Ethanol/Wasser umkristallisiert, Schmp.: 107-111 0C, Ausbeute: 1,45 g (37%d.Th., bezogen auf I) 6,8-Dibrom-3,4-dihydro-4-oxo-1,2,3-benzotriazin-3-yl-essigsäureethylester (IV: Z=N; (R)n=6,8-Br2; R1 = C2H5; R2=H).
Beispiel 5
Zu 300 mg 2-Amino-benzoylaminomalonsäurediethylester (III: n = O; R1 = C2H5) in 10 ml Eisessig werden bei 10 bis 15°C 70 mg NaNO2 in wenig Wasser zugetropft. Es wird weitere 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, die Essigsäure im Vakuum abdestilliert und der Rückstand an 50 g Kieselgel 40 (Merck, 0,063-0,2 mm) chromatografie!! (Elution mit CHCI3), Öl, Ausbeute: 160 mg (51 % d. Th.)
(IV: n = O;Z=N; R' = C2H5; R2 = COOC2H5).
Beispie! 6 200 mg 2-Amino-benzoylaminomalonsäurediethylester (III: n = O; R' = C2H6) werden mit 15 ml Orthoameisensäuretriethylester 4-6 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Der Orthoester wird im Vakuum abdestilliert und der Rückstand an 30 g Kieselgel 40 (Merck, 0,063-0,2 mm) chromatografiert (Elution mit Benzen, dem steigende Mengen an Aceton bis 2% zugegeben werden), Öl erstarrt amorph. Schmp.: 69-720C, Ausbeute: 120mg (58% d. Th.) SADihydro^-oxo-chinazolin-S-yl-malonsäurediethylester (IV: n = O; Z=CH; IV = C2H5; F^ = COOC2H6).
/COOR1 H2N-CH
^COOR1
^COOR1 'CH XCOOR1
O COOR1
N-CH
I \R2
-Z K
Z=CH/R2=COOR1 Eb Z = N/ R2=COOR1 He Z = N; R2=H
23,MI\!1338*S5G143

Claims (8)

1. Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-4-oxo-(chinazolin oder 1,2,3-benzotriazin)-3-yl-(malon- oder essigsäureester^ der allgemeinen Formel IV, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Isatosäureanhydrid der allgemeinen Formel I mit einem Aminomalonsäureester der allgemeinen Formel Il in Lösung oder Suspension in Wasser und/oder einem wäßrigen organischen Lösungsmittel oder einem polar-protischen Lösungsmittel zur Verbindung der allgemeinen Formel Ml umsetzt und anschließend zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel IVa mit einem Orthoameisensäureester unter Erwärmen oder zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel IVb mit salpetriger Säure in Gegenwart einer Alkansäure oder zur Herstellung der Verbindung der allgemeinen Formel IVc mit salpetriger Säure in Gegenwart einer Mineralsäure zur Reaktion bringt, wobei in den allgemeinen Formeln I bis IV Z für CH oder N, R für Alkyl, Alkoxy, Halogen, OH, CN, NO2 oder CF3, R1 für Alkyl (C1-C4), R2 für H oder COOR1 und η für O bis 4 stehen und in den Fällen η = 2, 3 oder 4 die R gleich oder verschieden sind.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung des Aminomalonsäureesters der allgemeinen Formel Il mit dem Isatosäureanhydrid der allgemeinen Formel I zunächst bei Raumtemperatur unter gründlicher Durchmischung des Reaktionsgemisches durchführt und durch anschließendes Erwärmen auf Temperaturen bis 80 0C vervollständigt.
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung der Salze der Verbindungen der allgemeinen Formel Il eine Hilfsbase zugegeben wird.
4. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel IVb und IVc die zur Umsetzung erforderliche salpetrige Säure erst im Reaktionsgemisch erzeugt, indem man Salze der salpetrigen Säure in Gegenwart mindestens äquivalenter Mengen Alkansäure bzw. Mineralsäure einsetzt.
5. Verfahren nach einem der Punkte..1. bis 4jdjdjjrch^gekennzeichnet, daß man vor Zugabe der salpetrigen Säure oder der Salze der salpetrigen Säure und mindestens äquivalenter Mengen Alkansäure bzw. Mineralsäure das Reaktionsgemisch auf -5 bis +150C abkühlt oder bei Raumtemperatur arbeitet.
6. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel IVc das Verfahren als Eintopfverfahren ausgestaltet, indem man alle Reaktionskomponenten nacheinander zusetzt und weder ein Zwischenprodukt isoliert noch vor Abschluß der Umsetzung zu den Verbindungen der allgemeinen Formel IVc Reinigungsoperationen durchführt oder Komponenten aus dem Reaktionsgemisch entfernt.
7. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzungen in Wasser durchführt.
8. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man im Falle der Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel IVa vor der Zugabe des Orthoameisensäureesters das Lösungsmittel abtrennt.
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