DD291341A5 - Verfahren zur herstellung von androst-4-en-3,17-dion, androsta-1,4-dien3,17-dion und 9alpha-hydroxy-androst-4-en-3,17-dion - Google Patents

Verfahren zur herstellung von androst-4-en-3,17-dion, androsta-1,4-dien3,17-dion und 9alpha-hydroxy-androst-4-en-3,17-dion Download PDF

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DD291341A5
DD291341A5 DD33670189A DD33670189A DD291341A5 DD 291341 A5 DD291341 A5 DD 291341A5 DD 33670189 A DD33670189 A DD 33670189A DD 33670189 A DD33670189 A DD 33670189A DD 291341 A5 DD291341 A5 DD 291341A5
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DD
German Democratic Republic
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androst
dion
hydroxy
dione
sterols
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DD33670189A
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English (en)
Inventor
Michael Birke
Ingeborg Heller
Gunter Plonka
Renate Reiche
Bernd Roeder
Manfred Meyer
Hans-Joachim Siemann
Claere Hoerhold
Horst Wagner
Birgit Gottschaldt
Original Assignee
Veb Jenapharm,De
Zi F. Mikrobiologie U. Experimentelle Therapie,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein mikrobielles Verfahren zur Herstellung von * * (ADD) und 9a-Hydroxy-androst-4-en-3,17-dion, 9-OH-AD, das dadurch gekennzeichnet ist, dasz man Gemische von vollstaendig und nicht vollstaendig gesaettigten Sterolen mit einer Kultur eines zum Seitenkettenabbau von 3b-Hydroxy-D5-sterolen befaehigten Mikroorganismus fermentiert.{9a-Hydroxy-androst-4-en-3,17-dion * Androst-4-en-3,17-dion * * (ADD), Gemische von vollstaendig und nicht vollstaendig gesaettigten Sterolen, mikrobieller Seitenkettenabbau}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein mikrobielles Verfahren zur Herstellung von Androst-4-en-3,17-dion, Androsta-1,4-dion-3,17-dion und 9a-Hydroxy-androst-4-en-3,17-dion. Diese Produkte sind wichtige Ausgangsstoffe für die Synthese von Androstan-Pregnanderivaten sowie Östratrienen, die als Wirkstoffe in der Arzneimittelherstellung Anwendung finden.
Charakteristik dos bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß Mikroorganismen natürlich vorkommende 3 ß-Hydroxy-A5-Sterole (z. B. Cholesterol, Sitosterol, Campesterol, Stigmasterol, Ergosterol) als Energie- und Kohlenstoffquelle nutzen und zu Kohlendioxid und Wasser abbauen. Bei diesem Abbau werden unter anderem intermediär AD, ADD und 9-OH-AD gebildet. Außerdem ist bekannt, daß mit Hilfe von modifizierten Substraten, Inhibitorzusätzen oder mutierten Mikroorganismen aus 3ß-Hydroxy-AB-Sterolen AD, ADD oder 9-OH-AD angereichert werden (siehe Patentschriften: EP 274147, US-PS 4755463, GB-PS 862701, DE-OS 3521111, DD-WP 248143). Ein wesentlicher enzymatischer Schritt ist hierbei die Dehydrierung der Hydroxylgruppe zur Ketogruppe am C-3 und die Isomerisierung der Doppelbindung von C-5 nach C-4 (Tallalay, P., und Wang, N. S.: Biochim. Biophys. Acta 18,300-301). Des weiteren wurde festgestellt, daß Mycobacterium Spec. NRRL B-3683 die Fähigkeit besitzt, in 5a-Cholestan-3 ß-ol eine A4-Doppelbindung einzuführen (P.Hesselink, Sterol side ohain cleavage by Mycobacterium, Groningen, 1988,45-46). Der Mechanismus dieser enzymatischen 4-Dehydrierung wurde bisher nicht aufgeklärt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, in ökonomisch günstiger Weise durch mikrobiellen Seitenkettenabbau die Titelverbindung herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Überraschend wurde festgestellt, daß bei den für den mikrobiellen Seitenkettenabbau von 3 ß-Hydroxy-As-Sterolen bekannten
Verfahrensbedingungen auch Substratmischungen von vollständig und nicht voflstänoig gesättigten Sterolen bei einem beliebigen Mischungsverhältnis mit gleichbleibender Produktbildungsgeschwindigkeit zu AD, ADD und 9-OH-AD abgebaut werden. Dieser Befund ist insofern überraschend, da für beide Gruppen von Sterolen andere Enzyme bzw. Enzymsysteme notwendig sind, um die Titelverbindung herzustellen. Gleichfalls war nicht vorherzusehen, daß vollständig und nicht vollständig gesättigte Sterole gleichzeitig zu den Titelverbindungen umgesetzt werden.
Abgesehen von der Verwendung des Substratgemisches, wird das erfindungsgemäße Verfahren so aufgebaut, wie es für den mikrobiellen Seitenkettenabbau von 3ß-Hydroxy-A6-Sterolen üblich ist.
Erfindungsgemäß wird das Verfahren in seinem Grundzug wie folgt durchgeführt:
Ein Mikroorganismus der zum mikrobiellen Seitenkottenabbau von Sterolen fähig ist, vorzugsweise ein Organismus aus der Gruppe der Bakteriengattungen Arthrobacter, Bacillus, Brevibscterium, Coryulbacterium, Mikrobacterium, Mycobacterium, Nocardia, Protaminobacter, Serratia und Streptomyces, insbesondere die Stämme Mycobacterium spec. NRRL B-3805, Mycobacterium spec. NRRL B-3683, Mycobacterium vaccae ZIMET11094, Mycobacterium vaccae ZIMET11053 und Mycobacterium vaccae ZIMET11052, wird einem Fermentationsansatz zugegeben.
Dieser Fermentationsansatz enthält die für das Wachstum der Mikroorganismen erforderlichen Nährstoffe, so Kohlenstoffquellen wie z. B. Glukose, Glycerin usw., Stickstoffquellen wie z. B. Hefeextrakt, Ammoniumsulfat usw., verschiedene Mineralsalze, gegebenenfalls polymere Adsorberharze und schließlich das Gemisch von gesättigten und nicht vollständig gesättigten Sterolen in einer bestimmten Präparationsform.
Die Herstellung der Substratpräparation erfolgt mit Hilfe bekannter Methoden z.B. Naßvermahlung, Sprühtrocknung, Gefriertrocknung usw. Gegebenenfalls werden für die Herstellung der Substratpräparationen Tenside verwendet.
Die Fermentation wird über48 Stunden bis 120 Stunden bei 25°C bis 350C sowie einer Acidität im Bereich von pH 5 bis pH 9 unter aeroben Bedingungen durchgeführt.
Die Fermentation wird erforderlichenfalls durch 30minütiges Erhitzen auf 900C beendet.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1 Mycobacterium spec. NRRL B-3683 wird 5d bei 310C auf Schrägagar folgender Zusammensetzung angezüchtet:
20g Glukose, 5g Bacto-Pepton, 5g Fleischextrakt, 15g Agar agar, Aqua dest. ad 1000ml, pH = 7,0.
Diese Kultur dient zur Beimpfung einer 500-ml-Steilbrustflasche mit 50ml Nährmedium folgender Zusammensetzung:
10g Hefeextrakt, 10g Glukose, 1,5g (NH4J2HPO4,0,5g KH2PO40,5g K2HPO4,0,2g MgSO4 · 7H20,0,01 g FeSO4 · 7H2O und 0,02g
ZnSO4 · 7 H2O, Aqua ad 1000 ml pH = 7,0. Nach einer Inkubation von 48 Stunden bei ü8°C auf einer Rotationsschüttelmaschine werden jeweils 5 ml dieser Vorkultur zur Beimptung des Transformationsmediums verwendet. Dafür werden zwanzig BOC-ml-Steilbrustflaschen jeweils mit 4,0g eines
polymeren Adsorbeiharzes (Wofatit EP62), 500mg Substratgemisch (250 mg ß-Sito.c(erol und 250 mg ß-Sitostanol) inlyophylisierter Form und mit 50ml Fermentationsmedium beschickt.
Als Fermentationsmedium wird eine Lösung aus 5,0g Glukose, 3,0g (NH4I2SO4,0,3g Harnstoff, 2,0g KH2PO4,8,0g K2HPO4,0,2g MgSO4 -7 H20,0,01 g FeSO4 · 7H2O und 0,002g ZnSO4 · 7H2O, Aqua dest. ad 1000ml pH = 7,0 eingesetzt. Anschließend wird
eine 72stündige Fermentation auf einem Rundschwingtisch vorgenommen.
Danach wird die Fermentation durch Erhitzen auf 9O0C beendet. Das Harz wird von der Kulturlösung abgetrennt und mit Methane!
eluiert. Die dünnschichtchrorr '".ografisch ermittelte durchschnittliche Ausbeute an ADD beträgt 4,3g/l.
Beispiel 2 Bei sonst gleicher Verfahrenswelse wie in Beispiel 1 wird der Stamm Mycobacterium vaccae ZIMET11094 verwende. Bei Einsatz
von 10g je Liter Storolgemisch erhält man 4,0g/l ADD.
Beispiel 3 Nach der Verfahrensweise im Beispiel 1 wird der Stamm Mycobacterium spec. NRRL B-3805 eingesetzt. Die
dünnschichtchroma'ographisch ermittelte durchschnittliche Gesamtausbeuto an AD beträgt 3,5g/l.
Beispiel 4 Gemäß den Bedingungen von Beispiel 1 wird der Stamm Mycobacterium vaccae ZIMET11053 angezüchtet. Bei Einsatz von 10g/l Sterolgemisch erhält man 4,4g/l 9-OH-AD. Beispiel 5 Bei sonst gleicher Verfahrensweise wie im Beispiel 2 wird als Substrat ein Gemisch aus 7g/l ß-Sitostanol und 3g/l ß-Sitosterol
eingesetzt. Die dünnschichtchromatographisch ermittelte Menge an ADD beträgt 4,0g/l ADD.
Beispiels Bei sonst gleicher Verfahrensweise wie im Beispiel 2 wird als Substrat ein Gemisch von 3g/l ß-Sitostanol und 7g/l ß-Sitosterol
eingesetzt. Man erhält 4,2g/l ADD.
Beispiel 7 Bei sonst gleicher Verfahrensweise wie im Beispiel 2 wird als Substrat ein Gemisch von 1 g/l ß-Sitostanol und 9g/l ß-Sitosterol
eingesetzt. Die dünnschichtchromatographisch ermittelte Menge an ADD beträgt 4,1 g/l ADD.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von Androst-4-en-3,17-dion, Androsta-1,4-dien-3,17-dion und 9a-Hydroxy-androst-4-en-3,17-dion, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische von vollständig und nicht vollständig gesättigten Sterolen mit einem zum Seitenkettenabbau von 3ß-Hydroxy-A6-Sterolen befähigten Mikroorganismus fermentiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mit Mycobacterium spec. NRRL B-3805, Mycobacterium spe'v NRRL B-3683, Mycobacterium vaccaeZIMET11094, Mycobacterium vaccae ZIMET11053 oder Mycobacterium vaccae ZIMET11052 fermentiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man vollständig gesättigte Sterole in einem beliebigen Mischungsverhältnis mit nicht vollständig gesättigten Sterolen einsetzt.
DD33670189A 1989-12-29 1989-12-29 Verfahren zur herstellung von androst-4-en-3,17-dion, androsta-1,4-dien3,17-dion und 9alpha-hydroxy-androst-4-en-3,17-dion DD291341A5 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2252259C2 (ru) * 1998-03-26 2005-05-20 Форбз Меди-Тек Инк. Способ микробиологического превращения фитостеролов в андростендион и андростадиендион

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RU2252259C2 (ru) * 1998-03-26 2005-05-20 Форбз Меди-Тек Инк. Способ микробиологического превращения фитостеролов в андростендион и андростадиендион

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