CH128731A - Verfahren zur Herstellung eines Hydrindylphenols. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Hydrindylphenols.

Info

Publication number
CH128731A
CH128731A CH128731DA CH128731A CH 128731 A CH128731 A CH 128731A CH 128731D A CH128731D A CH 128731DA CH 128731 A CH128731 A CH 128731A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydrindylphenol
indene
melts
substance
soluble
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH128731A publication Critical patent/CH128731A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung eines     Hydrindylphenols.       Es wurde die     beachtenswerte    Beobachtung  gemacht, dass man zu. neuen Verbindungen  von     Inden    mit     Phenolen    gelangt, wenn man  auf     Mischungen    dieser Substanzen Halogen  wassers;toffsäuren     einwirken    lässt.

   Zur Durch  führung dieser Reaktionen können einerseits       Inden    oder     indenhaltige        Substanzen,    beispiels  weise die     Rohbenzolfraktion    von den Siede  grenzen 160 bis     19.0',    anderseits Phenol oder  deren     Substitution.sprodukte,    z. B.     Kresol,          Chlorphenole    usw., benutzt werden. Die Re  aktion vollzieht sich bereits bei Gegenwart  von verhältnismässig kleinen Mengen Halo  genwasserstoffsäuren, in den meisten Fällen  bereits bei gewöhnlicher Temperatur und oft  unter Wärmeentwicklung.

   Der Halogenwas  serstoff kann in Gasform, in wässeriger oder  alkoholischer     Lösung        angewendet    werden.  



  Gegenstand     vorliegender        Erfindung    ist  ein Verfahren zur     Herstellung        eines        Hydrin-          dylphenols,    das dadurch gekennzeichnet ist,  dass man     Halogenwasserstoffsäuren    auf     Inden     und Phenol     einwirken        lä.sst.    Zur Ausfüh  rung des     Verfahrens    können     indenhaltige       Substanzen, beispielsweise die     Rohbenzolfra.k-          tion    von den     Siedegrenzen    160 bis<B>190',

  </B> ver  wendet werden.  



  Das nach dem vorliegenden Verfahren     er-          hältliche.neue    Produkt soll für therapeutische  Zwecke, als     Desinfektionsmittel,    als Grund  stoff     für    die Lackfabrikation, als, Zwischen  produkt für die     Farbstoffherstellung    usw.       Verwendung    finden.  



  <I>Beispiel:</I>  Zu einer Mischung von -6     Gewichtsteilen          Inden    und 5 Gewichtsteilen Phenol werden  2 Gewichtsteile     konzentrierte    Salzsäure unter       Rühren    gegeben. Unter     starker    Wärmeent  wicklung entsteht ein     hochviskoses    01, aus  dem die     ,Salzsäure    und die kleinen Mengen       unverändertem    Ausgangsmaterials entfernt  werden. Zur     Reinigung    kann das Reaktions  produkt im Vakuum     destilliert    werden.

   Man  erhält ein helles,     in    sehr     vielen    organischen       Lösungsmitteln    leicht lösliches, 01, das bei  9 mm Druck oberhalb 180   übergeht. An  Stelle der konzentrierten Salzsäure kann     eine         alkoholische     Salzsäurelösung    benutzt werden,  wobei ein     ]Rühren    der Reaktionsmischung  nicht erforderlich ist.  



  An Stelle der obengenannten     Gewichts-          menge    luden kann man auch eine     Rohsolvent-          naphta,    mit entsprechendem     Indengehalt,    ver  wenden, die man zweckmässig erst von Basen  und     Phenolen    befreit.  



  Löst     man;    das oberhalb 180  , bei 9 mm  Druck, übergehende 01 in der fünf- bis sechs  fachen Menge     Cyclohexan,        Hexahydrotoluol     oder einem andern     geeigneten        hydroaromati-          schen    Kohlenwasserstoff auf, so kristallisiert  sehr bald aus der Lösung eine     in    reinem Zu  stand bei 88   schmelzende Substanz aus, die  sieh nach ihrem Verhalten und nach der Ana  lyse als     Hydrindylphenol        (Oxyphenylindan)          vermutlich    folgender Konstitution erweist:

    
EMI0002.0019     
    In der Mutterlauge bleibt ein     alkaliunlös-          liehes    Reaktionsprodukt gelöst, das vom Lö  sungsmittel befreit, ein hochviskoses, helles  01 darstellt.  



  Das so erhältliche     Hydlindylphenol    ist in  sehr stark     verdünnter        Alkalilauge    löslich.  Löst man 210     -r    dieses. Phenols in 1     Liter     Normalnatronlauge auf, so kristallisiert sehr  bald das     Natriumsalz    des     Hydrindylphenols     aus. Mit organischen Basen bildet     ,da.s    neue  Phenol gut     charakterisierte        Verbindungen;     mit     Hexamethylentetramin    beispielsweise eine  bei 112       schmelzende,    in     Wasser    schwer lös  liche Substanz.

   Infolge seiner     Ungiftigkeit       und guten Desinfektionswirkung ist das     Ily-          drindylphenol    für therapeutische Zwecke sehr  geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren; zur Herstellung eines Hydrin- dylphenols, dadurch gekennzeichnet, dass man Halogenwa.sserstoffsäuren auf Inden und Phenol einwirken lässt. Die neue Verbindung destilliert bei 9 mm Druck oberhalb<B>180</B> 0 C als helles 01, das sich in vielen organischen Lösungsmitteln leicht löst. Aus hydroaromatischen Kohlenwasser stoffen kristallisiert es als eine in reinem Zu stande bei<B>88'</B> schmelzende Substanz.
    Da,s Produkt ist in verdünnter AlkaIi- lauge unter Bildung von Alkalisalzen löslich. Mit organischen Basen bildet es gut charak terisierte Verbindungen; mit Hexamethylen- tetramin eine bei 112' schmelzende, in Was ser schwer lösliche Substanz. Infolge seiner Ungiftigkeit und guten Desinfektionswirkung ist das Hydrindylphenol für therapeutische Zwecke sehr geeignet.
    Es soll als Therapeutikum, als Desinfek tionsmittel, als Grundstoff für die Lackfabri kation, als Zwischenprodukt für die Farb- stoffbildung usw. Verwendung finden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine indenhaltige Rohbenzolfraktion von den,Siedegrenzen. 160 bis 190 verwendet.
CH128731D 1926-06-28 1927-06-16 Verfahren zur Herstellung eines Hydrindylphenols. CH128731A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE128731X 1926-06-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH128731A true CH128731A (de) 1928-11-16

Family

ID=5662703

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH128731D CH128731A (de) 1926-06-28 1927-06-16 Verfahren zur Herstellung eines Hydrindylphenols.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH128731A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH128731A (de) Verfahren zur Herstellung eines Hydrindylphenols.
DE622494C (de) Verfahren zur Darstellung von Mono- bzw. Polynitropolysulfonen und deren Reduktionsprodukten
DE499825C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen aus Inden und Phenolen
DE544087C (de) Verfahren zur Darstellung aromatischer N-Dialkylaminoalkylaminoaldehyde und ihrer Derivate
AT205983B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Methylen-bis-(thionothiolphosphorsäureestern)
DE495336C (de) Verfahren zur Darstellung von basischen Oximaethern und ihren Salzen
DE466440C (de) Verfahren zur Darstellung gerbender Stoffe
CH138758A (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrindyl-o-kresol.
AT70874B (de) Verfahren zur Darstellung von Salzen des Betains.
DE591821C (de) Herstellung von Chinonen neben Chromchlorid
CH160945A (de) Verfahren zur Darstellung von N-Acetyl-2-äthoxy-3-nitrokarbazol.
CH161978A (de) Verfahren zur Darstellung von 4-Butylaminobenzoesäure-B-dimethylaminoäthylester.
DE168115C (de)
DE511211C (de) Verfahren zur Darstellung von o-Cyanaryirhodanverbindungen
AT72815B (de) Verfahren zur Darstellung grünblauer Farbstoffe der Gallocyaninreihe und von Leukoderivaten derselben.
CH150176A (de) Verfahren zur Darstellung einer p-Chlor-o-kresolkarbonsäure.
CH144853A (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-diphenyl-cyclohexan-4&#39;-oxaminsäure.
CH133797A (de) Verfahren zur Darstellung eines Oxydiarylketons.
CH195775A (de) Verfahren zur Darstellung eines neuen Esters.
CH199682A (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfanilsäure-4-aminoanilid.
CH175882A (de) Verfahren zur Darstellung eines substantiven kupferhaltigen Azofarbstoffes.
CH175885A (de) Verfahren zur Darstellung eines substantiven kupferhaltigen Azofarbstoffes.
CH132311A (de) Verfahren zur Darstellung von 2.3-Aminonaphthol.
CH152089A (de) Verfahren zur Darstellung von 1-p-Oxyphenyl-2-aminopropanol-1.
CH185343A (de) Verfahren zur Herstellung eines Sulfenamids.