CH138146A - Verfahren zur Darstellung von 2-Äthoxy-6-nitro-akridyl-(9)-glycin-B-diäthylamino-äthylamid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2-Äthoxy-6-nitro-akridyl-(9)-glycin-B-diäthylamino-äthylamid.

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CH138146A
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CH
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nitro
ethoxy
glycine
akridyl
ethylamide
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D219/00—Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems
    • C07D219/04—Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the ring system
    • C07D219/08—Nitrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung von     2-Äthogy-6-nitr        o-alir        i < 1        yl-(9)-glyein-p-          diäthylamino-äthylamid.       Es wurde gefunden, dass man durch Um  setzung von     9-Chlor-    oder     9-Phenoxy-nitro-          akridine    mit     Aminosäureci    (deren Ester oder       Nitrilen)        nitro-akridyl-aminosäuren    erhält, die  nach den üblichen Methoden mit primären  oder sekundären Aminen, welche ausserdem  mindestens ein tertiäres basisches     Stickstoff-          atom    enthalten,

   in basische Amide übergeführt  werden können. Die so erhaltenen Verbin  dungen zeichnen sich durch starke bakterizide  Wirkung aus.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Darstellung des     2-Äthoxy-6-nitro-          akridyl    -     (9)-glycin        -p-diäthylamino-äthylamid,     dadurch gekennzeichnet, dass man     2-Äthogy-          6-nitro-9-chlor-akridin    mit     Glykokoll    zur Um  setzung bringt und das dadurch erhaltene       2-Äthoxy-6-nitro-akridyl-(9)-glycin    in das     Gly-          cylchlorid    überführt und dann mit     as-Diäthyl-          ä        thylendiamin    behandelt.  



  Die so erhaltene Base besitzt als solche  und in Form ihrer Salze, von denen das Di-         hydrochlorid    am einfachsten herzustellen ist,  bei weitem bessere bakterizide Wirkung, als die  bisher in der Chemotherapie verwendeten orga  nischen Verbindungen. Sie ist eine rote ge  latinöse Masse, die beim Erwärmen in eine  gelbe Form übergeht; aus Methylalkohol um  kristallisiert schmilzt sie bei 153 . Ihr     Di-          hydrochlorid    ist ein rot gefärbtes Pulver und  schmilzt bei 233  unter Zersetzung.  



  <I>Beispiel:</I>  120 Gewichtsteile 2 -     ,ithoxy-    6 -     nitro    - 9     -          chlorakridin    werden mit 360 Teilen Phenol zu  sammengeschmolzen, 32 Gewichtsteilen fein  pulverisiertes     Glykokoll    hinzugefügt und die  Schmelze 3 Stunden unter gutem Rühren im  Wasserbad erwärmt. Danach wird mit Aceton  versetzt, das dadurch sich abscheidende Chlor  hydrat des     2-Äthoxy-6-nitroakridyl-(9)-glycins     abgesaugt und mit Aceton gewaschen.

   Das  Produkt löst sich in überschüssiger, verdünn  ter Natronlauge mit roter Farbe klar auf;      nicht löslich ist es in verdünnter     Sodalösung.     Es kann aus einem Gemisch von Eisessig  und verdünnter Salzsäure umkristallisiert wer  den und schmilzt dann bei     274-275     unter  Dunkelfärbung und Aufschäumen. Durch Essig  säure wird aus der Lösung in Natronlauge  die freie Säure gefällt in Form rotgelber  Flocken.  



  233 Teile des bei 140  getrockneten Chlor  hydrats werden mit 900 Teilen Benzol und  180 Teilen     Phosphorpentachlorid    zirka 20  Stunden lang in einer Kugelmühle     verkugelt.     Darauf wird nach Zugabe von 25 Gewichts  teilen Eisessig durch weiteres     Verkugeln    das  überschüssige     Phosphorpentachlorid    zerstört,  das gebildete Chlorhydrat des     2-Äthoxy-6-          niti-oakridyl-(9)-glycylchlorids    abgesaugt und  mit Benzol gewaschen.

   Es bildet ein gelbrotes,  lockeres Pulver, das bei 217-218  unter Zer  setzung schmilzt. 120 Teile des Säurechlorids  werden unter sehr starkem Rühren und Kühlen  mit Eiswasser in eine Mischung von 1000  Teilen Methylalkohol und 40 Teilen     as-Di-          äthyl-äthylendiamiii    eingetragen und der ent  stehende dichte, hellrote Brei zirka 1 Stunde  lang weiter     durchgerührt.    Darauf wird er  unter Rühren in eine 70-80  warme Mischung  von 1500 Gewichtsteilen Wasser und 80 Ge  wichtsteilen konzentriertem wässerigem Am  moniak eingegossen. Dabei scheidet sich die  neue Base,     2-Äthoxy-6-niti#oakridyl-(9)-glycin-          ss-diäthylaminoäthylamid    in gelber Form aus.

    Sie wird abgesaugt, in warmer verdünnter  Salzsäure aufgenommen und die Lösung klar  filtriert. Auf Zugabe von Ammoniak bei ge  wöhnlicher Temperatur scheidet sich die Base    als rote, gelatinöse Masse aus, die jedoch  beim Erwärmen in die gelbe Form sich um  wandelt. Sie kann aus Aceton oder Methyl  alkohol umkristallisiert werden, schmilzt dann  bei     153     unter Dunkelfärbung und enthält 2       Mol    Kristallwasser. Durch Zugabe von alko  holischer Salzsäure zu der Lösung der Base  in Methylalkohol erhält man das     Dihydro-          chlorid    als rotes Pulver vom Schmelzpunkt       233     unter Zersetzung.

   Es kristallisiert mit       1'/2        Mol    Kristallwasser und ist in Wasser  leicht löslich mit gelbroter Farbe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des 2-Äthoxy- 6 - nitro - akri dyl - (9) - glycin - (3 - diäthylamino - äthylamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Äthoxy-6-nitro-9-chlorakridin mit Glykokoll zur Umsetzung bringt und das dadurch er haltene 2-Äthoxy-6-nitro-akridyl-(9)
    -glycin in das Glycylchlorid überführt und dann mit as-Diäthyläthylendiamin behandelt. Die neue Base besitzt als solche und in Form ihrer Salze, von denen das Dihydro- chlorid am einfachsten herzustellen ist, bei weitem bessere bakterizide Wirkung als die bisher in der Chemotherapie verwendeten or ganischen Verbindungen. Sie ist eine rote gelatinöse Masse, die beim Erwärmen in eine gelbe Form übergeht; aus Methylalkohol um kristallisiert schmilzt sie bei 153 . Ihr Di- hydrochlorid ist ein rot gefärbtes Pulver und schmilzt bei 233 unter Zersetzung.
CH138146D 1928-01-13 1928-01-13 Verfahren zur Darstellung von 2-Äthoxy-6-nitro-akridyl-(9)-glycin-B-diäthylamino-äthylamid. CH138146A (de)

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