CH397909A - Verfahren zur Herstellung reaktiver Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung reaktiver Azofarbstoffe

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CH397909A
CH397909A CH718360A CH718360A CH397909A CH 397909 A CH397909 A CH 397909A CH 718360 A CH718360 A CH 718360A CH 718360 A CH718360 A CH 718360A CH 397909 A CH397909 A CH 397909A
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Ulrich Dr Blass
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/465Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an acryloyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl carbonyl group or a (—N)n—CO—A—O—X or (—N)n—CO—A—Hal group, wherein A is an alkylene or alkylidene group, X is hydrogen or an acyl radical of an organic or inorganic acid, Hal is a halogen atom, and n is 0 or 1
    • C09B62/47Azo dyes

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Description


      Verfahren        zur        Herstellung        reaktiver        Az farbst ffe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein       Verfahren    zur Herstellung reaktiver     Azofarbstoffe,     die frei von     Arylcarbonylaminogruppen    sind und die       mindestens    einen, über ein nicht zur     Azogruppe    ge  hörendes     NAtom    gebundenen Rest der Formel       -Arylen-CH,-        NH-OC-R-Hal    (I)  enthalten,

       worin        Arylen        einen        sulfonsäuregruppen-          freien    und     gegebenenfalls        alkyl-,        alkoxy-    und/oder  halogensubstituierten     Arylenrest    der     Benzol-    oder       Naphthalinreihe    und     -0C-R-Hal    den Rest einer       Halogencarbonsäure    bedeuten.  



  Das.     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet; dass man wasserlösliche     Azofarbstoffe,     die frei von     Arylcarbonylaminogruppen    sind und die       mindestens    einen über ein nicht zu einer     Azogruppe     gehörendes     N-Atom    gebundenen,     sulfonsäuregrup-          penfreien    und     gegebenenfalls        alkyl    ,     alkoxy-    und/oder       halogensubstituierten        Arylrest    der Benzol oder       Naphthalinreihe    enthalten,

   mit den     N-Hydroxy-.          methylderivaten    von     Halogencarbonsäureamiden    um  setzt.  



  Als     Arylreste,    die über ein     N-Atom    an den       Farbstoffrest    gebunden sind, kommen z. B.     in    Be  tracht       Phenyl;     2-, 3- und     4-Methylphenyl;     2-, 3- und     4-Methoxy-    bzw.     Äthoxyphenyl;     2-, 3- und     4-Halogenphenyl,    vorzugsweise       -Chlorphenyl;     2,4- und 2,5- sowie     2,6-Dimethylphenyl;          2,4,6-Trimethylphenyl;     2,4- und     2,5-Dimethoxy-    bzw.     -Diäthoxyphenyl;

       2,4- und     2,6-Chlor-methylphenyl;          2-Methoxy        5-methylphenyl;          4-Chlor-2,5-dimethoxyphenyl    bzw.     -diäthoxy-          phenyl;          4-Chlor-2-methoxy-5-methylphenyl;            Naphthyl-(1),        Naphthyl-(2),     2- und     4-Ivlethoxynaphthyl-(1).     



  Als N     Hydroxymethylderivate    von     Halogencar-          bonsäureamiden    eignen sich unter ändern  das     Chloressigsäure-N-hydroxymethylamid    und  das     2-Chlorpropionsäure-N-hydroxymethylamid.     Diese     Hydroxymethylamide    können     mit    den       Azofarbstoffen    in 80- bis     100%iger    Schwefelsäure  oder Phosphorsäure bei Temperaturen bis zu 50  C  umgesetzt werden, wobei die Reaktionsdauer je nach  den     Reaktionsteilnehmern    sehr verschieden sein und  bis 50 Stunden     betragen    kann.  



  Die erhaltenen Farbstoffe färben     Wolle;    Seide,  synthetische     Polyamidfasern    und Leder in gelben,  orangen und roten Tönen von hervorragender  Licht und     Nassechtheit.    Sie lassen sich auch als       Reaktivfarbstoffe        für    Fasern aus natürlicher und  regenerierter     Cellulose    verwenden.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und  die Temperaturgrade Celsiusgrade.    <I>Beispiel 1</I>    Man löst 54,1 Teile des roten Farbstoffes, den  man durch saures     Kuppeln    von     diazotierter        1-Amino-          benzol    - 2 -     sulfonsäure    mit 2 - (2',4',6' -     Trimethyl)-          phenylamino    - 8     -hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure    er  hält, unter Rühren bei 15-20      in    300 Teilen  96 %     iger    Schwefelsäure.

   Anschliessend trägt man     bei.     0-5      portionenweise    25 Teile     Chloressigsäure-N-          hydroxymethylamid    ein, lässt die Temperatur in einer  Stunde auf 20  steigen und giesst dann auf 1200  Teile Eis, rührt bis die Temperatur auf 10  ge  stiegen ist und filtriert den ausgefallenen Farbstoff  ab.

   Er wird     zweimal    in 2000 Teilen Wasser     umgelöse     und mit 400 Teilen Kochsalz wieder     gefällt.-    Man  filtriert     ihn,    wäscht     ihm    mit 20 %     iger    Kochsalzlösung      und     trocknet    ihn im Vakuum bei Raumtemperatur  über Schwefelsäure, oder ohne     Trockenmittel        bei;

            35-40 .    Man     erhält    einen roten Farbstoff, der auf       Baumwolle,    Wolle und Nylon     licht    und     nassechte     Färbungen in satten Rottönen     liefert,          Druckvorschrift:     Man bereitet eine Druckpaste aus:

    
EMI0002.0011     
  
    20 <SEP> Teilen <SEP> des <SEP> obengenannten <SEP> Farbstoffes;
<tb>  100 <SEP> Teilen <SEP> Harnstoff,
<tb>  20 <SEP> Teilen <SEP> Kaliumkarbonat,
<tb>  10 <SEP> Teilen <SEP> 3-nitrobenzolsulfonsaurem <SEP> Natrium,
<tb>  3 <SEP> Teilen <SEP> 30%iger <SEP> Natronlauge,
<tb>  450 <SEP> Teilen <SEP> 3 <SEP> %iger <SEP> Natriumalginatverdickung,
<tb>  3<U>97 <SEP> T</U>e<U>ilen</U> <SEP> Wasser,
<tb>  1000 <SEP> Teile <SEP> total       Mit dieser Druckpaste bedruckt man     merceri-          sierte        Baumwolle    und trocknet sie.

   Man dämpft den  Druck     während    10     Minuten    bei 102-104 ,     spült        ihn          mit        -kaltem    und     dann    mit heissem- Wasser,     seift        ihn     während 10 Minuten bei 100      mit    einer 0,3 %     igen          Seifenlösung    in     destilliertem    Wasser, spült ihn wie  der     mit    kaltem und mit     warmem    Wasser und trock  net     ihn.    Man erhält einen roten,

   licht und nass  echten Druck.  



  <I>Beispiel 2</I>       Man    löst 38,6     .Teile    des gelben     Farbstoffes,    den  man durch     Kuppeln    von     diazotierter        1-Aminobenzol-          2,5    -     disulfonsäure    mit 1-     (2',4'-        Dimethyl)-phenyl        3-          methyl-5-pyrazolon    erhält, unter Rühren bei     15--20      in 220 Teilen     96%iger    Schwefelsäure.

   Bei 0-5   trägt man     pörtionenweise    13     Teile        Chloressigsäure-          N-hydroxymethylamid        ein    und lässt die Mischung       dann    2     Stunden    bei 25      ausrühren.        Dann,    giesst man  das Ganze auf 800     Teile        Eis,        lässt        10Minuten    rühren  und     filtriert    den     ausgefallenen    Farbstoff ab.

   Er     wird     in<B>1500</B> Teilen Wasser wieder angerührt,     mit        75?          Teilen        Natrumbicarbonat    neutral gestellt und wieder       abfiltriert.    Man wäscht mit     5%iger        Kochsalzlösung     nach und trocknet den     Filterrückstand        unterhalb        von,     40  im Vakuum.

   Man erhält in guter Ausbeute     einen      gelben Farbstoff, der     Wolle,    Seide und synthetische       Polyamidfasem    in     licht-,    wasch und     walkechten     Tönen färbt.    <I>Färbevorschrift:</I>  2     Teile    des     obengenannten    Farbstoffes     werden;     in 4000 Teilen Wasser kalt gelöst und auf 40  er  wärmt.

   Man gibt 2     Teile    Essigsäure und 3 Teile  eines Gemisches aus einem     polyoxäthylierten        Fett-          amin    und einem     Alkylpolyglycoläther    zu und geht  hierauf     mit    100 Teilen eines     Wollgewebes    ein. Man.  treibt     innert    15-20 Minuten zum Kochen und hält       während    45-60     Minuten    auf Kochtemperatur.

   Hier  auf gibt man bei 85-90  etwa 5 Teile 5 %     iges          Ammoniak    oder 3     Teile        Hexamethylentetramin    zu  und     behandelt    während 20 Minuten bei 90 .     An-          schliessend    spült man gründlich, indem man dem    Spülwasser in     einer    Passage etwas Essigsäure zu  setzt, und trocknet.  



  Man     erhält    eine wasch-, schweiss- und     walkechte     sowie gut lichtechte,     egale    gelbe     Färbung.     



  <I>Beispiel 3</I>  Man löst 52,7 Teile des roten Farbstoffes, den  man durch saures     Kuppeln    von     diazotierter        1-Amino-          benzol-2-sulfonsäure    mit     2-(2',4'        Diemthyl)-phenyl-          amino    - 8     -hydroxynaphthahn    - 6 -     sulfonsäure    erhält,

    unter Rühren     bei    15-20  in 300 Teilen 96 %     iger          Schwefelsäure.        Anschliessend        kühlt    man auf<B>0-51</B>  und trägt bei dieser Temperatur     portionenweise    30  Teile     ss-Chlorpropionsäure-N-hydroxymethylamid        ein,     lässt die Temperatur in einer Stunde auf 20  steigen,  giesst auf 1200     Teile    Eis,     rührt    bis die Temperatur  auf 10  gestiegen ist und     filtriert    den ausgefallenen  Farbstoff ab.

   Er     wird        zweimal        in    2000 Teilen Wasser  umgelöst und mit 400 Teilen     Kochsalz    wieder     gefällt.     Man     filtriert        ihn,    wäscht ihn     mit    20 %     iger        Koch-          salzlösung    und trocknet ihn im Vakuum bei Raum  temperatur über Schwefelsäure, oder ohne Trocken  mittel bei     35-40 .    Man     erhält        einen    roten Farb  stoff, der auf     Wolle;

      Nylon,     Baumwolle,    Zellwolle  und Viskose     licht    und     nassechte    Färbungen     liefert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung reaktiver Azofarb- stoffc, die frei von Arylcarbonylaminogruppen sind und die mindestens einen über ein nicht zu einer Azogruppe gehörendes N-Atom gebundenen Rest der Formel -Arylen-CH2 NH-OC-R Hal (1) enthalten,
    worin Arylen _ einen sulfonsäuregruppen- freien und gegebenenfalls alkyl-, alkoxy- und/oder halogensubstituierten Arylenrest der Benzol- oder N aphihalinreihe und -0C-R Hal den Rest einer Halogencarbonsäure bedeuten, dadurch gekennzeich- net,
    dass man wasserlösliche Azofarbstoffe, die frei von Arylcarbonylaminogruppen sind und die min destens einen über ein nicht zu einer Azogruppe ge hörendes N-Atom gebundenen, gegebenenfalls alkyl- alkoxy- und/oder halogensubstituierten sulfonsäure- gruppenfreien Arylrest der Benzol- oder Naphthalin- reihe enthalten,
    mit den N-Hydroxymethylderivaten von Halogencarbonsäureamiden umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als N-Hydroxymethylderivate von Halogencarbonsäureamiden die Hydroxymethyl- amide von Chloressigsäure und 2-Chlorpropionsäure verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Behandlung der Farb- stoffe mit den N-Hydroxymethylderivaten von Halo- gencarbonsäureamiden in schwefelsaurem oder phos phorsaurem Medium ausführt.
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