CH499508A - Verfahren zur Herstellung von Aldehyden der Pregnanreihe und ihrer Derivate - Google Patents
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Description
Verfahren zur Herstellung von Aldehyden der Pregnanreihe und ihrer Derivate
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer 21-Aldehyde der Pregnanreihe und ihrer Derivate der Formel
EMI1.1
worin R1 und RI je eine freie, veresterte oder ver ätherte Hydroxygruppe oder R1 zusammen mit R, eine Oxogruppe und R8 eine veresterte Hydroxygruppe bedeuten.
Die genannten veresterten Hydroxygruppen sind vor allem solche, die sich von organischen Carbonsäuren der aliphatischen, alicyclischen, aromatischen oder heterocyclischen Reihe ableiten, insbesondere von solchen mit 1-18 Kohlenstoffatomen, z.B. der Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, der Buttersäuren, Valeriansäuren, wie n-Valeriansäure, oder Trimethylessigsäure, Trifluoressigsäure, der Capronsäuren, wie ss-Trimethyl- propionsäure oder Diäthylessigsäure, der Önanth-, Capryl-, Pelargon-, Caprin-, Undecylsäuren, z. B. der Undecylensäure, der Laurin-, Myristin-, Palmitin- oder Stearinsäuren, z.B. der Ölsäure, oder einer Cyclopropan-, -butan-, -pentan- und -hexancarbonsäure, z. B.
Cyclopropylmethancarbons änre, Cyclobutyl methancarbonsäure, Cyclopentyläthancarbonsäure, Cyciohexyläthancarbons änre, der Cyciopentyl-, Cyclohexyl- oder Phenylessigsäuren oder -propionsäuren, der Benzoesäure, Phenoxyalkansäuren, wie Phenoxyessig säure, Dicarbonsäuren, wie Bernsteinsäure, Phthalsäure, Chinolins äure, der Furan-2-carbonsäure, 5-tert.-Butyl- furan-2-carbonsäure, 5-Brom-furan-2-carbonsäure, der Nicotinsäure oder der Isonicotinsäure, oder von Sul fonsäuren, wie Benzolsulfonsäuren, oder von anorganischen Säuren, wie z. B. Phosphor- oder Schwefelsäuren.
Als verätherte Hydroxygruppen sind besonders die jenigen zu nennen, weiche sich von Alkoholen mit 1-8 Kohlenstoffatomen ableiten, wie niederaliphatischen A1- kanolen, z. B. Äthylalkohol, Methylalkohol, Propylalko- hol, iso-Propyialkohoi, den Butyl- oder Amylalkoholen oder von araliphatischen Alkoholen, insbesondere von monocyclischen arylniederaliphatischen Alkoholen, wie Benzylalkohol, oder von heterocyclischen Alkoholen, wie a-Tetrahydropyranol oder -furanol.
Besonders zu erwähnen sind auch cyclische Äther, die sich von mehrwertigen Alkoholen ableiten, z. B.
von Äthylenglykol, den Propylenglykolen oder Butylenglykolen.
Die neuen Verbindungen der obigen Formel (I) besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So weisen sie insbesondere eine antiinflammatorische und thymolytische Wirkung auf, wie sich im Tierversuch, z. B. an der Ratte, zeigt. Ferner besitzen sie, z. B. im Tierversuch, wie beispielsweise an der Ratte (Fischer Ratten RS), eine antileukämische Wirkung. Die neuen Verbindungen können daher als antiinflammatorische und antileukämische Mittel Verwendung finden. Die neuen Verbindungen sind aber auch wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung anderer nützlicher Stoffe, insbesondere von pharmakologisch wirksamen Verbindungen.
Besonders hervorzuheben sind Verbindungen der obigen Formel (I), in welcher R1 und R2 je eine freie oder verätherte Hydroxygruppe oder eine freie Hydroxygruppe und eine verätherte Hydroxygruppe oder R1 zusammen mit R eine Oxogruppe bedeuten, wobei sich die verätherten Hydroxygruppen von Alkanolen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ableiten und R3 eine niederaliphatische Acyloxygruppe bedeutet und insbesondere das 21-Methyl-hemiacetal des J3'4-3,20,21-Tn.oxo-6a,9a-difluor-1 lss- hydroxy- 17 aropionoxy- 16 a-methyl-pregnadiens, das beispielsweise an der Ratte bei subkutaner Gabe in Dosen von 0,01-0,1 mg/kg eine ausgesprochene antiinflammatorische Wirkung aufweist.
Das Verfahren zur Darstellung der Verbindungen der vorliegenden Anmeldung ist dadurch gekennzeichnet, dass man in Verbindungen der Formel
EMI2.1
worin R1R die für Formel (I) angegebene Bedeutung haben, die 9ss,11ss-Epoxygruppe mit tluorwasserstoff- abgebenden Verbindung abspaltet.
In den verfahrensgemäss erhaltenen Verbindungen kann, wenn erwünscht, sowohl die freie Aldehydgruppe wie das Hydrat oder ein Monoacetat derselben acetalisiert oder verestert werden. Man erhält so Verbindungen der obigen Formel (I), in welcher zumindestens einer der Substituenten R1, R eine veresterte oder verätherte Hydroxygruppe darstellt, also welche Monoacetale, Monoester, Diacetale oder Diester der neuen 21-Aldehyde darstellen. Anderseits kann ein erhaltenes Acetal oder ein Ester in die freie Aldehydgruppe bzw.
in das Hydrat übergeführt werden.
Die verfahrensgemässe Aufspaltung der 9fl,1 1ss- Epoxygruppe mit Fluorwasserstoff oder fluorwasserstoffabgebenden Mitteln kann in an sich bekannter Weise durchgeführt werden. Man verwendet wasserfreien Fluorwasserstoff, gegebenenfalls in einem indifferenten Lösungsmittel, wie Chloroform, Tetrahydrofuran oder insbesondere Dimethylformamid oder auch wässtige Fluorwasserstoffsäure. Man kann auch Verbindungen verwenden, die Fluorwasserstoff abgeben, wie z.B. die Salze dieser Säure mit einer tertiären organischen BLase, wie z.B. Pyridin oder Derivate der Fluorwasserstoffsäure.
Ein besonders günstiges Verfahren ist im USA Patent Nr. 3 211 758 beschrieben und beansprucht, wonach man die Fluornvasserstoffsäure in Form eines Adduktes mit einer Carbaminsäure oder Thiocarbaminsäure, insbesondere mit Harnstoff, zur Anwendung bringt.
Durch Einwirkung von Acylierungsmitteln, wie Carbonsäurehalogeniden oder -anhydriden, insbesondere solchen, die sich von den eingangs erwähnten Säuren ableiten, z. B. Essigsäureanhydrid, vorzugsweise in An wesenheft einer starken anorganischen Säure, z. B. Schwefelsäure, oder einer organischen Sulfonsäure, wie p Toluolsulfonsäure, oder einer tertiären Base, wie Py fidin, erhält man sowohl aus den freien Aldehyden wie auch aus deren Hemiacetalen und den entsprechenden 21,21 -Dihydroxyverbindungen die 21,21 -Diacylale.
Lässt man auf die freien Aldehyde, deren Hemiacetale oder die entsprechenden 21,21 -Dihydroxyver- bindungen der Formel (1) Alkohole in Gegenwart eines sauren Katalysators einwirken, erhält man die entsprechenden Diacetale. Man verwendet hierzu vorteile haft die oben genannten Alkohole. Die entsprechende Umsetzung mit mehrwertigen Alkoholen führt zu den eingangs genannten cyclischen Acetalen. Man kann zur Acetalbildung die freien Aldehyde, deren Hemiacetale oder die entsprechenden 21 ,21-Dihydroxyverbindungen auch mit Orthoaminsäureestem der betreffenden Alkohole umsetzen.
Falls erwünscht, können die genannten Diacylale und Acetale durch saure oder alkalische Verseifung in die freien Aldehyde bzw. in die entsprechenden 21,21-Dihydroxyverbindungen übergeführt werden.
Die als Ausgangs stoffe zu verwendenden Verbindungen können in an sich bekannter Weise hergestellt werden.
Die neuen Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten zur Anwendung in der Human- oder Veterinärmedizin verwendet werden. Als pharmazeutische Träger verwendet man organische oder anorganische Stoffe, die für die enterale, z.B. orale, parenterale oder topische Gabe geeignet sind. Für die Bildung derselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z.B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi, Polyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin und andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z.
B. als Tabletten, Dragees oder Kapseln, oder in flüssiger oder halbflüssigef Form als Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Salben oder Cremen vorliegen. Gegebenenfalls sind diese pharmazeutischen Präparate sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Drukkes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. Die neuen Verbindungen können auch als Ausgangsprodukt für die Herstellung anderer wertvoller Verbindungen dienen.
Die Verbindungen der vorliegenden Anmeldung können auch als Futterzusatzmittel verwendet werden.
Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel I
2,375 g Hydrat des 1'4-6a-Fluor-1 6a-methyl-9ss,1 1fl-oxido-
17 a-propionoxy-3 20,21 -trioxo-pregn'adiens werden in 80 ml Tetrahydrofuran gelöst und langsam zu einer bei -650 vorgelegten Mischung von 12,5 g Fluorwasserstoffsäure in 80 ml Chloroform gegeben.
Der Ansatz wird 6 Stunden bei -300 gerührt und alsdann unter Rühren in 1,25 1 eiskalte 0,6n Natrium hydrogencarbonatlösung eingegossen. Man entfernt hierauf die organischen Lösungsmittel durch Abdestillieren im Vakuum und sammelt das ausgeschiedene rohe Fluorhydrin auf einer Nutsche. Das mit Wasser ausgewaschene und getrocknete Rohprodukt wird in Toluol-Aceton (80 : 20) gelöst und an einer im selben Lösungsmittelgemisch bereiteten Säule von 125 g Kie segel gereinigt.
Eluierung mit Toiuol-Aceton (80: 20) und Kristallisation der entsprechenden dünnschichtchromatographisch einheitlichen Fraktionen durch Sammeln mit Methanol und Einengen unter vorsichtigem Zusetzen von Wasser gibt 1,620 g reines #1,4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-11ss- hydroxy-17a-propionoxy-3,20,21-trioxo-pregnadien in der Form seines 21-Methylhemiacetals vom F. 222 bis 2240.
Durch wiederholtes Auflösen des erhaltenen 21 Hemiacetals in Aceton, Eingiessen der Lösung in Was- ser und vollständiges Abdestillieren des Acetons erhält man das entsprechende 21 -Aldehyd-hydrat.
Beispiel 2
2,250 g Hydrat des 1'4-6a-Fiuor- 1 6a-methyl- 11 lss-hydroxy-
17α-acetoxy-3,20,21-trioxo-pregnadiens werden mit 250 mi einer 1 %gen Lösung von Chlorwasserstoff in wasserfreiem Äthanol übergossen. Man rührt den Ansatz 16 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur, dampft die Lösung alsdann im Vakuum ein und nimmt das rohe Diäthylacetal in Methylenchlorid auf. Durch ChromSatographie man 75 g neutralem Aiu- miniumoxyd (Aktivität IV), Eluieren mit Methylenchlorid und Eindampfen gewinnt man rohes #1'4-6α-Fluor- 1 6a-methyl- 11 ss-hydroxy- 17a-acetoxy-21,21 -diäthoxy-3 ,20-dioxo-pregnadien, das man durch Umkristallisieren aus Aceton-Äther reinigt.
1,265 g des erhaltenen J54-6a-Fluor-16a-methyl- 1 lss-hydroxyl7a- acetoxy-21,21-diäthoxy-3,20-dioxo-pregnadiens löst man in 125 ml Tetrahydrofuran und setzt 375 ml 2,66molare wässrige Perchlorsäure zu. Die Lösung wird während 24 Stunden einer langsamen Destillation unter vermindertem Druck unterworfen, wobei das abdestillierende Tetrahydrofuran-Wasser-Gemisch laufend ersetzt wird. Man verdünnt alsdann das Reaktionsgut mit 500 ml Wasser und engt zur Entfernung des Tetrahydrofurans im Vakuum ein, wobei das Hydrat des #1,4-6α-Fluor-16α-methyl-11ss-hydroxy-17α- acetoxy-3,20,21-trioxo-pregnadien ausfällt.
1,020 g des erhaltenen Aldehyd-hydrats wird in 100 ml Methanol gelöst und die Lösung nach Zugabe von 0,1 ml Eisessig und 400 ml Wasser im Vakuum auf ein Restvolumen von etwa 50 mi eingeengt. Man gewinnt so das #1,4-6α-Fluor-16α-methyl-11ss-hydroxy-
17a-acetoxy-3,20,21-trioxo-pregnadien in der Form des 21-Methyl-hemiacetals vom F. 251 bis 2550 (unter Gelbfärbung und geringer Zersetzung).
Beispiel 3
1,210 g Hydrat des d #1'4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-1 l,e- hydroxy-l 7a-propionoxy-3 ,20,21- trioxo-pregnadiens werden mit 125 ml einer 1 % igen Lösung von Chlorwasserstoff in Methanol übergossen. Nachdem das Re aktionsgemisch 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt worden ist, dampft man es im Vakuum ein, nimmt das rohe Dimethylacetai in Methylenchlorid auf und filtriert die Lösung durch eine Säule von 25 g Aiu- miniumoxyd (Aktivität II).
Die Eindampfrückstände dünnschichtchromatographis ch einheitlicher Methylen chlorid-Äther (1: 3)-Eluate sammelt man mit Tetrahydrofuran, konzentriert die Lösung auf ein kleines Volumen und setzt dann vorsichtig Methanol zu. Nach Absaugen und Trocknen wird das AtX4-6a,9a-Difluor-16a-methyl-l lss- hydroxy-17α-propionoxy-21,21-dimethoxy-
3 ,20-dioxo-pregnadien gewonnen.
0,510 g des erhaltenen #1,4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-11ss- hydroxy-17α-propionoxy-21,21-dimethoxy-
3,20-dioxo-pregnadiens löst man in 50 ml Tetrahydrofuran und setzt 200 mi 2,66molare wässrige Perchlorsäure zu. Die Lösung wird während 10 Stunden einer langsamen Destillation unter vermindertem Druck unterworfen, wobei das abdestillie- rende Tetrahydrofuran-Wasser-Gemisch laufend ersetzt wird. Man verdünnt alsdann das Reaktionsgut mit 250 ml Wasser und engt zur Entfernung des Tetrahydrofurans im Vakuum ein. Dabei fällt das Hydrat des #1,4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-l lss- hydroxy- 17 a-propionOxy-3,20,21 - trioxo-pregnadiens aus.
0,385 g des erhaltenen Aldehyd-hydrats wird in 50 ml Methanol gelöst, die Lösung nach Zugabe von 0,05 mi Eisessig und Verdünnen mit 200 mi Wasser im Vakuum auf ein Restvolumen von etwa 20 mi eingeengt. Man gewinnt so das
1'4-6a,9a-Difluor-1 6a-methyl- 1 los hydroxy-17a-propionoxy-3,20,21- trioxo-pregnadien in der Form des 21-Methyl-hemiacetals vom F. 222 bis 2240.
PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel
EMI3.1
worin R1 und R2 je eine freie, veresterte oder ver ätherte Hydroxygruppe oder R1 zusammen mit R2 eine Oxogruppe und R5 eine veresterte Hydroxygruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man in Verbindungen der Formel
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. Fluorhydrin auf einer Nutsche. Das mit Wasser ausgewaschene und getrocknete Rohprodukt wird in Toluol-Aceton (80 : 20) gelöst und an einer im selben Lösungsmittelgemisch bereiteten Säule von 125 g Kie segel gereinigt. Eluierung mit Toiuol-Aceton (80: 20) und Kristallisation der entsprechenden dünnschichtchromatographisch einheitlichen Fraktionen durch Sammeln mit Methanol und Einengen unter vorsichtigem Zusetzen von Wasser gibt 1,620 g reines #1,4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-11ss- hydroxy-17a-propionoxy-3,20,21-trioxo-pregnadien in der Form seines 21-Methylhemiacetals vom F. 222 bis 2240.Durch wiederholtes Auflösen des erhaltenen 21 Hemiacetals in Aceton, Eingiessen der Lösung in Was- ser und vollständiges Abdestillieren des Acetons erhält man das entsprechende 21 -Aldehyd-hydrat.Beispiel 2 2,250 g Hydrat des 1'4-6a-Fiuor- 1 6a-methyl- 11 lss-hydroxy- 17α-acetoxy-3,20,21-trioxo-pregnadiens werden mit 250 mi einer 1 %gen Lösung von Chlorwasserstoff in wasserfreiem Äthanol übergossen. Man rührt den Ansatz 16 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur, dampft die Lösung alsdann im Vakuum ein und nimmt das rohe Diäthylacetal in Methylenchlorid auf. Durch ChromSatographie man 75 g neutralem Aiu- miniumoxyd (Aktivität IV), Eluieren mit Methylenchlorid und Eindampfen gewinnt man rohes #1'4-6α-Fluor- 1 6a-methyl- 11 ss-hydroxy- 17a-acetoxy-21,21 -diäthoxy-3 ,20-dioxo-pregnadien, das man durch Umkristallisieren aus Aceton-Äther reinigt.1,265 g des erhaltenen J54-6a-Fluor-16a-methyl- 1 lss-hydroxyl7a- acetoxy-21,21-diäthoxy-3,20-dioxo-pregnadiens löst man in 125 ml Tetrahydrofuran und setzt 375 ml 2,66molare wässrige Perchlorsäure zu. Die Lösung wird während 24 Stunden einer langsamen Destillation unter vermindertem Druck unterworfen, wobei das abdestillierende Tetrahydrofuran-Wasser-Gemisch laufend ersetzt wird. Man verdünnt alsdann das Reaktionsgut mit 500 ml Wasser und engt zur Entfernung des Tetrahydrofurans im Vakuum ein, wobei das Hydrat des #1,4-6α-Fluor-16α-methyl-11ss-hydroxy-17α- acetoxy-3,20,21-trioxo-pregnadien ausfällt.1,020 g des erhaltenen Aldehyd-hydrats wird in 100 ml Methanol gelöst und die Lösung nach Zugabe von 0,1 ml Eisessig und 400 ml Wasser im Vakuum auf ein Restvolumen von etwa 50 mi eingeengt. Man gewinnt so das #1,4-6α-Fluor-16α-methyl-11ss-hydroxy- 17a-acetoxy-3,20,21-trioxo-pregnadien in der Form des 21-Methyl-hemiacetals vom F. 251 bis 2550 (unter Gelbfärbung und geringer Zersetzung).Beispiel 3 1,210 g Hydrat des d #1'4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-1 l,e- hydroxy-l 7a-propionoxy-3 ,20,21- trioxo-pregnadiens werden mit 125 ml einer 1 % igen Lösung von Chlorwasserstoff in Methanol übergossen. Nachdem das Re aktionsgemisch 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt worden ist, dampft man es im Vakuum ein, nimmt das rohe Dimethylacetai in Methylenchlorid auf und filtriert die Lösung durch eine Säule von 25 g Aiu- miniumoxyd (Aktivität II).Die Eindampfrückstände dünnschichtchromatographis ch einheitlicher Methylen chlorid-Äther (1: 3)-Eluate sammelt man mit Tetrahydrofuran, konzentriert die Lösung auf ein kleines Volumen und setzt dann vorsichtig Methanol zu. Nach Absaugen und Trocknen wird das AtX4-6a,9a-Difluor-16a-methyl-l lss- hydroxy-17α-propionoxy-21,21-dimethoxy- 3 ,20-dioxo-pregnadien gewonnen.0,510 g des erhaltenen #1,4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-11ss- hydroxy-17α-propionoxy-21,21-dimethoxy- 3,20-dioxo-pregnadiens löst man in 50 ml Tetrahydrofuran und setzt 200 mi 2,66molare wässrige Perchlorsäure zu. Die Lösung wird während 10 Stunden einer langsamen Destillation unter vermindertem Druck unterworfen, wobei das abdestillie- rende Tetrahydrofuran-Wasser-Gemisch laufend ersetzt wird. Man verdünnt alsdann das Reaktionsgut mit 250 ml Wasser und engt zur Entfernung des Tetrahydrofurans im Vakuum ein. Dabei fällt das Hydrat des #1,4-6α,9α-Difluor-16α-methyl-l lss- hydroxy- 17 a-propionOxy-3,20,21 - trioxo-pregnadiens aus.0,385 g des erhaltenen Aldehyd-hydrats wird in 50 ml Methanol gelöst, die Lösung nach Zugabe von 0,05 mi Eisessig und Verdünnen mit 200 mi Wasser im Vakuum auf ein Restvolumen von etwa 20 mi eingeengt. Man gewinnt so das 1'4-6a,9a-Difluor-1 6a-methyl- 1 los hydroxy-17a-propionoxy-3,20,21- trioxo-pregnadien in der Form des 21-Methyl-hemiacetals vom F. 222 bis 2240.PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI3.1 worin R1 und R2 je eine freie, veresterte oder ver ätherte Hydroxygruppe oder R1 zusammen mit R2 eine Oxogruppe und R5 eine veresterte Hydroxygruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man in Verbindungen der Formel EMI4.1in der Rz-R3 dieselbe Bedeutung haben, die 9ss,1 lss- Epoxygruppe mit Fluorwasserstoff oder einer fluorwas- serstoffabgebenden Verbindung aufspaltet.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Fluorwasserstoff in einem indifferenten Lösungsmittel verwendet.2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Aufspaltung der 9ss,1 1ss- Epoxygruppe ein Addukt von Fluorwasserstoffsäure an Harnstoff verwendet.3. Verfahren gemäss Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Acetale oder Acylale der Aldehyde zu den freien Aldehyden verseift.PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verfahrensprodukte, in denen zumindestens einer der Substituenten R1, R2 eine freie Hydroxygruppe bedeutet, zur Darstellung von Verbindungen, in denen mindestens eine dieser Hydroxygruppen veräthert ist, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verfahrensprodukte mit veräthernden Mitteln behandelt.
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