DD232637A1 - Selektive herbizidkombinationen - Google Patents

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DD232637A1
DD232637A1 DD27152984A DD27152984A DD232637A1 DD 232637 A1 DD232637 A1 DD 232637A1 DD 27152984 A DD27152984 A DD 27152984A DD 27152984 A DD27152984 A DD 27152984A DD 232637 A1 DD232637 A1 DD 232637A1
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dicotyle
monocotyle
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selective herbicide
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DD27152984A
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Gerlinde Globig
Lisa Kranz
Brunhilde Lang
Sieghard Lang
Hartmut Wozniak
Juergen Jentzsch
Manfred Klepel
Sabine Kuehne
Alfred Jumar
Wilfried Schulze
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Fahlberg List Veb
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft selektive Herbizidkombinationen zur Unkrautbekaempfung insbesondere in Ruebenbestaenden bei Nachauflaufanwendung. Als Wirkstoffe enthalten sie ein Harnstoffderivat, Chloridazon und gegebenenfalls Diclofopmethyl.

Description

und Chloridazon der Formel Il NH,
Formel II
sowie gegebenenfalls Diclofop-methyi der Formel III
-ZoN-O-/ O Vo-CH-COOCH- Formel III
Cl 3
enthalten.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft neue Herbizidkombinationen zur selektiven Unkrautbekämpfung von annuellen monokotylen und dikotylen Unkräutern vorzugsweise in Rübenbeständen bei Nachauflaufanwendung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der Einsatz von Phenmedipham als Nachauflaufherbizid zur Bekämpfung dikotyler Unkräuter in Rübenbeständen ist bekannt (DOS 1567151). Zur Vernichtung von Unkrauthirsen und Wildhafer wird der Wirkstoff Diclofop-methyi nach dem Auflaufen eingsetzt (DOS 2223894). Weiterhin kommen Tankmischungen beider Herbizide zur Anwendung (HOECHST, 1982; Technische
Information für die Landwirtschaft).
Da die genannten Wirkstoffe fast ausschließlich blattwirksam sind, ist keine ausreichende Residualwirkung vorhanden. Mit N-IS-fCyclohexylureidoJ-phenyll-N'-N'-dimethylharnstoff wurde ein Wirkstoff bekannt, dessen Wirkungsspektrum dem von Phenmedipham einschließlich seiner Lücken bei Kamille und Ungräsern entspricht (DD-PS 108027). Vorteiihaft ist die Boden/
Blatt-Wirkung.
Der Wirkstoff Pyrazon erfaßt dikotyle Unkräuter und ist vor und nach dem Auflaufen einsetzbar (DAS 1105232).
Aus phytotoxischen Gründen erfolgt die Applikation zumeist im Vorauflaufverfahren.
Die zunehmende Ausbreitung schwerbekämpfbarer Unkräuter in Rübenbeständen erfordert eine ständige Anpassung der Gebrauchswerteigenschaften herbizider Mittel an die Gegebenheiten der Praxis.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, durch geeignete Kombinationen bekannter Wirkstoffe neue selektive Mittel mit breitem Wirkungsspektrum und ausreichender Residuaiwirkung für die Nachauflaufanwendung in Rübenbeständen zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die selektiven Herbizidkombinationen neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoffe ein Harnstoffderivat der Formel I
Formel I
id Chloridazon der Formel II
Formel il
)wie gegebenenfalls Diclofop-methyl der Formel III
j l3 Formel III
CH3 ' -
ithalten.
iese Kombinationen bewirken nicht nur eine Erweiterung des Wirkungsspektrums durch eine einfache Addition der iterschiedlichen Wirkungen, sondern es treten echte synergistische Effekte insbesondere im Hinblick auf die Wirkung gegen :hwerbekämpfbare Schadpflanzen auf.
it den erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen wird durch das Zusammenwirken einer bzw. zweier vorwiegend gegen kotyle Unkräuter wirkenden Komponenten mit einer gegen monokotyle wirkenden eine wesentliche Senkung der jfwandmenge je Flächeneinheit bei gleichzeitiger Verbesserung der herbiziden Wirksamkeit erreicht.
η wesentlicher Vorteil im Vergleich zu bekannten Nachauf lauf herbiziden besteht in der Verlängerung der Wirkungsdauer durch e Einbeziehung blatt-bodenwirksamer Herbizide.
e selektiven Herbizidkombinationen können zur Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsem vor allem in Rübenbeständen ich dem Auflaufen angewendet werden.
e Anwendung der Herbizidkombinationen erfolgt zweckmäßigerweise in den für Unkrautbekämpfungsmittel üblichen ibereitungs- bzw. Applikationsformen, wie z. B. Lösungen, Emulsionen, Suspensionen oder Spritzkonzentraten, die unter jsatz von flüssigen und/oder festen Trägerstoffen bzw. Verdünnungsmitteln zumeist unter Zugabe oberflächenaktiver Stoffe id anderer Formulierungshilfsmittel bereitet und zur Anwendung mit Wasser verdünnt werden können. Die iwendungsformen variieren mit dem Verwendungszweck. Wesentlich ist es in jedem Fall, einefeine Verteilung der wirksamen jbstanzen zu gewährleisten.
e Herstellung der verschiedenen Zubereitungen erfolgt in der bekannten Weise durch Misch-und Mahlverfahren oder auch jrch Löseverfahren.
jßerdem ist eine gemeinsame Ausbringung der erfindungsgemäßen Kombinationen mit anderen Agrochemikalien möglich.
e nachstehenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie einzuschränken.
iispiel 1
Gewächshausversuchen wurde unter Verwendung eines Bodens mittlerer Sorptionskapazität (sandiger Lehm) bei einer 'asserkapazitätvon 60% die herbizide Wirkung von Wirkstoffgemischen im Vergleich zu den Einzelkomponenten getestet.
abei fanden folgende Wirkstoffe Berücksichtigung:
-SHCyclohexylureidol-phenyl-N'-N'-dimethylharnstoff (A)
-Amino—^-chlor-^-phenyl-S-pyridazon (B)
4-(2',4'-Dichlorphenoxy)-phenoxy-propionsäure-methylester (C)
e Applikation der Wirkstoffgemische erfolgte in formulierter Form in 10001 Wasser je Hektar in der Spritzkabine nach dem üflaufen der Testpflanzen.
jr Bonitur der herbiziden Wirkung fand folgender Schlüssel Verwendung:
ibelle 1: Boniturschlüssel
sniturnote Schadstärke Unkrautbesatz
vernichtet 0
5
15
30
50
70
85
95
ungeschädigt 100
Die Testung erfolgte an den Unkrautarten Stellaria media (L)
Senecio vulgaris L.
Anthemis arvensis L
Thlaspi arvense L.
Agrostemma githago L.
Lamium purpureum L
Chenopodium album L.
Polygonum lapathifolium L.
Spergula arvensis L.
Galium aparine L
Apera spica-venti (L) P.B.
Poa annua L
Setaria glauca (L) P.B.
BromussecalinusL
Echinochloa crus-galli (L)"P.B.
Mit den Wirkstoffkombinationen trat im Vergleich zu den Einzel wirkstoff en eine Wirkungsverbesserung ein, die auf synergistischen Effekten beruht. Die Kombinationswirkung wird dann als synergistisch bezeichnet, wenn sie besser als die aus den beiden Einzelwirkungen der Mischungspartner berechnete unabhängig relative Wirkung (COLBY Weeds 15 [1967] 1,20-22) ist. Die Berechnung erfolgte nach LANG et. al (Tagungsbericht „Unkrautbekämpfung in der industriemäßigen Pflanzenproduktion", Halle, 1979).
Der Vergleich der erwarteten mit der durch die Kombination tatsächlich benötigten Aufwandmenge bezieht sich auf eine Restverunkrautung von 5% (ED95-Wert). Bei diesem Vergleich ist somit nicht der stärkste Synergismus, sondern eine praxisrelevante Wirkung von 95... 100% Bekämpfungserfolg maßgeblich, wobei die jeweiligen Durchschnittswerte der Testpflanzen angegeben werden. Für die Berechnung wurden die Boniturwerte vom 30.Tag nach der Applikation verwendet. In Tabelle 2 ist die mit den Herbizidmischungen erzielte Substanzeinsparung dargestellt. Tabelle 3 beinhaltet die mit den Kombinationen erzielte WirkungsverbesserungJ
Tabelle 2: 1.Substanzeinsparung im Wirkungsbereich ED95 durch Kombination A + B
Mischungs- im Experiment ermittelte Dosis
verhältnis Testpflanzen A
B kgAS/ha
A+B
nach Unabhängigkeitsmodell berechnete Dosis eingesparte Dosis kgAS/ha %
20:80 monokotyle 0,223 0,891 1,114 im Experiment ermittelte Testpfianzen A Dosis C 1,184 Äquivalenz 6
dikotyle 0,162 0,646 0,808 B 0,962 modell 16
gesamt 0,199 0,795 0,994 1,089 9
49:51 monokotyle 0,754 0,784 1,538 1,826 16
dikotyle 0,485 0,505 0,990 1,434 31
gesamt 0,662 0,690 1,352 1,608 16
69:31 monokotyle 1,294 0,581 1,875 2,381 21
dikotyle 0,848 0,381 1,229 1,925 36
gesamt 1,146 0,515 1,661 2,091 21
84:16 monokotyle 1,886 0,359 2,245 2,762 19
dikotyle 1,326 0,253 1,579 2,534 38
gesamt 1,631 0,311 1,942 2,664 27
95:5 monokotyle 2,280 0,120 2,400 2,762 13
dikotyle 2,840 0,149 2,989 3,262 8
gesamt 2,642 0,139 2,781 3,201 13
Rübe: alle Mischungen Boniturnote 9
Tabelle 2: 2. Substanzeinsparung im Wirkungsbereich ED95 durch die Kombination A + B + C
Mischungs nach Modellen berechnete eingesparte Dosis
verhältnis Dosis Unabhg.- Äquival.-
A:B:C A+B +C Unabhängig keitsmod. modell
keitsmodell
kgAS/ha %
77:19:4
monokoty!a
dikotyle
gesamt
monokotyle
dikotyle
gesamt
62:31:8 monokotyle
dikotyle gesamt monokotyle dikotyle gesamt
21:63:16 monokotyle dikotyle gesamt
48:48:^
1,867
2,826
2,462
1,337,
1,426
1,471
0,868
0,894
0,916
0,613
0,587
0,619
0,275
0,216
0,236
0,123 0,186 0,162 0,330 0,352 0,363 0,420 0,433 0,443 0,613 0,587 0,619 0,825 0,648 0,709
0,062 0,093 0,081 0,069 0,074 0,076 0,112 0,115 0,118 0,052
0,052 0,209 0,165 0,180
2,052 3,105 2,705 1,737 1,852 1,910 1,400 1,442 1,478 1,278 1,223 1,290 1,309 1,029 1,125
3,158 3,873 3,953 2,939 2,347 2,660 2,477 1,867 2,183 1,831 1,354 1,646 1,321 1,079 - 1,307
2,960 3,460 3,664 2,324 2,184 2,531 2,020 1,696 1,050 1,602 1,231 1,534 1,444 1,026 1,313
35 20 32 41 21 28 43 23 32 30 10 22 1 5 14
31
10
26
25
15ö
25
31
15
28
20
1 16
0 14
n.;u„. „ii— κ λ: ι _— r» — :* ^- η
belle 3: 1. Verbesserung der herbiziden Wirkung durch die Kombination A + B
schungs- Aufwandmengen Unkrautbesatz
'hältnis Testpflanzen A B A+B im Experiment nach Unabhängig- Wirkungs-
:B kg AS/ha berechnet keitsmod. berechn. verbesserung
monokotyle 0,223 0,891 1,114 CJl
dikotyle 0,162 0,646 0,808 5
gesamt 0,199 0,795 0,994 5
monokotyle 0,754 0,784 1,538 5
dikotyle 0,485 0,505 0,990 5
gesamt 0,662 0,690 1,352 5
monokotyle 1,294 0,581 1,875 5
dikotyle 0,848 0,381 1,229 5
gesamt 1,146 0,515 1,661 5
monokotyle 1,886 0,359 2,245 5
dikotyle 1,326 0,253 1,579 5
gesamt 1,631 0,311 1,942 5
monokotyle 2,280 0,120 2,400 5
dikotyle 2,840 0,149 2,989 5
gesamt 2,642 0,139 2,781 5
alle Mischungen Boniturnote 9
6 1 9 4
7 2 10 5 17 12
9 4
19 14
29 24
14 9
17 12
31 26
19 14
10 5
7 2
8 3
ibelle 3: 2. Verbesserung der herbiziden Wirkung durch die Kombination A + B + C
ischungs- Aufwandmengen Unkrautbesatz berechnet
srhältnis Testpflanzen ABC A+B + CimExperim. Unabh.m. Äquiv.m.
: B : C kg AS/ha % % %
monokotyle 1,867 0,123 0,062 2,052 CJl
dikotyle 2,826 0,186 0,093 3,105 5
gesamt 2,462 0,162 0,081 2,705 5
monokotyle 1,337 0,330 0,069 1,737 5
dikotyle 1,426 0,352 0,074 1,852 5
gesamt 1,471 0,363 0,076 1,910 5
monokotyle 0,868 0,420 0,112 1,400 5
dikotyle 0,894 0,433 0,115 1,442 5
gesamt 0,916 0,443 0,118 1,478 5
monokotyle 0,613 0,613 0,052 1,278 5
dikotyle 0,587 0,587 0,049 1,223 5
gesamt 0,619 0,619 0,052 1,290 5
monokotyle 0,275 0,825 0,209 1,309 5
dikotyle 0,216 0,648 0,165 1,029 5
gesamt 0,236 0,709 0,180 1,125 5
übe: alle Mischungen Boniturnote 9
28
10
15
43
12
17
36
.12
18
19
10
Wirkungsverbesserung Unabh.m. Äquiv. m.
13 14 2 5 0 1 2

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Selektive Herbizidkombinationen zur Bekämpfung von mono- und dikotylen Unkräutern in Kulturpflanzenbeständen, insbesondere in Rübenkulturen, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoffe ein Harnstoffderivat der Formel I
    0 CH-
    HN-C-N^"
    CH-,
    Pormel I
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