CH241415A - Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen.

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CH241415A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/01Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen     Azofarbstoffen.       Die vorliegende Erfindung betrifft die       Metallisierung    von     Azofarbstoffen,    die     metall-          komplexbildende    Gruppen enthalten, wobei  geschmolzene, wasserhaltige     Alkalisalze        ali-          phatischer        Monocarbonsäuren    als     Lösungs-          bezw,    Verteilungsmittel dienen.  



  Zur Ausführung des Verfahrens wird in  das geschmolzene     Alkalisalz,    z.     $.    in ge  schmolzenes kristallwasserhaltiges Natrium  acetat, der feste Farbstoff eingetragen; dann  gibt man die nötige Menge der üblichen  metallabgebenden     Mittel    zu und erhitzt die  homogene Schmelze am     Rückflusskühler    unter  Rühren auf Temperaturen zwischen etwa 80  und     150     so lange, bis der     Metallisierungs-          prozess    beendet ist.

   Man verdünnt dann vor  sichtig mit wenig Wasser, um möglichst nur  das verwendete Verteilungsmittel, nicht aber  den entstandenen Metallkomplex     in    Lösung  zu     bringen    und isoliert den letzteren durch  Filtration. Nach der Filtration ist es oft  möglich, das im Filtrat befindliche     carbon-          saure    Salz durch Eindampfen wieder zu ge  winnen und für eine nächste     Metallisierung       des gleichen Ausgangsfarbstoffes zu be  nützen.  



  Das neue Verfahren erlaubt, ohne Ver  wendung von Druckgefässen höhere Tempe  raturen zu erreichen, wodurch eine erhebliche  Verkürzung der     Umsetzungsdauer    erzielt  wird. Ein weiterer Vorteil des neuen Ver  fahrens besteht darin, dass man mit viel ge  ringeren Volumina auskommt, als bei den in       wässrigem    Medium üblichen Arbeitsweisen.  



  Das neue Verfahren liefert dieselben  Metallkomplexe wie nach den bekannten     Me-          tallisierungsverfahren.     



  Für das Verfahren eignen sich grund  sätzlich alle     Azofarbstoffe        mit    metallisier  baren Gruppen, wie die vom Typus  
EMI0001.0030     
    wobei     eine    der beiden OH-Gruppen auch  durch andere     Substituenten    wie       -OCH,COOH,        -COOH,        -NHZ         ersetzt sein kann; auch     Alkoxyazofarbstoffe,     wie z.

   B. solche aus     tetrazotiertem        3.3'-Di-          methoxy-4.4'-diaminodiphenyl,    können nach  dem neuen Verfahren unter Abspaltung der  zur     Azobrücke        orthoständigen        Alkoxygruppe     metallisiert werden. Ebenso sind     Azofarb-          stoffe,    die den Rest der     Salicylsäure    enthal  ten, nach dem Verfahren     metallisierbar.     



  Geeignete     Alkalisalze        aliphatischer        Mono-          carbonsäuren    sind z. B. die mit wenig Wasser  leicht schmelzbaren     Alkalisalze    der Ameisen-,  Essig-, Chloressig-, Glykol-, Milch-,     Propion-,     Butter-,     Gluconsäure.     



  Die     Menge    des als     Verteilungs-        bezw.     Lösungsmittels dienenden     Alkalisalzes    va  riiert, als wasserfreies     ,Salz    gerechnet, zwi  schen der etwa 2- und     5fachen    des zu metal  lisierenden Farbstoffes, je nach der Löslich  keit des letzteren.  



  Als metallabgebende Mittel     können    or  ganische     Salze    von Kupfer, Chrom, Eisen,  Kobalt, Nickel usw. Anwendung finden;  vorteilhafter sind aber die Salze mit Mineral  säuren. Die     Metallisierung    kann auch in  Gegenwart von säureabstumpfenden Mitteln,       wie        Pyridin,        Piperidin,        Chinolin,    Alkali  hydroxyden,     -carbonaten,        -phosphaten,        -bora-          ten    usw., stattfinden. Anderseits sind Zu  sätze von organischen Säuren, wie z. B. von  Ameisensäure oder Essigsäure, oft vorteil  haft.  



  Die folgenden Beispiele erläutern das  Verfahren, wobei die angegebenen Mengen  Gewichtsteile bedeuten.  



  <I>Beispiel 1:</I>  45 Teile kristallisiertes     Natriumacetat     werden bei zirka 100  geschmolzen und unter  Rühren mit 10 Teilen Chromalaun versetzt.  Zu der homogenen Schmelze setzt man in  kleinen Portionen 7 Teile des Farbstoffes  aus     diazotierter        2-Amino-4-nitrophenol-6-          sulfonsäure    und     p-Kresol    in Form des Na  triumsalzes und erhitzt während     2i/,    Stun  den auf 105-110  am     Rückflusskühler.    Man  verdünnt mit 50 Teilen Wasser und filtriert  warm die ausgefallene Chromverbindung,    welche Wolle aus saurem Bade in braunen  Tönen färbt.  



       Beispiel   <I>2:</I>  5 Teile des     Natriumsalzes    des     Azofarb-          Stoffes    aus     diazotierter        1-Amino-2-naphthol-          4-sulfonsäure    und.     1-Oxyna,phthalin-8-sulfon-          säure    werden unter Rühren in kleinen Por  tionen in 30 Teile bei zirka 100  geschmol  zenes kristallisiertes     Natriumacetat    einge  tragen. Dann fügt man 4,7 Teile Chromalaun  zu und erwärmt das Ganze während 2 Stun  den auf 115-120 . Das Umsetzungsgemisch  wird mit 30 Teilen Wasser verdünnt und  erkalten gelassen.

   Nach einigen Stunden  wird der abgeschiedene chromhaltige Farb  stoff     abfiltriert    und getrocknet. Das     natrium-          acetathaltige        Filtrat    kann nach dem Ver  dampfen von 20 bis 25 Teilen Wasser für  eine weitere     Metallisierung    verwendet wer  den. Der Chromkomplex färbt Wolle in leb  haft     grünlichblauen    Tönen an.  



  Mit     Chromformiat    statt Chromalaun er  hält man einen ähnlichen Farbstoff; die Um  setzung dauert dann etwas länger. Auch die  Anwendung von     Natriumpropionat,        -lactat,          -butyrat    an Stelle des     Natriumacetats    gibt  ähnliche chromhaltige Farbstoffe.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Einer nach Beispiel 2 vorbereiteten  Schmelze aus 40 Teilen     kristallisiertem          Natriumacetat,    8,3 Teilen des     Natriumsalzes     des Farbstoffes aus     diazotierter        1-Amino-2-          naphthol-4-sulfonsäure    und     2-Oxynaphthalin     und 10 Teile Chromalaun werden 6 Teile  86,6 %     ige    Ameisensäure zugesetzt und hier  auf 10 .Stunden auf     115-120     erhitzt. Man  verdünnt mit 30 Teilen Wasser, filtriert und  deckt mit 10%iger     Soole.    Der chromhaltige  Farbstoff färbt Wolle in marineblauen Tö  nen an.

    



  <I>Beispiel</I>     l:     Ersetzt man den Farbstoff des Beispiels 3  durch denjenigen aus     diazotierter        1-Amino-          2-naphthol-4-sulfonsäure    und     1-Oxynaphtha-          lin,    so erhält man nach dem Verdünnen durch  Zusatz von     konz.    Salzsäure einen chromhal-           tigen    Farbstoff, welcher Wolle ebenfalls     in     marineblauen Tönen anfärbt.  



  <I>Beispiel 5:</I>  35 Teile kristallisiertes     Natriumacetat,     7,55 Teile des     Natriumsalzes    des     Azofarb-          stoffies    aus     diazotierter        4-Chlor-2-amino-          phenol-6-sulfonsäure    und     1-Oxynaphthalin-5-          sulfonsäure    und 7,5 Teile Chromalaun wer  den nach Beispiel 2 geschmolzen und 5 Stun  den lang auf 115-125  erhitzt. Den auf       'Volle    mit violetter Nuance ziehenden     Chrom-          haltigen    Farbstoff erhält man beim Verdün  nen der Schmelze mit 30 Teilen Wasser.  



       Beispiel   <I>6:</I>  Eine nach Beispiel 2 vorbereitete Mi  schung von 40 Teilen kristallisiertem Na  triumacetat, 6,15 Teilen des     Natriumsalzes     des Farbstoffes aus     diazotiertem        5-Nitro-2-          aminophenol    und     2-Aminonaphthalin-6-sulfo-          säure    und 7,5 Teilen Chromalaun wird mit  5 Teilen Eisessig während 5 Stunden auf  115-118  erhitzt. Nach dem     Verdünnen    mit  wenig Wasser filtriert man bei 50-60  ab.  Der gewonnene Chromkomplex bronziert  stark und färbt Wolle in grünen Tönen an.

      <I>Beispiel 7:</I>  5 Teile Chromalaun und 30 Teile     krist.          Natriumacetat    werden wie im Beispiel 1 zu  sammengeschmolzen und nach Zugabe von  4,1 Teilen des     Natriumsalzes    des Farbstoffes  aus     diazotierter        4-Chlor-2-aminophenol=6-sul-          fonsäure    und     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon          21/    Stunden auf 110  erhitzt. Nach dem Ver  dünnen mit Wasser erhält man einen auf  Wolle in roten Tönen ziehenden Chrom  komplex.  



  <I>Beispiel 8:</I>  50 Teile kristallisiertes     Natriumacetat     werden geschmolzen und<B>3,75</B> Teile Kobalt  acetat und 7,1     Teile    des Farbstoffes aus       diazotiertem    4 -     Nitro    - 2 -     aminophenol    und       Acetessigsäureanilid    unter Rühren zugefügt.  Man erwärmt dann 4 Stunden am     Rückfluss-          kühler    auf 115' und verdünnt am Schluss       mit    Wasser. Man erhält nach Filtration    einen unlöslichen     kobalthaltigen,    gelben  Lackfarbstoff.  



       Beispiel   <I>9:</I>  Ein Gemisch von     7'0    Teilen kristallisier  tem     Natriumacetat,    18 Teilen des     Disazo-          farbstoffes    aus 1     Mol        tetrazotiertem        3,3'-Di-          methoxy-4,4'-diaminodiphenyl    und 2     Mol     1-     Amin    o - 8 -     oxynaphthalin-2,

  4-disulf        ons        äure     in Form seines     Natriumsalzes    und 9 Teilen  kristallisiertem Kupfersulfat wird langsam  am Rührwerk geschmolzen und nach Zusatz  von 20 Teilen Wasser rückfliessend 7 bis  8     Stunden    auf 115  erhitzt. Bei 70-80  ver  dünnt man langsam mit 150 Teilen Wasser  und filtriert den ausgefallenen Kupferkom  plex ab. Der Farbstoff färbt Baumwolle       lebhaft    blau an.    <I>Beispiel 10:</I>  45 Teile kristallisiertes     Natriumacetat     und 6,1 Teile des     Azofarbstoffes    des Bei  spiels 7 werden nach Beispiel 2 zusammen  gebracht.

   Die entstandene Schmelze wird mit  4 Teilen kristallisiertem Kupfersulfat 4 Stun  den lang auf     115-120     erhitzt. Beim Ver  dünnen mit Wasser scheidet sich der Kupfer  komplex aus, welcher die Wolle in     rötlich-          braunen    Tönen anfärbt.

           Beispiel   <I>11:</I>  8 Teile des     Natriumsalzes    des     Azofarb-          stoffes    aus     diazotierter        2-Aminophenol-4-          sulfonsäure    und     1-Phenyl-3-methyl-5-pyr-          azolon    trägt man in eine Vorlage aus 40 Tei  len     geschmolzenem    kristallisiertem Natrium  acetat ein, dann setzt man 10 Teile Wasser  und 5,5 Teile kristallisiertes Kupfersulfat  zu und erhitzt das Ganze rückfliessend unter  Rühren 4 Stunden auf zirka 110=115 .

   Nach  Zusatz von zirka 50 Teilen Wasser erhält  man beim     Filtrieren    einen kupferhaltigen  Farbstoff, welcher auf Wolle in braunen Tö  nen zieht.  



  <I>Beispiel 12:</I>  Ein nach Beispiel 1 vorbereitetes Gemisch  von 35 Teilen kristallisiertem     Natriumacetat,     7,5 Teilen Chromalaun, 6,35 Teilen des  Farbstoffes aus     diazotiertem    4-Chlor-6-nitro-           2-aminophenol    und     1-Oxynaphthalin-5-sulfo-          säure    in Form des     Natriumsalzes    wird 5 Stun  den lang auf 115-120  erwärmt. Man setzt  am Schluss 60 Teile Wasser zu und filtriert  ab. Der chromhaltige Farbstoff färbt Wolle  schwarz an.  



  <I>Beispiel 13:</I>  50 Teile kristallisiertes     Natriumaceta,t     werden mit 4 Teilen kristallisiertem Kupfer  sulfat am     Rückfluss    unter Rühren zusammen  geschmolzen. Man setzt in Portionen 8 Teile  des     Natriumsalzes    des     unsymmetrischen    Dis-         azofarbstoffes    aus 1     Mol        tetrazotiertem        3.3'-          Dimethoxy-4.4'-diaminodiphenyl,

      alkalisch  gekuppelt mit 1     Mol        1-Amino-8-oxynaphtha-          lin-3.6-disulfonsäure    und 1     Mol        1.8-Dioxy-          naphthalin-3.6-disulfonsäure,    zu und erhitzt  1 Stunde auf 105 . Man lässt dann langsam  eine 10%ige Lösung aus 1,7 Teilen     calcinier-          ter    Soda     zutropfen    und erhitzt noch     21/2    bis  3     Stunden        anf    110-115 . Beim vorsichtigen  Verdünnen mit Wasser scheidet sich der  Kupferkomplex aus, welcher Baumwolle  lebhaft blau anfärbt.

    
EMI0004.0026     
  
     
EMI0005.0001     
  
    Diazokomponente <SEP> Kupplungskomponente <SEP> Metallabgebendes <SEP> Nuance <SEP> der
<tb>  Mittel <SEP> Wollfärbung
<tb>  2-Aminobenzoesäure <SEP> 1(4'-Sulfophenyl)-3  methyl- <SEP> 5 <SEP> -pyrazolon <SEP> Chromalaun <SEP> gelb
<tb>  2-Aminophenol-4.6- <SEP> 1-Phenyl-3-methyl  disulfonsäure <SEP> 5-pyrazolon <SEP> rotorange
<tb>  6-Nitro-4-chlor-2-amino- <SEP> 1(4'-Sulfophenyl)

  -3  phenol <SEP> methyl- <SEP> 5 <SEP> -pyrazolon <SEP> rot
<tb>  6-Nitro-l-amino-2-oxy  naphthalin-4-sulfon  säure <SEP> 1-Oxynaphthalin <SEP> schwarz
<tb>  4-Nitro-2-aminophenol- <SEP> 1-Oxynaphthalin-4  6-carbonsäure <SEP> sulfonsäure <SEP> Bordeaux
<tb>  4-Nitro-2-aminophenol- <SEP> 4-Chlor-1.3-diamino  6-sulf <SEP> onsäure <SEP> Benzol <SEP> braun
<tb>  " <SEP> 1-Phenyl-3-methyl  5-pyrazolon <SEP> orange
<tb>  " <SEP> 3-N-Acetylamino  p-kresol <SEP> braun
<tb>  " <SEP> 3-N-Benzoylamino  p-kresol
<tb>  4-Nitrö-2-aminophenol <SEP> 3-N-Acetylamino  p-kresol
<tb>  4-Aminophenol-2-carbon  säure <SEP> Phenol <SEP> gelb
<tb>  Anthranilsäure-sulf- <SEP> 1(4'-Sulfophenyl)-3  anilido-o <SEP> =carbonsäure <SEP> methyl- <SEP> 5 <SEP> -pyrazolon
<tb>  2-Amino-l-phenol-4  sulfanthranilsäure <SEP> <B>32</B> <SEP> orange

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von metall haltigen Azofarbstoffen . durch Umsetzung von metallisierbaren Azofarbstoffen mit metallabgebenden Mitteln, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Ausgangsstoffe in ge schmolzenen Alkalisalzen von aliphatischen Monocarbonsäuren bei Gegenwart von wenig Wasser erhitzt.
CH241415D 1944-07-17 1944-07-17 Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen. CH241415A (de)

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