CH246584A - Verfahren zur Herstellung eines p-Aminobenzol-sulfonacylamides. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines p-Aminobenzol-sulfonacylamides.Info
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- C07C311/30—Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
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Description
verfahren zur Herstellung eines p-Aminobenzol-sulfonacylamides. Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzol-sulfonacyl- amiden beschrieben, darin bestehend, dass man Sulfonamide der Benzolreihe oder deren Salze, die in p-Stellung eine stick stoffhaltige Gruppe enthalten, mit unge sättigten, verzweigten, aliphatischen Car- bonsäuren bezw. ihren funktionellen Deri vaten,
gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren oder säurebindenden Mitteln umsetzt und gegebenenfalls die p-ständige Stickstoffgruppe in eine Aminogruppe über führt. Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens geht von den entsprechend sub stituierten Benzolsulfochloriden aus, welche man mit definitionsgemässen Carbonsäure- amiden kondensiert.
Es wurde gefunden, dass man besonders wertvolle p-Amino-benzol-sulfonacylamide der allgemeinen Formel
EMI0001.0019
amidgruppe eine stickstoffhaltige, in eine Aminogruppe überführbare, Gruppe enthal ten, mit Carbonsäuren der allgemeinen For mel,
EMI0001.0024
wobei R,, R, und R3 der obigen Definition entsprechen bezw. ihren reaktionsfähigen,
funktionellen Derivaten umsetzt und gege benenfalls die p-ständige stickstoffhaltige Gruppe in eine Aminogruppe überführt. Verbindungen dieser Art sind bis heute nicht bekanntgeworden; sie unterscheiden sich von den bekannten p-Aminobenzol-sul- fonacylamiden durch ihre überlegene Wirk samkeit gegenüber Infektionserregern und durch ihre geringe Giftigkeit.
Als Sulfonamide der Benzolreihe, die in p-Stellung zur Sulfonamidgruppe eine stickstoffhaltige Gruppe enthalten, kommen die im Hauptpatent erwähnten Ausgangs stoffe in Frage. worin R,, R#, und R;
, gleiche oder ver schiedene, gesättigte oder ungesättigte ali- phatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste (wobei die Summe von R1 -f- R, -f- R.. eine Zahl der C-Atome von über 3 aufweisen muss), R., Wasserstoff, Alkyl oder Aralkyl, R, Wasserstoff oder Alkyl bedeuten, erhält,
wenn man Sulfonamide der Benzolreihe, die in p-Stellung zur Sulfon- Als Carbonsäuren der allgemeinen Formel
EMI0001.0062
in welcher R1, R, und R3 der obigen Defi nition entsprechen, kommen sowohl niedrig molekulare, wie höhermolekulare in Frage. Beispielsweise kann R,-R, Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.
Butyl, Allyl, Crotyl, Amyl, Isoamyl, Hexyl, Isohexyl, Heptyl, Isoheptyl, Oktyl, Isooktyl, Nonyl, Isononyl usw. darstellen. Von diesen rein aliphatischen Säuren seien z.
B. ge nannt: a,a-Dimethyl-a-äthyl-, a,a-Dimethyl- a-propyl-, a,a-Dimethyl-a-butyl-, a,a-Dime- thyl - a - is obutyl-, a,a - Dimethyl - a - n-amyl-, a,a-Dimethyl-a-isoamyl-, a,a-Dimethyl-a- hexyl-, a,a-Dimethyl-a-heptyl-, a,a-Dimethyl- a-oL-tyl-, a,
a-Dimethyl-a-dodecyl-essigsäure usw., oder aber a,z-Diäthyl-a-methyl-, a,a,a- Triäthyl-, a,a-Diäthyl-a-propyl-, a,a-Diäthyl- io#-butyl-, a,a-Diäthyl-a-amyl-, a,a-Diäthyl- a-hexyl- oder a,a-Diäthyl-a-heptyl-essigsäure usw., oder a-Methyl-a-äthyl-a-propyl-essig- säure, a-Methyl-a-äthyl-a-allyl-essigsäure, u-Methyl-a-äthyl-a-butyl-essigsäure,
a-Me- thyl-a-äthyl-a-amyl-essigsäure oder a-Methyl- ta-äthyl-a-hexyl-essigsäure, oder aber a-Me- thyl-a;a-dipropyl-essigsäure, a-Methyl-a,a-di- butyl-essigsäure, a-Methyl-a,a-diamyl-essig- säure oder a-Methyl-a-propyl-a-butyl-essig- säure oder a,a,a-Tripropyl-, a,a,a-Tributyl-, @a,a,a-Triamyl-essigsäure usw.
Weitere Bei spiele sind folgende Verbindungen: ,a,a-Di- methyl-a-allyl- oder a,a-Dimethyl-a-crotyl- essigsäure u. a. m. An höhermolekularen Säuren seien genannt z.
B.: .a-Methyl-a,a- diheptylessigsäure, a,a-Dimethyl-laurinsäure, a@-Methyl-a-äthylcaprylsäure, a,a-Dimethyl- myristinsäure, a,a <I>-</I> Dimethylpalmitinsäure, a.,a-Dimethyloleylessigsäure usw.
Ausser die sen rein aliphatischen Säuren kommen jedoch auch folgende in Frage: a,a-Dimethyl-a-ben- zyl-essigsäure, a-Methyl-a-äthyl-benzyl-essig- säure, a,a-Dimethyl-phenyläthyl-essigsäure, a,a-Dimethyl-phenylessigsäure, a,a-Dimethyl- Tolylessigsäure, a,a-Dimethyl-xylylessig- säure, a-Äthyl-a-propyl-benzylessigsäure, a,a-Dimethyl-a-hexahydrophenyl-essigsäure,
a,a-Dimethyl-a-hexahydrobenzyl-essigsäure, co-Methyl-a,a-bicyclohexylessigsäure, a,a-Di- methylchaulmoogryl-essigsäure usw.
Eine besondere Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens, die zu den gleichen Produkten führt, besteht darin, dass man Benzolsulfohalogenide, die in p-Stellung eine stickstoffhaltige Gruppe enthalten, mit Sal zen von Amiden der allgemeinen Formel
EMI0002.0105
wobei R,, R" und R3 der in der Einleitung gegebenen Deutung entsprechen,
kondensiert und gegebenenfalls die p-ständige Gruppe in eine freie Aminogruppe überführt. Die entstandenen p-Aminobenzolsulfonacylamide lassen sich als solche oder in Form ihrer ,Salze mit anorganischen oder organischen Basen gewinnen. Diese zeichnen sich durch geringe Alkalität aus.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung eines acylierten p-Amino-benzol-sulfonamides. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI0002.0119
auf eine Verbindung der Formel
EMI0002.0120
worin X und Y zwei bei der Reaktion mit Ausnahme einer in ihnen enthaltenen NH- Gruppe sich abspaltende Reste und R einen durch Reduktion in die Aminogruppe über führbaren Rest bedeuten, einwirken lässt,
und in der erhaltenen Verbindung den Rest R durch Reduktion in die Aminogruppe über führt.
Die entstandene neue Verbindung, das 4-Amina-benzolsulfon-N, - (a,a-Dimethyl-a- benzyl-acetyl)-amid bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 213 . Sie lässt sich mit anorganischen oder organischen Basen in Salze überführen. Sie soll therapeutische Verwendung finden.
<I>Beispiel:</I> 40 Teile 4-Nitro-benzolsulfonamid werden mit<B>100</B> Teilen Pyridin gemischt und durch Erwärmen in Lösung gebracht. Dazu werden in der gälte 39,3 Teile a,a-Dimethyl-a-ben- zyl-essigsäurechlorid portionenweise zugege ben und darauf 2 Stunden bei 70 gerührt, dann auf Eis und Salzsäure gegossen und das sich abscheidende Harz abgetrennt.
Der Nitrokörper wird ohne weitere Reinigung nach Bechamp mit Eisen und Salzsäure reduziert. Das Reduktionsgemisch wird an sehliessend sodaalka.lisch gestellt, abgesaugt und aus dem Filtrat das 4-Amino-benzol- sulfon- (a,a-.dimethyl-cc-benzyl-acetyl).- amid mit Essigsäure ausgefällt.
Durch Umkristal- lisation aus Alkohol lässt sich die Verbindung rein erhalten und schmilzt dann bei 158 .
Man kann die Kondensation des 4-Nitro- benzolsulfonamides mit a;a-Dimethyl-a-ben- zyl-essigsäure anstatt in Pyridin auch in Clorbenzol unter Zusatz von Kupferpulver oder in Nitrobenzol unter Zusatz von Alu miniumchlorid durchführen.
Ebensogut kann man von einer Metallverbindung des 4-Nitro- benzolsulfonamides ausgehen und diese mit a,a-Dimethyl-a-benzyl-essigsäurechlorid um setzen. Ferner kann man p-Nitrobenzolsul- fonamid auch mit a,a-Dimethyl-a-benzyl- essigsäure in Gegenwart von Kondensations- mitteln, z. B. von Phosphorpentogyd oder von Phosphorpentachlorid, umsetzen.
Zum gleichen Endprodukt gelangt man auch, wenn man eine Metallverbindung des a,a-Dimethyl-a-benzyl-essigsäureamides mit einem p-Nitro-benzolsulfohalogenid umsetzt und den erhaltenen Nitrokörper reduziert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines acylier- ten p-Amino-benzol-sulfonamides, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0052 auf eine Verbindung der Formel EMI0003.0053 worin X und Y zwei bei der Reaktion mit Ausnahme einer in ihnen enthaltenen NII-Gruppe sich abspaltende Reste und R einen durch Reduktion in die Aminogruppe überführbaren Rest bedeuten, einwirken lä,sst. und in der erhaltenen Verbindung den Rest R durch Reduktion in die Aminogruppe überführt. Die entstandene neue Verbindung, das 4-,Amino-benzolsulf an - N, -.(a,a-Dimethyl-a- benzyl-acetyl)-amid bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 213 . UNTER,ANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein a,a-Di- methyl-a-benzyl-essigsäurehalogenid auf eine Metallverbindung eines Sulfonamides der Formel EMI0003.0071 einwirken lässt und anschliessend den Rest R durch Reduktion in die Aminogruppe über führt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Sulfo- halogenid der Formel EMI0003.0075 auf eine Metallverbindung des a,a-Dimethyl- 'ce-benzyl-essigsäureamides einwirken lässt und anschliessend den Rest R durch Reduktion in die Aminogruppe überführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Gegenwart eines Kondensations mittels ausführt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Gegenwart eines Katalysators aus führt,
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH219520T | 1940-06-21 | ||
| CH246584T | 1943-09-14 | ||
| CH242285T | 1943-11-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH246584A true CH246584A (de) | 1947-01-15 |
Family
ID=34139165
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH246584D CH246584A (de) | 1940-06-21 | 1943-09-14 | Verfahren zur Herstellung eines p-Aminobenzol-sulfonacylamides. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH246584A (de) |
-
1943
- 1943-09-14 CH CH246584D patent/CH246584A/de unknown
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