CH304602A - Verfahren zur Herstellung eines kobalthaltigen Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kobalthaltigen Azofarbstoffes.

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CH304602A
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  Verfahren zur     Herstellung        eines        kobalthaltigen        Azofarbatoffes.       Es wurde     gefunden,    dass man zu einem  neuen, wertvollen,     kobalthaltigen        Azofarbstoff     gelangt, wenn man auf den     Monoazofarbstoff     der Formel .

    
EMI0001.0009     
         kobaltabgebende    Mittel derart einwirken     lässt,     dass ein     kobalthaltiger        Azofarbstoff        entsteht,     der zwei     Monoazofarbstoffmoleküle    an ein       Kobaltatom    komplex     gebunden    enthält.  



  Der neue Farbstoff bildet ein wasserlös  liches Pulver, das Wolle aus neutralem bis  essigsaurem Bade in blauen Tönen färbt,  welche sieh durch gute Lichtechtheit und vor  zügliche Wasch-,     Walk-    und     Ca.rbonisierecht-          heit    auszeichnen.  



  Der als Ausgangsstoff dienende, der oben  stehenden Formel entsprechende     Monoazo-          farbstoff    kann durch     Kupplung    des     1-Ace-          tylamino-7-oxynaphthalins    mit nach an sich  bekannten Methoden, z. B. mittels Salzsäure  und     Natriumnitrit,        diazotiertem        5-Nitro-4-          chlor-2-amino-l-oxybenzol    hergestellt werden.  



  Die Behandlung mit den     kobaltabgeben-          den    Mitteln erfolgt gemäss vorliegendem Ver  fahren in der Weise, dass ein     kobalthaltiger       Farbstoff     entsteht,    der pro     Molekül    Farbstoff  weniger als ein Atom Kobalt in komplexer       Bindung    enthält. Demgemäss führt man die       Metallisierung    zweckmässig mit solchen     ko-          baltabgebenden        Mitteln    und nach solchen Me  thoden durch, welche     erfahrungsgemäss    kom  plexe     Kobaltverbindungen    dieser Zusammen  setzung liefern.

   Es empfiehlt sich im allgemei  nen, auf ein Molekül eines Farbstoffes weni  ger als ein,     mindestens    aber 1/2 Atom Kobalt  zu     verwenden    und/oder die     Metallisierimg    in  schwach saurem bis alkalischem Medium: aus  zuführen.

   Als     kobältabgebende    Mittel verwen  det man zweckmässig komplexe     Kobaltverbin-          dimgen        aliphatischer        Oxycarbonsäuren    oder  einfache     Kobaltsalze    wie     Kobaltsulfat    oder       Kobaltacetat,    gegebenenfalls auch frisch ge  fälltes     Kobalthydroxyd.       <I>Beispiel:

  </I>  40,1 Teile des aus     diazotiertem        5-Nitro-4-          chlor-2-amino-l-oxybenzol    und     1-Acetylamino-          7-oxy-naphthalin    erhaltenen Farbstoffes wer  den in 2000 Teilen     Wasser    unter Zusatz von  8 Teilen     Natriumhydroxyd    gelöst und auf 80   erwärmt.

   Zu der erhaltenen violetten Lö  sung werden 100 Teile einer 80  warmen Lö  sung von     Kobaltsulfat    mit     einem        Kobaltgehalt          von        3,25%        gegeben.        Nach        halb-        bis        einstün-          digem    Rühren bei 80      ist    die     Metallisierung     beendet. Durch Zusatz von Essigsäure wird  die grünblaue Lösung     neutralisiert    und dann  eingedampft.

        Der in diesem Beispiel verwendete Farb  stoff     kann    zum Beispiel wie folgt hergestellt  werden:  <B>18,9</B> Teile 5 -     Nitro    - 4 -     chlor-2-amino-l-oxy-          benzol        -werden        in    150 Teilen Wasser und 20       Teilen        30%iger        Salzsäure        aufgeschlämmt        und     bei 5 bis 10  mit einer konzentrierten Lösung  von 6,

  9 Teilen     Natriumnitrit        diazotiert.    Die  durch Zugabe von     Natriumcarbonat    neutrali  sierte     Diazoverbindimg    gibt man in eine mit  Eis auf 0  abgekühlte     Lösung    von 20,

  5 Tei  len     1-Acetylamino-7-oxynaphthalin    in 52 Vo-         luinteilen        2n-Natriumhydroxydlösung    und 30       Volumteilen        2n-Natriiimcarbonatlösung.    Nach  beendeter     Kupplung    wird der gebildete     Farb-          stoff        abfiltriert        und        mit        1%iger        Natrium-          chloridlösung    gewaschen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kobalt- haltigen Azofarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man auf den 1Zonoazofarbstoff der Formel EMI0002.0035 kobaltabgebende Mittel derart einwirken lässt, dass ein kobalthaltiger Azofarbstoff entsteht, der zwei ylonoazofarbstoffmole'küle an ein Kobaltatom komplex gebunden enthält.
    Der neue Farbstoff bildet ein wasserlösli ches Pulver, das Wolle aus neutralem bis cssigsaurem. Bade in blauen Tönen färbt, wel che sich durch gute Lichtechtheit und vorzüg liche Wasch-, Walk- und Carbonisierechtheit auszeichnen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf ein Mole- kül Monoazofarbstoff eine weniger als ein, mindestens aber 1/2 Atom Kobalt enthaltende Menge eines kobaltabgebenden Mittels anwen det. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Metalli- sierung in alkalischem Medium ausführt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als kobalt- abgebende Mittel einfache Kobaltsalze ver wendet.
CH304602D 1951-08-07 1951-08-07 Verfahren zur Herstellung eines kobalthaltigen Azofarbstoffes. CH304602A (de)

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