CH124077A - Verfahren zur Darstellung eines Umwandlungsproduktes der peri-Cyannaphtalinsulfosäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Umwandlungsproduktes der peri-Cyannaphtalinsulfosäure.

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CH124077A
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peri
sulfonic acid
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cyannaphthalene
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
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    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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Description


  Verfahren zur     Darstellung    eines     Umwandlungsproduktes    der       peri-C3        annaphtalinsulfosäure.       Es wurde gefunden, dass     peri-Cyannaph-          talinsulfosäuren,    das heisst die     8-Cyannaph-          talin-l-sulfosäure    und ihre Derivate und       Kernsubstitutionsprodukte,    insbesondere die  Halogenderivate und solche, die noch weitere       Sulfogruppen    im Kern enthalten, beim Be  handeln mit alkalischen Mitteln, insbesondere  mit     Ätzalkalien    bei erhöhter Temperatur eine  eigenartige Umwandlung erleiden;

   die wahr  scheinlich in zwei Phasen verläuft. Wahr  scheinlich wird in der ersten Phase die     Nitril-          gruppe    zur     Carbonsäureamidgruppe    verseift,  dann erfolgt eine Abspaltung der     peri-          ständigen        Sulfogruppe    und     Ringschluss    zu  denn innern     Anhydriden    der     peri-Amidonaph-          toesäuren,    die je nach den Bedingungen leicht  zu den     peri-Amidonaphtoesäuren    verseift  werden.  



  Der wahrscheinliche Verlauf der Reaktion  sei für die     8-Cyannaphtalin-l-sulfosäure    selbst  an Hand des folgenden Formelschemas dar  gestellt  
EMI0001.0024     
      Die     8-Cyaiinaphtalin-l-sulfosäure    und ihre  Derivate und     gernsubstitutionsprodukte    sind  leicht auf üblichem Weg aus der     8-Amino-          naphtalin-I-sulfosäure,    ihren Derivaten und       Kernsubsubstitutionsprodukten    durch Über  führung in die entsprechenden     Diazoverbin-          dungen    und Behandlung der letzteren mit       Kupfercyanür    nach     Sandmeyer    zu erhalten.  



  Als für die vorliegende Reaktion geeig  nete alkalisch wirkende Mittel kommen Ätz  alkalien in wässriger oder alkoholischer Lösung,  sowohl bei gewöhnlichem Druck als auch im  geschlossenen Gefäss unter erhöhtem Druck,  ferner     Alkalilaugen    und Erdalkalien, zum  Beispiel Kalkmilch, in Betracht.  



  Bei der Einwirkung von     Ätzalkalien    ent  stehen je nach der Konzentration des Alkalis  hauptsächlich die innern     Anhydride        (Naphto-          styril)    der     peri-Amidonaphtoesäuren    oder die  daraus durch     Verseifung    entstehenden     peri-          Amidonaphtoesäuren.     



  Bei Einwirkung von     Alkalilaugen    und  Erdalkalien bilden sich die alkalischen und  erdalkalischen Salze der     peri-Amidonaphtoe-          säuren,    aus denen die Säuren durch Ansäuern  in Freiheit gesetzt werden können.  



  Vorliegendes Patent bezieht sich nun auf  ein Verfahren zur Darstellung des innern       Anhydrids    der     1-Amino-5-oxynaphtalin-8-cai#-          bonsäure        (5-Oxynaphtostyril)    durch Einwir  kung von alkalisch wirkenden     Mitteln    auf  die     8-Cyannaplitalin-1.5-disulfosäure    bei er  höhter Temperatur.  



  Die vorliegende neue und     unerwartete     Reaktion gestattet es, das innere     Anhydrid     der     @1-Amino-5-oxynaphtalin-8-carboiisäure          (5-Oxynaphtostyi-il)    in technischem     Massstabe     in sehr reinem Zustand mit ausgezeichneter       Ausbeute    zu erhalten.  



  Das     5-Oxy        naphtostyril    bildet, aus Essig  säure umkristallisiert, fast farblose Nadeln,  die über<B>300'</B> schmelzen. Es lässt sich nicht       diazotieren,    kuppelt aber mit     Diazov        erbin-          dungen.     



  <I>Beispiele</I>  1. In eine Schmelze von 40 Teilen     Ätz-          kali    und 5 Teilen Wasser werden bei 150   C       8-Cyannaphtalin-1.5-disulfosaures    Natrium    eingetragen.     111;,an    steigert nun die Temperatur  langsam bis auf etwa 200   und hält bei dieser  Temperatur die Reaktion einige Zeit in Gang.  Nach dem Erkalten wird die     Schipelze    in  Wasser gelöst, angesäuert, filtriert und mit  Wasser gewaschen.

   Durch     Umkristallisieren     aus Essigsäure erhält man das     Anhydrid    der       1-Ainino-5-oxynaphtalin-8-cai-bonsäure          Oxynaplitostyril)    in Form von fast farblosen  Nadeln, welche über 300   schmelzen.  



  Die Isolierung und Reinigung der Verbin  dung kann auch über das     schwerlösliche    Na  triumsalz erfolgen.  



       Beim    Arbeiten in geschlossenem Gefäss  entsteht der gleiche Körper.  



  2a,. In eine Schmelze von 4 Teilen     Ätz-          kali    und 5 Teilen     Methylalkohol    trägt man  unter Rühren bei etwa 80   C 1 Teil     8-Cyan-          naphtalin-1.5-disulfosaures    Natrium ein und  erhitzt die Schmelze längere Zeit unter Rühren  und     Rückflusskühlung    auf 80-100   C. Man  verdünnt dann die Schmelze mit Salzwasser  und säuert unter Kühlen an.

   Unter     Einwir-          kung    von schwefliger Säure scheidet sich  das     Kaliumsalz    einer neuen Verbindung an,  die nach ihrem chemischen Verhalten wahr  scheinlich die     Konstitution    einer     Oxycyan-          oder        Oxynaplitamidsulfosäure    besitzt. Sie lässt  sich mit     Diazoverbindungen    zu     Azofarbstoffen     kuppeln und bildet, ans Wasser umkristalli  siert, lange dünne Nadeln.  



  2 b. Unterwirft man den unter     a        erhaltenen     Körper der Einwirkung von wässerigen     Ätz-          alkalien    bei höherer Temperatur oder destil  liert man bei der unter     a    beschriebenen  Schmelze soviel Methylalkohol ab, bis die  Temperatur der Schmelze 180-190   C beträgt,  hält die Reaktion bei dieser Temperatur     ain     aufsteigenden Kühler mehrere Stunden in       (Jan    g und löst die Schmelze nach Erkalten  in Wasser, so erhält     man    beim Ansäuern in  vorzüglicher Ausbeute und Reinheit einen  Körper,

   der in seinen E     igenschaften    mit dem  im Beispiel 1 beschriebenen     5-Oxynaphto-          styril    identisch ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des 5-Oxy- naphtostyrils, dadurch- gekennzeichnet, dass man alkalisch wirkende Mittel auf die 8-Cyan- naphtalin-1.5-disulfosäure bei erhöhter Tem peratur einwirken lässt. Das 5-Oxynaphtostyril bildet, aus Essig säure umkristallisiert, fast farblose Nadeln, die über 300 C schmelzen.
    Es lässt sich nicht diazotieren, kuppelt aber mit Diazo- verbindungen. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Einwirkung von alkoholischen Ätzalkalien bei Tempera turen unter<B>1000</B> die 5-Oxy-8-naphtamid-l- sulfosäure darstellt und dieses Zwischenpro dukt in das 5-Oxynaphtostyril überführt.
CH124077D 1926-07-27 1926-07-27 Verfahren zur Darstellung eines Umwandlungsproduktes der peri-Cyannaphtalinsulfosäure. CH124077A (de)

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