CH300461A - Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes.Info
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- Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. Es wurde gefunden, dass man zu einem neuen, wertvollen metallhaltigen Azofarbstoff gelangt, wenn man auf den Monoazofarbstoff der Formel
EMI0001.0007
chromabgebende Mittel derart einwirken lässt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff entsteht, der zwei Monoazofarbstoffmoleküle an ein Chromatom komplex gebunden enthält.
Der neue Farbstoff bildet ein braunrotes Pulver, das sich in Wasser mit orangeroter Farbe löst und Wolle aufs neutralem bis essig saurem Bade in scharlachroten Tönen färbt.
Der als Ausgangsstoff dienende, der oben stehenden Formel entsprechende Monoazofarb- stoff kann durch Kupplung des 1-(4'-Äthoxy- phenyl)-3-methyl-5-pyrazolons mit nach an sich bekannten Methoden, z. B. mittels Salz säure und Natriumnitrit diazotiertem 2-Amino- 1.-oxybenzol-5-sulfonsäur eamid, hergestellt wer den.
Das hierbei verwendete 1- (4'-Äthoxy- phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon kann nach an sich bekannten Methoden erhalten werden, z. B. indem man diazotiertes 4-Äthoxyanilin reduziert und das entstandene 4-Äthoxy- phenylhydrazin mit Acetessigsäureamid oder Acetessigestern zum gewünschten Pyrazolon kondensiert.
Die Behandlung mit den chromabgebenden Mitteln erfolgt, wie bereits erwähnt, in der Weise, dass ein chromhaltiger Farbstoff ent steht, der zwei Monoazofarbstoffmoleküle an ein Atom Chrom komplex gebunden enthält. Demgemäss führt man die Chromieri-u1g zweck mässig mit solchen chromabgebenden Mitteln und nach solchen Methoden durch, welche er fahrungsgemäss komplexe Ohromverbindun- gen dieser Zusammensetzung liefern.
Es emp fiehlt sich im allgemeinen, auf ein Molekül eines Farbstoffes weniger als ein Atom Chrom zu verwenden und/oder die Chromierung in schwach saurem bis alkalischem Medium aus zuführen. Demzufolge sind auch diejenigen Chromverbindungen, die in. alkalischem Me dium beständig sind, für die Durchführung des Verfahrens besonders gut geeignet, wie z. B. solche Chromverbindungen aliphatiseher Oxycarbonsäuren oder vorzugsweise aroma tischer o-Oxycarbonsäuren, welche das Chrom in komplexer Bindung enthalten.
Die Metalli- sierung geschieht mit Vorteil in der Wärme, offen oder -unter Dx-Lick, z. B. bei Siedetem- peratur des Reaktionsgemisches, gegebenen falls in Anwesenheit geeigneter Zusätze, z. B. in Anwesenheit von Salzen organischer Säu ren, von Basen, organischen Lösungsmitteln oder weiteren die Komplexbildung fördernden Mitteln.
<I>Beispiel:</I> 18,8 Teile 2-Amino-l-oxybenzol-5-sulfon- säureamid werden in 50 Teilen Wasser und 14 Teilen 30%iger Salzsäure gelöst und bei 0 bis 5 mit einer wässrigen Lösung von 6,9 Teilen Natriiunnitrit diazotiert. Die mit Na triumcarbonat neutralisierte Diazosuspension wird bei 10 bis 12 in eine Lösung aus 23 Tei len 1-(4'-Äthoxyphenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, 50 Teilen Wasser und 14,0 Teilen 30 % iger Natriumhydroxydlösung eingegossen.
Die Kupplung verläuft sehr rasch. Der Farbstoff wird durch Hinzufügen von Natriumchlorid vollständig abgeschieden. Die durch Abfiltrie- ren gewonnene Farbstoffpaste wird in 250 Tei len Wasser verrührt und mit 120 Teilen einer Lösung von chromsalicylsaurem Natrium/Ka- lium mit einem Chromgehalt von 2,6 % sowie 6,7 Teilen 30 % iger Natriumhydroxydlösung versetzt.
Das Ganze wird während 3 Stunden am Rückfluss gekocht. Nach dieser Zeit ist die Chromierung beendet. Der chromhaltige Farb stoff wird durch Eindampfen des Reaktions gemisches im Vakuum isoliert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines metall haltigen Azofarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man auf den Monoazofarbstoff der Formel EMI0002.0035 chromabgebende Mittel derart einwirken lässt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff ent steht, der zwei Monoazofarbstoffmoleküle an ein Chromatom komplex gebunden enthält. Der neue Farbstoff bildet ein braunrotes Pulver, das sich in Wasser mit orangeroter Farbe löst und Wolle aus neutralem bis essig saurem Bade in scharlachroten Tönen färbt.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf ein Mole kül Monoazofarbstoff eine weniger als ein Atom Chrom enthaltende Menge eines chrom abgebenden Mittels anwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Chromie- rung in alkalischem Medium ausführt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als chrom abgebende Mittel Chromverbindungen verwen det, welche eine aromatische o-Oxycarbon- säure in komplexer Bindung enthalten. 4.Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als chrom abgebende Mittel Chromverbindungen verwen det, welche Salicylsäure in komplexer Bindung enthalten.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH298511T | 1951-07-18 | ||
| CH300461T | 1951-07-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH300461A true CH300461A (de) | 1954-07-31 |
Family
ID=25733975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH300461D CH300461A (de) | 1951-07-18 | 1951-07-18 | Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH300461A (de) |
-
1951
- 1951-07-18 CH CH300461D patent/CH300461A/de unknown
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