CH387844A - Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen

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CH387844A
CH387844A CH7872159A CH7872159A CH387844A CH 387844 A CH387844 A CH 387844A CH 7872159 A CH7872159 A CH 7872159A CH 7872159 A CH7872159 A CH 7872159A CH 387844 A CH387844 A CH 387844A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     metallisierbaren        Azofarbstofen       Die Kupplung von     diazotierten    Aminen mit  Aceton im     Molverhältnis    2 : 1 in     alkalischem    Milieu    ist bekannt. Dabei entstehen Produkte folgender  Struktur:  
EMI0001.0006     
    R' = Rest eines     diazotierten    Amins.  



  So erhält man bei der Kupplung von     diazotier-          tem    Anilin mit Aceton folgendes Produkt:  
EMI0001.0010     
    Diese Verbindung stellt     ein    rotes Pulver dar und  ist in den üblichen organischen     Solventien,    wie  Alkohol, Eisessig, Benzol, mit roter Farbe gut bis  sehr gut löslich und kristallisiert aus Alkohol. Auch       diazotierte        Anthranilsäure    kuppelt mit Aceton unter  Bildung eines dunkelroten, in den üblichen organi  schen     Solventien    mit roter Farbe gut bis sehr gut  löslichen Produktes, das aus Eisessig kristallisiert.  



  Es wurde nun in ganz überraschender und nicht  zu erwartender Weise gefunden, dass man bei der  Kupplung von gewissen     tetrazotierten    Diaminen,  z. B.     tetrazotierter        Benzidin    - 3,3' -     dicarbonsäure,     mit Aceton zu einem     metallisierbaren    Kupp  lungsprodukt gelangt, welches sich auf Grund  seiner Eigenschaften in auffälliger Weise vom Kupp  lungsprodukt aus     diazotierter        Anthranilsäure    und  Aceton unterscheidet.

   Das aus     tetrazotierter        Benzi-          din-3,3'-dicarbonsäure    und Aceton erhaltene Kupp-         lungsprodukt    ist ganz im Gegensatz zum Kupplungs  produkt aus     diazotierter        Anthranilsäure    und Aceton  in den üblichen organischen     Solventien,    z. B.

   Alko  hol, Eisessig, Benzol,     Dioctylphthalat,    unlöslich, in       Dimethylformamid    löst es sich     mit        violettroter     Farbe und ist bei 400  C noch nicht     geschmolzen.     Auch die     Cu-,    Co- und     Ni-Komplexe    des Kupplungs  produktes aus     tetrazotierter        Benzidin-3,3'-dicarbon-          säure    mit Aceton sind in den üblichen organischen       Solventien,    wie Alkohol, Eisessig, Benzol und     Di-          octylphthalat    unlöslich.  



  Es wurde ferner gefunden, dass auch die Kupp  lungsreaktion von     tetrazotierter        Benzidin-3,3'-di-          carbonsäure    mit     Diacetonalkohol    oder     Acetonyl-          aceton    zu     metallisierbaren    Kupplungsprodukten  führt, welche in     bezug    auf Löslichkeit in     organischen          Solventien    und Schmelzpunkt die gleichen Eigen  schaften besitzen. So ist z.

   B. das Kupplungsprodukt  aus     tetrazotierter        Benzidin-3,3'-dicarbonsäure    und       Diacetonalkohol    in Alkohol, Eisessig, Benzol und       Dioctylphthalat    unlöslich und bei 400  C noch nicht       geschmolzen.    Das gleiche gilt für das Kupplungspro  dukt aus     tetrazotierter        Benzidin-3,3'-dicarbonsäure     und     Acetonylaceton.     



  Es wird die Vermutung ausgesprochen, dass die  Kupplungsprodukte von     Tetrazoniumverbindungen,     welche die     Diazoniumreste    in     p,p'-Stellung    enthalten,           z.B.    von     tetrazotierter        Benzidin-3,3'-dicarbonsäure,     mit     aliphatischen        Methylketonen,    z. B. mit Aceton,       Acetonvlaceton,        Lävulinsäure.        Diacetonalkohol.    höher-    molekulare, linear gebaute, kettenförmige     Polyazo-          verbindungen    darstellen.

   Der Reaktionsverlauf dürfte  vermutlich wie folgt zu formulieren sein:  
EMI0002.0011     
    X =     COOH.     



  n = Grad der Kettenlänge.  



  R = z. B. H,     Alkyl,        -CH2COCH3,     
EMI0002.0015     
    Es wurde versucht, mit dem Kupplungsprodukt  aus     tetrazotierter        Benzidin-3,3'-dicarbonsäure    und  Aceton ein     Papierchromatogramm        (Rundfiltertech-          nik)    herzustellen, um festzustellen, ob nicht eventuell  Gemische verschiedener Kupplungsprodukte entstan  den wären. Dabei wurde an Hand von 7     Papier-          chromatogramm-Versuchen    festgestellt, dass das ge  nannte Kupplungsprodukt in gelöster Form im Ver  laufe mehrerer Stunden nicht wandert.  



  Bezeichnet man die Anzahl Mole     Tetrazonium-          verbindung,    welche die     Diazoniumreste    in     p,p'-Stel-          lung    enthält, welche nach dem erfindungsgemässen       Verfahren    zur Reaktion gebracht werden, mit a, so  beträgt die Anzahl Mole von kuppelndem     aliphati-          schem        Methylketon    im Falle einer polymer linearen    Kupplungsreaktion a-1, das     Grenzwert-Molverhältnis          Tetrazoniumverbindung    :     aliphatischem        Methylketon     beträgt dann also 1 : 1.

    



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstel  lung von     metallisierbaren        Azofarbstoffen    ist da  durch gekennzeichnet, dass     Tetrazoniumverbindun-          gen,    welche zur     Metallkomplexbildung    befähigte       Substituenten    enthalten, mit     aliphatischen        Methyl-          ketonen    zur Reaktion gebracht werden. Als zur       Metallkomplexbildung    befähigte     Substituenten    kön  nen z.

   B. genannt werden:  OH, SH,     NH."        COOH,        COSH,        OCH."COOH,          SCHXOOH,        SCH2COSH,        Sulfamidgruppen,     Halogenatome, vorzugsweise Chlor- oder  Bromatome,  niedere     O-Alkylreste,    vorzugsweise     Methoxy-          und        Äthoxyreste,     niedere     S-Alkylreste,    z. B.     SCH3,        SC2H5,          ferner        COOCH3,        COSCH,    usw.

    Vorzugsweise stehen die zur     Metallkomplexbil-          dung    befähigten     Substituenten    in den nach dem er  findungsgemässen Verfahren hergestellten Kupp  lungsprodukten in Nachbarstellung zu     Azobrücken.         Selbstverständlich können die nach dem erfindungs  gemässen Verfahren eingesetzten     Tetrazoniumverbin-          dungen    zusätzlich zu den zur     Metallkomplexbildung     befähigten     Substituenten    noch     beliebige    weitere     Sub-          stituenten    enthalten, z.

   B.     Chromophore,    wie     Azo-          brücken,    Nitrogruppen, ferner     Auxochrome,        Sulfo-          gruppen,        Sulfonamidgruppen,    substituierte     Sulfon-          amidgruppen,        Acylreste,        Aminoacylreste,        aliphatische     Reste, aromatische Reste,     araliphatische    Reste,       Alkoxyreste,        Aroxyreste,        heterocyclische    Reste, Ha  logenatome, vorzugsweise Fluor-,

   Chlor- oder Brom  atome usw. Man führt das erfindungsgemässe Ver  fahren     vorteilhaft    in     alkalischem    bis stark alkali  schem Milieu, z. B. in Gegenwart der     Hydroxyde     der Elemente Na     oder    K, durch, wobei man natür  lich das     pH    im alkalischen Bereich variieren kann.  Man kann das     erfindungsgemässe    Verfahren auch in       Gegenwart    von Zusätzen anorganischer oder organi  scher Natur durchführen. So kann man z. B. als  Zusätze Metallsalze, z.

   B.     Cu-,    Co-,     Ni-Salze,    Kupp  lungsbeschleuniger, organische Lösungsmittel, wie  Alkohole, gegebenenfalls substituierte     kohlenwasser-          stoffe,    wie Chlorbenzol, ferner     Pyridin,    tertiäre       Amine,        Emulgier-,        Dispergier-        oder    Netzmittel,  Schmutzstoffe, z. B.

   Lösungen von     Alkaliseifen     höherer Fettsäuren,     Kolophoniumseifen    oder Emul  sionen von Fetten,     Paraffinen,    Wachsen oder fetten  Ölen oder von Weichmachern, wie sie in der     Lack-          und    Kunststoffindustrie üblich sind, verwenden. Man  kann das erfindungsgemässe     Verfahren    auch unter  Anwendung und Beachtung der Lehren und Tech  niken der Optimierungsmethoden durchführen.

   Bei  der     Durchführung    des erfindungsgemässen Verfahrens  kann man das     Molverhältnis    von     Tetrazonium-          komponente    zur passiven Kupplungskomponente  verschieden gross wählen. So kann man z. B. ein       Molverhältnis    von 1 : 1 wählen.

   Die nach dem er  findungsgemässen Verfahren eingesetzten     Tetrazo-          niumverbindungen    können sowohl aus     tetrazotier-          baren        Diaminoverbindungen    erhalten werden, welche  die     Aminogruppen    in     p,p'-Stellung    enthalten, als  auch aus solchen     tetrazotierbaren        Diaminoverbin-          dungen,    welche die     Aminogruppen    nicht in     p,p'-Stel-          lung    enthalten.

   Die nach dem     erfindungsgemässen          Verfahren    erhaltenen     metallisierbaren    Kupplungs  produkte können mit metallabgebenden Mitteln, z. B.  mit     Cu-,    Co-, Ni- oder     Cr-    abgebenden     Mitteln,    z. B.  in an sich bekannter Weise, metallisiert werden. So  kann man z. B. die     Kupferung    mit komplexen     Cu-          Aminverbindungen,    z. B.     Cu-Tetraminverbindungen     aus Ammoniak,     Pyridin,        Alkylamin,    z. B. Oxyäthyl-         amin,    durchführen.

   Man kann die     Metallisierung     auch durchführen mit farbigen oder nicht farbigen,  metallhaltigen, organischen Verbindungen, welche  befähigt sind, mit     komplexierbaren    und komplex  bildenden     Azofarbstoffen    Metallkomplexe zu bilden.  Für diesen Zweck können z. B. für die     Metallisie-          rung    der nach dem erfindungsgemässen Verfahren  hergestellten     Azofarbstoffe    bestimmte     Azometall     komplexe verwendet werden, welche sich mit andern       komplexierbaren        Azofarbstoffen    vereinigen und bin  den. Die     Metallisierung    kann z.

   B. in     wässrig-ammo-          niakalischer    Lösung oder organischer Lösung oder  Suspension,     beispielsweise    in Gegenwart von     Fett-          säureamiden,    wie     Dimethylformamid,        Formamid,     oder     Tetrahydrofuran    offen oder unter Druck bei  erhöhter Temperatur     durchgeführt    werden. Auch bei  der     Durchführung    der     Metallisierung    kann man Zu  sätze verwenden, z.

   B. oberflächenaktive Verbindun  gen, wie Netzmittel,     Dispergiermittel        und/oder    Schutz  stoffe, z. B. Lösungen von     Alkaliseifen    höherer Fett  säuren,     Kolophoniumseifen,    oder Emulsionen von  Fetten,     Paraffinen,    Wachsen oder fetten Ölen oder  von     Weichmachern,    um Pigmente weicher Textur  zu erhalten.

       Falls    die nach dem     erfindungsgemässen          \'erfahren    erhaltenen metallisierten oder     nichtmetal-          lisierten    Kupplungsprodukte     Sulfogruppen    enthalten  und wasserlöslich sind, so können diese Kupplungs  produkte mit lackbildenden Metallen, z. B.     Cal'cium,          Strontium,    Barium oder Blei, an den     Sulfogruppen          verlackt    werden.  



  Die nach dem erfindungsgemässen     Verfahren    her  gestellten Kupplungsprodukte, vorzugsweise in metal  lisierter Form, können, gegebenenfalls unter     Zusatz     von     organischen    Binde-     und/oder    Verdünnungsmit  teln in die nötige Gebrauchsform, z. B. in Pulver,  Teige, halbfeste oder feste Konzentrate, übergeführt  werden.

   Die nach dem     erfindungsgemässen    Ver  fahren hergestellten Kupplungsprodukte, vorzugs  weise in     metallisierter    Form, können     mit    den ver  schiedensten     Applikationsmethoden    in     feinst        disper-          ser    Form als Pigment-, Druck- und     Textilfarbstoffe     Verwendung finden. So kann man z. B. mit diesen  Farbstoffen Spinnmassen, Fette, Schmierfette, Öle,  Schmieröle, Harze, Lacke, Schmelzen, Wachse oder  polymere Massen mit oder ohne Zusätze anorgani  scher oder organischer Natur färben. Man kann auch  Textilgewebe mit diesen Farbstoffen bedrucken.  



  Nachfolgend werden beispielsweise mehrere     Di-          aminoverbindungen    angeführt, welche     in        tetrazotier-          ter    Form nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren  eingesetzt werden können:  
EMI0003.0132     
    A kann z. B. sein: OH, SH,     COOH,        COSH,          OCH2COOH,        SCH.COOH,        SCH2COSH,          OCHS,        OC.H.,    SCH.,     SC.H.,    Halogen,  vorzugsweise Chlor oder Brom.

      Falls A OH oder SH bedeutet, so können diese  Gruppen     tosyliert    oder mit Schwefelsäure verestert  sein. Die     Benzolringe    können     zusätzlich    zu A noch  weitere     Substituenten    enthalten.    
EMI0004.0001     
    B kann z. B. sein     COOH,        OCH3.    Die     Benzolringe    können zusätzlich zu B noch weitere     Substi-          tuenten    tragen.  
EMI0004.0007     
    7)     Diaminobenzophenone    mit     komplexierbaren    Gruppen.

    8)     Diaminodiphenyläther    mit     komplexierbaren        Gruppen.     9)     Diaminodiphenylsulfide    mit     komplexierbaren    Gruppen.  10)     Diaminodiphenylamine    mit     komplexierbaren        Gruppen.     11)     Diaminostilbene    mit     komplexierbaren        Gruppen.     
EMI0004.0021     
    
EMI0005.0001     
  
EMI0005.0002     
    F ist ein     komplexierbarer    Rest.  



  E ist ein lineares, ein oder mehrere     C-Atome     aufweisendes Brückenglied, wobei die     C-Atome    ge-         gebenenfalls    durch Sauerstoff,     Hydroxylgruppen    und/  oder Wasserstoff     abgesättigt    sind.  
EMI0005.0009     
    G bedeutet einen zweiwertigen Rest des Harn  stoffes oder eines gegebenenfalls substituierten     Äthy-          lendicarbonsäureamids,        Butadien-1,4-dicarbonsäure-          amids    oder     Benzol-1,4-dicarbonsäureamids.     



  G kann z. B. sein:  -NH-CO-NH  -NH-CO-CH=CH-CO-NH-  
EMI0005.0015     
  
EMI0005.0016     
  
EMI0005.0017     
    K bedeutet den Rest einer     4,4'-Diamino-diphenyl-          amin-2-sulfosäure,    die gegebenenfalls noch in den       Benzolkernen    substituiert ist,     L1    den Rest der         1-Amino-5-oxy-naphthalin-7-sulfosäure,    L2 den Rest  der gleichen oder einer andern     diazotierbaren        Amino-          oxy-naphthalin-sulfosäure.     
EMI0005.0026     
    M bedeutet Halogen,     Alkoxy,        Alkyl,

          N02-          U    bedeutet einen aromatischen oder gesättigten     aliphatischen    Rest.  
EMI0005.0032     
    Die GH-Gruppe kann     tosyhert    oder mit Schwe  felsäure verestert sein.  



  Das erfindungsgemässe, bis jetzt nicht bekannte  und beschriebene Verfahren stellt in Anbetracht der  grosstechnisch und einfach durchführbaren Reak-         tionen    sowie der grosstechnisch zu ökonomischen  Bedingungen     herstellbaren    Reaktionskomponenten  einen beachtlichen technischen Fortschritt auf dem  Gebiet der komplexbildenden     Azofarbstoffe    dar.      In den Beispielen bedeuten<B>-</B>die Teile, sofern  nichts anderes angegeben ist, Gewichtsteile. Die  Gewichtsteile verhalten sich zu den     Volumteilen    wie  g zu     cm3.     



  <I>Beispiel 1</I>  10 Teile     Benzidin-3;3'-dicarbonsäure    (etwa     9711/o)     werden mit 50     Volumteilen    Wasser und 10     Volum-          teilen    Salzsäure     konz.    auf 70  C erwärmt. Man lässt  erkalten, setzt weitere 10     Volumteile    Salzsäure     konz.     zu und     tetrazotiert    mit 5 Teilen Nitrit in 20     Volum-          teilen    Wasser gelöst bei 10 bis 12  C etwa 1 Stunde  lang.  



  Anderseits löst man 3 Teile Aceton in der Lö  sung von 15     Teilen        Natriumhydroxyd    in 100     Volum-          teilen    Wasser und giesst die     Tetrazoniumverbindung     bei 10-12  C unter starkem     Turbinieren    in einem  Zug in das alkalische Lösungsgemisch ein. Man lässt  die Temperatur der tieffarbigen Kupplungslösung  langsam im Verlaufe mehrerer Stunden bis auf  Raumtemperatur ansteigen und säuert mit     Salzsäure          konz.    an. Dabei fällt das tieffarbige Kupplungs  produkt aus. Es ist von     Vorteil,    den Niederschlag  vor der Filtration einige Stunden altern zu lassen.

    Ausbeute Rohprodukt: 10,5 Teile.     Smp.    über 400  C.       Unlöslich    in Alkohol, Eisessig, Benzol, Chloroform,  Nitrobenzol,     Tetrachlorkohlenstoff,        Dioctylphthalat.     Löslich in     Dimethylformamid.     



  a)     Cu-Komplex:     1 Teil obigen Kupplungsproduktes wird in 100       Volumteilen    Wasser und 5     Volumteilen    Ammoniak       konz.    heiss gelöst und bei etwa 90-95  C mit der  Lösung von 1 Teil     Cu-Sulfat    in 30     Volumteilen     Wasser versetzt. Dabei fällt der dunkelblaue     Cu-          Komplex    aus. Man kocht kurz auf, lässt erkalten,  säuert mit     Salzsäure        konz.    an und     filtriert.    Dunkel  farbiges Pulver.

   Unlöslich in Alkohol, Eisessig,       Benzol    und     Dioctylphthalat.     



  b)     Co-Komplex:     1 Teil obigen Kupplungsproduktes wird wie nach  a     mit    1 Teil     Co-Acetat    in 30     Volumteilen    Wasser  zur Reaktion gebracht und aufgearbeitet. Dunkel  farbiges Pulver. Unlöslich in Alkohol, Eisessig,  Benzol und     Dioctylphthalat.     



  c)     Ni-Komplex:     1 Teil obigen Kupplungsproduktes wird wie nach  a     mit    1 Teil Ni     Sulfat    in 30     Volumteilen    Wasser  zur Reaktion gebracht und aufgearbeitet. Dunkel  farbiges Pulver. Unlöslich in Alkohol, Eisessig,  Benzol und     Dioctylphthalat.       <I>Beispiel 2</I>  5 Teile     Benzidin-3,3'-dicarbonsäure    (etwa     8014)     werden wie nach Beispiel 1     tetrazotiert.     



  Anderseits löst man 2,2 Teile     Diacetonalkohol     in der Lösung von 8 Teilen     Na-Hydroxyd    in 100       Volumteilen    Wasser und giesst die     Tetrazonium-          verbindung    bei     10-12ü    C unter starkem     Turbinieren     in einem Zuge in das     alkalische    Lösungsgemisch  ein. Man lässt die Temperatur der tieffarbigen Kupp  lungslösung langsam im Verlaufe mehrerer Stunden  bis auf Raumtemperatur ansteigen und säuert mit       Salzsäure        konz.    an.

   Dabei     fällt    das     tieffarbige     Kupplungsprodukt aus. Ausbeute Rohprodukt: 6,1  Teile.     Smp.    über     400     C.     Unlöslich    in Alkohol, Eis  essig, Benzol und     Dioctylphthalat.    Löslich in     Dime-          thylformamid.     



  <I>Beispiel 3</I>  5     Teile        Benzidin-3,3'-dicarbonsäure        (etwa        80%)     werden wie nach Beispiel 1     tetrazotiert    und die     Te-          trazoniumverbindung,    wie nach Beispiel 2,     mit    2,2  Teilen     Acetonylaceton    gelöst in der Lösung von 8  Teilen     Natriumhydroxyd    in 100     Volumteilen    Wasser  zur Reaktion gebracht und aufgearbeitet. Ausbeute  Rohprodukt: 5,6 Teile.     Smp.    über 400  C.

   Mässig  löslich in     Alkohol,    unlöslich in Eisessig, Benzol und       Dioctylphthalat.    Löslich in     Dimethylformarnid.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass Te- trazoniumverbindungen, welche zur Metallkomplex bildung befähigte Substituenten enthalten, mit ali- phatischen Methylketonen zur Reaktion gebracht werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Azofarbstoffe mit metallabgebenden Mitteln metallisiert werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erhal tenen Azofarbstoffe als zur Metallkomplexbildung befähigte Substituenten OH- oder COOH-Gruppen enthalten. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Azofarbstoffe die zur Metallkomplex bildung befähigten Substituenten in Nachbarstellung zu Azobrücken enthalten.
    PATENTANSPRUCH<B>11</B> Verwendung der gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1 erhaltenen Azofarbstoffe als Pigment- und Druckfarbstoffe zum Färben von nichttextilem Material.
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